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Kantonsrat akzeptiert Fehler der SBB bei Geld für Velo und Bus

Kantonsrat akzeptiert Fehler der SBB bei Geld für Velo und Bus

23.03.2026, 10:4323.03.2026, 10:43

In Zusammenhang mit dem Spurausbau zwischen Winterthur und Zürich erhalten auch Velo und Bus mehr Platz. Der Kantonsrat hat am Montag zusätzliche 35 Millionen Franken genehmigt. Die SBB hatten sich beim Projekt um diesen Betrag verrechnet.

Statt 73 Millionen muss der Kanton Zürich neu 108 Millionen Franken für eine Busspur in Bassersdorf sowie Velowege in Dietlikon, Wangen-Brüttisellen und Wallisellen ausgeben. 15 Millionen der zusätzlichen 35 übernimmt der Bund.

Der grosse Unterschied der Beträge sorgte am Montag im Kantonsrat für Kritik. Insbesondere, weil die Baudirektion das Vorprojekt der SBB akzeptierte. «Es geht hier nicht um Kleingeld. Die Kosten für die Velowege sind astronomisch», fand Barbara Grüter (SVP, Rorbas). Ihre Partei lehnte das Geschäft ab. Sie scheiterte aber mit einem Nichteintretensantrag mit 47 zu 129 Stimmen.

Die Sprecherinnen und Sprecher der anderen Parteien ärgerten sich zwar ebenfalls über die höheren Kosten. Da eine Ablehnung aber auch Auswirkungen auf das Grossprojekt Mehrspur Zürich-Winterthur hätte, fand die Position der SVP keine Unterstützer.

«Es ist bedenklich, dass die Baudirektion das Projekt nicht genauer geprüft hat», sagte Stephan Weber (FDP, Wetzikon). Doch es bleibe nichts anderes übrig, als in den sauren Apfel zu beissen. Sascha Ullmann (GLP, Zollikon) fand, der Kantonsrat müsse die bittere Pille schlucken.

«Mehrwert überwiegt»

Manuel Sahli (AL, Winterthur) betonte die Synergien, die durch den parallelen Bau mit dem Schienenprojekt genutzt werden könnten. Er sei zwar auch unglücklich mit den Kosten, aber die Baudirektion habe sich selbstkritisch gezeigt. Wilma Willi (Grüne, Stadel) ergänzte, dass der Veloverkehr ein wichtiger Teil des Projekts sei. «Wenn wir den öffentlichen Verkehr und das Velo fördern, werden wir unabhängiger von Schurkenstaaten», meinte sie.

Baudirektor Martin Neukom (Grüne) sagte, seine Direktion wolle aus den Fehlern lernen. Es sei nachvollziehbar, dass die SBB den Fokus bei dem 3-Milliarden-Projekt auf anderem als dem Veloverkehr hatten. Die Kosten seien durch den Bau im urbanen Raum erklärbar. Das Land das der Kanton kaufen müsse, sei teuer. Das sei unschön, «aber der Mehrwert überwiegt». (sda)

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