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Die Klimajugend kritisiert Federer wegen seines Engagements bei der Credit Suisse.
Die Klimajugend kritisiert Federer wegen seines Engagements bei der Credit Suisse. bild: keystone/montage watson

Roger Federer lässt Klimajugend auflaufen – jetzt hecken Aktivisten weitere Aktionen aus

Die Klima-Bewegung hat Roger Federer wegen seines Engagements bei der Credit Suisse ins Visier genommen. Die Reaktionen sind heftig ausgefallen. Nun wollen die Klima-Aktivisten noch einen drauflegen.
10.01.2020, 16:45

Mit dem Hashtag #rogerwakeupnow hat die Klimajugend diese Woche einen Proteststurm gegen CS-Aushängeschild Roger Federer ausgelöst, wie watson zuerst vermeldete. Sogar brasilianische Medien haben über die Twitter-Kampagne der Schweizer Klimastreiker gegen den Baselbieter berichtet. Ebenso teilte Greta die Botschaften der Schweizer Klimajugend mit Millionen Followern.

Der Zürcher Klimastreiker Andri Gigerl ist überrascht, welche Dimension die Twitter-Aktion angenommen hat: «Roger ist zwar ein Nationalheld, der die Leute extrem bewegt. Es hat mich jedoch schon erstaunt, wie viele Reaktionen wir erhalten haben.» Nicht nur positive. Einige seiner Kollegen seien verärgert gewesen, dass die Klimajugend ausgerechnet Federer ins Kreuzfeuer nehme.

Federer ist durch sein Engagement als Werbebotschafter der Credit Suisse ins Fadenkreuz der Klima-Aktivisten geraten. Sie werfen der CS vor, «extrem klimaschädlich» zu investieren, und fordern den Maestro auf, die Zusammenarbeit mit der CS zu beenden.

Federer lässt Klimajugend auflaufen

Gigerl, selber ein grosser Roger-Fan, mahnt den Star: Federer leiste zwar ein grosses soziales Engagement, müsse fürs Klima aber mehr Verantwortung übernehmen. «Federer ist ein Vorbild für Millionen Menschen. Würde er kein schmutziges Geld von der CS mehr annehmen, würde er ein starkes Zeichen für den Klimaschutz setzen.» Offensichtlich sei Federer nicht bewusst, wie klimaschädlich die Investments des Schweizer Finanzplatzes tatsächlich seien.

Gigerl und die Schweizer Klimastreikenden warten übrigens noch immer auf eine Antwort von Federer auf ihren Appell. «Wir haben noch nichts von Roger gehört», so der Zürcher.

Um Federer erneut an seine Verantwortung zu erinnern, planen die Klimastreikenden bereits die nächste Aktion. Am 13. Januar will die Klimajugend erneut einen Twitter-Sturm gegen King Roger und die CS lostreten.

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Roger Federer weint

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