Schweiz
Romandie

Neuenburg will Schulkinder vor dem Passivrauchen schützen

Neuenburg will Schulkinder vor dem Passivrauchen schützen

23.01.2024, 18:21
Mehr «Schweiz»

Kinder und Jugendliche sollen im Kanton Neuenburg besser vor den Folgen des Passivrauchens geschützt werden. Künftig soll im Aussenbereich der Eingänge zu vor- und ausserschulischen Betreuungseinrichtungen für Kleinkinder sowie obligatorischen Schulen ein Rauchverbot gelten. Der Grosse Rat hat am Dienstag eine entsprechende Regelung mit grosser Mehrheit angenommen.

Frau Rauchen Raucherin Zigarette Rauch Symbolbild
In Aussenbereich der Eingänge zu vor- und ausserschulischen Betreuungseinrichtungen könnte bald ein Rauchverbot gelten.Bild: Shutterstock

Der Staatsrat, der gegen diese Massnahme war, konnte sie mit einem Änderungsantrag abschwächen, sodass die Sekundarstufe 2 (Gymnasien, Berufsschulen) und die Hochschulen nicht betroffen sind. Die Einhaltung des Rauchverbots in den Aussenbereichen aller Schulen würde eine Überwachung und Verstärkung der Teams erfordern und unverhältnismässig hohe Kosten verursachen, erklärte der für Gesundheit zuständige Staatsrat Laurent Kurth (SP).

Die Regierung war ausserdem der Ansicht, dass die Umsetzung der Massnahme, die sich auch auf Lehrkräfte sowie Verwaltungs- und technisches Personal bezieht, diesen jeden Raum nehmen würde, in dem das Rauchen weiterhin erlaubt wäre.

Der Grünen-Abgeordnete Patrick Erard, der sich an der jüngsten Genfer Gesetzgebung orientierte, wollte noch weiter gehen. Er hatte gefordert, das Rauchen an allen öffentlichen oder minderjährigen Personen zugänglichen Orten im Freien oder in offenen Räumen, wie Spielplätzen, Schwimmbädern oder Haltestellen des öffentlichen Verkehrs zu verbieten. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
«Die Absurdität der Wokeness findet man in ‹Queers for Palestine›»
Die deutsche Ethnologin Susanne Schröter ist eine streitbare Kritikerin von Woken und Islamisten. Im Interview spricht sie über Gendern, Palästina-Proteste und warum sie mit einem dritten Geschlecht kein Problem hat.

Sie kritisieren Wokeismus und Islamismus. Auch die Krise des Westens ist Ihr Thema. Wie ernst ist die Lage?
Susanne Schröter:
Wir setzen massiv Anreize in eine falsche Richtung. Den Islamismus halte ich für ein ernstes Problem. Es ist nicht einfach ein Folklore-Phänomen, das sich in Wohlgefallen auflöst, weil wir eine Zunahme von fundamentalistischen Strömungen aus dem Ausland erleben. Und uns zum Teil die Integration überhaupt nicht gelingt. Muslime, die eher säkular, moderat und liberal sind, geraten extrem unter Druck und haben teilweise Angst.

Zur Story