DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Genf verbietet Rauchen an Haltestellen, Spiel- und Sportplätzen

28.01.2022, 17:1028.01.2022, 17:31
Künftig an Genfer Haltestellen verboten: Rauchen.
Künftig an Genfer Haltestellen verboten: Rauchen.Bild: keystone

Rauchen an öffentlichen Plätzen und Anlagen wie Bushaltestellen, Schulen, Spielplätzen, Sportzentren und Schwimmbädern ist in Genf künftig verboten. Der Grosse Rat hat einer Gesetzesänderung des Rauchverbots am Freitag mit grosser Mehrheit zugestimmt.

Das verschärfte Rauchverbot ist damit das strengste der ganzen Schweiz. Der Entscheid fiel mit 63 Ja-, 4 Nein-Stimmen und 9 Enthaltungen. Diese Gesetzesänderung ziele darauf ab, die Bevölkerung, insbesondere die Jugend, vor der Exposition gegenüber dem Rauchen zu schützen, sagte der MCG-Abgeordnete Sandro Pistis.

Auf den Glimmstengel verzichten müssen Raucherinnen und Raucher im Kanton Genf an öffentlich zugänglichen Orten im Freien. Dazu gehören zum Beispiel alle Ausbildungsstätten, Schulen, Kindergärten und Spielplätze. Betroffen sind auch Sportanlagen wie Schwimmbäder, Fussballplätze und Tribünen sowie Eisbahnen. Auch auf Geländen von Tages- und Ferienlagern sowie Haltestellen des öffentlichen Verkehrs darf in Zukunft nicht mehr geraucht werden.

Der Anblick von rauchenden Menschen oder Zigarettenstummeln auf dem Boden könne dazu beitragen, dass Jugendliche mit dem Rauchen beginnen, sagte die SP-Abgeordnete Jennifer Conti, die den Gesetzentwurf eingebracht hatte. Mehrere Länder, darunter Frankreich, Spanien, die USA und Kanada, hätten bereits rauchfreie öffentliche Aussenbereiche geschaffen. «Mit diesem Text wird der Kanton Genf zum Vorreiter in der Schweiz», stellte die Grossrätin fest.

Gerichtliche Anfechtung möglich

«Dieser Gesetzentwurf ist innovativ», räumte der für die Gesundheit zuständige Staatsrat Mauro Poggia (MCG) ein. Der Magistrat schloss jedoch nicht aus, dass einige Bestimmungen wie das Rauchverbot an Bushaltestellen, gerichtlich angefochten werden könnten.

In der Schweiz gilt seit 2010 das Bundesgesetz vor Passivrauchen. Dieses verbietet unter anderem das Rauchen in allen geschlossenen Räumen, wenn sie öffentlich zugänglich sind oder mehreren Personen als Arbeitsplatz dienen. Die Kantone dürfen aber strengere Vorschriften erlassen. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

8 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Loone
28.01.2022 18:24registriert August 2015
Good news. Bitte in der ganzen Schweiz einführen!
3228
Melden
Zum Kommentar
8
Die Gesundheitskosten steigen und wieder streiten alle über die Krankenkassenprämien
Verschiedene Akteure warnen vor einem Prämienschock im 2023. Die Schuld dafür schiebt man sich gegenseitig in die Schuhe.

Jeweils im Herbst kommuniziert der Bundesrat, ob die Krankenkassenprämien im kommenden Jahr steigen oder sinken werden. Kein Wunder, wird diese Medienkonferenz jeweils mit Spannung erwartet: Die Grundversicherung belastet das Portemonnaie vieler Menschen in der Schweiz empfindlichst. Die Gesundheit und die Krankenkassenprämien sind Top-Themen beim jährlichen Schweizer Sorgenbarometer.

Zur Story