Schweiz
Solothurn

Rechts- und Linksextreme geraten in Langenthal aneinander

Junge Tat
Die Junge Tat hatte am Samstag ein Treffen in Langenthal. screenshot: junge tat

Rechts- und Linksextreme geraten in Langenthal aneinander

Bei einer Veranstaltung der «Jungen Tat» in Langenthal sind am Samstag Rechts- und Linksextreme aneinander geraten. Bewaffnete Angreifer versuchten, die Veranstaltung zu stören und beschädigten das Auto eines Junge-Tat-Aktivisten. Verletzt wurde niemand.
25.06.2024, 10:5726.06.2024, 08:17
Manfred Joss / ch media
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Rechts- und Linksextreme sind sich in ihrem Weltbild oft näher, als sie meinen und wahrhaben wollen. Beide lehnen die aktuelle Ordnung ab und liebäugeln mit totalitären Gesellschaftsentwürfen. Dennoch (oder gerade deswegen) geraten sie immer wieder aneinander – so geschehen am letzten Samstagnachmittag in Langenthal. Das berichtet «20 Minuten».

Dort veranstaltete die rechtsextreme «Junge Tat» eine Veranstaltung in der Alten Mühle. Linksextreme bekamen Wind davon und versammelten sich, um die Veranstaltung zu stören. Das gaben die Linksextremen auf ihrem Online-Portal barrikade.info bekannt.

Auto stark beschädigt

Auto stark beschädigt

Dabei ging es unzimperlich zu und her. Gemäss dem Mediensprecher der «Jungen Tat» waren die «Antifaschisten» mit Hämmern, Regenschirmen und Pfeffersprays bewaffnet. Die Rechten antworteten mit Steinen. Zudem wurden gegenseitig allerhand Nettigkeiten ausgetauscht.

Zu einer Schlägerei im eigentlichen Sinn mit Verletzten kam es nicht, die Linksextremen nahmen sich aber das Auto eines Rechtsextremen vor und beschädigten es massiv. Dessen Besitzer konnte offenbar nur mit Mühe zurückgehalten werden. Die Leute der «Jungen Tat» riefen die Polizei und filmten das Geschehen. Es werde Anzeige wegen Angriffs, Sachbeschädigung und versuchter Körperverletzung erstattet.

Immer wieder Konfrontationen

Immer wieder Konfrontationen

Die Berner Kantonspolizei hat den Vorfall gegenüber «20 Minuten» bestätigt. Es seien Personalien aufgenommen worden, die Ermittlungen seien noch im Gang.

Im Herbst 2023 war es in Solothurn zu Aktionen und Gegenaktionen der extremistischen Gruppierungen gekommen. (32today.ch)

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92 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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BG1984
25.06.2024 11:48registriert August 2021
Solange sie unter sich sind, sollte man sie machen lassen. Da sie den Staat eh ablehnen sollte weder die Krankenkasse noch die Polizei helfen.
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Tridecan
25.06.2024 15:35registriert Dezember 2018
"Ob Links- oder Rechtsterrorismus - da sehe ich keinen Unterschied."
"Doch, doch", ruft das Känguru, "die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine."
- Marc-Uwe Kling, Die Känguru-Offenbahrung
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Gina3
25.06.2024 13:52registriert September 2023
Abgesehen davon, dass Regenschirme bereits schreckliche Waffen sein können (siehe meine historische Referenz unten), sind Hämmer ein absolutes No-Go!
Man sieht, dass den beiden Extremen so gut links wie rechts die intellektuellen Fähigkeiten fehlen, mündlich oder schriftlich zu argumentieren.
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