Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Gericht verlängert Untersuchungshaft für mutmasslichen Terroristen



Die Justizmitarbeiter trifft keine Mitschuld am Suizid des St. Galler Lehrermörders Ded Gecaj. Symbolbild

Bild: KEYSTONE

Ein wegen Unterstützung einer kriminellen Organisation, Widerhandlung gegen das «IS»-Gesetz und versuchten Mordes beschuldigter Waadtländer bleibt in Untersuchungshaft. Dies hat das Bundesstrafgericht entschieden. Die Anklage der Bundesanwaltschaft gegen den im Juni 2017 verhafteten Mann erfolgt demnächst.

Die Strafkammer des Bundesstrafgerichts erachtet die Verlängerung der Untersuchungshaft um weitere zwei Monate als verhältnismässig. Dies geht aus einem am Montag veröffentlichten Beschluss hervor. Aufgrund der dem Betroffenen vorgeworfenen Taten drohe eine mehrjährige Freiheitsstrafe, so dass keine Gefahr einer Überhaft bestehe.

Auslöser für die Strafuntersuchung gegen den Mann waren verschiedene Gegenstände, die in seinem Zimmer in einer Unterkunft in Lausanne gefunden worden waren. Neben einem Stadt-Guerilla-Führer stellte die Polizei ein verbotenes Messer, eine Pet-Flasche mit einer Substanz und einen Koran sicher.

Im Februar musste die Bundesanwaltschaft (BA) ihre Untersuchung auf einen Vorfall ausweiten, der sich im September 2018 im Gefängnis zugetragen hatte. Der Beschuldigte war auf einen Gefängnismitarbeiter losgegangen und hatte dabei «Allahu Akbar» geschrien.

Bereits wenige Tage vor diesem Vorfall hatte der Inhaftierte versucht, mit dem Fuss gegen den Kopf des gleichen Angestellten zu schlagen. Dabei drohte er ihm mit dem Tod.

Psychische Erkrankung

Das Bundesstrafgericht nimmt in seinem Entscheid auch Bezug auf das psychiatrische Gutachten, das erstellt wurde. Demnach leidet der Mann an einer paranoiden Schizophrenie und ist alkohol- und cannabisabhängig. Die Erkrankung erfordert eine medikamentöse Behandlung und psychiatrische Betreuung. Beides verweigerte der Mann.

Aufgrund der Krankheit, des aggressiven Verhaltens, Vorfällen häuslicher Gewalt und des unvorhersehbaren Verhaltens des Beschuldigten hat das Bundesstrafgericht die Untersuchungshaft verlängert. Es bestehe die Gefahr, dass der Mann weitere Gewalttaten begeht. (Beschluss BH.2019.11 vom 30.09.2019) (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Schweizer vergewaltigt und prostituiert Kinder in Thailand – 16 Jahre Gefängnis

Das Bundesgericht hat die Beschwerde eines heute 76-Jährigen abgewiesen, der wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und wegen Menschenhandels zu einer Freiheitsstrafe von 16 Jahren verurteilt wurde. Der Mann hatte in Thailand fast zehn Jahre lang Knaben sexuell ausgebeutet.

Der Verurteilte hatte von März 2003 bis 2012 unzählige pornographische Fotos von Knaben im Alter von 5 bis 16 Jahren gemacht. Er missbrauchte Kinder sexuell und nötigte sie, sich in seiner Bar in Pattaya zu prostituieren.

Der …

Artikel lesen
Link zum Artikel