Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIV - ZUR MELDUNG, DASS DER BUNDESRAT DEN BAHN- UND BUSVERKEHR LIBERALISIEREN WILL, STELLEN WIR IHNEN DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Menschen warten auf ihre Fernbusse auf dem Carparkplatz, aufgenommen am Samstag, 15. Juli 2017 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Schon bald sollen Fernbusse Schweizer Städte miteinander verbinden.  Bild: KEYSTONE

Fernbusse vs. SBB, teure Olympia und Zoff in Gefängnissen: Die Storys der Sonntagspresse



Sion 2026 viel teurer als behauptet

Die Olympiapläne von Sportminister Guy Parmelin haben in der heutigen Form kaum Chancen im Parlament. In einer Umfrage der «SonntagsZeitung» bei allen National- und Ständeräten sagten 43 von 80 Parlamentariern Nein. Nur 21 Volksvertreter seien dafür. Praktisch geschlossen dagegen seien die Vertreter aus SP, den Grünen und der SVP. Eine Mehrheit befürwortet eine Volksabstimmung per Referendum. Die Austragung der Spiele dürfte dem Bericht zufolge viel teurer werden als die eine Milliarde Franken, die der Bundesrat dafür einsetzen will. Nur schon die für die Sicherheit zusätzlich veranschlagten 300 Millionen Franken seien unrealistisch tief angesetzt, schreibt die Zeitung.

Benedikt Weibel, Ex-SBB-Chef und Delegierter des Bundes für die «Euro08», halten die Schätzungen des Bundes angesichts etwa der Terrorgefahr für «blauäugig». Zudem rechnete der Bund die steuerlichen Folgen durch Mehrausgaben oder Erleichterungen nicht ein, wie Verteidigungsminister Guy Parmelins Sprecher und das zuständige Bundesamt für Sport einräumten. Grüne und Umweltverbände wollen im Januar ein Komitee gegen Sion 2026 gründen.

So greifen Fernbusse die SBB an

Der Bundesrat hat diese Woche klargemacht, dass er im Fernverkehr Busse zulassen will. Domo-Reisen hat bereits ein umfassendes Angebot ausgearbeitet und ein Konzessionsgesuch eingereicht. Das Busunternehmen will ab dem 10. Dezember mit vier Buslinien über vierzig Haltestellen in der ganzen Schweiz bedienen, wie die NZZ am Sonntag berichtet.

Die Doppelstockbusse verfügen über eine erste und eine zweite Klasse. Die unter dem Namen Swiss Express verkehrenden Busse sind zwar im Schnitt doppelt so lange unterwegs wie die Züge. Dafür sind sie nur halb so teuer. Zum Beispiel kostet die Strecke von Bern nach Zürich bei den SBB ohne Halbtax 51 Franken. Domo wird dafür 23 Franken verlangen. Im Zug dauert die Fahrt 56 Minuten, im Bus 1 Stunde 45 Minuten. In den Domo-Bussen wird Gratis-Internet verfügbar sein. Eine Hostess bietet Snacks sowie warme und kalte Getränke an. «Es besteht eine grosse Nachfrage nach einem solchen Angebot», sagt Patrick Angehrn, Leiter Linienbusverkehr bei Domo-Reisen. 

Kritik bei Gurlitt-Ausstellung

Vor der Eröffnung zweier Gurlitt-Ausstellungen in Bern und Bonn (D) übt der Vizepräsident des Berner Kunstmuseums heftige Kritik am Bundesamt für Kultur. «Vertreter des Kunsthandels, namentlich aber auch das Bundesamt für Kultur drängten uns, auf das Gurlitt-Erbe zu verzichten», sagte Marcel Brülhart im Interview mit der «NZZ am Sonntag». Es sei befürchtet worden, dass Schweizer Museen Bilder an allfällige Erben zurückgeben müssten. Brühlhart dagegen fordert, der Bund solle den Fall Gurlitt «endlich als Chance begreifen und die Schweiz bei der Provenienzforschung international als führend positionieren». Es bestehe das Risiko, dass die im Vergleich zu den Nachbarländern mangelhafte Aufarbeitung die Schweiz irgendeinmal einholen werde. Das Kunstmuseum führt laut Brühlhart derzeit Gespräche mit Nachfahren des Malers Paul Cézanne, dessen Gemälde «La Montagne Sainte-Victoire» zu den wertvollsten in der Gurlitt-Sammlung zählt. Zwar sei das Bild vom Verdacht der Raubkunst befreit, doch sei bis heute nicht geklärt, wie es in die Sammlung gekommen sei. Das Museum will zwei von Cornelius Gurlitt geerbte Liegenschaften in München und Salzburg verkaufen, um Kosten aus dem Erbstreit mit einer Gurlitt-Cousine zu decken.

Uni-Spital behandelt keine US-Bürger

Aus Angst vor Schadenersatzklagen nach missglückten Operationen behandelt das Unispital Zürich (USZ) keine US-Amerikaner und Kanadier. «Patienten, welche die US-amerikanische oder kanadische Staatsangehörigkeit besitzen, aber keinen Wohnsitz in der Schweiz haben, werden für elektive ambulante oder stationäre Behandlungen nicht aufgenommen», erklärte das USZ gegenüber dem «SonntagsBlick». Elektive Behandlungen sind planbare Operationen. Bei Notfällen würden alle Personen behandelt, betont das USZ. Zum Grund für das Aussortieren bestimmter Patienten nach Nationalitäten schreibt das Unispital: «Das Risiko kann nicht völlig ausgeschlossen werden, dass das USZ mit Schadenersatzforderungen konfrontiert werden könnte.»

Zoff in den Gefängnissen

Viele Straftäter bleiben auch hinter Gittern renitent, im Schnitt kommt es täglich zu einer Strafanzeige in Schweizer Gefängnissen. Dies zeigt eine erstmalige Auswertung durch das Bundesamt für Statistik, die der «SonntagsZeitung» vorliegt. Erfasst wurden alle Anzeigen nach Strafgesetzbuch mit Tatort im Gefängnis. 1'878 davon gab es in den letzten fünf Jahren, 375 Strafanzeigen pro Jahr. Am weitesten verbreitet waren Sachbeschädigungen mit 527 Anzeigen. Registriert wurden aber auch 98 Anzeigen wegen Brandstiftung oder 55 wegen Diebstahls. Hinzu kamen vier versuchte Tötungen, acht sexuelle Belästigungen und drei Erpressungen. Die Zahl der tatsächlichen Zwischenfälle sei wohl noch deutlich höher, denn viele strafrechtlich nicht relevante Vorfälle würden direkt geahndet, sagte Marcel Ruf, Präsident von Freiheitsentzug Schweiz, der Zeitung.

Viel weniger Asylgesuche

In der Schweiz befindet sich die Zahl der Asylgesuche auf tiefstem Stand seit sieben Jahren. Im laufenden Jahr werde noch mit 18‘000 bis 19‘000 Gesuchen gerechnet, sagte Staatssekretär Mario Gattiker im Interview mit den Zeitungen «Zentralschweiz am Sonntag» und «Ostschweiz am Sonntag». Gattiker informierte die Kantone, dass sie sich für 2018 auf rund 20'000 Asylgesuche einstellen sollten. Auch für das kommende Jahr geht das SEM von einer ähnlichen Grössenordnung aus. Den Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um fast einen Drittel erklärt sich Gattiker durch europäische und nationale Massnahmen. In der Schweiz seien die Verfahren bei schwach begründeten Gesuchen stark beschleunigt worden.

Cassis bringt Pro Tell viele Mitglieder

Die Schweizer Gesellschaft für ein freiheitliches Waffenrecht «Pro Tell» hat von der intensiven Berichterstattung über die Mitgliedschaft und den Austritt des designierten Bundesrats Ignazio Cassis (FDP) profitiert. Dem Verein hätten sich in den letzten fünf Tagen rund 500 neue Mitglieder angeschlossen, sagte Präsident Hans-Peter Wüthrich den Zeitungen «Zentralschweiz am Sonntag» und «Ostschweiz am Sonntag». Cassis war kurz vor seiner Wahl beigetreten - und am letzten Montag wieder ausgetreten. Der Verein kämpft gegen jede Verschärfung des Waffenrechts in der Schweiz und geht damit auf Konfliktkurs mit der EU. Cassis sagte, er sei Mitglied einer Tessiner Schwesterorganisation gewesen, und habe sich beim Beitritt zu Pro Tell nicht viel überlegt. Er sei wieder ausgetreten, weil er die Glaubwürdigkeit der Institutionen nicht gefährden wolle.

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

98
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

98
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

11
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hälfis 22.10.2017 10:49
    Highlight Highlight Oh je, warum müssen wir den gleichen Fehler wie in Deutschland machen? !Die Busse verstopfen die Straßen und schaden der SBB! !
    • Maria B. 22.10.2017 12:10
      Highlight Highlight Weil es auch in der Schweiz zahllose bedürftige Rentner gibt, welche sich die Mondpreise der SBB schlicht und einfach nicht mehr leisten können - ergo hat diese Konzession an die zahlbaren Buslinien durchaus auch einen sozialen Aspekt....
    • Amboss 22.10.2017 14:40
      Highlight Highlight @hälfis: Fernbusse können auch die Strasse entlasten...
    • 7immi 22.10.2017 15:09
      Highlight Highlight @maria
      die preise der sbb sind nicht teuer, wenn man die liniendichte berücksichtigt und sie sind deutlich günstiger als ein privatwagen. auch preislich werden die busse nicht viel günstiger sein für vielreisende, da man mit halbtax etwa in der gleichen preisklasse reist. dennoch scheint es ein bedürfnis zu sein. das stört mich grundsätzlich nicht, das ist der freue markt. was mich aber stört ist das abgrasen der lukrativen strecken, während die sbb sömtliche strecken bis hinterpfupfikon bedienen muss. mittelfristig müssen hier ausgleichszahlungen eingeführt werden...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Donald 22.10.2017 10:31
    Highlight Highlight Warum können Amerikaner auf Schweizer Boden andere Forderungen stellen, wie andere?

Zwei oder mehr Prozent: Preisüberwacher fordert günstigere Zugbillette

Schweizer Bahnkunden sollen von der Senkung der Trassenpreise profitieren, die der Bundesrat beschlossenen hat. Preisüberwacher Stefan Meierhans fordert die SBB und andere Bahnunternehmen auf, die Preise für Tickets entsprechend zu senken.

Der Bundesrat hatte am Mittwoch bekannt gegeben, dass die Bahnbetreiber ab Anfang 2021 für die Benützung der Schieneninfrastruktur jährlich 90 Millionen Franken im Jahr weniger zahlen müssen. Die Tarifsenkung wird gleichmässig auf den Güter-, den Fern- …

Artikel lesen
Link zum Artikel