Schweiz
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RAF, Rote Brigaden, PLO, FARC: Das ist die brisante Terroristen-Liste des 1. Mai-Fests in Zürich – und sie wächst weiter



Der Revolutionäre Aufbau hat für den 1. Mai 2015 zwei verurteilte Terroristen nach Zürich geladen, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet:

Inge Viett (71), ehemaliges Mitglied der Rote Armee Fraktion (RAF), schoss 1981 einen Polizisten an, der seither gelähmt ist. Für dieses Verbrechen wurde sie 1992 zu 13 Jahren Haft verurteilt, von denen die aber nur fünf absitzen musste.

Inge Viett, Terroristin, Fahndungsfoto von 1979. Polizeihandout. (KEYSTONE/AP/Handout)

Inge Viett in einem Fahndungsfoto von 1979. Bild: AP

Alfredo Davanzo (57), ehemaliges Mitglied der italienischen Roten Brigaden, der 2007 verhaftet und wegen der Planung von Terroranschlägen für sieben Jahre hinter Gitter wanderte. Er kam erst 2014 frei.

An undated photo showing Alfredo Davanzo, 50, the ideologist of the 15 people arrested in the anti-terrorism operation 'Tramonto' (Sunset) on Monday, 12 February 2007. Police arrested 15 suspected leftist radicals on Monday during a sweep in northern Italy that the government said had probably averted the first attack in years by an offshoot of the Red Brigades guerrilla movement.  EPA/POLICE HANDOUT

Alfredo Davanzo in einer undatierten Aufnahme Bild: EPA

Der Kreis illustrer Gewaltverherrlicher, die am 1. Mai in Zürich gastierten, umfasst des weiteren:

Leila Khaled (71) von der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) und ehemalige Flugzeugentführerin hielt am 1. Mai 2001 in Zürich eine Rede. Flugzeuge entführt sie keine mehr, aber verurteilt den IS als eine «zionistische, amerikanische Organisation».

Leila Khaled from the Palestinian Liberation Movement, speaks as guest of honour to the participants of the 1st May cortege in Zurich, Switzerland, on Tuesday, May 1, 2001.  (KEYSTONE/Walter Bieri)

Leila Khaled 2001 in Zürich. Bild: KEYSTONE

Benito Mussolini († 1945) sprach am 1. Mai 1923 in Zürich. Der damals 30-Jährige war Chefredaktor der sozialistischen Zeitschrift «Avanti!» aus Mailand. «Genosse Mussolino», wie das «Volksrecht» konsequent falsch schrieb, habe «begeisterten Beifall» erhalten. Der spätere faschistische Diktator hatte bereits von 1902 bis 1904 in der Schweiz gelebt.

Bild

bild: Staatsarchiv des Kantons Bern

Eingeladen aber an der Teilnahme gehindert wurden:

Ein ungenannter Sprecher der kolumbianischen Terrorgruppe Farc (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) hätte 2002 auftreten sollen: «Wir bedauern es, nicht mit euch vor Ort zusammen sein zu können. Wir müssen euch mitteilen, dass verschiedene Staaten in klarer Klassensolidarität mit jenem Kolumbiens und unter Druck der USA den Entscheid getroffen haben, unsere Bewegungsfreiheit zu behindern», hiess es damals in einem Schreiben an das 1. Mai-Komitee.

ARCHIV: Alfonso Cano, a Revolutionary Armed Forces of Colombia (FARC) commander who will head the Boliviarian Movement, a new clandestine political party for the rebels, attends a practice ceremony for the political party opening outside of San Vicente del Caguan in the FARC controlled zone of Colombia (Foto vom 28.04.00). Alfonso Cano begann seine FARC-Karriere als intellektueller Buecherwurm und stieg rasch zum Chef-Ideologen der linksgerichteten Rebellenorganisation auf. Nach dem Tod des Mitbegruenders und langjaehrigen Fuehrers Manuel Marulanda trat Cano, der mit buergerlichem Namen Guillermo León Sáenz Vargas hiess, 2008 dessen Nachfolge als Chef der Revolutionaeren Streitkraefte Kolumbiens an. (zu dapd-Text) Foto: Scott Dalton/AP/dapd

Farc-Kommandant Alfonso Cano in einer Aufnahme vom April 2000. Bild: AP

Isaac Velasco, Sprecher der peruanischen Guerillagruppe Movimiento Revolucionario Túpac Amaru (MRTA), hätte am 1. Mai 1997 in Zürich sprechen sollen. Die Fremdenpolizei genehmigte die Einreise allerdings nicht. Der MRTA hatte damals monatelang Geiseln in der in der japanischen Botschaft in Lima festgehalten. Bei der Befreiungsaktion Ende April 1997 starben 14 Rebellen und eine Geisel.

Bild

bild via 1mai.ch

(kri)

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • War mal stolz 21.05.2015 14:00
    Highlight Highlight Liebe Linke
    Will nich euer guten glauben zerstören aber falls ihr nicht zum Islam konvertieren wollt seid ihr trotzdem ungläubige die getötet werden müssen. Die werden sich auch nicht ändern wenn ihr lieb zu ihnen seid...
    Bitte erst mal bisschen besser über das Ziele des IS informieren.
  • Joey Madulaina 25.04.2015 09:01
    Highlight Highlight Es ist der revolutionäre Aufbau, wen wunderts? Irgendwelche gewaltverherrlichenden Leute, die das Gefühl haben, sie seien links. Dabei mögen die Linken sie nicht einmal, da sie der Bewegung nur schaden...
    • AdiB 01.05.2015 10:43
      Highlight Highlight ein tipp: sie sollten sich mal damit befassen für was diese menschen einstanden. eine welt ohne grenzen, gleiches recht für alle, gegen die lobby, es sollte keiner hungern und jeder hat ein dach übern kopf. was ist bitteschön schlecht daran?
    • Buebi 01.05.2015 15:00
      Highlight Highlight Ach wie schön. Blasen wir uns alle ein wenig in die Luft, entführen ein Paar Flugzeuge und Schiessen auf Menschen. Damit hat dann jeder ein Dach überm Kopf, die Lobbyisten sind besiegt, die Grenzen passé, jeder die selben Rechte und keiner muss mehr Hungern...

      Öhm... Nein!
    • Joey Madulaina 01.05.2015 16:04
      Highlight Highlight AdiB: Ich stehe auch dafür ein und mache das friedlich. Wenn wir für eine bessere, gerechtere Welt kämpfen können wir nicht einfach so iwelche Leute angreifen oder Städte demolieren... Das ist kontrapruduktiv
    Weitere Antworten anzeigen
  • karl_e 22.04.2015 15:36
    Highlight Highlight Was soll's? Die offizielle Schweiz und die Wirtschaft hofieren bedenkenlos irgendwelche Schurken, wenn sie reichlich Geld mitbringen oder wenn sich sonstwie mit ihnen viel verdienen lässt. Gegenüber solchen Kalibern sind die zitierten "Linken" trotz ihrer Verbrechen die reinsten Chorknaben.
    Es waren auch nicht die bösen Linken, die damals mit dem boykottierten Südafrika herzliche Beziehungen aufrecht erhielten, sondern ehrliche Banker, Manager und sogar ein namhafter vaterländischer Politiker, dessen Name mir grad entfallen ist.
  • stadtzuercher 22.04.2015 14:55
    Highlight Highlight Die Loser-Terroristen gehen an den 1.Mai-Umzug, die erfolgreichen milliardenschweren Diktatoren ins Bundeshaus und an den Paradeplatz zu Besuch.
  • Spit 22.04.2015 14:37
    Highlight Highlight Vielleicht etwas fragwürdige Gästeliste..Doch wie sieht es aus mit offiziellen Staatsempfängen? Da gab es in der Schweiz bereits Gäste, an deren Händen direkt oder indirekt einiges mehr an Blut klebt. Nur so als Input..
    • Kian 22.04.2015 16:26
      Highlight Highlight Wer zum Beispiel?
    • Sunking_Randy_XIV. 22.04.2015 17:48
      Highlight Highlight @ Kian: Hier mal eine kleine Auswahl an zwielichtigen, ebenso gewaltbefürwortenden Gestalten, die sich entweder offiziell in der Schweiz aufhielten oder die geduldet wurden:
      - Haile Selassie (1954)
      - Schah von Persien und die Kaiserin (sehr oft)
      - Pieter Willem Botha (1988)
      - Mobutu Sese Seko (1996)
      Zudem ist auch die Liste der Schweizer Geschäftspartner und Personen, die dem Bankenplatz ihr Vertrauen schenkten, nicht gerade strahlend weiss; das Apartheid-Regime, der Marcos-Clan und, wie ja jüngst bekannt wurde, der Abacha-Clan, etc. etc.
  • Angelo C. 22.04.2015 14:01
    Highlight Highlight Einfach unglaublich, was die Linken sich da so alles leisten :-(! Top-Terroristen und andere Kriminelle ihres Credos zu 1. Mai-Feiern einladen, Mörderinnen wir die Flugzeugentführerin Leila Khaled, jetzt die RAF-Killerin Inge Viett, vor Jahrzehnten gar Benito Mussolini, tztz! Etwa dasselbe, wie wenn die SVP Anders Breivik an die Albisgüetlitagung einladen würde - einfach unfassbar. Und die Anhänger exakt dieser hehren Partei, die hier stets die Bürgerlichen, allen voran die SVP, gängeln und "auf den richtigen Weg weisen wollen", wagen es doch tatsächlich, sich solchen Gestörtheiten hinzugeben und sowas auch noch als normal, nützlich und gesellschaftsfähig zu apostrophierem....
    • ch 22.04.2015 16:04
      Highlight Highlight Hier geht es um den "Revolutionären Aufbau", nicht um eine demokratische Partei. Der Vergleich mit der SVP macht daher keinen Sinn. Das Pendant auf rechter Seite wären eher Nazis.
  • Bowell 22.04.2015 13:18
    Highlight Highlight Am liebsten würde ich ja laut rauslachen, aber wenn ich an die Strafregister der "Genossen" denke, bleibt mit das Lachen im Halse stecken.
  • Monachus 22.04.2015 12:45
    Highlight Highlight Gut, da verstehe ich Wolffs Absage an die Jungschnösel, äh, - FDP. Wenn die beiden Ex-Terroristen den liberalen Klassenfeind sähen, würden die beiden wohl überbeissen und mit Mollies um sich schmeissen.

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