Rechts- und Linksextreme sind sich in ihrem Weltbild oft näher, als sie meinen und wahrhaben wollen. Beide lehnen die aktuelle Ordnung ab und liebäugeln mit totalitären Gesellschaftsentwürfen. Dennoch (oder gerade deswegen) geraten sie immer wieder aneinander – so geschehen am letzten Samstagnachmittag in Langenthal. Das berichtet «20 Minuten».
Dort veranstaltete die rechtsextreme «Junge Tat» eine Veranstaltung in der Alten Mühle. Linksextreme bekamen Wind davon und versammelten sich, um die Veranstaltung zu stören. Das gaben die Linksextremen auf ihrem Online-Portal barrikade.info bekannt.
Auto stark beschädigt
Dabei ging es unzimperlich zu und her. Gemäss dem Mediensprecher der «Jungen Tat» waren die «Antifaschisten» mit Hämmern, Regenschirmen und Pfeffersprays bewaffnet. Die Rechten antworteten mit Steinen. Zudem wurden gegenseitig allerhand Nettigkeiten ausgetauscht.
Zu einer Schlägerei im eigentlichen Sinn mit Verletzten kam es nicht, die Linksextremen nahmen sich aber das Auto eines Rechtsextremen vor und beschädigten es massiv. Dessen Besitzer konnte offenbar nur mit Mühe zurückgehalten werden. Die Leute der «Jungen Tat» riefen die Polizei und filmten das Geschehen. Es werde Anzeige wegen Angriffs, Sachbeschädigung und versuchter Körperverletzung erstattet.
Immer wieder Konfrontationen
Die Berner Kantonspolizei hat den Vorfall gegenüber «20 Minuten» bestätigt. Es seien Personalien aufgenommen worden, die Ermittlungen seien noch im Gang.
Im Herbst 2023 war es in Solothurn zu Aktionen und Gegenaktionen der extremistischen Gruppierungen gekommen. (32today.ch)
"Doch, doch", ruft das Känguru, "die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine."
- Marc-Uwe Kling, Die Känguru-Offenbahrung
Man sieht, dass den beiden Extremen so gut links wie rechts die intellektuellen Fähigkeiten fehlen, mündlich oder schriftlich zu argumentieren.