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Wahlsieger Toni Brunner: «Ein Bevölkerungs-Wachstum von gegen 100'000 Menschen pro Jahr verkraftet dieses Land nicht»



Die Hochrechnungen lassen den Schluss zu, dass die bürgerlichen Parteien als Sieger aus dieser Wahl hervorgehen. Diese vier Punkte äussert SVP-Präsident Toni Brunner im Interview mit dem SRF:

1. Migration

«Die Völkerwanderung Richtung Europa beschäftigt die Leute. Wir haben eine ungelöste Asylproblematik. Es wird nicht mehr unterschieden zwischen echten Flüchtlingen, Wirtschafts- und Sozialmigranten.»

2. Bilaterale

«Der Bundesrat verhandelt momentan über ein Rahmenabkommen mit der EU. Da werden ganz wichtige Grundsäulen unseres Staates in Frage gestellt, zum Beispiel die Selbstbestimmung und die Unabhängigkeit.»

3. Sicherung der AHV

«Es steht eine grosse sozialpolitische Reform an, dabei geht es mir nicht um den Ausbau der Renten sondern um die Sicherung der AHV.»

4. Energiepolitik

«Wir möchten, dass sich das Schweizer Volk dazu äussern kann, was es in der Energiepolitik will. Wir wollen vor allem eine kostengünstige und genügende Stromversorgung für unser Land.»

Ausserdem fordert Brunner erneut, dass der SVP ein zweiter Bundesratssitz zugestanden wird: «Ich fordere mit Nachdruck, dass die drei grössten Parteien je zwei Bundesräte stellen und die Viertgrösste einen.»

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Toni Brunner im Interview.
YouTube/Maurice Thiriet

Philipp Müller: Migrationsbeschränkung Ja, Abbruch der Beziehungen zur EU Nein

Auch die FDP gilt als grosser Sieger der Wahlen 2015. Parteipräsident Philipp Müller sieht ebenfalls die Migration und die bilateralen Verträge mit der EU als Hauptthemen für die nächste Periode: «Ein Bevölkerungswachstum von gegen 100'000 Menschen pro Jahr verkraftet dieses Land nicht. Wir haben aber andere Rezepte dafür, als die SVP», so Müller im SRF-Interview.

Komplett unterschiedlicher Meinung sind sich die beiden Parteien in der Frage zur Beziehung mit der EU: «Wir wollen die bilateralen Verträge erhalten, es ist für uns undenkbar, dass wir mit den 500 Millionen Menschen um uns herum, den Bewohnerinnen und Bewohner der Europäischen Union, im Streit liegen. Wir wollen geregelte Verhältnisse», so Müller. (lhr)

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