Schweiz
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THEMENBILD - Am Ticketschalter des Hauptbahnhofes Zuerich kauft eine Reisende Fahrkarten, aufgenommen am 20. August 2002. Weil immer mehr Fahrgaeste ihre Zugbillette online oder ueber das Mobiltelefon kaufen, braucht es kuenftig weniger Verkaufsstellen. Die SBB wird deshalb laut SBB-Praesident Ulrich Gygi in den naechsten Jahren Bahnschalter schliessen. Wie viele betroffen sind, ist offen.

Die Preissenkungen werden ab Anfang nächsten Jahres schrittweise umgesetzt. SBB-Kundin am Schalter im HB Zürich. Bild: KEYSTONE

SBB lenken ein und senken die Billettpreise



Weil die Altersvorsorge-Reform nicht angenommen wurde, sinkt 2018 die Mehrwertsteuer. Die Branche des Öffentlichen Verkehrs gibt diese Reduktion an die Kunden weiter. Damit gibt sie einer Forderung des Preisüberwachers nach. 

«Wir haben uns in der Branche geeinigt, dass die ÖV-Preise ab dem nächstmöglichen Termin um 0,3 Prozent gesenkt werden», sagte Jeannine Pilloud, Leiterin SBB Personenverkehr, am Samstag in der «Tagesschau am Mittag» des Schweizer Fernsehens SRF. Sie sprach in Vertretung für die gesamte ÖV-Branche. Die Preissenkungen werden ab Anfang nächsten Jahres schrittweise umgesetzt, wie eine SBB-Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. 

Preisüberwacher Stefan Meierhans hatte im Oktober gefordert, dass die Preise sinken sollen. Er sagte damals, die staatsnahen Betriebe hätten eine besondere Verantwortung, die Steuerreduktion an die Kunden weiterzugeben. Die SBB war damals jedoch anderer Ansicht. 

Gegenüber der «Tagesschau am Mittag» zeigte Meierhans sich am Samstag nach der Kehrtwende entsprechend «zufrieden». Er deute es als Signal an «alle anderen potentiell Betroffenen», dass es sich gehöre, die Reduktion weiterzugeben. 

20 Millionen Franken im Jahr

Meierhans hatte im Oktober vorgerechnet, dass die Einsparungen bei einem Zweitklass-Generalabonnement für 3860 Franken bei rund zehn Franken liegen könnte – beim gesamten öffentlichen Verkehr dürften es gemäss einer «groben Schätzung» rund 20 Millionen Franken im Jahr ausmachen. Das Gros entfalle dabei auf die SBB.

Die Reduktion der Preise ist jedoch komplex. Es werde eine gewisse Zeit dauern, bis die Systeme angepasst seien, sagte Pilloud. «In dieser Zeit werden wir das, was wir mehr einnehmen, in den Markt zurückspeisen.» 

Die Mehrwertsteuersenkung ist eine Folge der Ablehnung der «Altersvorsorge 2020» an der Urne. Dadurch sinkt ab dem 1. Januar 2018 der normale Mehrwertsteuersatz von 8 auf 7,7 Prozent. Der Grund dafür ist, dass die bislang für die Zusatzfinanzierung der IV genutzten Gelder nicht wie in der Reform geplant der AHV zugeführt werden können. (sda)

Pascal über egoistische Pendler

Video: watson/Pascal Scherrer, Emily Engkent

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Töfflifahrer 02.12.2017 20:16
    Highlight Highlight Ist schon interessant. Die Senkung der MwSt. sei sehr kompliziert und brauche Zeit, erzählte ne SBB Sprecherin. Warum gehen Erhöhungen dann aber jeweils ultraschnell?
    • einmalquer 02.12.2017 22:44
      Highlight Highlight Bei den bisherigen Erhöhungen änderte sich am MWST-Satz nichts - deshalb ging es (vielleicht) schneller.

      Jetzt muss die SBB mit zwei verschiedenen Sätzen rechnen, weil der höhere Satz ins Rechnungsjahr mit den tieferen "überschwappt".

      Dass es lange gehen soll, könnte daran liegen, dass die SBB nicht mit einem solchen Fall gerechnet hat. Warum auch immer und entgegen der Erfahrungen.

      Mit einer entsprechend ausgerüsteten Buchhaltungs-Software hätte es kein Problem geben dürfen.
    • Charlie Brown 02.12.2017 22:49
      Highlight Highlight Du kennst wahrscheinlich den Prozess, der einer Tarifmassnshme (so heisst das intern) vorangeht nicht so genau. Das hindert dich natürlich nicht daran, eine massentaugliche Meinung kundzutun.
  • DunkelMunkel 02.12.2017 19:42
    Highlight Highlight Das heisst, das GA für 3860 wird 12 Franken günstiger. Das wire ja richtig erschwinglich. Lasst doch die Senkung sein, aber erhöht die Gebühren für die nächsten 3 Jahre nicht mehr.
    • Bijouxly 02.12.2017 23:01
      Highlight Highlight Das GA ist verhältnismässig zu den normalen Billettpreisen ausgesprochen erschwinglich, schon heute!
  • ItsMee 02.12.2017 19:18
    Highlight Highlight Wow wie grosszügig liebe SBB .. :) Dann bezahle ich ja zukünftig nicht mehr 100 CHF um nach Zürich zu kommen, nur noch 99.70 CHF - Top ... Daanke viel mal !

    weihnachten Ostern und Geburtstag in einem ! =')
  • Siebenstein 02.12.2017 18:57
    Highlight Highlight Na da hat der Herr Meierhans ja mal einen Riesenerfolg...

    Im Ernst, über solche Mikrobeträge zu reden ist doch Zeitverschwendung!
  • Drusbert 02.12.2017 18:47
    Highlight Highlight 0,3% da spare ich ja einen ganzes Frankenstück im Jahr - danke SBB für dieses frühe Weihnachten
  • Licorne 02.12.2017 18:01
    Highlight Highlight Eine geradezu lächerliche Einsparung für den Kunden. Die SBB hätten die 20 Millionen aber gut gebrauchen können.
  • Loeffel 02.12.2017 17:40
    Highlight Highlight Dieses Verhandlungergebniss ist kaum die Meldung wert. Das ist LUFT. Story ist super Marketing für SBB. That's it. Rest ist ganz einfach irrelevant. Beispiel? Zugbillet das heute 31.80 Fr. kostet, wird mit diesem Akt der Kundenfreundlichkeit nachher 31.70 Fr. kosten. Mich trifft der Schlag der Barmherzigkeit!
    • Charlie Brown 02.12.2017 19:50
      Highlight Highlight Aber wenn „die SBB“ das Zähni für sich behalten hätte...

      EMPÖRUNG!!1!ELF!!
    • derEchteElch 03.12.2017 11:30
      Highlight Highlight !!1!ELF!! funktioniert auf schweizer Tastaturen nicht lieber Charlie 😉 Solltest du doch wissen.. ^^

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