Schweiz
Romandie

FC Neuchâtel Xamax: Strafe für Bulat Tschagajew bestätigt

FC Neuchâtel Xamax: Strafe für Bulat Tschagajew bestätigt

07.09.2022, 12:00
Bulat Chagaev, ancien president de Neuchatel Xamax, lors de son arrivee, menotte, au tribunal de Boudry NE, ce mercredi 29 fevrier 2012. (KEYSTONE/Sandro Campardo)
Abgeführt: Bulat Tschagajew.Bild: KEYSTONE

Das Bundesgericht hat die Beschwerde des ehemaligen Präsidenten des FC Neuchâtel Xamax, Bulat Tschagajew, abgewiesen. Die von der Neuenburger Justiz verhängte Freiheitsstrafe von 30 Monaten Gefängnis, davon 12 Monate unbedingt, ist rechtskräftig.

Der tschetschenische Geschäftsmann wurde in erster Instanz zu 36 Monaten Gefängnis verurteilt, wovon die Hälfte unbedingt war. Nach einer Rückweisung durch das Bundesgericht im Dezember 2020 wurde die Strafe vom Neuenburger Strafgericht reduziert. Tschagajew wurde wegen ungetreuer Geschäftsführung, versuchten Betrugs und Urkundenfälschung schuldig gesprochen.

In einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil hat das Bundesgericht Tschagajews erneute Beschwerde abgewiesen. Das Finanzgutachten der Neuenburger Polizei, das nur auf Willkür geprüft wurde, sei nicht zu beanstanden und die Argumentation des kantonalen Gerichts überzeugend.

Rügen abgewiesen

Aus dem Gutachten geht hervor, dass die Unterdeckung des Clubs von 1.45 Millionen Franken am 12. Mai 2011, dem Zeitpunkt der Übernahme durch den Beschwerdeführer, auf 18.02 Millionen Franken beim Konkurs am 26. Januar 2012 angestiegen ist. Tschagajews Rügen zu den Annahmen und Schätzungen der Experten hat das höchste Schweizer Gericht abgewiesen.

Das exponentielle Wachstum der Schulden sei auf die Geschäftsführung während der Ära Tschagajew zurückzuführen - insbesondere eine «unbedachte» Erhöhung der Lohnsumme und Reisen mit dem Privatjet.

Das Bundesgericht erachtet die teilbedingte Freiheitsstrafe als angemessen. Insbesondere in Anbetracht der fehlenden Reue des Beschwerdeführers, seiner Tendenz, sich offiziellen Schritten zu entziehen, und der wiederholten Verletzung seiner Zahlungsversprechen. (Urteil 6B_231/2021 vom 16.8.2022) (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Xamax feiert den Aufstieg in die Challenge League
1 / 9
Xamax feiert den Aufstieg in die Challenge League
Spieler und Fans von Neuchâtel Xamax feiern am Sonntagnachmittag den Aufstieg in die Challenge League.
quelle: keystone / sandro campardo
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Der nächste Flop der Migros: Dieses Gastro-Konzept wird schon wieder eingestellt
Mit einer neuartigen Pizza-Bar wollte eine Migros-Tochter stark wachsen. Doch nach zwei Jahren werden die Pläne schon wieder beerdigt. Es ist nicht der erste Gastro-Misserfolg.
Die Migros verkauft nicht nur Teigwaren, Cola-Flaschen und Zahnbürsten, sie ist auch eine der grössten Gastronomie-Gruppen der Schweiz. Nur McDonald's erzielt hierzulande mehr Umsatz mit warmen Mahlzeiten als der Detailhändler. Bekannt sind vor allem die Migros-Restaurants, doch die regionalen Genossenschaften betreiben darüber hinaus weitere Formate. Ihre Bilanz ist durchzogen: In der Vergangenheit machten die Migros-Verantwortlichen mit Flops Schlagzeilen.
Zur Story