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So soll der Tourismus in der Schweiz besser akzeptiert werden

Travel with care. Leave with memories. - Lancierung der Initiative zur Gästesensibilisierung.
Mit solchen Plakaten sollen Touristen an die Schweizer Regeln erinnert werden.Bild: Switzerland Tourism

So sollen dich Touristen in der Schweiz bald weniger nerven

Touristen – oder besser – zu viele Touristen sind auch in der Schweiz da und dort ein Ärgernis. Dabei geht es oft auch um deren nicht angepasstes Verhalten. Der Schweizer Tourismus will dem jetzt mit einer nationalen Initiative entgegenwirken.
17.04.2026, 11:1117.04.2026, 11:11

Touristen sorgen in der Schweiz da und dort für Ärger. Einige Orte mussten auch schon Massnahmen wie Einschränkungen oder Eintrittspreise einführen. Sehr ärgerlich ist für viele auch das Verhalten im Umgang mit Abfall und Lärm.

Dem soll jetzt entgegengewirkt werden. Wie die Macher in einer Medienmitteilung diese Woche schreiben:

«Schweiz Tourismus (ST) und die Regional Tourism Alliance (RTA) bündeln gemeinsam mit dem Schweizer Tourismus-Verband (STV) und weiteren Partnern (siehe Box) ihre Kräfte, um den Schweizer Tourismus nachhaltig und im Einklang mit der einheimischen Bevölkerung, der Natur und der bestehenden Infrastruktur weiterzuentwickeln.»

Die gemeinsame Initiative namens «Travel with care. Leave with memories.» ist Teil einer nationalen Anstrengung und stellt konkrete Hilfsmittel bereit, die Destinationen und Leistungsträger bei der praktischen Umsetzung einer breiten Tourismusakzeptanz unterstützen. Was die Initiative kostet, ist nicht bekannt.

Tourismusakzeptanz als strategischer Pfeiler

Tourismusakzeptanz ist kein Zufallsprodukt – sie muss aktiv gestaltet werden. Für Schweiz Tourismus ist sie ein zentraler Pfeiler der Strategie «Travel Better», mit der ST den Schweizer Tourismus langfristig ökologisch, sozial und wirtschaftlich ausgewogen positioniert.

Travel with care. Leave with memories. - Lancierung der Initiative zur Gästesensibilisierung.
So sehen die Plakate dann beisipelsweise in Interlaken aus.Bild: Switzerland Tourism

Die Vision ist klar: Der Tourismus soll als Bereicherung wahrgenommen werden – von Gästen und von der Bevölkerung gleichermassen. Dass dieser Anspruch auf einer soliden Grundlage fusst, zeigen unter anderem repräsentative Bevölkerungsumfragen zur Tourismusakzeptanz, auf denen die Initiative aufbaut.

So wird andernorts versucht, (Massen-)Tourismus zu bändigen:

Die acht Sujets sprechen folgende Themen an:

  • Respektive private Grundstücke
  • Frage, bevor du Fotos machst
  • Sei an stillen Orten respektvoll
  • Unterstütze lokale Unternehmen
  • Halte Orte sauber
  • Verstaue dein Gepäck korrekt
  • Respektiere andere Reisende
  • Warte, bis du dran bist (beim Einsteigen)
Travel with care. Leave with memories. - Lancierung der Initiative zur Gästesensibilisierung.
Bild: Switzerland Tourism

Konkrete Unterstützung für die Praxis

Unter der Leitung von Schweiz Tourismus werden Massnahmen zur Sensibilisierung von Gästen aus dem In- und Ausland umgesetzt. Gleichzeitig wird unter Leitung der RTA und über das Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit (KONA) des STV den touristischen Leistungsträgern eine «Toolbox» zur Verfügung gestellt, deren Instrumente sich auf lokale Gegebenheiten anpassen lassen.

Glaubst du, die Initiative «Travel with care. Leave with memories.» bewirkt etwas?
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Damit wird die Akzeptanz des Tourismus wie folgt gestärkt

  • Die Gästesensibilisierungskampagne schafft ein Verständnis und Orientierung für respektvolles Verhalten gegenüber Natur, Bevölkerung und lokalen Gepflogenheiten in der Schweiz. Sie setzt auf eine positive, einladende und kulturübergreifend verständliche Ansprache statt Belehrung. Klare Handlungsaufforderungen laden Gäste ein, die Schweiz bewusst und rücksichtsvoll zu erleben. Der Branche stehen dafür vielseitige, kostenlos nutzbare Kommunikationsmittel zur Verfügung.
  • Die Toolbox ist ein direkt einsetzbares Arbeitsinstrument für Destinationen und Betriebe. Sie bietet praxisnahe Module zu Strategie, Kommunikation und Stakeholder-Management, konkrete Beispiele, Schritt-für-Schritt-Anleitungen sowie Checklisten und unterstützt den Dialog mit Bevölkerung und weiteren Anspruchsgruppen. Die Toolbox wurde gemeinsam mit der Hochschule Luzern entwickelt und von Innotour, dem Förderinstrument des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), mitfinanziert.

Ziel ist es, Tourismusakzeptanz nicht als Schlagwort, sondern als gelebte Praxis in den Alltag von Destinationen und touristischen Betrieben zu integrieren.

Travel with care. Leave with memories. - Lancierung der Initiative zur Gästesensibilisierung.
Bild: Switzerland Tourism

Video in Flugzeugen und Flughafen

Zahlreiche Partner haben sich bereits dazu entschieden, die Initiative mitzutragen. Dazu zählen unter anderem die Jungfrau Region, Luzern Tourismus und Basel Tourismus. Zudem wird die Botschaft von «Travel with care. Leave with memories.» an vielen weiteren touristischen Touchpoints zu sehen sein, wie etwa als Video in SWISS-Flugzeugen oder am Flughafen Zürich, in den Bahnen der Jungfraubahnen oder auch auf Billetten des Swiss Travel Pass.

Der Kurzfilm der Initiative.Video: watson
Teilnehmende Partner
Als «teilnehmende Partner» gelten Unternehmen und Organisationen, die die Kommunikationsmittel vor Ort einsetzen und/oder über ihre Kanäle verbreiten. Die Liste ist nicht abschliessend und wird laufend ergänzt:

Appenzellerland Tourismus, Basel Tourismus, Europcar, Flughafen Zürich, Hertz, Interlaken Tourismus, Jungfraubahnen, Jungfrau Region, Luzern Hotels, Luzern Tourismus, Made in Bern, Pilatus-Bahnen AG, Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees AG, Stoos-Muotatal Tourismus, SWISS International Air Lines, Swiss Travel System AG, Valais/Wallis Promotion, Zürich Tourismus

(fox)

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Vermeintlich langweilige Touristenbilder mal anders
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Vermeintlich langweilige Touristenbilder mal anders

Den Touristen mal zeigen, wie es sich anfühlt, so gehalten zu werden.Bild: imgur

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Video: watson
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