Mutmasslicher Feuerteufel von Solothurn ist selbst Feuerwehrmann – 24-Jähriger verhaftet
In den vergangenen Monaten brannte es achtmal in den Gemeinden Langendorf und Bellach im Kanton Solothurn. Die Polizei ging von Brandstiftung aus. Mitte Januar verhafteten diese einen Verdächtigen, den 24-jährigen Jan G.
Der junge Mann ist, wie der «Blick» berichtet, in der jungen SVP aktiv und demonstrierte gemeinsam mit der rechtsextremen Gruppierung «Junge Tat». Auch soll er selbst bei der Feuerwehr engagiert gewesen sein.
Auf der Plattform Facebook soll sich Jan G. für ein friedlicheres und sauberes Solothurn eingesetzt haben. Er soll die Kriminalität des Kantons bemängelt und sich über Gewalt und Sachbeschädigungen aufgeregt haben. Gleichzeitig wird ihm nun unterstellt, Häuser in Brand gesetzt zu haben.
Insgesamt wurden eine Wohnung, zweimal ein Gebäude auf dem Delta-Areal, ein Toi-Toi und drei Autos in Brand gesetzt. Personen wurden dabei nicht verletzt. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
Nachdem im Januar ein Holzschopf in Flammen aufgegangen war, nahm die Polizei den 24-Jährigen fest. Laut «Blick» habe sich der mutmassliche Brandstifter bei der Festnahme schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft hat gegenüber dem «Blick» bestätigt, dass der Beschuldigte seine Wohnung über den Balkon verlassen wollte, als die Polizei vor der Tür stand. Dabei stürzte er und verletzte sich.
Die Polizei brachte den mutmasslichen Feuerteufel ins Spital. Ob er sich immer noch in medizinischer Pflege befindet oder ins Gefängnis verlegt wurde, ist nicht bekannt. Von einem Haftrichter wurden vorläufig zwei Monate Untersuchungshaft für den jungen Mann angeordnet.
Ob und zu welchem Zeitpunkt ein Prozess gegen den Beschuldigten stattfinden wird, steht noch aus. In den Solothurner Gemeinden ist seit der Verhaftung des 24-jährigen jedoch wieder Ruhe eingekehrt. (nib)
