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Federer kassiert als CS-Werbebotschafter über sechs Millionen Franken pro Jahr. Nun hagelt es Kritik.
Federer kassiert als CS-Werbebotschafter über sechs Millionen Franken pro Jahr. Nun hagelt es Kritik. bild. Credit suisse/zvg

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

Wegen seines Engagements als Werbebotschafter für die Credit Suisse gerät der Schweizer Tennisstar unter Druck. Unter dem Hashtag #RogerWakeUpNow läuft eine internationale Kampagne gegen Federer.
08.01.2020, 14:4409.01.2020, 08:51

Jetzt knöpft sich die Klima-Bewegung Tennisstar Roger Federer vor: «Auf welcher Seite der Geschichte stehst Du als Vater von 4 Kindern?», mit solchen und weiteren Botschaften greifen Umweltorganisationen und Klimastreikende Federer seit Mittwochmorgen auf den sozialen Medien an. Dies weil Federer als Werbebotschafter für die Credit Suisse (CS) auftritt.

Unter #RogerwakeUpNow hagelt es im Sekundentakt Beiträge gegen «King Roger». Der Hashtag trendet derzeit auf Twitter, in den letzten Stunden gab es über 4000 Posts dazu.

Viele Leute fordern den Maestro auf, sein CS-Engagement zu beenden. «Roger Federer, werde Klima-Champion und leihe Credit Suisse nicht weiter dein Image, solange sie die Zerstörung unserer Zukunft und unserer Kinder finanziert», heisst es in weiteren Tweets.

Auch Klimastreik-Ikone Greta Thunberg mit ihren über vier Millionen Followern prangert Federer an, indem sie entsprechende Twitter-Beträge teilt. Federer kassiert pro Jahr für sein CS-Engagement geschätzte sieben Millionen Franken.

Roger Federer hat sich bislang nicht zur Kampagne geäussert.

Die Hintergründe

Die Credit Suisse ist zuletzt massiv in die Kritik geraten. Denn die Grossbank investiert nach wie vor viel Geld in Firmen, die fossile Energien fördern. Dagegen protestierten im November 2018 Klimastreikende in Lausanne, indem sie kurzzeitig den CS-Sitz in Lausanne besetzten. Diese Woche stehen fünf Frauen und sieben Männer in Lausanne vor Gericht.

Die CS sagt in einer Stellungnahme, die Bekämpfung der Klimaerwärmung sei wichtig. «Die Credit Suisse will ihre Kreditportfolios an den Pariser Klimavereinbarungen ausrichten und hat im Rahmen ihrer umfassenden Klimastrategie jüngst angekündigt, nicht mehr in neue Kohlekraftwerke zu investieren.»

(amü)

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Greta Thunberg: Das furchtlose Mädchen von Davos

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Greta Thunberg: Das furchtlose Mädchen von Davos
quelle: ap/ap / markus schreiber
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257 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Die verwirrte Dame
08.01.2020 15:17registriert August 2016
Jemand sagt was negatives über Federer? Das kann ja nur spannend werden. Ich hol mal Popcorn.
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insert_brain_here
08.01.2020 14:58registriert Oktober 2019
Hoppla, jetzt wird auch der hinterletzte Bünzli auf den Anti-Greta-Zug aufspringen, da sie es wagt den heiligen Rötschi National zu kritisieren. Dabei ist es ja nicht von der Hand zu weisen, für Geld macht der Roger alles. Promoturniere und Showmatches in diktatorischen Golfstaaten die ganz offen Menschenrechte mit Füssen treten? Alles kein Problem solange die Kasse stimmt, der Gute müsste ja sonst verhungern.
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Spiegelfabrik
08.01.2020 15:02registriert September 2015
Bisher hatte sich Roger Federer nicht sehr für Umweltthemen oder Menschenrechtsverletzungen interessiert. Der Wechsel zur Billigkleidermarke Uniqlo, welche unter fragwürdigen Menschenrechtsbedingungen produziert, zeugt auch nicht gerade auf nachhaltiges Denken. Trotz Predition von diversen NGOs ist mir diesbezüglich keine Rückmeldung von Roger Federer bekannt. Daher denke ich, dass auch hier nicht viel zurückkommen wird. Leider geht des dem King mehrheitlich ums Geld, und nicht um die Umwelt oder Menschenrechte. Er ist lieber das Maskottchen für alle Werbungen, die ihm Geld einspielen.
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