DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bund will jüdische und muslimische Gemeinschaften besser schützen

10.10.2019, 10:46
Bild: KEYSTONE

Der Bund will jüdische und muslimische Gemeinschaften besser schützen. Er beteiligt sich künftig mit bis zu 500'000 Franken pro Jahr an den Sicherheitskosten für Minderheiten, die besonders gefährdet sind, ein Ziel von Anschlägen zu werden.

Möglich sind Unterstützungen für bauliche, technische und organisatorische Sicherheitsmassnahmen. Nicht möglich ist hingegen eine Beteiligung des Bundes an den Kosten von Sicherheitspersonal.

Der Bundesrat hat am Mittwoch die entsprechende Verordnung verabschiedet, wie er am Donnerstag mitteilte. Sie tritt am 1. November in Kraft. Die Rückmeldungen in der Vernehmlassung seien überwiegend positiv ausgefallen, heisst es in der Mitteilung.

Unterstützt werden können Minderheiten, die sich durch eine gemeinsame Lebensweise, Kultur, Religion, Tradition, Sprache oder sexuelle Orientierung auszeichnen. Im Fokus dürften jüdische und muslimische Gemeinschaften stehen, schreibt der Bundesrat.

Über die Gewährung der finanziellen Unterstützung entscheidet das Bundesamt für Polizei (fedpol). Neben der besonderen Gefährdung prüft das fedpol, ob die betreffende Gruppierung eine gefestigte Bindung zur Schweiz und ihren Werten hat.

Für politische Aktivitäten, Lobbyarbeiten oder missionierende Tätigkeiten würden keine Beiträge gesprochen, hält der Bundesrat fest. Die Hilfe des Bundes ist ebenfalls ausgeschlossen, wenn der Gesuchsteller verbotene Tätigkeiten ausübt oder Gewalt verherrlicht oder verharmlost. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Es ist Zeit, dass sich etwas ändert» – Zukunft der katholischen Kirche wird diskutiert

Bis im Frühling 2022 können sich Gläubige zur Zukunft der Kirche äussern. Einige Schweizer Bischöfe haben einen Fragebogen vorgestellt, der auch heikle Fragen anpackt. Die heissesten Eisen aber fehlen. Und ein berühmt-berüchtigter Bischof will gar nicht mitmachen.

Wie viel Mut bringen die Schweizer Bischöfe auf? Denn bis im Frühling 2022 sollen die Gläubigen, im Rahmen einer weltweiten Synode, die Zukunft der Kirche diskutieren – in Kleingruppen in den Bistümern. So will es Papst Franziskus. 2023 dann sollen die Bischöfe in Rom die Rückmeldungen der katholischen Kirchenbasis diskutieren.

Die grosse Frage war bisher: Welche Fragen stellt der Papst den Gläubigen überhaupt? Und vor allem: Wie passen die einzelnen Bistümer diese Fragen für ihre Gläubigen …

Artikel lesen
Link zum Artikel