Schweiz
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Zufahrt zum Gubrist Tunnel, links,  bei Weiningen (ZH) am Dienstag, 28. Oktober 2014. Er ist das Nadeloehr im Schweizer Strassenverkehr: Der Gubristtunnel. Ein Einsprecher verhindert den Ausbau. Nun will Verkehrsministerin Leuthard des Mega-Projekt aufteilen - damit mit dem Bau doch schon begonnen werden kann. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Zufahrt zum Gubrist (links). Bild: KEYSTONE

Rekord! Am Gubrist stehen die Autos durchschnittlich 9 Stunden pro Tag

Stillstand bei Gubrist & Co.: Durchschnittlich 9 Stunden pro Tag und Richtung staute sich der Verkehr im vergangenen Jahr. Das ist eine Stunde mehr als zwei Jahre zuvor.



An durchschnittlich 9 Stunden pro Tag und Richtung staute sich 2014 der Verkehr auf der Zürcher Nordumfahrung. Das zeigen neue Zahlen der Verkehrsinformation Viasuisse, die der Zeitung «Schweiz am Sonntag» vorliegen. Das ist noch einmal eine Stunde mehr als zwei Jahre zuvor. Auch vor dem Bareggtunnel erreichen die Staus mit durchschnittlich 5,3 Stunden pro Tag neue Rekordwerte. 

Personen auf der Autobahn im Stau auf der Autobahn A2 zwischen Erstfeld und Goeschenen, aufgenommen am Freitag 10. Juli 2015. Der Ferienreiseverkehr auf der Gotthardautobahn zwischen Erstfeld und Goeschenen ist wegen eines Pannenfahrzeuges stillgestanden und erreicht eine Staulaenge bis zu 10 Kilometern Laenge. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

People camp next to their cars due to traffic jam at the motorway A2 between Erstfeld and Goeschen leading toward the Gotthard tunnel, Friday, 10 July 2015. Holiday traffic direction south was blocked and caused traffic jam of about 10 kilometers. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Stau vor dem Gotthard am 10. Juli: Wenigstens kann man hier kurz Sünnelen gehen.  Bild: KEYSTONE

Deutlich weniger Stau als noch 2012 gab es dafür auf der Umfahrung Lausanne mit 1,2 Stunden pro Tag und Richtung. Baustellen sind auf dem Autobahn-Netz nur für einen geringen Teil der Staustunden verantwortlich, und ihr Anteil nimmt ab. 

SVP-Transportunternehmer Ulrich Giezendanner lobt das Bundesamt für Strassen (Astra) für seine effiziente Arbeitsweise: Natürlich habe es viele Baustellen, doch diese seien nötig, da die Strassen in einem schlechten Zustand seien, sagt er der Zeitung. 

Sind die Schweizer Strassen in einem schlechten Zustand?

Zunehmender Bedarf für Unterhalts- und Ausbauarbeiten

«Während früher Baustellen deutlich länger die Fahrspuren blockierten, geht es heute zügiger voran.» Das liege daran, dass vermehrt in der Nacht und auf kürzeren Abschnitten gearbeitet werde. «Dadurch kann der Verkehr besser fliessen.» Mache das Astra so weiter, habe die Schweiz eine «akzeptable Situation». 

«Im Vergleich zu früher wird heute Wert auf eine effiziente Arbeitsweise gelegt», sagt auch Stephan Müller vom TCS. Dies liege daran, dass konsequent eine vierstreifige Verkehrsführung zum Zug komme und der Zweischichtbetrieb die Regel sei. Weil die Strassen immer älter werden und der Verkehr weiter zunimmt, werde es in Zukunft aber mehr Baustellen geben, sagt Astra-Sprecher Thomas Rohrbach: «Der Bedarf für Unterhalts- und Ausbauarbeiten wird weiter zunehmen». (dwi)

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