DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Fast 30 Prozent in der Schweiz sind religionslos – Tendenz steigend



An elderly lady holds a book while standing outdoors during an outdoor Lutheran Church religious service in Csovar, Hungary, Sunday, Jan. 24, 2021. While Hungary has imposed strict COVID-19 restrictions, including a ban on gatherings of more than 10 people, the government has not limited religious events. The Catholic Church, which represents a majority of Hungarian Christians, holds its masses almost as it did in pre-pandemic times, but other religious communities have sought other solutions to limit exposure to the virus. (AP Photo/Laszlo Balogh)

Religion spielt eine immer kleinere Rolle Bild: keystone

Die Erosion der Religion hält in der Schweiz weiter an: 2019 gehörten 29.5 Prozent der über 15-Jährigen keiner Religion an, das sind 1.6 Prozentpunkte mehr als im Jahr davor. Dabei sind Ausländer weitaus häufiger ohne Religion als Schweizer.

35.1 Prozent von ihnen sind gemäss neuesten Zahlen des Bundesamts für Statistik vom Dienstag ohne religiöse Zugehörigkeit, das sind 1.7 Prozentpunkte mehr als im Jahr davor. Bei den Schweizern sind es 27.6 Prozent, ein Plus von 1.5 Prozentpunkten. Besonders hoch ist der Anteil der Religionslosen unter den Akademikern, wo er 43.7 Prozent beträgt und im obersten Management, wo jeder Dritte ohne Religionszugehörigkeit auskommt.

Insgesamt waren 22.5 Prozent der in der Schweiz wohnenden Erwachsenen im Jahr 2019 evangelisch-reformiert und 34.4 Prozent römisch-katholisch, was einem Rückgang von 0.6 respektive 0.7 Prozentpunkten entspricht. 1970 hatten noch praktisch 100 Prozent einer der beiden Landeskirchen angehört, Reformierte waren leicht in der Überzahl.

5.5 Prozent islamisch, 0.2 Prozent jüdisch

Nachdem die Zahl der Angehörigen islamischer Glaubensgemeinschaften 2018 leicht zurückgegangen war, legte sie wieder geringfügig zu: Musliminnen und Muslime stellen nun 5.5 Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung gegenüber 5.3 Prozent im Jahr davor. Jüdische Gemeinschaften machen 0.2 Prozent der Bevölkerung aus, nicht einmal halb so viel wie Hinduisten und Buddhisten, deren Anteil 0.6 beziehungsweise 0.5 Prozent beträgt - alles unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Die allgemein rückläufige Glaubenszugehörigkeit spiegelt sich auch in der Praxis: Mehr als ein Drittel der in der Schweiz wohnenden Erwachsenen besucht nie einen Gottesdienst, 45 Prozent haben in den zwölf Monaten vor der Befragung nicht gebetet. Immerhin ein Viertel hält täglich Zwiesprache mit Gott. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die grössten Statuen der Welt

So betet Trumps persönliche Pastorin für seine Wiederwahl

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Verhüllungsverbot? Hier redet ein Schweizer Paar, das wirklich weiss, wovon es spricht

Am 7. März stimmen wir über die Initiative «Ja zum Verhüllungsverbot» ab. Dieses Schweizer muslimische Paar erklärt im Video, was diese Initiative für sie bedeutet und weshalb der Niqab ein feministisches Statement ist.

Die 25-jährige Fatime und der 28-jährige Jasmir sind ein muslimisches Paar, das seit vier Generationen in der Schweiz lebt. Für die beiden ist die von der SVP lancierte Initiative «Ja zum Verhüllungsverbot», über die die Schweiz am 7. März abstimmt, ein direkter Angriff auf ihre Religion und die muslimische Frau. «Wenn das Verhüllungsverbot angenommen wird, ist das bereits der zweite Artikel in der Bundesverfassung, der gegen uns Muslime gerichtet ist», sagt Fatime.

Im Video erklärt das Paar, …

Artikel lesen
Link zum Artikel