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SBB entdecken über 500 Mängel bei Türen

Die Arbeitsabläufe der Zugbegleiter sind laut den SBB sicher. Allerdings wurden bisher fünf Türen mit defektem Einklemmschutz entdeckt.
Bild: KEYSTONE

SBB entdecken über 500 Mängel bei Türen

23.08.2019, 17:0223.08.2019, 17:10

Die SBB haben seit der Einführung der Sonderkontrolle am 12. August insgesamt 512 Mängel bei 384 kontrollierten Zügen und 1536 Türen entdeckt. Der grosse Teil davon wirke sich nicht auf die Funktion der Türen aus und sei nicht sicherheitsrelevant, gaben die SBB am Freitag vor den Medien bekannt.

66 Mal sei beim Einklemmschutz ein Mangel in der Funktionsweise erkannt worden, wobei sieben nicht funktioniert hätten. Alle Mängel würden so schnell wie möglich behoben, heisst es. Die Sonderkontrolle soll am kommenden Mittwoch abgeschlossen sein.

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat am Freitag eine Reihe von Massnahmen angeordnet, um die Sicherheit der EW IV-Wagen zu gewährleisten. Eine defekte Türe hatte Anfang August zum Tod eines Zugbegleiters geführt.

SBB wollen BAV wöchentlich Bericht erstatten

Die SBB wollen das Bundesamt für Verkehr (BAV) wöchentlich über den Stand der Arbeiten im Sicherheitsbereich informieren. Dies versicherte Toni Häne, Leiter Personenverkehr, am Freitag vor den Medien in Bern.

Die vom BAV angeordneten Massnahmen seien von den SBB in den letzten drei Wochen grossmehrheitlich bereits initiiert worden, sagte Häne. «Wir werden die Türen umbauen, so dass sie sicherer werden.» Nach seinen Angaben werden die Einheitswagen IV (EW IV) noch bis in die 2030-er Jahre hinein rollen.

«Die Anordnungen des BAV ergänzen unsere Massnahmen, sie machen Sinn», erklärte SBB-CEO Andres Meyer an der Medienkonferenz. Die Sicherheit gehöre zu den drei «Topzielen» des Konzerns.

«Der tragische Unfall steckt uns immer noch tief in den Knochen», sagte der CEO. «Aber die Bahn muss weiter funktionieren.» Und es müsse auch gesagt werden: «Die Eisenbahn ist das sicherste Transportmittel.»

(oli/sda)

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