Schweiz
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ANLAESSLICH DES TESTBETRIEBS IM GOTTHARD BASISTUNNELS STELLEN WIR IHNEN HEUTE, DONNERSTAG, 19.11.2015, FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL EINER TESTFAHRT DURCH DEN BASISTUNNEL ZUR VERFUEGUNG --- The emergency stop station at Faido is seen on the left during a test ride of the Swiss Federal Railways through the west tube of the Gotthard Base Tunnel from Biasca, in the Canton of Ticino, to Erstfeld, in the Canton of Uri, by train operator Hans Blaser, on October 31, 2015. Two multifunction stations at Faido and Sedrun divide the two tubes into three approximately equally long sections. The Gotthard Base Tunnel consists of two 57-kilometres-long single-track tubes. It joins the north portal at Erstfeld to the south portal at Bodio. Construction of the New Rail Link through the Alps (NRLA) is creating a fast and efficient railway link. Passenger trains will be able traverse at maximum speeds of up to 250 kilometres per hour. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Nothaltestelle in Faido zu sehen auf der linken Seite waehrend einer Testfahrt der SBB durch die Westroehre des Gotthard Basistunnels von Biasca, Kanton Tessin, nach Erstfeld, Kanton Uri, durch Lokomotivfuehrer Hans Blaser am 30. Oktober 2015. Zwei Multifunktionsstellen in Faido und Sedrun unterteilen die beiden Tunnelroehren in drei ungefaehr gleich lange Abschnitte. Der Gotthard Basistunnel besteht aus zwei 57 km langen Einspurroehren. Er verbindet das Nordportal in Erstfeld mit dem Suedportal in Bodio. Mit dem Bau der neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) entsteht eine schnelle und leistungsfaehige Bahnverbindung. Die neue Gotthardbahn ist eine Hochgeschwindigkeitsstrecke auf welcher Reisezuege mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 250 km/h werden verkehren koennen. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Rasante Fahrt durch den Gotthardbasistunnel.
Bild: KEYSTONE

Zugausfälle, Verspätungen, defekte Toiletten: Den SBB droht ein Debakel am Gotthard



Alleine gestern Samstag sind auf den Nord-Süd-Linien der SBB drei verschiedene Kompositionen ausgefallen. Zwischen Basel, Genf, Zürich und Mailand häufen sich die Pannen. Die SBB haben Schwierigkeiten, mit den neuen Zügen von Alstom einen stabilen Betrieb hinzubekommen. Die Züge fallen ständig aus, sind oft verspätet und immer wieder mit kaputten Toiletten unterwegs.

«Was am Gotthard abgeht, ist skandalös», sagt Kurt Schreiber der «NZZ am Sonntag». Der Präsident von Pro Bahn, der Interessenvertretung der Kunden des öffentlichen Verkehrs, bezeichnet den Bahnbetrieb zwischen Norden und Süden als «absolut ungenügend».

Unangenehm für die SBB

Mit Klagen von Passagieren eingedeckt wird das Bahnpersonal der SBB. Die Tessiner Sektion des Zugpersonals hat genug davon, für Defekte den Kopf hinzuhalten, an denen es keine Schuld trägt. Die Tessiner haben darum der Leiterin der SBB-Division Personenverkehr, Jeannine Pilloud, einen Brief geschrieben. Sie werfen ihr vor, dass sie Kundenreklamationen versanden lasse, statt Gegenmassnahmen einzuleiten.

Für die SBB ist die Lage besonders unangenehm, weil diese Züge auch im 57 Kilometer langen Gotthardbasistunnel verkehren sollen; dieser wird in drei Monaten eröffnet. Christian Ginsig, Mediensprecher der SBB, räumt technische Störungen auf der Gotthardachse ein. Die SBB seien sich bewusst, dass diese Störungen für die betroffenen Kunden und das Personal mühsam seien. Die Unannehmlichkeiten täten den SBB leid. «Wir arbeiten mit Hochdruck an Lösungen», betont Christian Ginsig.

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • per scientam 28.02.2016 21:43
    Highlight Highlight Heute bestellt morgen geliefert...

    Weil man so ein Grossserienprodukt wie ein Smartphone bestellen und kaufen kann, heisst das nicht, das es sich bei anderen technischen Produkten genauso verhält. Das muss auch mal die Öffentlichkeit verstehen.

    Logisch "versanden" die Probleme: zuerst verhindert man mit Termin und Kostendruck saubere Entwicklungsarbeit.
    Und weil danach alle Entwickler entweder im Burn-Out sind oder gekündigt haben oder bei der letzten Restrukturierung entlassen wurden, hat kein Mensch mehr den Überblick...
    typische Horrorjobs...

    Dabei könnte Technik ein Traumjob sein...

  • per scientam 28.02.2016 21:26
    Highlight Highlight Neue Technik, neue Probleme...
    Man sollte sich einfach mal anschauen wie technische Grossprojekte heutzutage schief gehen...

    Das hat zwei Gründe:
    - vollkommen irrsinnige Terminplanungen und widersprüchliche Ansprüche ohne Ende. --> Planen kann man nur das, was man im vornherein weiss, das was man nicht weiss, kann man nicht planen.

    - Vorschriften und Normenchaos: die Gesetzgeber und Juristen glauben alles vorschreiben zu müssen. Das dies, in der technischen Umsetzung zu Widersprüchen führt, verstehen diese nicht. Die Vorschriften ändern sich schneller, als die Produkte entwickelt werden.
  • 7immi 28.02.2016 13:03
    Highlight Highlight weshalb man trotz negativer erfahrungen beim alten etr den neuen zug wieder bei alstom kauft, ist für mich fraglich. hinzu kommt, dass die sbb von alstom die ersatzteile nicht bekommt und so die wartung nicht durchführen kann, obwohl sie das wollten. hinzu kommt, dass der neue zug ein technischer rückschritt ist. noch nie dauerte das kuppeln zweier einheiten so lange (20 min!!!). da gingen einige dinge schief. durch die fluktuation im management kann wohl jeder verantwortung abschieben. wir sollten es den holländern gleich tung: die züge zurückgeben. (wie beim fall HSL Zuid)
  • amore 28.02.2016 11:06
    Highlight Highlight Lieber Plakate abräumen als den Service verbessern.
  • trollo 28.02.2016 09:14
    Highlight Highlight da sind wir doch froh, dass die zweite röhre eine gute chance hat um die ersatzbusse während der sanierung zu ermöglichen.
    • trio 28.02.2016 09:18
      Highlight Highlight Es geht um die Züge und nicht um den Tunnel. Dafür braucht es keine Busse.
    • Charlie Brown 28.02.2016 10:04
      Highlight Highlight Trollo meint wohl die Sanierung der Züge...
    • chara 28.02.2016 11:09
      Highlight Highlight Glaubt mir, da werden nochgaanz andere Probleme auftauchen...der Ausfall von ca.4 Wochen ist noch heute nicht geklärt...die SBB Infrastruktur ist nicht in der Lage das Netz mittelfristig im heutigen Umfang zu betreiben..
  • Schnabuliertier 28.02.2016 09:04
    Highlight Highlight Die liebe Frau Pilloud interessiert das nicht im Geringsten.
    Bestes Beispiel für ihre Ignoranz: Man hat für mehrere Millionen Franken das Bahnreisezentrum Winterthur renoviert, wenige Monate später schliesst sie die SBB-Reisebüros. Als ob man dies nicht schon vorher gewusst hat.

    Hauptsache, sie hat einige grosse und teure Projekte in ihrem Portfolio (und ihre geliebten Starbucks-Wagen sind im Einsatz...)
    • Stephan Locher 28.02.2016 10:18
      Highlight Highlight Immerhin benötigt sie Zeit sich in einer Pendlerzeitung über die Kunden lustig zu machen, da kann sie sich doch nicht auch noch um ihre Pflichten kümmern...
  • trio 28.02.2016 08:21
    Highlight Highlight ich dachte dieses leidige Thema sei mit den neuen Zügen vorbei. Rächt sich etwa der Teufel und verwechselt Autos und Züge?
    • Miikee 28.02.2016 09:15
      Highlight Highlight Sag da nur eins: Ja zum Gotthard Tunnel, wir brauchen beides für ein stabile Verbindung. Wer Angst hat wegen den LKWs soll sich endlich stark für eine Maut machen. Geld lenkt die LKWs!
    • trio 28.02.2016 09:58
      Highlight Highlight @mamina ich wusste nicht, dass immer noch Pendolinos unterwegs sind. Hier im Bericht geht es aber um die neuen Züge der Alstom, anscheinend sind die auch nicht pannenfrei, oder haben sie andere Erfahrungen?
    • trio 28.02.2016 10:00
      Highlight Highlight @Mikee sogar im Ausland lachen sie über eine zweite, einspurige Röhre :D ;)
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