Schweiz
Solothurn

Verfahren im «Fall Natalie» zu Recht eingestellt

Satanic Panic: Verfahren im «Fall Natalie» zu Recht eingestellt

29.11.2023, 12:0029.11.2023, 11:48
Mehr «Schweiz»
Bundesgericht
Das Bundesgericht hat entschieden.Bild: Schweizerisches Bundesgericht

Die Solothurner Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren gegen einen Vater wegen angeblicher schwerer Sexualdelikte zum Nachteil seiner Tochter zu Recht eingestellt. Dies hat das Bundesgericht entschieden. Trotz intensiver Ermittlungen gab es keinerlei objektive Beweise.

Die Mutter des Mädchens hatte Vorwürfe wegen Vergewaltigungen, Satanismus und Ritualmorden gegen ihren Ex-Mann erhoben. Nach der Verfahrenseinstellung durch die Staatsanwaltschaft beschritt sie den Rechtsweg und verlangte vor Bundesgericht, dass Anklage erhoben werde.

Dies sieht das Bundesgericht in Übereinstimmung mit der Vorinstanz jedoch anders. Als Fundament für eine Anklage hätten nämlich lediglich die Aussagen des Kindes herangezogen werden können, wie das Bundesgericht in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil schreibt. Objektive Beweismittel gebe es trotz intensiver Ermittlungen keine. Ein Gutachten zur Glaubwürdigkeit der Aussagen des Kindes ergab, dass die Beschuldigungen «aussagepsychologisch als hochgradig suggestiv zu bewerten» seien. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Theor
29.11.2023 13:41registriert Dezember 2015
Da kann man nun nur hoffen, dass die KESB aktiv wird und das Mädchen - falls nicht schon geschehen - in eine bessere Umgebung platziert als bei einer unheilbar verwirrten Mutter, welches ihr eigenes Kind Tag für Tag aufhetze und ihr einredete, dass ihr eigener Vater sie schrecklich missbraucht habe.
270
Melden
Zum Kommentar
3
Dem «Kuhhandel» zu Armee und Ukraine droht eine harte Landung
Die Idee schien bestechend: Die Aufrüstung der Armee und der Wiederaufbau der Ukraine sollten an der Schuldenbremse vorbei finanziert werden. Nun aber steht sie vor dem Aus.

Ein 15 Milliarden Franken schweres Paket sorgt in Bundesbern für Aufregung. Es wurde von einem Grüppchen um die Mitte-Ständerätinnen Marianne Binder und Andrea Gmür «geschnürt», um die Wiederaufrüstung der Armee und den Wiederaufbau der Ukraine mit einem Spezialgesetz unter Umgehung der Schuldenbremse zu finanzieren.

Zur Story