Schweiz
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Orthodoxe Juden auf einem Spaziergang. bild: shutterstock

Tourismus-Verbände geben Schweizern Nachhilfe im Umgang mit Juden

Für viele strenggläubige Juden sind die Schweizer Berge eine bevorzugte Feriendestination. Zwei neue Broschüren sollen nun Missverständnissen zwischen Einheimischen und jüdischen Gästen vorbeugen.

Daniel Fuchs / ch media



Ein im Sommer 2017 in Arosa aufgehängtes Plakat steht am Anfang dieser Geschichte. «An unsere jüdischen Gäste: Bitte duschen Sie vor und nach dem Schwimmen. Tun Sie das nicht, bin ich gezwungen, das Schwimmbad für Sie zu schliessen», stand darauf. Und brockte der Verfasserin, der Hauswartin eines Ferienhauses, Antisemitismus-Vorwürfe ein. Die mächtige Online-Buchungsplattform Booking.com nahm das Ferienhaus wegen der Antisemitismus-Vorwürfe vom Netz.

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Stein des Anstosses im Jahr 2017: «An unsere jüdischen Gäste: Bitte duschen Sie vor und nach dem Schwimmen. Tun Sie das nicht, bin ich gezwungen, das Schwimmbad für Sie zu schliessen», stand auf dem Plakat, das die Hauswartin eines Ferienhauses in Arosa beim Hotel-Pool aufgehängt hatte. Bild: Channel 2

In der Zwischenzeit haben sich die Wogen geglättet und nun, zwei Jahre später, lassen sich Wohnungen des Ferienhauses wieder via Booking-Portal buchen. Und wegen des Falls, der Arosa und andere Schweizer Hochburgen jüdischen Tourismus’ vor zwei Jahren negative Presse bescherte, lancieren Touristiker und der Schweizerische Israelitische Gemeindebund nun eine breit angelegte Kampagne.

Wichtige jüdische Klientel

Teil dieser Kampagne sind zwei neue Broschüren über jüdische Gäste in der Schweiz. Heute Mittwoch werden sie verteilt. Eine stammt aus der Küche von Hotellerie Suisse und Schweiz Tourismus und richtet sich an die Gastgeber. Die andere stammt aus der Feder des jüdischen Dachverbands und richtet sich an die Gäste selbst.

Broschüre «Welcome to the Swiss Alps»

Broschüre «Jüdische Gäste in der Schweiz»

Das Ziel der Kampagne: Die Gastgeber und Einheimischen sollen über die Besonderheiten der jüdischen Kultur informiert werden und die Bedürfnisse jüdisch-orthodoxer Gäste kennen lernen. Umgekehrt sollen jüdischen Gästen Schweizer Gepflogenheiten näher gebracht werden. Die Absicht: Der Aufenthalt der oftmals strenggläubigen Juden in der Schweiz soll so angenehm wie möglich gestaltet werden. Denn gerade diese Gruppe ist für Destinationen wie Arosa, Davos oder das Saastal im Wallis bedeutend. Nie wieder soll es zu einem Antisemitismus-Aufschrei kommen wie nach dem Duschplakat vor zwei Jahren.

Die Val Trupchun im Schweizerischen Nationalpark ist nach wie vor ein Besuchermagnet (Archivaufnahme).

Die Schweizer Alpen sind bei vielen Juden ein beliebtes Reiseziel. Bild: KEYSTONE

Diese Zeitung hatte Einblick in die beiden Broschüren. Wo also kommt es zu Konflikten zwischen Bevölkerung und jüdischen Gästen? Das Duschplakat war nur der symbolträchtigste. Weil es sich exklusiv an «unsere jüdischen Gäste» richtete, war es diskriminierend. Auch wenn die Hauswartin glaubhaft machen konnte, dass keine böse Absicht dahinter steckte.

Mangelndes Wissen

Jonathan Kreutner, Generalsekretär des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds, ist überzeugt: «Es mangelt vor allem an Wissen.» Und das führe beiderseits zu Missverständnissen.

Kreutner nennt als Beispiel die üblichen Mietzyklen von Ferienwohnungen in der Schweiz. Normalerweise dauern sie von Samstag bis Samstag. Für streng gläubige Juden ein grosses Problem. Warum? Samstag ist Schabbat, Ruhetag. Strenggläubigen Juden ist an diesem Tag das Reisen ganz verboten. «Deshalb», so Kreutner, «fragen viele jüdische Touristen an, ob sie die Unterkunft stattdessen von Freitag bis Freitag oder von Sonntag bis Sonntag mieten könnten.» Mancherorts stosse dies auf Unverständnis seitens Vermieter. Die neue Tourismusbroschüre macht solche Dinge zum Thema. «Bieten Sie Freitage und Sonntage als An- und Abreisetage an», steht darin.

Schweiz als beliebtes Ziel

Nach dem jüdischen Trauerfest Tischa Be’Aw beginnt die Hauptreisezeit von streng gläubigen Juden in der Schweiz. Das Fest fällt dieses Jahr auf das Wochenende vom 10./11. August. Die jüdischen Gäste kommen aus der Schweiz, anderen europäischen Ländern, den USA und zunehmend aus Israel. Gerade Israelis würden im August gerne der Hitze im eigenen Land entfliehen, so Kreutner vom Israelitischen Gemeindebund. (aargauerzeitung.ch)

Albanerinnen und Albaner beschützten im 2. Weltkrieg Juden und Jüdinnen vor den Nazis

11 Fragen an einem orthodoxen Juden

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    Alle Leser-Kommentare
  • DasGlow 11.07.2019 09:19
    Highlight Highlight Sorry aber bin ich im falschen Film? Sollte die Broschüre nicht besser an die religiösen Fanatiker gehen damit es keine Probleme mit der Bevölkerung gibt? Nein, die Bevölkerung muss sich an die religiösen Fanatiker anpassen!
  • Jerry Cad 10.07.2019 19:53
    Highlight Highlight Voele die hier rumjammern, wieso es Broschüren und Anpassung braucht übersehen wohl, dass mit den Broschüren nicht das gemeine Schweizer Volk geschult werden soll, sondern die Hoteliers und anderen Gastgeber. Und diese haben sich als Dienstleister nunmals ihren Gästen anzupassen. (wird auch bei Schweizern, Europäern und Asiaten gemacht)

    Es wird auch niemand gezwungen sich anzupassen, aber dann muss derjenige Gastgeber wohl auf die jüdischem Gäste verzichten.
  • WaterSign 10.07.2019 17:25
    Highlight Highlight In der Broschüre wird Shakshouka als israelisches Gericht bezeichnet. Das ist insofern nicht korrekt, weil Shakshouka im gesamten Orient bekannt ist und in vielen Varianten gekocht und gerne gegessen wird. Im Weiteren empfinde ich es als störend, dass auf spezielle Metzgereien hingewiesen wird, welche Schächtfleisch im Angebot haben. Nein, ich bin nicht judenfeindlich, aber ich bin klar der Meinung, dass, wenn wir denn schon so intensiv über Tierschutz und Veganismus diskutieren, solche Hinweise nicht mehr angebracht sind.
  • Reinrassiger Mischling SG 85 10.07.2019 13:35
    Highlight Highlight Lachhaft! Warum sollten sich die Schweizer oder Schweizer Hotels "diesen Menschen" anpassen? Nur weil wir in userem christenlichen Kulturkreis, im Vergleich zu vielen anderen Religionen, "flexibler" sein können und nicht immer so ein Aufschrei wegen Ungleichbehandlung oder ein riesen Theater machen? Oder geht es nur um die Wirtschaftlichkeit und man möchte es den Geldsäcken so angenehm wie zuhause bereiten?
    Im übrigen alles rhetorische Fragen...😉😏😂
  • Abu Nid As Saasi 10.07.2019 12:42
    Highlight Highlight Khalid war weniger strikt. Er hielt sich immer an das Prinzip "when in Rome ..". Schinken und Speck zum Frühstück, kein Problem. Zuhause in UAE hālt er sich konservativ an seine religiõsen Regeln.
    Wieso geht das bei anderen nicht?
    • Kruk 10.07.2019 21:09
      Highlight Highlight Weil es auch noch Menschen gibt die ihren Glauben nicht nur vorhäucheln....
  • karl_e 10.07.2019 11:17
    Highlight Highlight In "Welcome to the Swiss Alps" ist mir ein krasser Fehler aufgefallen: In meinem recht langen Leben habe ich noch nie erlebt, dass die Eingeborenen freiwillig Schlange stehen, wenn sie auf Verkehrsmittel warten. Schön wär's.
  • fidget 10.07.2019 10:11
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht, weshalb wir uns den Gepflogenheiten anderer anpassen müssen. Wer ein Land bereist, der muss damit klar kommen, dass nicht alles wie zuhause ist. Ferienwohnungsvermieter können nicht einfach den An-/Abreisetag verschieben, sonst geht es mit den Vor- oder Nachmietern nicht auf. Wenn die orthodoxen Juden am heiligen Schabbat, also Samstag, nicht reisen können ist es ihr Problem. Vorschlag zur Güte: Sie können auch erst am Sonntag kommen und bereits am Freitag gehen, aber die volle Woche bezahlen.
    • Nicholas Fliess 10.07.2019 13:44
      Highlight Highlight Wollt Ihr mit orthodoxen Juden ins Geschäft kommen? Dann geht auf Ihre Wünsche ein, andere Kunden haben doch auch immer recht... 🤦🏻‍♂️
  • WID 10.07.2019 09:47
    Highlight Highlight Artikel: «Der Intoleranteste gewinnt: Die Tyrannei der kleinen Minderheit»

    https://medium.com/@Maximilian_H1/der-intoleranteste-gewinnt-die-tyrannei-der-kleinen-minderheit-22a738d56770
  • Beggride 10.07.2019 09:44
    Highlight Highlight Ich gründe auch bald eine Religion, dann kann ich mit meinen "religiösen Gefühlen" Forderungen stellen, die mir als "normaler Mensch" nicht mal jemand im Traum erfüllen würde. Ah nein, wird es nicht, da mein Buch nicht 2000 Jahre alt wäre...

    Das Tierwohl ist auch, sobald es ums Geld verdienen von jüdischem Klientel geht, plötzlich nicht mehr wichtig...
    • Kruk 10.07.2019 11:16
      Highlight Highlight Vielleicht bekommen Sie sogar ihren eigenen Staat.😁
    • Beggride 10.07.2019 11:28
      Highlight Highlight Genau, dann könnte ich mich als Opfer und Minderheit darstellen und kann andere Völker (aka Palästina) vertreiben. Mit meinen Gesetzen muss ich auch nie auf andere Rücksicht nehmen, da ich die einzige Person bin, welche die Wahrheit hinter unserer Existenz und DEN EINZIG WAHREN GOTT kenne.
  • Kruk 10.07.2019 09:32
    Highlight Highlight Es geht oft vergessen, dass es auch für westliche Touristen an fremden Orten, ein entgegen kommen braucht.
    Wir passen uns in den Ferien auch nicht einfach an, auch wenn wir das meinen.
    • Blitzableiter 10.07.2019 10:30
      Highlight Highlight Hast recht. Gehe in ein einfaches Hotel in Bali da hab ich als Auswahl zum Frühstück: Indonesisches, Amerikanisches oder Europäisches Frühstück. Ein einfaches Hotel in Europa? Das Buffet mit Brot und Cerealien und etwa noch Ei und Specki. Noch nie Reis oder Nuddeln gesehen hier.
    • fidget 10.07.2019 10:47
      Highlight Highlight Ein gewisses Entgegenkommen ist ja auch völlig in Ordnung. Aber man kann als Tourist nicht erwarten, dass alles exakt wie zuhause funktioniert. Ich denke nicht, dass in einem christlichen Land bspw. auf den Schabbat Rücksicht genommen werden muss.
  • Weiterdenker 10.07.2019 09:30
    Highlight Highlight Ich werde nie verstehen, wie man als Tourist in ein Land kommen kann und erwartet, dass das Land sich dir anpasst... Soetwas gibt es praktisch nur bei uns Schweizern und den Deutschen. Egal, wo ich sonst war, egal ob in Österreich, in Dänemark, in Norwegen, in Ungarn, in Brasilien, dort war es selbstverständlich, dass der Tourist Gast ist und nicht die Bevölkerung. Ich werde die Menschen nie verstehen, die sagen, dass WIR uns anpassen müssen und ansonsten gleich Diskriminierung schreien. Wenn die Japaner nun immer die sind, die am Buffett die Teller überfüllen, darf man doch auch gezielt sie ansprechen. Wenn man selbst nicht betroffen ist, muss man sich doch nicht gleich gekränkt fühlen...
    • Kruk 10.07.2019 11:50
      Highlight Highlight das gibt es in jeder Touristen-Hochburg für europäer.
      Natürlich ist der Tourist der Gast, Gastfreundlichkeit ist aber nichts schlechtes.
      Natürlich darf man Gäste auf unangebrachtes Verhalten aufmerksam machen, das macht ja eine dieser Broschüren.
  • So en Ueli 10.07.2019 09:25
    Highlight Highlight Lässig, dass wir uns so schön an andere anpassen dürfen. Umgekehrt ist das selten der Fall. Wenn ich im Ausland Spezialwünsche anbringe, dann schert sich niemand darum. Gut, ich möchte aber auch nicht als Spezialfall behandelt werden, sondern so wie jeder normale Gast auch. Und übrigens bin ich als Tourist ein Gast. Und Gäste sind nicht Könige. Ich bin als Gast geduldet, solange ich mich an die Regeln halte. Würde man die Touristen hier alle mit dem selben Respekt behandeln, bräuchte es keine spezielle Broschüren.
  • Bert der Geologe 10.07.2019 09:12
    Highlight Highlight Es ist ein Teufelskreis. Der Titel suggeriert, dass es ein Problem mit "jüdischen Touristen" gibt. Dabei geht es um Fundamentalisten, soweit ich weiss immer noch eine Minderheit unter den Juden. Die "Marotten" dieser Minderheit kann man akzeptieren oder nicht. Aber sie als Juden zu bezeichnen ist ungenau und suggeriert, dass alle Personen jüdischen Glaubens diese Marotten ausleben wollen. Ich würde mich bedanken mit evangelikalextremen Christen in einen Topf geworfen zu werden.
    • Kruk 10.07.2019 17:04
      Highlight Highlight Es ist bei solchen Titeln schon davon auszugehen, dass es um Personen geht die ihre Religion auch praktizieren und nicht nur dem Namen nach Juden, Christen oder Moslems sind.
    • Frausowieso 11.07.2019 00:49
      Highlight Highlight @Kruk
      Orthodoxe Juden unterscheiden sich aber auch in der Religion von normalen Juden. Im Judentum gibt es auch verschiedene Richtungen und Härtegrade. Stell dir vor, du vergleichst einen Reformierten mit den Alte Testament Fundis aus Amerika. Beides Christen,aber eigentlich total unterschiedliche Religionen.
  • Kalii 10.07.2019 09:01
    Highlight Highlight ... if U (the jews) don't shower we will "cloes" the pool ; - )))
    strange language - Zwinglish
  • tattooed_firefighter 10.07.2019 08:58
    Highlight Highlight Ich glaube eher die Juden müssten mal lernen wie man sich in der Schweiz verhält und sich freundlich benimmt!!
    Denn wir nehmen ja schon Rücksicht auf sie und haben grosses Verständnis aber es braucht immer BEIDE Seiten!
    • drüber Nachgedacht 10.07.2019 09:42
      Highlight Highlight Hast du den Artikel gelesen?

      Genau das wurde ja gemacht.

      Die Broschüre für die Juden ist super aufgemacht.
      Klar verständlich, freundlich und deutlich.

      Es bleibt nur zu hoffen, dass sie auch gelesen wird.
    • Kruk 10.07.2019 11:33
      Highlight Highlight Gut, viele Schweizer müssen auch mal lernen wie man sich freundlich benimmt.
  • seabear 10.07.2019 08:56
    Highlight Highlight Solche Broschüren zum gegenseitigen Verständnis wären auch für Touristen aus anderen Ländern hilfreich. Verständnisschwierigkeiten kultureller, nicht nur kommunikativer Art sind oft Ursache aller Übels.
    Mir fällt dazu gerade auch die weit verbreitete unfreundliche Umgangsweise mit chinesischen Touristen ein, welche manchmal schon schockierend ist.
  • drüber Nachgedacht 10.07.2019 08:55
    Highlight Highlight Warum sind die PDFs für die Touristen und die Schweizer nicht beide in der gleichen Art gestaltet?

    Für die Touristen, ist es eine einfach zu lesende Abhandlung.
    Für die Schweizer eine mühsame, detaillierte und langwierige Broschüre.

    Erscheint es nur mir so, als ob von den Schweizern mehr Entgegenkommen erwartet wird als von den Israelis?

    • ChiliForever 10.07.2019 09:33
      Highlight Highlight Nicht jeder Israeli ist Jude... 😉
    • DemonCore 10.07.2019 09:58
      Highlight Highlight Die eine wurde von Schweizern für Schweizer verfasst, ausführlich und etwas mühsam zu lesen. Die andere - kurz und knackig - von Schweizer Juden für jüdische Touristen.
    • Kruk 10.07.2019 10:05
      Highlight Highlight Nicht jeder Jude ist Israeli
    Weitere Antworten anzeigen
  • Caturix 10.07.2019 08:40
    Highlight Highlight Hatte auch schon Jüdische Gäste im Hotel und denen war Wurst, welcher Tag es war und was ihre Religion erlaubt und was nicht. Alles andere sind Extremisten, auf die kann man bei jeder Religion als Gäste verzichten. Wenn jemand in die Schweiz kommt, darf er nicht erwarten, dass es wie bei ihm zu Hause ist, sonst bleibt man zuhause.
  • Gender Bender 10.07.2019 08:39
    Highlight Highlight Sagt nicht den Umgang mit Juden, die meisten sind nicht so meschugge wie ihr sie da beschreibt. Das betrifft bloss eine Minderheit der Juden. Ist so als ob man für die Piusbrüder extra Regeln einhalten sollte, diese jedoch als wichtig für die Gesamtheit der Christen verkauft. Smarte Menschen passen sich sowieso flugs an neue Gegebenheiten an. Vor allem wenn sie das eigene Haus verlassen.
  • Wander Kern 10.07.2019 08:37
    Highlight Highlight Der Schweizer Tourismus hat keine Gäste, er hat Klienten, das spürt man. Gastfreundschaft und Gastlichkeit haben hier keinen allzu grossen Stellenwert. Wer mal im Tirol war, kann das sicher bestätigen. Dort hat es in den Sommermonaten übrigens auch viele Ultraorthodoxe. Mich stört das nicht, es schränkt mich ja nicht ein. Leben und leben lassen.
  • smeierisliimwald66 10.07.2019 08:35
    Highlight Highlight Die Geister, die ich rief......der Tourismus hat irgendwann halt gewisse "Zielgruppen" definiert, die entweder den Umsatz nach Masse generieren (Asiaten) oder eben nach Kaufkraft. Wird dann lustig in den Schweizer Bergen, wenn die jüdisch-orthodoxen Gäste auf Gäste aus dem arabischen Raum treffen... Ironie: Mit unserem Benzingeld und unserer Gier nach Gadget- und Plastik-Firlefanz finanzieren wir den Luxus, den Araber bei uns dann zur Schau stellen und die Investitionen, die etwa Chinesen bei uns im Tourismusgebieten tätigen... aber wes Brot ich ess....
    • Reinrassiger Mischling SG 85 10.07.2019 13:07
      Highlight Highlight @smeierisliimwald66

      Sehr treffend beschrieben!😉👌👏
  • weissaunöd 10.07.2019 08:30
    Highlight Highlight Egal ob Christentum, Islam oder Judentum, wenn Religion ins Extreme gezogen wird, ist mir dies unglaublich unsympathisch. Sich den Forderungen dieser Extremisten noch zu fügen ist ein Armutszeugnis für Tourismus Schweiz. Sind unsere Werte nicht wichtig?
  • Leon1 10.07.2019 08:28
    Highlight Highlight Mir sind Leute, die ihre Religion derart ernst nehmen, ganz grundsätzlich ungeheuer. Völlig egal welchem irdischen Jehova sie ihr Leben unterordnen.
    • Statler 10.07.2019 08:58
      Highlight Highlight Du hast Jehova gesagt!
  • Rhabarber 10.07.2019 08:17
    Highlight Highlight "When in Rome, do as the Romans do."
    Gilt es nicht mehr, dass man sich als Tourist dem Gastland anpasst?
    Rücksicht und Toleranz sind und bleiben eine der wichtigsten menschlichen Faktoren. Aber einiges geht mir inzwischen mit dieser - tschuldigung - verfluchten politischen Korrektheit zu weit.
  • ChiliForever 10.07.2019 08:16
    Highlight Highlight Ist wie immer im Leben: Jedes Recht beinhaltet auch eine Pflicht, um sich darauf berufen zu dürfen.

    Und beim GastRECHT ist es eben die PFLICHT, sich an die Regeln des Gastgebers zu halten.

    Da muß man als Gast halt nachfragen oder such vorab schlau machen.
  • hauruck 10.07.2019 08:15
    Highlight Highlight Unser Sonntag ist ihr Sabbat.
    Warum können sie während der Ferien in der Schweiz nicht einfach umstellen, so wie die Zeitzone?
    • bokl 10.07.2019 08:49
      Highlight Highlight Oder für die zwei Wochen Ferien einfach zum Christentum konvertieren und dann wieder zurück?

      Manchmal hat es gar nicht genug Tische zum Kopf draufschlagen.
    • Gender Bender 10.07.2019 09:21
      Highlight Highlight @bokl: Genau, wer so willkürlichen Nennungen wie Wochentage wichtiger nimmt als das reale Gegenüber und seine Bedürfnisse, sollte dazu verdonnert werden, den Kopf auf den Tisch zu brettern, bis die Flausen raus sind, nicht?
    • Rhabarber 10.07.2019 21:24
      Highlight Highlight Das hätte sicher interessante und lehrreiche Folgen, wenn alle Religiösen für die Zeit ihres Aufenhaltes in Regionen anderer Religionen selbige so lange übernehmen würden. Witzige Vorstellung.
  • trichie 10.07.2019 08:08
    Highlight Highlight Als Lektüre für den Umgang mit "Gästen mit selbst auferlegten!!! besonderen Bedürfnissen" (Strengggläubige egal welcher Religion, Veganer, etc) empfehle ich "Nicolas Nassim Taleb intolerant minority" zu googeln... hier eine deutsche Übersetzung:

    https://medium.com/@Maximilian_H1/der-intoleranteste-gewinnt-die-tyrannei-der-kleinen-minderheit-22a738d56770
    • WID 10.07.2019 09:46
      Highlight Highlight @trichie: Ich wundere mich ob der Blitzer. Was ist an Nassim Talebs falsch? Er trifft das Problem zu 100%. Statt Blitzen bitte dagegen Argumentieren.
    • Turicum 17 10.07.2019 10:55
      Highlight Highlight Interessanter Artikel. Danke.
  • Schuhmis 10.07.2019 07:58
    Highlight Highlight Jeder soll so leben, wie er möchte... solange keine andere Lebewesen unter der Religion leiden müssen!

    Was mich persönlich sehr stört ist, wie das Schächten „unter den Tisch“ gekehrt wird. Ein kurzer Satz ist in der Broschüre darüber zu finden. Das wars...

    Das es in der heutigen Zeit (und vorallem auch in der Schweiz) noch erlaubt ist, Tiere mit einem Schnitt die Speise- und Luftröhre zu durchtrennen und elendiglich aus- bzw. verbluten zu lassen... nun ja, sorry, da hört mein Verständnis für andere Religionen leider auf...
    • Leary Bants 10.07.2019 11:25
      Highlight Highlight Habe genau dasselbe gedacht! Das Schächten wird bloss umschrieben als spezielle und rituelle Art des Schlachtens. Es wird nicht informiert, was das genau heisst.

      In der Schweiz ist das Schächten nur mit Betäubung erlaubt. Trotzdem darf Fleisch von nicht betäubten geschächteten Tieren importiert werden, weil orthodoxe Juden auf das betäubungslose Quäl-Schächten bestehen. Habe dafür auch gar kein Verständnis.
  • Frausowieso 10.07.2019 07:52
    Highlight Highlight Im Titel müsste eigentlich ganz klar orthodox oder ultraorthodox stehen. Normale Juden oder Israelis sind überhaupt kein Problem. Es sind, wie überall, die Fundis mit denen es schwierig ist. Ich hab eine Zeit lang für ein Unternehmen gearbeitet, dass vor allem von Orthodoxen Juden geschätzt wird. Nie in meinem Leben wurde ich so unhöflich und herablassend von anderen behandelt, wie von den Orthodoxen. Man hat das Gefühl, dass sie sich vor nicht- orthodoxen regelrecht ekeln. Nach 2 Jahren hatte ich genug- für den Rest meines Lebens.
    • So en Ueli 10.07.2019 09:24
      Highlight Highlight Kenn ich, hatte als Verkäufer in einem Abholgrosshandel gearbeitet. Die orthodoxe Kundschaft war wie alle anderen anspruchsvoll, aber die Freundlichkeit konnte man vergebens suchen. Wenn man Pech hatte, wurdest du mit Schimpfwörtern eingedeckt, von denen ich nicht einmal wusste, dass sie existieren. xD
    • *sharky* 10.07.2019 10:15
      Highlight Highlight Na das nenne ich mal ein Statement!
      Hat jemand persönlich Erfahrungen mit einer Volksgruppe, Ethnie, Glaubensgemeinschaft oder was auch immer gemacht, dann differenziert* er/sie in der Regel.
      Diese 'Weisheit' lässt sich beliebig replizieren und anderswo anwenden. Beispiele gäbe es zu genüge und die Welt, wenn ev. auch "nur" die Persönliche, wäre eine Bessere...

      P.S.* die Un-Differenzierer sind in der Regel ohne Schnittpunkt/e!
    • Frausowieso 10.07.2019 12:09
      Highlight Highlight @*sharky*

      2 Jahre Erfahrung mit zig verschiedenen ultra orthodoxen Juden, haben mein Bild von dieser Gemeinschaft definitiv nachhaltig geprägt. Es handelte sich ja nich um Ausnahmen und Einzelfälle, sondern die Orthodoxen haben sich eigentlich grundsätzlich so verhalten.
      Aus Mangel an positiven Erfahrungen fällt es mir zugegeben schwer, eine neutrale Einstellung zu wahren. Es kommt nicht von irgendwoher, dass die Ultra Orthodoxen einen schlechten Ruf haben. Dies übrigens auch bei Juden und Israelis.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frank Wenzel 10.07.2019 07:39
    Highlight Highlight Eine Headline wie diese verwirrt viele meiner Schweizer Freunde, da sie denken, es gehe um alle Juden, egal ob ultraorthodox oder kaum gläubig.
    • Dogbone 10.07.2019 08:27
      Highlight Highlight Deine Schweizer Freunde lesen bestimmt nicht nur die Headline und sind auch nicht derart strunzblöd, dass sie nicht wissen, worum und um wen genau es geht.
  • Nelson Muntz 10.07.2019 07:39
    Highlight Highlight Wer mal im Ausland vor Ort in einer Feriendestination gearbeitet hat, weiss, dass auch die Schweizer Touristen sehr mühsam sein können.
  • Klaus07 10.07.2019 07:33
    Highlight Highlight Warum passen sich Juden nicht einfach unserer Lebensweisen an? Egal wie religiös man ist, reisst man ins Ausland hat man sich anzupassen. Das gilt auch für Juden. Und das hat nichts mit Antisemitismus zu tun, sondern mit Anstand und Respekt des Reiseland gegenüber.
    • Frausowieso 10.07.2019 08:03
      Highlight Highlight Ein streng religiöser Mensch wird seine Religion immer über alles stellen. Seine Auffassung von Gott und Gottes Regeln ist ihm wichtiger, als die Befindlichkeiten von Mitmenschen. Ganz besonders von Ungläubigen, die in seinen Augen eh weniger wert sind. Das betrifft jetzt nicht im speziellen ultraorthodoxe Juden, sondern alle strenggläbigen Menschen. Sie sind ja der Überzeugung, dass alleine sie ein gottgefälliges Leben führen.
    • So en Ueli 10.07.2019 09:29
      Highlight Highlight Hmm stimmt, aber als gläubiger Christ würde ich in Saudi Arabien zumindest nicht fordern wollen, dass am Sonntag nicht gearbeitet werden soll.
    • Max Cherry 10.07.2019 11:26
      Highlight Highlight @Klaus So wie die ganzen Cüpli saufenden Schweizer Touris in Dubai?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Th. Dörnbach 10.07.2019 07:26
    Highlight Highlight Wenn ich in die Ferien fahre informiere ich mich über die Gepflogenheiten vor Ort, bringe aber keine Broschüre mit, wo meine Gepflogenheiten drin stehen.
    • DemonCore 10.07.2019 10:00
      Highlight Highlight Sie bringen die Broschüre ja auch nicht mit? Sie wurde von Schweizern für Schweizer verfasst.
  • Alice36 10.07.2019 07:24
    Highlight Highlight Warum bekommen Schweizer Nachhilfe im Umgang mit Juden? Wenn ich nach Israel gereist bin musste ich mich den jüdischen Sitten und Gebräuchen anpassen, hat bestens geklappt. Also warum bekommen nicht Juden Nachhilfe im Umgang mit Schweizern?
    • Nonqi 10.07.2019 07:33
      Highlight Highlight weil man dann als antisemitisch abgestempelt wird.
    • lilie 10.07.2019 07:43
      Highlight Highlight @Alice: Artikel ganz lesen und beide pdfs anklicken. 😉

      Der SIG hat eine "Anleitung" für jüdische Besucher geschrieben, in dem steht, welche Gepflogenheiten in der Schweiz zu beachten sind, wo man koscheres Essen bekommt und welche Bitten vermutlich auf Unverständnis stossen und der Klärung bedürfen.
    • henkherrmann 10.07.2019 07:49
      Highlight Highlight Hä?!. Steht doch da: zwei Broschüren - eine für Gastgeber jüdischer Reisender und eine für jüdische Touristen in der Schweiz.
      Und es scheint mir unwahrscheinlich, dass Du Dich in Israel an die streng-orthodoxen Riten halten musstest ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Charlie Runkle 10.07.2019 07:23
    Highlight Highlight Die würden lieber in Sachen Massentourismus eine spur kürzer treten. Bewirtschaften unsere Täler kaputt mit schlechten löhnen, verteilen Verhaltensbroschüren. Touristiker sind ein fluch für schöne Gegenden mit ihrer ausbeutenden Art und Ihrer unstillbaren Gier. Kein Wunder das sich die Einheimischen Verpissen.
    Am Ziel vorbeigeschossen aber musste raus....
    • leu84 10.07.2019 07:39
      Highlight Highlight Manch Touristiker würde die Schweiz gerne als eine Art Freizeitpark vermarkten. Irgendwo in Genf oder Zürich rein, dann schnell St. Moritz - Luzern - Interlaken und Montreux, dann abkassiert und raus.
  • François Boder 10.07.2019 07:14
    Highlight Highlight Und wer gibt den Juden Unterricht im Umgang mit den Schweizern ?
    • lilie 10.07.2019 07:46
      Highlight Highlight @Francois: Der SIG. Im ersten pdf, einfach anklicken. 😉
    • François Boder 11.07.2019 05:53
      Highlight Highlight Wird aber offenbar zu wenig gelesen !
  • Goldjunge Krater 10.07.2019 07:06
    Highlight Highlight Ich bin regelmässig in Arosa im Sommer. Es ist eine regelrechte jüdisch-orthodoxe Invasion. Sie kommen aus ganz Europa, es finden dann Heirats-Vermittlungs-Events statt. Wandern können/wollen sie wegen der dicken Kleidung nicht, Seilbahnfahren und Spielplätze in Beschlag nehmen geht.

    Eigentlich alles nicht schlimm. Was mich aber am meisten stört ist ihre ganz offensichtliche zur Schau gestellte Abneigung gegen jeden der nicht jüdisch-ortodox ist.

    Kleiner Tipp: grüssen sie freundlich einen jüdisch-orthodoxen Menschen und warten sie die Reaktion ab. Sie warten bis ans Lebensende..
    • Wander Kern 10.07.2019 08:32
      Highlight Highlight Dat kann Dir auch mit nem Berliner passiern, wa?
    • Albi Gabriel 10.07.2019 09:16
      Highlight Highlight Völliger Blödsinn! Im Haus in den Bündner Bergen, in dem ich bis letztes Jahr meine Wohnung mietet, waren regelmässig jüdisch-orthodoxe Familien in den Ferienwohnungen und immer wurde ich sehr freundlich gegrüsst. Aber eben, wie man in den Wald ruft, tönt es zurück...
    • JimKnopf666 10.07.2019 09:58
      Highlight Highlight Subtile Abneigung kann man dein Post ja nicht gerade nennen...

      Ein anderes, für dich sehr spannendes Experiment könnte lauten: "grüsse jemand beliebiges in einer Weltstadt und warte die Reaktion ab" Auch da wirst du warten. Egal ob weiss, grün, blau, Christ, Atheist, Jude oder oder...

      Nur weil die einen zwischen wir und den andern unterscheiden, müssen das nicht alle tun!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stan_the_man 10.07.2019 07:05
    Highlight Highlight «Bieten Sie Freitage und Sonntage als An- und Abreisetage an»
    ...und damit die Ferienwohnung jeweils 6 Tage leer stehen lassen?
    Oder nur noch an jüdische Gäste vermieten, damit der Rhythmus wieder aufgeht?
    • Capri-Sonne Wild Berries 10.07.2019 08:08
      Highlight Highlight ... wenn sie es entsprechend bezahlen, why not?
    • Dogbone 10.07.2019 08:42
      Highlight Highlight Einfach 6 Tage mehr verrechnen. Nur nicht am Samstag anreisen. Alles andere ist egal.

«Das ist extrem peinlich» – der Chefpilot der Patrouille Suisse zum Super-Fail

Eigentlich sollte die Patrouille Suisse ihre Flugshow am Samstag über Langenbruck BL zeigen. Eigentlich. Tatsächlich performten sie über Mümliswil SO. Wie konnte das passieren?

Der Spott war ihr gewiss: Die Patrouille Suisse hat am Samstag das Ziel eines Überflugs um rund sechs Kilometer verfehlt. Statt über Langenbruck BL flogen die Jets der Luftwaffe über Mümliswil im Nachbarkanton Solothurn. Jetzt erklärt sich der Chefpilot Gunnar Jansen.

«Rund 20 Sekunden bevor wir in Langenbruck waren, erreichte mich die Meldung, dass ein Helikopter in unsere Sperrzone geflogen ist», so Jansen gegenüber Radio 1. Er habe dann einige Sekunden gebraucht, um die Meldung einzuordnen …

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