Schweiz
Solothurn

Solothurn: Mutmasslicher Brandstifter verhaftet

Mutmasslicher Feuerteufel von Solothurn ist selbst Feuerwehrmann – 24-Jähriger verhaftet

26.02.2026, 10:5926.02.2026, 11:45

In den vergangenen Monaten brannte es achtmal in den Gemeinden Langendorf und Bellach im Kanton Solothurn. Die Polizei ging von Brandstiftung aus. Mitte Januar verhafteten diese einen Verdächtigen, den 24-jährigen Jan G.

Autobrand Langendorf SO
Einer der Autobrände im Langendorf, Solothurn.Bild: Kantonspolizei Solothurn

Der junge Mann ist, wie der «Blick» berichtet, in der jungen SVP aktiv und demonstrierte gemeinsam mit der rechtsextremen Gruppierung «Junge Tat». Auch soll er selbst bei der Feuerwehr engagiert gewesen sein.

Auf der Plattform Facebook soll sich Jan G. für ein friedlicheres und sauberes Solothurn eingesetzt haben. Er soll die Kriminalität des Kantons bemängelt und sich über Gewalt und Sachbeschädigungen aufgeregt haben. Gleichzeitig wird ihm nun unterstellt, Häuser in Brand gesetzt zu haben.

Insgesamt wurden eine Wohnung, zweimal ein Gebäude auf dem Delta-Areal, ein Toi-Toi und drei Autos in Brand gesetzt. Personen wurden dabei nicht verletzt. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Nachdem im Januar ein Holzschopf in Flammen aufgegangen war, nahm die Polizei den 24-Jährigen fest. Laut «Blick» habe sich der mutmassliche Brandstifter bei der Festnahme schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft hat gegenüber dem «Blick» bestätigt, dass der Beschuldigte seine Wohnung über den Balkon verlassen wollte, als die Polizei vor der Tür stand. Dabei stürzte er und verletzte sich.

Die Polizei brachte den mutmasslichen Feuerteufel ins Spital. Ob er sich immer noch in medizinischer Pflege befindet oder ins Gefängnis verlegt wurde, ist nicht bekannt. Von einem Haftrichter wurden vorläufig zwei Monate Untersuchungshaft für den jungen Mann angeordnet.

Ob und zu welchem Zeitpunkt ein Prozess gegen den Beschuldigten stattfinden wird, steht noch aus. In den Solothurner Gemeinden ist seit der Verhaftung des 24-jährigen jedoch wieder Ruhe eingekehrt. (nib)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Mann stirbt bei Brand in Gunzgen SO
1 / 7
Mann stirbt bei Brand in Gunzgen SO
Bei einem Brand in Gunzgen SO ist in der Nacht auf den 25. April 2023 ein Mann ums Leben gekommen. Die Hintergründe sind unklar.
quelle: kapo solothurn
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Ich bin dankbar für die zweite Chance zum Leben» – Brandopfer erzählt
Video: ch media
Das könnte dich auch noch interessieren:
Tierärzte bleiben auf Rechnungen für Wildtiere sitzen – das soll sich ändern
Gerade im Herbst kommt es immer wieder zu Wildtierunfällen. Verletzte Tiere werden oft in Tierarztpraxen abgegeben. Doch die Kosten für die Behandlung müssen sie oft ebenfalls übernehmen. Nun soll der Staat einspringen.
Wildtiere haben sich auch in urbane Gebiete vorgewagt. In Gärten leben Igel, Vögel, Füchse schauen vorbei oder Dachse spazieren durch die Strassen. Gerade in der aktuellen Jahreszeit warnen Tierschutzorganisationen vor Wildunfällen. Wer einen verletzten Igel oder Vogel findet, wendet sich meist an eine Tierarztpraxis. Doch mit den Kosten wollen nicht alle etwas zu tun haben. Deshalb bleiben viele Tierärztinnen und Tierärzte auf den Rechnungen sitzen, wie SRF berichtet.
Zur Story