Schweiz
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Umfrage für die Wahlen 2015

Wahlbarometer: Die SVP stürzt ab – Burkhalter bricht Beliebtheits-Rekord



Wäre in der Schweiz in der vergangenen Woche gewählt worden, hätte die SVP gegenüber den Wahlen 2011 die stärksten Verluste hinnehmen müssen. Die übrigen Parteien wären praktisch gleich stark geblieben oder hätten leicht zugelegt, wie eine Umfrage zeigt.

23,8 Prozent der Wählerinnen und Wähler würden derzeit für die SVP wählen, wie aus der Umfrage hervorgeht, welche die SonntagsZeitung und «Le Matin Dimanche» beim Institut Léger Schweiz (ehemals Isopublic) in Auftrag gegeben haben. 2011 hatte die Volkspartei einen Wähleranteil von 26,6 Prozent erzielt.

SVP-Parteipraesident Toni Brunner referiert anlaesslich der Delegiertenversammlung der SVP, am Samstag, 23. August 2014, in Unteraegeri. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Toni Brunner: Geht seine Partei als Verliererin aus den Wahlen im kommenden Jahr hervor? Bild: KEYSTONE

Die Umfrage sieht die SVP indes nach wie vor unangefochten als wählerstärkste Partei. Die SP legt rund einen Prozentpunkt auf 19,8 Prozent zu (2011: 18,7), die FDP erreicht 15,7 Prozent (15,1) und die CVP kommt auf 12,4 Prozent (12,3).

Eng beieinander liegen die kleineren Parteien. Für die Grünen sprachen sich in der Umfrage 8,2 Prozent aus (2011: 8,4). Den grössten Sprung nach vorne machten Grünliberale und BDP: Die GLP erreichte 7,4 Prozent, die BDP 7,2 Prozent. Bei den letzten Wahlen vereinten die beiden Parteien je 5,4 Prozent der Stimmen auf sich.

Betrachtet man die politischen Lager, ergibt sich aus der Umfrage eine leichte Stärkung für die Mitte sowie für die Linke, während die Rechte geringfügig verliert. Verglichen mit der letzten Léger-Befragung im vergangenen März zeigt die SVP einen Abwärtstrend. Alle anderen Parteien verbesserten sich leicht.

CVP-Parteipraesident Christoph Darbellay (VS) und FDP-Parteipraesident Philipp Mueller (AG), von links, befassen sich unter anderem mit dem Voranschlag 2015 am Dienstag, 25. November 2014, im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Christophe Darbellay, Präsident der CVP und FDP-Parteipräsident Philipp Müller sind die Köpfe der stabilen Mitte in der Schweiz.  Bild: KEYSTONE

Burkhalter bricht Rekord

In der Umfrage fragte das Befragungsinstitut auch danach, ob bestimmte Politiker eine wichtige Rolle spielen sollen. Dabei lagen die Westschweizer Bundesräte an der Spitze. Der abtretende Bundespräsident Didier Burkhalter (FDP) erreichte 87 Prozent Ja-Antworten, laut den Zeitungen ist das der höchste jemals im Politbarometer registrierte Wert.

Bundespraesident Didier Burkhalter zieht waehrend einer Medienkonferenz eine Bilanz ueber das Praesidialjahr 2014 und den OSZE-Vorsitz 2014, am Dienstag, 16. Dezember 2014 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Didier Burkhalter ist momentan omnipräsent und äusserst beliebt.  Bild: KEYSTONE

Auf Burkhalter folgen SP-Bundesrat Alain Berset (78 Prozent), Doris Leuthard (CVP, 76 Prozent), Simonetta Sommaruga (SP, 75 Prozent) und Eveline Widmer-Schlumpf (BDP, 68 Prozent). Auf Rang 6 klassiert sich CVP-Präsident Christophe Darbellay (57 Prozent) als erster Nicht-Bundesrat, gefolgt von Christian Levrat (52 Prozent).

Weniger als die Hälfte der Befragten wünschten sich für die Bundesräte Johann Schneider-Ammann (47 Prozent) und Ueli Maurer (42 Prozent) eine wichtige Rolle. Auf 20 Prozent der Befragten brachte es SVP-Vizepräsident Christoph Blocher.

Für die Umfrage befragte Léger zwischen dem 5. und 16. Dezember insgesamt 1004 Stimmberechtigte in der Deutschschweiz und der Romandie. Der statistische Unschärfebereich wird nicht genannt. (feb/sda)

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • karl_e 21.12.2014 14:24
    Highlight Highlight Lasst uns hoffen, dass dieses Barometer richtige Werte anzeigt!
  • Lumpirr01 21.12.2014 12:07
    Highlight Highlight Achtung: Bei diesen Befragungen wird nie zu 100% die ganze Wahrheit gesagt. Gewisse Leute wollen sich nicht outen und wollen nicht kundtun, dass sie SVP wählen werden! Und zudem gilt immer noch das alte Sprichwort: "Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast"
    • Angelo C. 21.12.2014 12:27
      Highlight Highlight Absolut richtige Erkenntnis! Wie oft sahen wir in der jüngsten Vergangengeheit, welchen Irrtümern Longchamps und andere Meinungsbefrager aufgesessen sind. Und wie politisch delikater (die Hose öffentlich runterzulassen) eine Umfragsthematik ist, umso mehr schweigen oder lügen viele Befragte ganz bewusst. Gründe mit, wieso auf solchen wenig aussagenden Schrott verzichtet werden könnte.
  • Lowend 21.12.2014 11:44
    Highlight Highlight Ich hoffe, dass jene Polit-Sekte, die gegen die Menschenrechte hetzt, die die Schweiz in eine Diktatur des Volkes umbauen will, die ausländische Arbeitskräfte entrechten und eine Zweiklassenjustiz einführen will, die selbst gegen die Schwächsten der Gesellschaft hetzt, weil sie genau weiss, dass die keine Lobby haben, während sie die Reichen mit Geschenken belohnt, die die Gefängnisse überfüllen möchte, ohne für die Gefangenen zu sorgen und die am liebsten die Lynchjustiz des Pöbels oder ihrer Parteipresse einführen möchte, bei den nächsten Wahlen am besten mit minus 25% abgestraft wird!
  • Oberon 21.12.2014 11:37
    Highlight Highlight So lange die Probleme der Bürger nicht aktiv angegangen werden sind alle Parteien im Moment umbrauchbar.

    Die Grabenkämpfe machen konstruktive Planung für eine zukunftsorientierte Schweiz immer schwerer.

    Wir haben in der Schweiz selber soviel Themen die neu geregelt werden müssen und ich erspare das aufzählen der Baustellen.



  • Die Super-Schweizer 21.12.2014 11:36
    Highlight Highlight Wunderbar...
    Benutzer Bild
  • Angelo C. 21.12.2014 10:52
    Highlight Highlight Wann ENDLICH wird man uns von diesem Käse mehrheitlich unzutreffender "Meinungsumfragen" verschonen, wann wird man aufhören, grosse Beträge in NICHTSAUSSAGENDE Erhebungen zu investieren, die sich dann schlussendlich - wie bei der MEI - und anderen netten Gelegenheiten, selbst ab absurdum führen?
    • Oberon 21.12.2014 11:40
      Highlight Highlight Man sollte Meinungsumfragen auch nicht überbewerten. Es sind schlussendlich nur Schätzungen.
    • saukaibli 21.12.2014 12:01
      Highlight Highlight Es steht dir frei solche Berichte nicht zu lesen.
  • Nicoscore 21.12.2014 08:50
    Highlight Highlight Mit der MEI hat die SVP zwar eines ihrer Ziele erreicht, doch ihre Haltung gegenüber der EU und den Bilateralen hat ihrer Popularität eher geschadet. Nachdem die Prognosen für die nächsten Wahlen für die SVP negative Zahlen aufweisten, begann diese plötzlich, sich lösungsorientiert und offen zu zeigen. Der harte und radikalere Kurs kam bei vielen Wählern nicht an. Die frohen Weihnachtswünsche, die die SVP in der Region Toggenburg auf Plakaten verbreitet, sehe ich deshalb nur als Massnahme zur Schadensbegrenzung an.
    • Sigmund Freud 21.12.2014 09:28
      Highlight Highlight Ich finde diese Plakate grauenhaft. Ich glaube ich reisse da mal ein paar runter.

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