Schweiz
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Biel bleibt die Sozialhilfehochburg der Schweiz



Obwohl die Sozialhilfequote im Jahr 2018 in Biel erstmals deutlich gesunken ist, bleibt die bernische Stadt am Jurasüdfuss diesbezüglich die Hochburg in der Schweiz. Entlang des Jurabogens ist das Risiko, in der Sozialhilfe zu landen, am grössten.

Biel

Die Stadt Biel mit Bahnhof am Donnerstag, 9. August 2012. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Bild: KEYSTONE

Die Sozialhilfequote in Biel BE ist 2018 um 0.5 Prozent auf 11 Prozent gesunken, wie den neusten Kennzahlen der Städteinitiative Sozialpolitik zu entnehmen ist. Biel, Lausanne und Basel, die drei Städte mit den höchsten Sozialhilfequoten, liegen alle am Jurabogen.

In Lausanne ist die Quote im Vergleich zum Jahr 2017 noch deutlicher gesunken als in Biel und liegt noch bei 7.8 Prozent.

Lausanne

Die Kathedrale auf ein Hügel übertrohnt die Altstadt und das Seebecken. (Archivbild)

Bild: KEYSTONE

In Basel sind 6.6 Prozent der Bevölkerung auf Sozialhilfe angewiesen.

Basel

Während die Finanzbranche Aufwind verspürt, bleibt die Industrie unter Druck. (Archivbild)

Bild: KEYSTONE

Eine Sozialhilfequote von 5 Prozent und mehr haben auch die Städte Winterthur ZH (5.6 Prozent) und Bern (5.0 Prozent).

Winterthur

Aussicht auf Winterthur ab dem Hauptgebaude der Winterthur Versicherungen in Winterthur am Dienstag, 6. September 2005. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Bild: KEYSTONE

Am anderen Ende der Skala der 14 Referenzstädte befinden sich Uster ZH und Zug mit einer Quote von je 1.7 Prozent. Damit bestätigt sich 2018 insgesamt der Trend stabiler oder sinkender Sozialhilfequoten.

Zug

Die Bautaetigkeit in der Stadt Zug ist weiter gestiegen am Freitag, 23. August 2013. Das Bauvolumen in der Stadt Zug erreicht im Jahr 2013 einen neuen Rekordwert...(KEYSTONE/Alexandra Wey)

Bild: KEYSTONE

Pro Einwohner wendet die Stadt Biel mit netto 1100 Franken pro Jahr deutlich am meisten für die Sozialhilfe auf. In Winterthur sind es 741 Franken, in Basel 601 Franken pro Einwohner.

Das grösste Sozialhilferisiko haben Alleinerziehende und geschiedene Männer. Die Quote bei den Einelternhaushalten liegt in allen Städten über 10 Prozent. In Biel lebte 2018 eins von fünf Kindern in einer Familiensituation, die ganz oder teilweise auf Sozialhilfe angewiesen ist.

Den Löwenanteil der Sozialhilfebeziehenden machen Ausländerinnen und Ausländer aus. Am höchsten ist er in Schlieren (61 Prozent) und Biel (59 Prozent). Jeder fünfte Ausländer ist in Biel von Sozialhilfe abhängig, diese Quote ist mindestens fast doppelt so hoch wie in den anderen 13 Referenzstädten. (aeg/sda)

Flüchtlingshäuser Bucheggstrasse

Die Sozialhilfe nimmt uns Schweizern die Frauen weg!

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ❤️-Blitz 22.10.2019 19:32
    Highlight Highlight Es ist schade, was da passiert. Ich war selber Bieler und bin wegen diversen gründen nach Bern gezogen. In Biel kann eine Frau nicht mehr am Strandboden lernen ohne aufs gröbste angemacht zu werden. Eine Kolleginn war schnell ins Auto was holen gegangen - ihr wurde von zwei Typen den Weg blockiert um sie zu einer "Gefälligkeit zu überreden". Biel ist eigentlich einiges besser gelegen als Bern: Es hat wie Bern die Aare, aber zudem ein See wo man tauchen, surfen, segeln, kiten und vieles mehr machen kann.
  • WWW-Artist 22.10.2019 14:30
    Highlight Highlight Ich liebe mein Biel oder wie KSB sagt:

    «Dieses Völklein lässt sich nicht regieren. Ich habe die Stadt nie wirklich verstanden. Ein Haufen Anarchisten, hervorgekrochen aus dem Jura, der sich nicht entscheiden kann, in welcher Sprache er verkehren will. Dieses scheussliche Gemisch aus Schweizerdeutsch und Französisch.»


    Mal lesen wenns interessiert :)
    https://www.ksb.ist/doc/weltstadt
  • Manulu 22.10.2019 14:10
    Highlight Highlight Ich schäme mich seit Jahren für die Bieler Stadtregierung. Trotz riesen Defizit im Finanzhaushalt, wird mit vollen Händen Geld für völlig beschränke Kunst Projekte, wie jenes am Bahnhof ausgegeben. Aber wer selber nie Geld erwirtschaften musste, hat halt auch nicht gelernt damit umzugehen. Ohne Rolex und die Swatch-Group, wäre Biel längst am Ende. Die Rolex bspw. finanziert einen Teil der neuen Fachhochschule!
  • Ironiker 22.10.2019 10:54
    Highlight Highlight 80% der Steuereinnahmen in Biel fliesen in die Sozialhilfe. Würde diese Kosten nicht der Kanton tragen, hätte es die Stadt längst verblasen.

    Die Stadt hat 860 Millionen Schulden. Schulhäuser verfallen, Gerüste mit Dächer schützen die Fussgänger vor herabfallender Fassadenteile.

    Dafür werden pro Jahr 17 Mio. an Subventionen ausgeschüttet. Und wir sprechen hier nicht nur von Kitas. 4 Mio fürs Sinfonieorchester, 125k fürs Schachfestival, etc.

    Ich weiss, ich bin hier in einem eher linken Medium. Aber Rot/Grün reitet diese Stadt seit Jahrzehnten ins Verderben und ist nicht bereit was zu ändern!
    • Against all odds 22.10.2019 11:46
      Highlight Highlight Trotzdem sinkt die Quote, Sie Schwarzmaler.
    • MacB 22.10.2019 11:50
      Highlight Highlight Wiso funktioniert das seit Jahren/Jahrzehnten in Biel einfach nicht? Hast du da Insights?

    Weitere Antworten anzeigen
  • givemeajackson . 22.10.2019 10:40
    Highlight Highlight jeder neunte sozialhilfebezüger... wenn man sich das bildlich vorstellt ist das eine unfassbare quote!

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