Schweiz
Migration

Die SVP ist mit dem Bundesrats-Vorschlag zur Zuwanderung nicht zufrieden

Die SVP ist mit dem Bundesrats-Vorschlag zur Zuwanderung nicht zufrieden

26.05.2015, 11:4426.05.2015, 13:42
Kritik am Umsetzungsvorschlag des Bundesrats: SVP-Präsident Toni Brunner und Fraktionschef Adrian Amstutz an der Medienkonferenz in Bern am Dienstag.  
Kritik am Umsetzungsvorschlag des Bundesrats: SVP-Präsident Toni Brunner und Fraktionschef Adrian Amstutz an der Medienkonferenz in Bern am Dienstag. Bild: RUBEN SPRICH/REUTERS

Die SVP beurteilt die Vorschläge des Bundesrats zur Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative als ungenügend. Eine Steuerung und Senkung der Zuwanderung sei damit nicht möglich, kritisiert die Partei. Die Regierung missachte damit den Volkswillen.

SVP

Die SVP lehnt es vor allem ab, dass die Zuwanderung aus Europa nur mit Zustimmung der EU begrenzt werden soll. Damit werde der EU ein Vetorecht betreffend der Schweizer Gesetzgebung eingeräumt, kritisierten Spitzenvertreter der SVP am Dienstag vor den Bundeshausmedien.

Im Vernehmlassungsentwurf hatte der Bundesrat vorgeschlagen, die Masseneinwanderungs-Initiative mit Kontingenten und einem Inländervorrang umzusetzen. Gegenüber EU-Bürgern sollen diese Regeln aber nur gelten, wenn sich die Schweiz über die Änderung des Freizügigkeitsabkommens einigen kann.

Drei Viertel der Zuwanderer stammten aus der EU, hält die SVP in einer Medienmitteilung fest. Diese fielen ebenfalls unter die neue Verfassungsbestimmung. Ein Unterschied zwischen Ausländern aus der EU und aus Drittländern sei darin nicht vorgesehen. Auch klammere der Bundesrat zentrale Elemente einer wirkungsvollen Steuerung aus, nämlich die Beschränkung des Familiennachzugs und der Sozialhilfe.

Die SVP hält daher an ihrem eigenen Umsetzungskonzept fest, das sich an der bis 2002 geltenden Kontingentspolitik der Schweiz orientiert. Insbesondere sollen die Kontingente auch den Familiennachzug abdecken. Konkrete Zahlen nannte die SVP auch in den am Dienstag ausgehändigten Medienunterlagen nicht. Sie hielt aber fest, dass 80'000 zusätzliche Zuwanderer untragbar seien. (wst/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
So gut geht es den Schweizer Bergbahnen – eine Region und Höhenlage schwingt obenaus
Nach der starken Sommersaison zahlt sich auch der goldene Herbst für die Schweizer Bergbahnen aus. Die Ersteintritte legen deutlich zu. Insbesondere das Berner Oberland und Anlagen auf typischen Wandergebieten zwischen 1000 und 2000 Metern sind sehr gefragt.
Die Schweizer Bergbahnen blicken auf eine erfolgreiche Sommersaison. Von Mai bis Ende September stiegen die Ersteintritte schweizweit gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent. Gegenüber dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre beträgt das Plus 28 Prozent.
Zur Story