Die SVP beabsichtigt nach den schlechten Wahlresultaten in drei Kantonen, nicht viel zu ändern. Parteipräsident Albert Rösti sieht allenfalls Handlungsbedarf in der Kommunikation.
Das Lachen ist ihm nicht vergangen: Albert Rösti. Bild: KEYSTONE
In einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Dienstag sagte er, man müsse den Wählern genauer erklären, was ein Rahmenabkommen mit der EU oder die Klimapolitik nach Vorstellung der Grünen für den Einzelnen bedeute. Dies sei bisher zu wenig geschehen, betonte er. So müsse seine Partei den Wählern besser aufzeigen, dass, wer auch in Zukunft eine freie und sichere Schweiz wolle, SVP wählen müsse.
An der inhaltlichen Ausrichtung der Partei wolle Rösti dagegen nichts ändern. Der Wahlkampf solle weiterhin vorwiegend mit den traditionellen SVP-Themen der EU-, Ausländer- und Steuerpolitik erfolgen. Dies sei auch keine Versteifung auf die immergleichen Punkte, verteidigte Rösti das Konzept.
Die SVP will auf ihre traditionellen Themen setzen. Bild: KEYSTONE
Von der Klima-Thematik, mit welcher andere Parteien bei den Wählern punkten konnten, will der SVP-Parteipräsident indes nichts wissen. «Wir sind eine Partei, die sich nicht nach den momentanen Wählerbefindlichkeiten ausrichtet, sondern danach, was wir für die Schweiz als richtig erachten», sagte er gegenüber der «NZZ». (sda)
SP-Präsident Christian Levrat will in den jüngsten Resultaten bei den kantonalen Wahlen eine historische Wende erkennen. Dies sagte er in einem Interview mit dem «Blick» vom Dienstag.
Früher hätten die Grünen auf Kosten der SP zugelegt und umgekehrt – nunmehr gewinne «das links-grüne Lager gemeinsam auf Kosten der Bürgerlichen». Allerdings sagt Levrat den Grünliberalen den Kampf an. Schliesslich positioniere sich die GLP teil sogar noch rechts von der FDP.
«Es ist klar, um soziale Fortschritte zu erreichen, müssen wir die rechte Mehrheit aus SVP, FDP und der GLP im Nationalrat brechen», betonte Levrat. Dazu brauche es mindestens acht Sitze vom rechten ins linke Lager, weshalb der SP-Präsident weiterhin die 20-Prozent-Hürde knacken möchte. (sda)
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis! Während Tausende auf den Strassen für mehr Klimaschutz demonstrieren, spricht SVP-Präsident Albert Rösti von «Panikmache». Die Diskussion rund um Umweltproblematik hat im Wahljahr aber an Fahrt zugenommen. Ist es nun Zeit für die SVP, die Taktik zu ändern?
Würden die Nationalrats- und Ständeratswahlen im Februar stattfinden, stünde das Hauptthema fest. Die Diskussion um den Umweltschutz beherrscht zur Zeit die Schlagzeilen. Fast wöchentlich gehen mehrere Tausend Menschen für mehr Klimaschutz auf die Strassen.
Schlechte Vorzeichen für die Schweizer Volkspartei, die sich in Sachen Umweltpolitik bisher nicht hervorgetan hat. Manche Exponenten der SVP arbeiten hier sozusagen sogar in die entgegengesetzte Richtung.
Claudio Zanetti leugnet den …
