DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bulat Chagaev, l'ancien president de Neuchatel Xamax, arrive lors de l'ouverture du proces de Bulat Chagaev devant le Tribunal criminel regional du Littoral et du Val-de-Travers ce mardi 23 aout 2016 au Chateau de Neuchatel. Bulat Chagaev, l'ancien president de Neuchatel Xamax SA est juge entre autres pour gestion deloyale et detournement de l'impot a la source. Son vice-president et assistant Islam Satujev doit repondre egalement de gestion fautive, de gestion deloyale, ainsi que de detournement de l'impot la source. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bulat Tschagajew will die noch ausstehende Spielerlöhne bis September begleichn. Bild: KEYSTONE

Tschagajew bestreitet Schuld am Xamax-Konkurs – die ausstehenden Spielerlöhne will er bezahlen

Der tschetschenische Geschäftsmann Bulat Tschagajew ist am Dienstag überraschend zum Prozess um den Konkurs des Fussballclubs Neuchâtel Xamax erschienen. Vor dem Neuenburger Gericht bestritt er sämtliche Vorwürfe.



In der Gerichtsverhandlung wies Tschagajew alle Anklagepunkte zurück. «Ich bin hier, um dem Gericht die Wahrheit zu erzählen. Vier Jahre lang hatte ich keine Gelegenheit, mich zu äussern», erklärte der Tschetschene. Unabhängig vom Urteil kündigte er zudem an, die noch ausstehenden Löhne der Spieler, mit einer Ausnahme, bis zum nächsten Gerichtstermin im September begleichen zu wollen.

Er fühle sich verantwortlich gegenüber den Spielern. Der Richterin gab er weiter an, auch einen Teil der unbeglichenen Quellensteuer von 1,5 Millionen Franken begleichen zu wollen. Tschagajew schwor die Zahlung sogar im Gerichtsaal, wollte seine Bereitschaft aber nicht als Schuldeingeständnis verstanden wissen.

Bulat Chagaev, l'ancien president de Neuchatel Xamax, arrive lors de l'ouverture du proces de Bulat Chagaev devant le Tribunal criminel regional du Littoral et du Val-de-Travers ce mardi 23 aout 2016 au Chateau de Neuchatel. Bulat Chagaev, l'ancien president de Neuchatel Xamax SA est juge entre autres pour gestion deloyale et detournement de l'impot a la source. Son vice-president et assistant Islam Satujev doit repondre egalement de gestion fautive, de gestion deloyale, ainsi que de detournement de l'impot la source. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bulat Tschagajew erscheint am Dienstagmorgen überraschend zum Prozess. Bild: KEYSTONE

Über seine aktuelle finanziellen Situation machte der Tschetschene keine Angaben. Den Konkurs des Fussballklubs schrieb er unter anderem den Banken zu, die seine vorgelegten Dokumente nicht akzeptiert hätten. Er schaffte mit seinen Aussagen über die Bankgeschäfte aber keine Klarheit.

» Hier geht's zur Chronologie des Xamax-Niedergangs.

In der Befragung am Dienstagmorgen wies er auch den Vorwurf der Staatsanwaltschaft zurück, mit Geldern des Fussballklubs drei Flüge nach Grozny bezahlt zu haben. «Xamax war in meinem Besitz. Das war mein Geld», erklärte der Ex-Präsident. Im Gegensatz zu Tschagajew blieb der zweite Angeklagte, der ehemalige Vize-Präsident Islam Satujew, dem Prozess fern.

Kein baldiges Urteil

Das Gericht lehnte es jedoch ab, die Verhandlung gegen die beiden Angeklagten in zwei Prozesse zu trennen. Für Satujew muss deshalb voraussichtlich im September ein neuer Prozesstermin festgelegt werden. Damit dürfte es auch kein rasches Urteil gegen Tschagajew geben.

Trotz der Abwesenheit des Mitangeklagten setzt das Neuenburger Gericht die Befragung von Tschagajew sowie von Zeugen am Nachmittag fort. Unter der Führung der beiden Tschetschenen war der Schweizer Traditionsverein Neuchâtel Xamax 2012 Konkurs gegangen.

Bulat Chagaev, droite, le President de Neuchatel Xamax, et Islam Satujev, gauche, le vice-President, lors de la rencontre de football de Super League entre FC Neuchatel-Xamax et Grasshopper Club Zuerich, ce dimanche 11 septembre 2011 au stade de la Maladiere a Neuchatel. (KEYSTONE/Dominic Favre)

Bulat Tschgajew 2011 mit seinem ehemaligen Vize-Präsidenten Satujew. Bild: KEYSTONE

Zurück blieb ein Schuldenberg von 20,1 Millionen Franken. Die beiden Angeklagten müssen sich wegen Misswirtschaft, ungetreuer Geschäftsführung sowie wegen Hinterziehung der Quellensteuer verantworten. Tschagajew wird zudem wegen einer mutmasslich gefälschten Garantie der Bank of America, versuchter Betrug sowie Urkundenfälschung vorgeworfen. (pre/sda)

Die Super League im Zeitraffer – wie sich die Liga seit 1980 verändert hat

Unvergessene Schweizer Fussball-Geschichten

Ein Carlos Varela in Höchstform: «Heb de Schlitte, du huere Schissdrägg»

Link zum Artikel

Die «Nacht von Sheffield» – Köbi Kuhn sorgt für den grössten Skandal der Nati-Geschichte

Link zum Artikel

Beni Thurnheers fataler Irrtum – es gibt eben doch einen Zweiten wie Bregy

Link zum Artikel

Jörg Stiel stoppt den Ball an der EM mit Köpfchen – weil er es kann

Link zum Artikel

Elf kleine Schweizer liegen 0:2 zurück und sorgen dann für Begeisterung in der Heimat

Link zum Artikel

Im Heysel-Stadion werden 39 Menschen zu Tode getrampelt

Link zum Artikel

Filipescu macht den FC Zürich in Basel in der 93. Minute zum Meister

Link zum Artikel

Cabanas fordert Respekt, denn «das isch GC! Rekordmeister! Än Institution, hey!»

Link zum Artikel

Märchenprinz Volker Eckel legt GC mit 300-Millionen-Versprechen aufs Kreuz

Link zum Artikel

Der «entführte» Raffael wird zum Fall für die Polizei – und muss ein Nachtessen blechen

Link zum Artikel

Johann Vogel droht Köbi Kuhn, in den Flieger zu steigen, um ihm «eins zu tätschen»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

England sucht den schnellsten Fussballer – und einer mit Hangover gewinnt

12. April 1992: Wer ist der schnellste Fussballer im Land? Heute schaut man wohl einfach im FIFA-Game nach dem «Speed»-Wert. Aber 1992 ist das noch anders: Da lässt man einen Spieler von jedem englischen Profiklub um 10'000 Pfund sprinten.

1992 ist ein bedeutsames Jahr in Englands Fussball. Nein, nicht weil im Sommer die Premier League ihren Betrieb aufnimmt. Sondern weil ein paar Monate vorher in einem offiziellen Wettkampf über mehrere Runden ermittelt wird, wer der schnellste Fussballer im ganzen Land ist.

10'000 Pfund beträgt die Siegerprämie, welcher der Sponsor des Liga-Cups ausgelobt hat, das entspricht damals rund 25'000 Franken. Viel Geld selbst für Erstliga-Profis und erst recht für einen Akteur aus den drei unteren …

Artikel lesen
Link zum Artikel