Schweiz
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Darf man 164 Menschen töten, um 70'000 zu retten?

Soll man ein von Terroristen entführtes Flugzeug abschiessen dürfen oder nicht? Wenn ja, was sind die rechtlichen Konsequenzen? Diese heiklen ethischen Fragen thematisiert heute Abend der Spielfilm «Terror – Ihr Urteil». Das Besondere daran: Die Zuschauer können über das Ende der Geschichte entscheiden. 



Stell dir vor, du müsstest dich zwischen zwei Handlungen A und B entscheiden. Beide Handlungen sind richtig, und beide müssten aus einem moralischen Standpunkt befolgt werden. Das Problem dabei: Beide können nicht gleichzeitig befolgt werden. Wie auch immer du dich entscheidest, du entscheidest dich falsch.

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Soll man ein von Terroristen entführtes Flugzeug abschiessen dürfen? Wir haben Passantinnen und Passanten vor heikle moralische Entscheidungen gestellt. bild: screenshot/watson

Das ist das ethische Dilemma.

In der Politikwissenschaft, in der Philosophie und in der Rechtswissenschaft tauchen immer wieder Fragen über richtiges und falsches Verhalten auf. Viele lassen sich nicht einfach beantworten, und einige stellen uns vor erhebliche Schwierigkeiten, weil sie gängige Moralvorstellungen unterlaufen.

Der Film «Terror – Ihr Urteil» versucht, in Zeiten des Terrorismus und der allgegenwärtigen Frage nach Sicherheit eine Antwort zu geben. Der Zuschauer wird dabei in die Rolle des Richters versetzt, indem seine Meinung darüber entscheidet, wie der Film ausgeht: Entweder wird der Kampfpilot, der das Passagierflugzeug abgeschossen hat, schuldig gesprochen und als Mörder verurteilt, oder er kommt frei – und wird als Held gefeiert. 

Vorschau: «Terror – Ihr Urteil»

Wir haben im Vorfeld der Ausstrahlung des SRF-Films «Terror – Ihr Urteil» Leute auf der Strasse gefragt, wie sie sich als Richter angesichts der extrem verzwickten Situation verhalten würden. 

Das sind ihre Antworten:

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Video: watson.ch

Und jetzt du!

Der Flugzeugabschuss

Umfrage

Ein Terrorist droht damit, ein Passagierflugzeug auf ein Fussballstadion abstürzen zu lassen. Daraufhin entscheidet sich ein Kampfpilot gegen den Befehl seines Vorgesetzten dafür, das Flugzeug abzuschiessen. Dabei kommen alle Passagiere ums Leben. Ist der Kampfpilot schuldig zu sprechen?

  • Abstimmen

7,116 Votes zu: Ein Terrorist droht damit, ein Passagierflugzeug auf ein Fussballstadion abstürzen zu lassen. Daraufhin entscheidet sich ein Kampfpilot gegen den Befehl seines Vorgesetzten dafür, das Flugzeug abzuschiessen. Dabei kommen alle Passagiere ums Leben. Ist der Kampfpilot schuldig zu sprechen?

  • 65%Nein, er hat mit seiner Aktion 70'000 Menschen das Leben gerettet und sich damit für ein höheres Gut entschieden.
  • 35%Ja, er hat 164 unschuldige Menschen umgebracht. Da Menschenleben nicht gegeneinander abgewogen werden dürfen, ist er schuldig zu sprechen.

Das Trolley-Problem

Umfrage

Ein Tram ist ausser Kontrolle geraten und droht fünf Personen zu überrollen. Eine aufmerksame Person stellt eine Weiche um und kann so das Tram auf ein anderes Geleise umleiten. Dort befindet sich aber ein Gleisarbeiter, der zu Tode kommt. Ist die Person, die die Weiche umstellt, schuldig?

  • Abstimmen

5,905 Votes zu: Ein Tram ist ausser Kontrolle geraten und droht fünf Personen zu überrollen. Eine aufmerksame Person stellt eine Weiche um und kann so das Tram auf ein anderes Geleise umleiten. Dort befindet sich aber ein Gleisarbeiter, der zu Tode kommt. Ist die Person, die die Weiche umstellt, schuldig?

  • 42%Ja, eine Tötung bleibt eine Tötung, unabhängig davon, ob damit Leben gerettet werden können.
  • 58%Nein, zwar wird der Tod des Gleisarbeiters in Kauf genommen. Aber durch seinen Tod überleben fünf Menschen.

Das Fetter-Mann-Problem

Umfrage

Wiederum ist ein Tram ausser Kontrolle geraten und droht mit Höchstgeschwindigkeit in eine Menschenmenge zu fahren. Durch Herabstossen eines fetten Mannes von einer Brücke kann das Tram gestoppt werden. Ist die Person, die den Mann herabgestossen hat, zu bestrafen?

  • Abstimmen

5,493 Votes zu: Wiederum ist ein Tram ausser Kontrolle geraten und droht mit Höchstgeschwindigkeit in eine Menschenmenge zu fahren. Durch Herabstossen eines fetten Mannes von einer Brücke kann das Tram gestoppt werden. Ist die Person, die den Mann herabgestossen hat, zu bestrafen?

  • 30%Nein, der Tod des dicken Mannes muss zugunsten der grösseren Zahl an Menschen akzeptiert werden.
  • 70%Ja, das Leben des einzelnen Menschen ist immer und unter allen Umständen zu schützen.

Das Folterproblem

Umfrage

Ein Geheimdienstmitarbeiter foltert einen 16-jährigen Terroristen, der einen Anschlag geplant hat, bei dem Tausende Menschen sterben könnten. Nur durch Folter gelingt es, die notwendigen Informationen herauszubekommen, um den Anschlag zu verhindern. Ist der Geheimdienstmitarbeiter zu bestrafen?

  • Abstimmen

5,415 Votes zu: Ein Geheimdienstmitarbeiter foltert einen 16-jährigen Terroristen, der einen Anschlag geplant hat, bei dem Tausende Menschen sterben könnten. Nur durch Folter gelingt es, die notwendigen Informationen herauszubekommen, um den Anschlag zu verhindern. Ist der Geheimdienstmitarbeiter zu bestrafen?

  • 50%Nein, eine Extremsituation, bei der das Leben von so vielen Menschen gefährdet ist, erfordert extreme Massnahmen. Insofern ist die Folter hier gerechtfertigt.
  • 50%Ja, die Würde des Menschen verbietet Folter ganz grundsätzlich, unabhängig davon, ob damit gute Zwecke verfolgt werden.

Die selbstfahrenden Autos

Umfrage

Eine Mutter befindet sich mit ihren zwei Kindern in einem selbstfahrenden Auto, als plötzlich die Bremsen versagen. Das Auto rast auf einen Fussgängerstreifen zu – mit potenziell tödlichen Folgen für zwei ältere Passantinnen. Entweder das Auto prallt in die Fussgänger, oder es weicht in eine Betonwand aus und die beiden Kinder sterben.

  • Abstimmen

4,686 Votes zu: Eine Mutter befindet sich mit ihren zwei Kindern in einem selbstfahrenden Auto, als plötzlich die Bremsen versagen. Das Auto rast auf einen Fussgängerstreifen zu – mit potenziell tödlichen Folgen für zwei ältere Passantinnen. Entweder das Auto prallt in die Fussgänger, oder es weicht in eine Betonwand aus und die beiden Kinder sterben.

  • 67%Das Auto sollte nicht ausweichen, da der Tod der zwei älteren Fussgänger zwar tragisch ist, die Kinder aber eine längere Lebenszeit vor sich haben.
  • 33%Das Auto muss ausweichen. Die älteren Menschen können der jüngeren Generation unschätzbare Lebenserfahrung weitergeben.

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bild: screenshot/moralmachine

«Terror – Ihr Urteil» Heute, 21.40 Uhr, SRF zwei.

Im Anschluss findet eine «Arena»-Spezialsendung zum Thema statt – watson rezensiert die Sendung.

Wie sieht es aus mit historischem Wissen?

1.Wir fangen bei den alten Griechen an. Ruhe! Ja. Es muss sein. Ich weiss nämlich, dass ihr alle den Film «300» geschaut habt. Also sagt mir, in welchem Jahr der tapfere spartanische König Leonidas die Thermopylen gegen das übermächtige persische Heer unter König Xerxes I. verteidigt hat!
A wounded Leonidas (GERARD BUTLER) roars his defiance at the Persian invaders in Warner Bros. Pictures’, Legendary Pictures’ and Virtual Studios’ action drama “300,” distributed by Warner Bros. Pictures.PHOTOGRAPHS TO BE USED SOLELY FOR ADVERTISING, PROMOTION, PUBLICITY OR REVIEWS OF THIS SPECIFIC MOTION PICTURE AND TO REMAIN THE PROPERTY OF THE STUDIO. NOT FOR SALE OR REDISTRIBUTION
Ewig her.
240 v. Chr.
480 v. Chr.
350 n. Chr.
Da gab es Justin Bieber ja noch gar nicht.
Xerxes, der Trottel. Hat der nicht das Meer mit 300 Peitschenhieben bestraft, weil er so hässig war, dass ihm der Sturm seine Schiffsbrücke über die Dardanellen zerstört hat? Hybris! Aber Mist. Wann war das nochmal ...?!
2.Ab ins Römische Reich: Wann ist Caesar mit 23 Dolchstichen von Brutus, Cassius und den anderen hinterhältigen Senatoren um die Ecke gebracht worden?
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Da war doch was mit diesen vermaledeiten «Iden des März». Aber in welchem Jahr nur ...?!
Am 15. März 44 v. Chr.
Vor meiner Geburt. Und vor der von Justin Bieber.
Am 15. März 55 v. Chr.
Am 15. März 33 v. Chr.
Hört doch einfach auf mit euren doofen Schnapszahlen.
3.Wann wurde Karl der Grosse zum Kaiser des Fränkischen Reichs – dem bedeutendsten Nachfolgestaat des 476 untergegangenen Weströmischen Reiches – gekrönt?
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Irgendwann nach 476.
Warum ist Justin Bieber noch nicht gekrönt worden?
Im Jahr 600.
Im Jahr 700.
Im Jahr 800.
Man sagt, diese Krönung habe Karl gar nicht in den Kram gepasst. Papst Leo III. drückte ihm einfach die Kaiserkrone aufs Haupt. Aber ja, zu so was sagt man letztlich dann eben doch nicht nein. Äh, was war die Frage?
4.Wir schreiben das Jahr 1066. Welche wichtige Schlacht wurde in diesem Jahr ausgefochten?
Die Schlacht bei Hohenmölsen zwischen dem König Heinrich IV. und dem Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden. Heinrich verlor zwar die Schlacht, aber Rudolf seine Hand und dann sein Leben.
Die Schlacht bei Hohenmölsen zwischen dem König Heinrich IV. und dem Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden. Heinrich verlor zwar die Schlacht, aber Rudolf seine Hand und dann sein Leben.
Hohenmösen? Nie gehört.
Hohenmösen? Nie gehört.
Hohenmösen, hahaha. Trottel.
Hohenmösen, hahaha. Trottel.
Tapisserie de Bayeux - Scène 57 : La mort d'Harold
Es war die Schlacht von Hastings. Der englische König Harald II. kriegt von den französischen Normannen unter Wilhelm – dem späteren «Conqueror» und König von England – auf den Sack.
Weder noch. 1066 haben die Kreuzritter im Zuge des Ersten Kreuzzuges Jerusalem eingenommen.
Weder noch. 1066 haben die Kreuzritter im Zuge des Ersten Kreuzzuges Jerusalem eingenommen.
5.Jeanne d’Arc kämpfte im Hundertjährigen Krieg auf französischer Seite gegen die Engländer und Burgunder. Von wann bis wann fand dieser anglofranzösische Konflikt statt?
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Irgendwann im Mittelalter.
Von 1337 bis 1453.
Ich glaube, er hat hundert Jahre lang gedauert. Höchstwahrscheinlich hat ihn niemand von Anfang bis Ende miterlebt.
Von 1432 bis 1532.
Von 1470 bis 1574.
Jeanne D'Arc war Jungfrau.
6.Was geschah im Jahr 1492?
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Magellan umsegelte die Welt.
Kolumbus entdeckte Amerika.
Kann nicht auch mal rein gar nichts passiert sein?
Hernán Cortés zerstörte mit seinen spanischen Truppen Tenochtitlan, die Hauptstadt des aztekischen Reiches.
Ein Seher weissagte die Geburt von Justin Bieber in exakt 502 Jahren.
Mist. Frag doch, was im Jahr 1429 geschehen ist. Das ist nämlich der Wendepunkt im Hundertjährigen Krieg: Jeanne d'Arc schafft's, die englische Belagerung von Orléans zu durchbrechen und die Truppen der Engländer nach Norden zurückzuschlagen. Im Sommer wird dann Karl VII. in Reims zum König von Frankreich gekrönt.
7.Der Prager Fenstersturz löste den Dreissigjährigen Krieg aus: Dem Königreich Böhmen wurde per Majestätsbrief Religionsfreiheit zugesichert. Doch die Katholiken, denen das Land unterstand, unterdrückten die Protestanten dennoch. Alles Bitten beim Kaiser half nichts. Also zogen 200 Vertreter der protestantischen Stände zur Prager Burg und warfen drei königliche Statthalter aus einem 17 Meter tiefen Fenster in den Burggraben. Sie landeten einigermassen unbeschadet auf einem Müllhaufen und wurden daraufhin mit Schüssen davongejagt. Nur wann war das?
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Haha, man werfe sie nach altböhmischem gutem Brauch zum Fenster hinaus!
Im Jahr 1618.
Im Jahr 1718.
Im Jahr 1615.
Im Jahr 1715.
So ein Blödsinn ist NIE geschehen.
8.In welchem Jahr landeten der letzte König des Ancien Régime – Ludwig XVI. – und seine Frau Marie Antoinette auf dem Schafott?
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1788!
Weiss der Teufel, ich hab keine Lust mehr.
Mann kann wohl nicht einfach fragen, wann der Sturm auf die Bastille war, hä. Ich sag's jetzt zum Trotz: Am 14. Juli 1789.
1793!
1803!
1 nach Christus.
9.Die deutsche Reichsgründung fand im Vergleich zu anderen europäischen Staaten relativ spät statt. Wann?
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1933.
1752.
1848.
1871.
Da war doch was mit diesem Otto von Bismarck ...
Bevor es wahre Beliebers gab.
10.Wir befinden uns im Jahr 1905 in Russland. Genauer in St. Petersburg. Was geht da ab?
Ja was wohl! Oktoberrevolution! Die Bolschewiki errichten ihre Diktatur des Proletariats.
Ja was wohl! Oktoberrevolution! Die Bolschewiki errichten ihre Diktatur des Proletariats.
Nein, endlich wird dieser grausige Geistheiler und Wanderprediger Rasputin, der immer bei der Zarin rumgehangen ist, ermordet!
Nein, endlich wird dieser grausige Geistheiler und Wanderprediger Rasputin, der immer bei der Zarin rumgehangen ist, ermordet!
Ein Schachspiel wird ausgetragen. Und echte Menschen und Tiere spielten die Figuren!
Ein Schachspiel wird ausgetragen. Und echte Menschen und Tiere spielten die Figuren!
Noch kein Konzert von Justin Bieber.
Noch kein Konzert von Justin Bieber.
Der Blutsonntag! Arbeiter versammeln sich vor dem Winterpalast des Zaren, um gegen ihre lausigen Existenzgrundlagen zu demonstrieren. Doch die Soldaten schiessen einfach drauflos.
Der Blutsonntag! Arbeiter versammeln sich vor dem Winterpalast des Zaren, um gegen ihre lausigen Existenzgrundlagen zu demonstrieren. Doch die Soldaten schiessen einfach drauflos.
Pschschscht. Ich schlafe. (Mit offenem Mund. Und einem Blaustich im Gesicht.)
Pschschscht. Ich schlafe. (Mit offenem Mund. Und einem Blaustich im Gesicht.)
11.In welchem Jahr wurde der verhängnisvolle Versailler Vertrag ausgehandelt?
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1917.
1919.
... zzzzzz ... zzzzzz ...
Dieser Scheiss-Vertrag hat uns den Zweiten Weltkrieg eingebrockt!
1921.
Ich weiss ja nicht mal mehr, in welchem Jahr ich in den Chindsgi kam ...
12.Die Schlacht um Midway war für Japan das, was Stalingrad für die Deutschen bedeutete. Die Seeschlacht zwischen der Kaiserlich Japanischen Marine und der United States Navy gilt als Wendepunkt des Pazifikkrieges. In welchem Jahr fand sie statt?
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Und was bedeutete die Schlacht für Justin Bieber?
1917.
1942.
1940.
Ich find die Frage zu schwierig.
Ich google noch ...

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168Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Maikel 18.10.2016 19:34
    Highlight Highlight Die Idee der Sendung ist an Gedankenexperimente der Philosophie angelehnt – welche Entscheidung bzw. welches Handeln oder nicht Handeln ist (moralisch/ethisch) richtig? Ist ein Menschenleben weniger wert als zwei? Je nach Anschauung ist der Abschuss entweder falsch oder richtig. Oder es gibt in dieser Situation kein richtig und falsch. Ich wäre dankbar, nie in eine solche Situation kommen zu müssen – Rechtsstaat hin oder her.
  • Helas 18.10.2016 14:03
    Highlight Highlight Nur weil jemand damit droht, etwas zu tun, heisst das noch lange nicht, dass er dies dann auch tatsächlich versucht und dass es ihm technisch gelingt, das Flugzeug punktgenau zu steuern bzw. die Piloten dazu zu zwingen, so etwas zu tun. Im Gegenteil: Dass er droht (die Tat vorher ankündigt), zeigt, dass er stattdessen etwas anderes bezweckt, nämlich eine Gegenleistung für den Verzicht auf die Tat zu erpressen. Die 70'000 im Stadion wären eben NUR VIELLEICHT umgekommen, während der Abschuss MIT SICHERHEIT Todesopfer gekostet hätte. Wie sieht dann die Abwägung aus?
  • Ohniznachtisbett 18.10.2016 09:53
    Highlight Highlight Ich finde die Grundsatzfrage sehr spannend. Das Problem sehe ich in den Befindlichkeiten unserer Gesellschaft. Wir müssen akzeptieren, dass es sich bei Terror schlicht um einen kriegerischen Akt handelt. Terror bedeuted also Krieg und Krieg bedeutet leider immer auch Opfer. Eine freie Gesellschaft wird diese Opfer wohl leider erbringen müssen. Sie sind wohl leider der Preis der Freiheit. Da ist mir aber ein Pilot recht, der den Preis der Freiheit von 70'000 auf 200 "runterverhandelt". Ich würde auch dann schiessen, wenn meine Angehörigen drin sitzen, leider!
  • blaubar 18.10.2016 09:11
    Highlight Highlight Der Witz ist schlicht und einfach, dass wir eine solche Frage im Moment nicht entscheiden müssen. Auf der ganzen Welt gabs das noch nie und ich verstehe echt nicht, warum man sich über etwas den Kopf zerbrechen soll, was nicht real ist. Gibt es denn nicht genügend reale Probleme. Echte Zeitverschwendung.
    Wir könnten sonst auch noch diskutieren, was wir tun würden, wenn Neonazis in meinem Keller mit meiner Stichsäge eine Wasserleitung ansägen.
  • Digital Swiss 18.10.2016 07:55
    Highlight Highlight Ein Flugzeug mit 100 Kindergärtnern rast auf ein Untersuchungsgefängnis mit 1000 Innsasen zu. Was nun? Die Vergleiche sind für den A.....
    • Kyle C. 18.10.2016 08:40
      Highlight Highlight Klar sind viele der Vergleiche weit her geholt. Aber darum geht es gar nicht. Es geht um die ethischen Gedankengänge dahinter. Dabei ist dein Beispiel ein Paradebeispiel dafür. Mit nur einen kleinen Abänderung der Ausgangslage ändert sich u.U. die ethische Haltung gegenüber dem Wert von Menschenleben.
  • Bruno Wüthrich 18.10.2016 00:46
    Highlight Highlight Eigentlich meine ich, den ganzen Film und die anschliessende debatte aufmerksam verfolgt zu haben. Trotzdem habe ich eventuell etwas Entscheidendes verpasst:

    Wusste der Pilot, ob das Fussballstadion geräumt wird oder nicht. Hat er überhaupt danach gefragt? Falls nicht, hätte ihn dies interessieren müssen.

    Falls er sich nicht dafür interessierte, und ihm deswegen diese Information fehlte, wird es sehr heikel für ihn.

    Ich war jedoch ebenfalls für Freispruch. Das entscheidende Argument für mich war, dass Terroisten sonst quasi einen Freipass haben.
  • äti 18.10.2016 00:02
    Highlight Highlight Man sollte in jedem Kampfjet drei (3) Anwälte haben, die die aktuelle Rechtslage verbindlich festlegen können.
  • sevenmills 18.10.2016 00:00
    Highlight Highlight Es war eine gute Diskussion über eine schwierige theoretische Frage. Ich neige zur Sichtweise von Müller und Hurter, kann aber auch die von Lang nachvollziehen. Mühe habe ich mit den Argumenten von Galladé. Es stimmt nicht, dass die Entscheidung nicht in der Kompetenz des Piloten liegt. Im Moment der Entscheidung liegt sie eben genau AUSSCHLIESSLICH in der Kompetenz des Piloten als Mensch. Er ist in jenem Moment der einzige, der Einfluss auf die Situation hat und hat deshalb die Verantwortung. Er MUSS entscheiden. Abschiessen oder nichts tun? In dem Moment entscheidet sein moral. Empfinden.
  • thegreif 17.10.2016 23:54
    Highlight Highlight Der Pilot ist im Sinne der Befehlskette schuldig. Da er aber durch sein handeln vielen das Leben gerettet hat ist er umgehend zu Begnadigen.
    • Digital Swiss 18.10.2016 07:48
      Highlight Highlight Erkläre deiner Frau und deinen Eltern dass es richtig war deine Kinder zu opfern...
    • thegreif 18.10.2016 11:01
      Highlight Highlight Die insassen im Flugzeug sind so oder so dem Tod geweiht. Wir Reden hier von einem Zivilflugzeug das als Waffe eingesetzt wird. Nich wie in den 70er Jahren als Druckmittel um Inhaftierte freizupressen. Das ist ein wesentlicher Unterschied.
  • Har 17.10.2016 23:53
    Highlight Highlight Ist nicht die Frage: welches Urteil hat welche Folgen für das Land?
  • isky 17.10.2016 23:39
    Highlight Highlight Ich war anfangs klar für nicht schuldig. Ob meine Familie an Bord ist oder nicht pragmatisch gesehen lieber 164 als 70164 Tote.
    Jedoch muss der Pilot verurteilt werden. Andernfalls bedeutet das im Umkehrschluss dass die Person die den korpulenten Mann nicht ermordet hat um Andere zu retten sich strafbar macht da sie ja nicht bereit war einen für viele zu opfern.
    Werte (Verfassung) stehen über Gefühlen. Alles andere wäre ein intellektueller Rückschritt.
  • Qui-Gon 17.10.2016 23:35
    Highlight Highlight 2
    Beim Piloten ist die Sache heikel. Ich würde sagen, wenn so gut wie sicher ist, dass er 70000 auf Kosten von 146 (minus die Terroristen, die darf er in Notwehrhilfe töten) retten kann, ist es nicht zumutbar, es nicht zu tun. Wer aber sich selbst oder seine Angehörigen auf Kosten Anderer rettet, handelt nicht schuldhaft und kann daher auch nicht bestraft werden.
  • Qui-Gon 17.10.2016 23:34
    Highlight Highlight  
    1
    Strafrechtlich löst man diese Probleme mit entschuldbarem Notstand (Art. 18 StGB). Der Täter rettet nicht höherwertige Rechtsgüter (Leben gegen Leben), die Tat ist also nicht gerechtfertigt. Er wird aber milder oder gar nicht bestraft, je nachdem, ob ihm die "Opferung" zumutbar war oder nicht.

    • Qui-Gon 18.10.2016 08:34
      Highlight Highlight Danke für die Blitze. War wohl zu schwierig für euch...
      Richter sein ist halt nicht so simpel.
    • kuki kampfwurm 18.10.2016 10:50
      Highlight Highlight Danke für die Info, das hatte ich gesucht.
  • Aussensicht 17.10.2016 23:23
    Highlight Highlight Lame. Da wird fast 3h suggeriert, dass man sich entscheiden muss und dann erfährt mann kurz vor Schluss so nebenbei, dass die Lösung mit der wohl 95% einverstanden wären eine simple wäre: Schuldspruch mit geringem Strafmass.
  • plaga versus 17.10.2016 23:18
    Highlight Highlight Er ist schuldig zu sprechen - aus Gründen.

    Ein starkes Interview ist übrigens der Wochenzeitung mit dem Autor der Stücks und einem Bundesrichter gelungen:

    https://www.woz.ch/1641/terror-ihr-urteil-das-grosse-gespraech-zum-tv-aufreger/ganz-gleich-was-er-tut-er-wird-schuldig

    Langatmtig aber empfehlenswert für Leute, die sich mit den Folgen eines solchen Urteil beschäftigen wollen.
  • Schnurri 17.10.2016 23:17
    Highlight Highlight Der Fall ist ja eigentlich Klar und meiner Meinung nach so unmöglich... Zuerst die Urteilssprechung. Rechtlich gesehen hat der Pilot gegen das Gesetz verstossen. Moralisch gesehen hatver richtig gehandelt. Nur kann mir keiner Sagen dass kein einziger auf die idee kommt, man könnte ja das Stadion evakuieren lassen. Somit erledigt sich für mich jegliche Disskussion!
    • Digital Swiss 18.10.2016 07:45
      Highlight Highlight Klar? Du würdest also den dicken auf der Brücke ohne mit der Wimper zu zucken eigenhändig abstechen?
    • Aussensicht 18.10.2016 10:38
      Highlight Highlight Digital Swiss hats nicht verstanden.
      Im Film stirbt der "Dicke" sowieso. Im spezifischen Fall mit dem Dicken und der Strassenbahn ist der Dicke unbeteiligt und lebt fröhlich und adipös weiter. Äpfel und Birnen.
    • Schnurri 18.10.2016 12:36
      Highlight Highlight Danke Aussensicht!
  • BigE 17.10.2016 22:50
    Highlight Highlight Die Menschen im Flugzeug waren im Grunde genommen bereits tot, als das Flugzeug abhob. Sie hatten keine Chance, lebend aus dieser Situation herauszukommen! Also hat der Kampfpilot lediglich die Opferzahl tiefer gehalten. Die Frage war: 164 Tote oder 70'164 Tote?
    Leben gegeneinander aufzuheben halte ich hingegen für unentschuldbar. Einen Menschen töten, um drei andere zu retten? Lieber Alte statt Kinder? Nope - solche Tode halte ich für Schiksal. Kein Leben ist mehr wert als andere. Aber einen unvermeidbaren Tod beschleunigen, um andere zu retten halte ich für ethisch vertretbar!
    • desoxi 17.10.2016 23:25
      Highlight Highlight Das Leben eines Massenmörders ist gleich viel Wert, wie das eines Kindergartenkindes? Nur so als Gedankenexperiment...
    • Digital Swiss 17.10.2016 23:28
      Highlight Highlight Wir werden alle unvermeidbar sterben. Nach deiner Logik... 😵
  • Roaming212 17.10.2016 22:45
    Highlight Highlight Die SP-Frau widerspricht sich selbst. So etwas von inkompetent. Im Szenario darf der Staat die Passagieremaschine gegen 70'000 nicht abschiessen aber in einem anderen Szenario dann doch? So ein Bullshit!
    • äti 17.10.2016 23:58
      Highlight Highlight Hast du den Film wirklich gesehen und verstanden?
  • Roaming212 17.10.2016 22:41
    Highlight Highlight Jo Lang ist so langweilig und will einen Militärpiloten belehren. Er weiss wohl als Pilot besser bescheid als einer der nicht mehr im Parlament ist.
  • na ja 17.10.2016 22:41
    Highlight Highlight Diskusion in Arena.. SVP, SP und so weiter... nicht sachlichkeit, nur Partei Partei und nochmals... genau Partei...
    Diskusion ARD hart aber fair... oh.. da bin ich hängen geblieben. Da haben sie über die Fakten, resp. den Film diskutiert. Einen EX-Minister, der hätte während der WM entscheiden müssen ect...
  • Digital Swiss 17.10.2016 22:35
    Highlight Highlight Wir sind bereit andere zu opfern. Gratulation. 👏
    • äti 17.10.2016 23:49
      Highlight Highlight Wer opfert jetzt genau wen? Und in welcher Reihenfolge?
  • Matrixx 17.10.2016 22:30
    Highlight Highlight Ich bin ein sehr ethischer Mensch. Und diese Frage beantwlrte ich ganz klar mit "Weder noch". Moralisch gesehen ist es falsch, so zu handeln, dass Menschen umkommen. Deshalb weder noch. Solange andere Möglichkeiten bestehen, hat man den Weg zu wählen, der keine Menschenleben fordert.
    • Matrixx 18.10.2016 06:26
      Highlight Highlight Es besteht die Möglichkeit, dass der Pilot des Passagierfliegers mutig ist und das Flugzeug über das Stadion fliegt, wonach es hinter dem Stadion eine Bruchlandung gibt, die allenfalls einige Verletzte gibt.
      Es gibt noch 1000 andere Möglichkeiten.
  • Roterriese 17.10.2016 22:28
    Highlight Highlight Lösung: Totschlag und dann die Strafe bedingt aussprechen..
    • E7#9 17.10.2016 23:20
      Highlight Highlight Wen schon dann Schuldig aber straffrei, sicher nicht bedingt.
  • Roterriese 17.10.2016 22:28
    Highlight Highlight Es ist entlarvend wie Galladé und Lang aus ideologischen Gründen über 70'000 Menschen opfern würden. Mir macht es Angst, dass solche Leute in der Regierung sitzen bzw. sassen.
    • Digital Swiss 17.10.2016 22:42
      Highlight Highlight Uhhhhhh spoooooky 🙀
    • Gähn on the rocks 17.10.2016 22:50
      Highlight Highlight Was wird entlarvt?
    • -woe- 17.10.2016 22:51
      Highlight Highlight @roterriese
      Entlarvend ist P. Müllers umgekehrtes Szenario:
      Der Pilot erhält den Abschussbefehl, verweigert diesen und das Flugzeug kracht ins Stadion mit mehreren Tausend Toten.
      Sind Sie noch immer für einen Freispruch?
      Der Pilot hat einen Befehl verweigert und gehört darum bestraft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PenPen 17.10.2016 22:23
    Highlight Highlight Ich hätte es spannender gefunden, die Entführung mitzuerleben und dann kurz vor Absturz die Entscheidung des Piloten übernehmen zu müssen.

    So hätten wir einerseits die Schicksale der Passagiere näher mitgekriegt und andererseits uns in die schwierige Situation des Piloten noch besser hineinfühlen können.
    • E7#9 17.10.2016 23:23
      Highlight Highlight Schau dir den Film "Flug 93" an. Eine wahre Begebenheit genau wie du sie beschreibst.
  • Feihua 17.10.2016 22:22
    Highlight Highlight Der Pilot wusste ja gar nicht, dass das Stadion noch nicht geräumt wurde. Würdet ihr auch auf nicht schuldig plädieren, wenn das Stadion leer gewesen wäre (der Pilot hätte dabei den gleichen Unwissensstand gehabt)
    • Cash 17.10.2016 23:06
      Highlight Highlight Da das Flugzeug mit den 164 Passagieren sowieso abstürzen zu scheinen würde hat er die Entscheidung nur vorweggenommen und über abgesichertem Gebiet "kontrolliert" zu absturz brachte sowieso weiteren Kolleteralschaden verhindert - da kein Kontakt oder Reaktion von Seiten des Flugzeugs zu erwarten war nach all den Interventionen und Warnschüssen.. Also was war die Frage?
    • E7#9 17.10.2016 23:27
      Highlight Highlight Eigentlich müsste der Pilot davon ausgehen, dass er als Nichtentscheidungsträger nicht alle Informationen hat und deshalb die Befehle befolgen muss.
  • Digital Swiss 17.10.2016 22:08
    Highlight Highlight Schuldig.
  • Aussensicht 17.10.2016 22:03
    Highlight Highlight Ironisch, dass "Tiefflieger" Müller mitdiskutiert!
    • Altweibersommer 17.10.2016 22:22
      Highlight Highlight Es wäre tatsächlich sehr interessant gewesen wenn auf der rechten Seite einer dieser sogenannten Sicherheitspolitiker mitdiskutiert hätte. Warum sollte man jemanden nicht verurteilen, der im vollen Bewusstsein das Gesetz gebrochen hat?
    • äti 17.10.2016 23:53
      Highlight Highlight Gesetze sind dazu da umgangen zu werden.
  • Firefly 17.10.2016 21:56
    Highlight Highlight Baut Flugzeuge, die man nicht mehr entführen kann, bei denen im Notfall die Kontrolle vom Boden aus übernommen werden kann. Dam müsste technisch möglich sein.
    • Matrixx 17.10.2016 22:16
      Highlight Highlight Natürlich. Dann kann man das Flugzeug via PC entführen, ohne an Bord zu sein. Wie entscheidest du dann?
    • Firefly 18.10.2016 14:14
      Highlight Highlight Wer sagt, dass diese Systeme am Internet hängen müssen. Es wäre nicht unsicherer als die Steuerung eines AKW.
    • Matrixx 18.10.2016 16:37
      Highlight Highlight Wie willst du es dann steuern? Mit einem kilometerlangen Kabel, das zwischen Flugzeug und Kontrollturm hängt? Selbst Funkwellen zum Fernsteuern können manipuliert werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • philosophund 17.10.2016 21:53
    Highlight Highlight Aus meiner Sicht: Schuldig in jedem Fall. Allerdings strafmildernde Umstände mit entsprechendem Strafmass.
  • N. Y. P. D. 17.10.2016 21:46
    Highlight Highlight Das SRF hat mitten in der Verhandlung ein Zwischenergebnis eingeblendet.
    85 % zu 15 %
    Das war extrem störend und man lässt sich unbewusst beeinflussen.

  • michiOW 17.10.2016 21:27
    Highlight Highlight Eine Ankerkung an des Weichenargument der Staatsanwältin:
    Der Bahnwärter steht in der Verantwortung für die Weiche, der Zuschauer nicht.

    Ausserdem gehört die Moral zur Politik und auch zum Recht.
  • LeChef 17.10.2016 21:24
    Highlight Highlight Das Beispiel ist sowieso schlecht gewählt, weil es sich ja gar nicht um das Abwägen von Leben gegen Leben handelt. Die Leute im Flugzeug sind ja sowieso dem Tod geweiht. Das Beispiel der Staatsanwältin mit dem rasenden Zug ist dagegen viel kniffliger, weil tatsächlich ein moralisches Dilemma.
  • LeChef 17.10.2016 21:21
    Highlight Highlight Man kann auch richtig gehandelt haben, und trotzdem schuldig im Sinne des Gesetzes sein. Gerichte entscheiden nicht, was richtig ist, sondern was rechtens ist. Und rechtlich gesehen wäre dieser Mann zu verurteilen. In diesem Fall sicher nicht für Mord, sondern allenfalls für Totschlag. Es gäbe, wäre dieser Fall denn real, für ein Gericht gar keine andere Möglichkeit, als einen Schuldspruch. Allenfalls mit möglichst geringem Strafmass.
    • Judge Dredd 17.10.2016 22:44
      Highlight Highlight Naja, etwas ausgeklügelter ist unser Justizsystem schon. Nebst der Prüfung der Gegebenheit der objektiven und subjektiven Tatbestandsmerkmale wird vom Gericht auch geprüft ob Rechtfertigungsgründe vorhanden waren. Das heisst, man kann eine Straftat begehen, diese jedoch rechtfertigen und ist deshalb nicht Schuldig. Dies kommt zum Zug bei Notwehr / Notwehrhilfe sowie Notstand und (etwas abstrakter) Notstandhilfe.
      Die Zumessung des allenfalls geringeren Strafmasses hat wiederum mit der Schuldfähigkeit der Person zutun, diese kann gemindert sein wenn z.B. eine psy. Ausnahmesytuation vorlag.
  • andrew1 17.10.2016 21:19
    Highlight Highlight Meine güte. Das flugzeug muss ganz klar abgeschossen werden. 164 sind w
    Sowiso verloren und ohne abschuss sogar noch 70000 mehr. Sp/grüne haben widermal die rosarote brille an. Mit solch grossen logiklücken ist man in der politik wohl am falschen ort. Beängstigend.das man da die grossen probleme nicht von den kleinen unterscheiden und gewichten kann und sich dann 2 jahre spätzer z.b ab einer hand auf dem knie beschwert ist klar.
    • N. Y. P. D. 17.10.2016 22:30
      Highlight Highlight @andrew,
      die grossen Probleme nicht von den kleinen Problemen unterscheiden kann ?

      Ok, unterscheiden wir.

      Wenn Deine Familie (kleines Problem) im Flieger ist und du 70'000 Menschen (grosses Problem) retten kannst, dann solltest Du das Flugzeug problemlos abschiessen können.

      Es ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht.
  • RobertQWEC 17.10.2016 21:16
    Highlight Highlight Mit den Informationen, die man hier zur Verfügung hat, ist die Sachlage ganz klar:
    Flieger abknallen und foltern!

    Hier gibt es nichts zu diskutieren. Wenn und aber ist bei diesen Beispielen gar nicht gefragt, ansonsten wären sie ja zu 100% unnütz und nicht nur zu 95.
  • Roaming212 17.10.2016 21:08
    Highlight Highlight wieso haben viele Leute das Gefühl, dass die Menschen im Flugzeug überleben hätten können? Auch wenn das Stadion geräumt worden wär, wär bei einem Absturz die Passagiere trotzdem gestorben! Das Flugzeug mit dem Terrorist am Steuer wäre nie sicher gelandet.
  • 8004 Zürich 17.10.2016 21:07
    Highlight Highlight Bis jetzt etwas langweilig, weil auch das Beispiel schlecht gewählt ist. Es ist ja keine Entweder/Oder-Entscheidung, sondern ob die Passagiere im Flugzeug sterben oder die 70'000 im Stadion UND die Passagiere im Flugzeug (die sterben sowieso - und somit kein echtes philosophisches Drama mehr).

    Und dass keine Evakuierungsmassnahmen vorgenommen worden sein sollen? Mal schauen, ob ichs bis zum Ende schaff'..
    • 3sixty 17.10.2016 21:32
      Highlight Highlight Las mich raten; du bist sehr lustig auf Partys oder?
    • 8004 Zürich 17.10.2016 21:51
      Highlight Highlight ...Dilemma, nicht Drama, wollt ich schreiben, xgüsé.

      @3sixty: Wieso?
  • \L/ 17.10.2016 20:58
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht, wieso alle so tun, als hätte er diese 164 Menschen "geopfert", ist ja nicht so dass sie überlebt hätten, wäre das Flugzeug ins Stadion geflogen. Er hat sich nicht dazu entschieden 164 Leute zu töten und dafür 70'000 zu retten, sondern dafür, dass 70'000 Leute weniger sterben. Er hat also nicht das Leben der Leute im Stadion dem der anderen bevorzugt, er hat diejenigen, die er retten konnte, gerettet und dafür sollte er nicht bestraft werden.
  • 2sel 17.10.2016 20:18
    Highlight Highlight Ich bin klar dagegen, dass der Pilot selbst über den Tod von Menschenleben entscheidet, egal über welche und wie viele. Zu diesem Zeitpunkt weiss niemand, wass ohne einen Abschuss passieren wird. Vielleicht hätte man auch noch genug Zeit gehabt, das Stadion zu evakuieren.
  • nick11 17.10.2016 19:52
    Highlight Highlight Der Pilot ist schuldig. Aber nicht wegen der Entscheidung die Menschen zu Opfern, sondern weil er selbst entschieden hat, über seinen vorgesetzten hinweg. Viel wichtiger ist, ob sein Vorgesetzter verurteilt werden sollte.
    Schaade hat man die Geschichte so gestaltet, zwar steigerts die Dramaturgie, es stellt dann aber die falsche Frage.
    Ansonsten würde ich die Passagiere opfern, da diese ja in der beschriebenen Story jedem Fall sterben. Das wäre aber ganz klar situationsabhängig.
    • James McNew 17.10.2016 23:57
      Highlight Highlight Richtig doch: damit nichts passiert, musste er einfach nichts tun. Nuemanden foltern, abschiessen oder aufschlitzen.
      Natürlich war er bewundenswer mutig und vernünftig.
      Doch sein morslisches Dilemma war schon etwas einfacher: Gehorchen und einen Atomkrieg auslösen, oder Begehl verweigern und die Welt retten?
  • silverback 17.10.2016 19:10
    Highlight Highlight «Hinter der pseudo-aufklärerischen Inszenierung lauert ein perfides psychologisches Kalkül: Die Bürger werden zu Komplizen gewalttätiger Eliten gemacht, die in Wahrheit überhaupt erst die Ursachen für den Terror (Krieg des kleinen Mannes) gelegt haben.»

    https://propagandaschau.wordpress.com/2016/10/17/wie-ard-zuschauer-zu-komplizen-des-militarismus-gemacht-werden-sollen-terror-ihr-urteil/

    • Hephaistos 17.10.2016 20:24
      Highlight Highlight Word
    • Crank 17.10.2016 20:41
      Highlight Highlight Genau dieser Gedanke ist mir auch gekommen!
      Die USA rechtfertigte die Folter angeblicher Terroristen damit, weiteren Terrorismus verhindern zu können und präsentierte angebliche Erfolge- schliesslich nannten die Opfer der Folter Namen anderer angeblicher Terroristen. Mit diesen "Erfolgen" wollten die USA die Akzeptanz der Folter erhöhen.
      In Wahrheit bringt Folter die Opfer nie dazu die Wahrheit zu sagen, sondern nur das was der Folterer hören will.
    • schille 17.10.2016 21:20
      Highlight Highlight Da kann ich den Artikel auf Wordpress null nachvollziehen. Da wird sehr viel hineininterpretiert bevor der Film ausgestrahlt wurde. Ich sehe das bisher eher so das der Film die Botschaft vermittelt das man Leben eben nicht gegeneinander abwägen darf! Das ganze geht also eher in die komplett andere Richtung als es im Artikel befürchtet wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ramon Pokemon 17.10.2016 18:56
    Highlight Highlight Wer würde schon ein selbstfahrendes Auto kaufen welches den Insassen in den Tod schickt.
  • Floooooow 17.10.2016 18:46
    Highlight Highlight Wieso sterben bei der Flugzeugsache alle oder fast alle Stadionbesucher? Das Stadion ist im Vergleich zum Flugzeug riesig.
    • Hephaistos 17.10.2016 20:25
      Highlight Highlight Und was wenn er das gar nicht trifft?
    • Roaming212 17.10.2016 21:14
      Highlight Highlight Wenn er nicht trifft, sterben die Leute im Flugzeug trotzdem! Er landet kaum sanft auf dem Boden und lässt sich verhaften!
  • EnteEnteEnte 17.10.2016 17:57
    Highlight Highlight Ich bin dafür, dass die Passagiere den Terroristen daran hindern das Flugzeug zu entführen.
    • MeineMeinung 17.10.2016 19:57
      Highlight Highlight Wenn das so einfach wäre, hätte es niemals ein Ereigniss wie 9/11 gegebeb
  • lilie 17.10.2016 17:49
    Highlight Highlight Wir haben diese sog. moralischen Dilemmas im Studium gehabt, und ich fand sie schon damals doof. Das Ganze ist einfach so an den Haaren herbeigezogen!

    1. Im echten Leben hat man fast nie nur zwei mögliche Reaktionen, sondern (zumind. theoretisch) beliebig viele.

    2. Jeder Entscheid kann Konsequenzen nach sich ziehen, welche die Ausgangslage verändern können. Z.B. könnten die Terroristen auch aufgeben, wenn man ihnen mit Abschuss droht.

    3. Es ist höchst fraglich, ob die Leute sich in einer konkreten Situation auch so verhalten würden, wie sie in der Umfrage ankreuzen.

    4. DICKER Mann?! WTF?!
    • Skip Bo 17.10.2016 18:28
      Highlight Highlight Zusatzfrage für eiserne watsonier: im Tram sind auch noch zwei bürgerliche Politiker/innen welche zusammen gleich schwer sind wie der fette Mann. Der fette Mann ist eindeutig als SP Sympathisant erkennbar. Handelt ihr immer noch gleich? Lässt ihr euch von eurer Antipathie leiten?
    • lilie 17.10.2016 20:22
      Highlight Highlight @Rendel: Klar gehören moralische Dilemmas zum Leben dazu, das bestreite das ja gar nicht. Aber sie präsentieren sich eben nicht in der von Psychologen ausgedachten Form.

      Jemand anders hat auch die Gewissheit über die Konsequenzen einer Entscheidung angesprochen. Im wahren Leben kann man nie sagen, was rauskommt, wenn man etwas tut - in diesen "Rätseln" aber wird so getan, als wüsste man es im absoluter Sicherheit.

      Das ist einfach komplett an der Realität vorbei.
    • lilie 18.10.2016 06:34
      Highlight Highlight @Rendel: Es geht hier um wissenschaftliche Grundlagenforschung, und da frage ich mich einfach, welche Aussagekraft Ergebnisse einer Untersuchung haben, deren Ausgangsmaterial dermassen unrealistisch ist. Die Ergebnisse sind doch im Wesentlichen für die Tonne.
    Weitere Antworten anzeigen
  • SVARTGARD 17.10.2016 17:43
    Highlight Highlight JA!
  • barbablabla 17.10.2016 17:36
    Highlight Highlight Es kommt drauf an welche Mannschaft spielt..
    • florian_berg 17.10.2016 18:11
      Highlight Highlight bill shankly is alive!
  • Illyrer 17.10.2016 17:34
    Highlight Highlight Genau dieser Frage geht der schweizer Philosoph Peter Bieri in seinem neustem Werk: "Würde - Eine Art zu leben" nach. Er thematisiert in diesem Kontext die absoluten moralischen Grenzen des Menschen und erklärt in einem fiktiven Dialog folgendes: "Die Passagiere würden dadurch, dass der Staat ihre Tötung als Mittel zur Rettung anderer benutzt, als blosse Objekte behandelt; ihnen werde dadurch der Wert abgesprochen, der dem Menschen um seiner selbst willen zukommt." Meiner Meinung nach ein sehr empfehlenswertes Buch, wenn man sich mehr mit der menschlichen Würde ausseinandersetzen möchte.
  • Anded 17.10.2016 17:20
    Highlight Highlight Alle die hier den Abschuss generell verurteilen, weil man aktiv keine Unschuldige töten darf: Wärt ihr der gleichen Meinung, wenn es ein Frachtflugzeug ist, wo es nur Besatzung und keine Passagiere gibt, und wo man auch weiss (zB aus Funkspruch), dass beim Kampf ums Cockpit alle Bestzungsmitglieder bis auf einen Piloten getötet wurden? An Bord lebt also nur noch eine Geisel.
  • Romina 17.10.2016 17:10
    Highlight Highlight Frage 1: die Insassen sterben sowieso wenn das Flugzeug abstürzt. Sie zu retten ist also gar nicht möglich. Daher ist der Abschuss in meinen Augen gerechtfertigt um wenigstens die anderen Menschen zu retten.
  • humpfli 17.10.2016 17:08
    Highlight Highlight Ich finde, man sollte das Geschehen nicht beeinflussen. Also nicht aktiv eingreifen, sondern den Dingen ihren Lauf lassen.
    • DerElch 17.10.2016 19:05
      Highlight Highlight Also keine Terroristen stoppen bzw Anschläge verhindern, wenn man die Möglichkeit hat, sondern sie tun lassen, was in ihrer Ideologie zu tun ist. Moldoch, läss.
    • Gähn on the rocks 17.10.2016 19:55
      Highlight Highlight der liebe gott wirds schon richten, gäll.
  • bibaboo 17.10.2016 17:07
    Highlight Highlight Der Pilot ist freizusprechen, weil der Entscheid unter diesen Umständen nachvollziehbar ist. Ist die Frage allgemein zu beantworten, bin ich der Meinung, dass das Flugzeug nicht abgeschossen werden darf. Der Staat darf unter keinen Umständen über das Leben eines Einzelnen richten. Auch wenn es in gewissen Situationen sinnvoll erscheinen mag.
  • MacB 17.10.2016 16:47
    Highlight Highlight Frage 1 ist komisch gestellt. Ich finde es moralisch richtig, jedoch hat er nicht die Befugnis, das zu entscheiden, weswegen er wieder schuldig ist.

    Die Frage müsste eher lauten, der Armeechef entscheidet, das Flugzeug abzuschiessen. Richtig oder falsch.
  • You will not be able to use your remote control. 17.10.2016 16:37
    Highlight Highlight Hey ihr Utilitaristen.

    Ja das ist ein Fluchwort.
    • Froggr 17.10.2016 16:53
      Highlight Highlight Nein das ist es nicht!
      Im Gegenteil
    • Marry.Daveson 17.10.2016 17:20
      Highlight Highlight Überhaupt nich!
      Utilitarismus beihaltet in seiner Ausübung genauso den Altruismus und wird erst zum Fluchwort wenn man durch Wertung zum Schluss kommt dieser den Menschen nicht zuzumuten ist.
    • You will not be able to use your remote control. 17.10.2016 18:07
      Highlight Highlight Ah, stimmt ihr könnt auch im echten Leben in die Zukunft blicken, nicht nur in diesen vordefinierten Beispielen.

      Wenn ich also genug plausibel irgend eine Spekulation über die Zunkunft behaupte, dann kann ich alles legitimieren:

      - Diese Terroristen müssen getötet werden, damit die Gesellschaft in Frieden leben kann.

      - Wir müssen diese Umwelt hier noch etwas mehr zerstören, weil sonst gewisse Leute ihren Job verlieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Anded 17.10.2016 16:36
    Highlight Highlight Das Problem bei vielen solchen Fragen ist: Würden die Personen A wirklich sterben, wenn man nichts tut? Wenn das nicht sicher ist, gilt für mich: Sicher keine "Alternativopfer" in Gefahr bringen (Gleisarbeiter, fetter Mann), auch wenn das weniger sind. Oder rettet das Opfern der Personen B garantiert die Personen A? Beim selbstfahrenden Auto gilt: Wenn eine Kollision mit anderen Personen erkannt wird, muss das Auto um jeden Preis anhalten oder ausweichen. Ohne Rücksicht auf Insassen. Ob die 2 Kinder im Beispiel sterben würden, kann vor dem Zusammenstoss mit der Betonwand niemand voraussagen.
    • DrPop 17.10.2016 18:52
      Highlight Highlight Diese Gedankenspiele gehen davon aus, dass die Menschen sterben. Deswegen ja auch das moralische Dilemma.
  • Denverclan 17.10.2016 16:34
    Highlight Highlight Als Christ muss man sich an die 10 Gebote halten, also du sollst nicht töten! Nun, es steht aber nichts davon ob aktiv oder passiv. In allen diesen Beispielen werden Menschen sterben, so oder so. Die Grundsatzfrage ist doch die, darf ich aktiv Leben auslöschen, mit welchem Recht? Notwehr? Nein, ich bin ja nicht bedroht, aber liebe deinen Nächsten wie dich selbst.....ich glaube es gibt in allen Fällen kein richtig oder falsch, sogar der, der Gott entscheiden lassen will liegt weder richtig noch falsch. Nur der unerschütterliche Glaube an ein paradiesisches Leben nach dem Tod könnte uns helfen.
    • Whitchface 17.10.2016 17:04
      Highlight Highlight Notwehr gilt nicht nur zum Eigenschutz. Das Gesetz sieht auch eine einen Schutz Dritter als Notwehr. Es spielt keine Rolle ob du selbst oder Drittpersonen in Gefahr sind.
    • James McNew 18.10.2016 00:07
      Highlight Highlight Ob Gott oder nicht..das Gesetz beurteilt in solchen Fällen eine Unterlassung milder als eine Tat.
  • DePippo 17.10.2016 16:31
    Highlight Highlight Wieso will überhaupt jemand in die Allianz Arena fliegen?
  • Boston5 17.10.2016 16:21
    Highlight Highlight Eine spannende Diskussion. Meiner Meinung nach hat der Pilot richtig gehandelt, die Frage ist doch ob die Terroristen noch ein Rückzieher machen, sonst sterben die Passagiere so oder so, aber das scheint mir eher unwahrscheinlich. Daher würde ich bei einem Flugzeug auch sagen abschiessen. Verurteilt muss er dennoch werden, da er eigentlich Befehlsverweigerung begeht.
    Bei einem Tram denke ich darf man nichts beeinflussen um ein anderes Leben zu bevorzugen.
    Die Folter ist rechtens, wenn man den Anschlag so verhindern kann.
    • Anded 17.10.2016 17:23
      Highlight Highlight Ob man einen Anschlag verhindern kann, weiss man vor dem Beginn der Folter NIE. Folter kann niemals rechtens sein...
  • rothi 17.10.2016 16:20
    Highlight Highlight Hier dürfen Ethik und Recht nicht vermischt werden. Rechtlich ist der Pilot ganz klar Schuldig, aus ethischer Sicht sieht es ev anders aus. Wobei auch hier: Die Terroristen könnten das Stadion auch verfehlen oder in letzter Minute zur Vernunft kommen. Deshalb schreibe ich bei ethischer Richtigkeit ein eventuell hin.
  • walsi 17.10.2016 16:14
    Highlight Highlight Ich finde es grundsätzlich problematisch wenn man anfängt einzelne Menschenleben gegen einander auszuspielen. Wer definiert welches Leben mehr wert und somit schützenswert ist? Nach welchen Grundlagen? Ändern sich die Grundlagen je nach Zeitgeist?
  • lars but not least 17.10.2016 16:06
    Highlight Highlight Der Flugzeugpilot handelt zwar aus moralischer Sicht richtig, dennoch muss er verurteilt werden.
    Ein Mensch darf nicht 164 Menschen töten, ganz egal welche Konsequenzen dies hat. Gerade auch weil der Pilot eigenmächtig gehandelt hat: Eine solche Entscheidung soll und darf nicht von einer einzelnen Person in einem Flugzeugcockpit gefällt werden.
    • lars but not least 17.10.2016 17:05
      Highlight Highlight Wieso? Kann der Pilot die aktuelle Situation und die Auswirkung auf sein Handeln wirklich besser abschätzen als eine dazu klar befugte Stelle? Wer das schliesslich ist kann ich auch nicht beantworten. Ich finde es aber höchst bedenklich, wenn jeder Kampfjetpilot im Ernstfall eine solch gravierende Entscheidung selber treffen soll.
    • Tony95 17.10.2016 22:41
      Highlight Highlight Welche Stelle wäre in diesem Fall klar dazu befugt? Ich finde auch das der Pilot die Entscheidung selber treffen kann,sofern er eine Abschusserlaubnis bekommen hat, denn er muss dann damit leben. Entweder er hat das Flugzeug abgeschossen und 124 Menschen getötet, oder er hat es nicht getan aber es sind 70000 weitere Menschen gestorben. Eine schwierige Entscheidung, schlussendlich ist auch ein Militärpilot ein Mensch mit Gefühlen und kein Roboter.
  • N. Y. P. D. 17.10.2016 16:06
    Highlight Highlight Wir alle sind unehrlich und uns selbst und unseren Angehörigen am nächsten.

    Würden Sie ein Kleinflugzeug mit 5 Insassen abschiessen um 70'000 Menschen im Stadion zu retten ?
    Alle : JA

    Würden Sie ein Kleinflugzeug mit 5 Insassen* abschiessen um 70'000 Menschen im Stadion zu retten ?
    * eigene Familie
    Alle : NEIN

    • Kyle C. 17.10.2016 16:19
      Highlight Highlight Zu diesem Thema (mit der Familie) gibt es einen guten Film: Fail Safe. Ist ein Remake, aber als eine Live-Inszenierung verfilmt.
  • Zeit_Genosse 17.10.2016 16:00
    Highlight Highlight Die Frage die sich stellt ist, ist der Pilot, der gegen einen Befehl Selbstjustiz mit einem Kampfjet verübt, schuldig zu sprechen. Rechtlich ja. Da gibt es sicher einen juristischen Ausdruck dafür. Z.B. "Vorsätzliche Tötung um weitere Tote zu vermeiden" oder so.

    Ethisch ist der Selbstjustiz-Abschuss teilweise nachvollziehbar, weil man das Risiko in Sekunden abwägen muss, ob 167 mutmasslich dem Tod geweihten (ist ja nicht sicher ob der Absturz wirklich eintritt) gegenüber einer Opferzahl von über 10'000 Toten (es sterben nicht alle) bei einem Absturz den Abschuss rechtfertigen. <50% = ja ?

    • Kyle C. 17.10.2016 16:29
      Highlight Highlight Meiner Meinung nach ist die Frage sehr ungünstig formuliert (Absicht?), da ein Kampfpilot per se schon zum Töten ausgebildet wird. Für ihn dürfte Töten um zu retten kaum ein ethisches Dilemma auslösen. Die Befehlsverweigerung hingegen ist auf einer berufsethischen Ebene zu analysieren. Und da herrschen innerhalb der Armee wohl andere Gesetzmässigkeiten als im normalen Leben.
  • Olaf44512 17.10.2016 15:52
    Highlight Highlight What are your choices when someone puts a gun to your head?
    What are you talking about? You do what they say or they shoot you.
    WRONG. You take the gun, or you pull out a bigger one. Or, you call their bluff. Or, you do any one of a hundred and forty six other things.
    - Harvey Specter
  • Summerweid 17.10.2016 15:48
    Highlight Highlight Spannende Fragen zu diesem thema gib es hier

    http://moralmachine.mit.edu/
    • ThePower 17.10.2016 18:35
      Highlight Highlight Oh Mann, das gibt ganz üble Entscheidungen, die man da treffen muss..
  • fant 17.10.2016 15:43
    Highlight Highlight Was mich beim Beispiel mit dem selbstfahrenden Auto noch stört: Die Personen im Auto haben selbst entschieden, sich in so ein Gefährt zu setzen. Also müssen auch sie das Risiko tragen.

    Die FussgängerInnen sind völlig unbeteiligt und nur "zur falschen Zeit am falschen Ort", deshalb ist es für mich völlig unmoralisch, die "Fahrenden" zu Lasten der "zu Fuss gehenden" sterben zu lassen.
    • bibaboo 17.10.2016 17:10
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Ausserdem finde ich, dass die Frage unabhängig des Alters der Fussgänger gleich entschieden werden muss.
  • remim 17.10.2016 15:38
    Highlight Highlight Die Frage mit dem Auto ist irgendwie nicht ganz realistisch, entweder ist das Auto so langsam dass die Kinder bei einem Aufprall auf eine Betonmauer nicht sterben oder so schnell dass die Fussgänger auch wie eine Mauer wirken und Fussgänger und Kinder sterben.
  • Nussi2000 17.10.2016 15:31
    Highlight Highlight An das Watson-Team. Könntet ihr bei solchen Umfragen nicht eine dritte Option hinzufügen, für die welche nur das Resultat sehen möchten? Manche möchten solche Fragen nicht beantworten, würden aber gern das Resultat sehen...
    • Santale1934 17.10.2016 16:27
      Highlight Highlight Naja wenn du aber in einer solchen Situation bist, musst du dich trotzdem entscheiden und kannst nicht einfach sagen "Ich will sehen, was die anderen machen würden."

      Aber verstehe dich schon, ist teilweise moralisch sehr schwer sich zu entscheiden, muss aber leider so sein.
  • fant 17.10.2016 15:26
    Highlight Highlight Was mich an diesen Fragen stört: Es wird bei allen Fragen so getan, als sei die Zukunft 100% klar und es gäbe nur genau zwei Möglichkeiten. Das ist realitätsfremd. Zum Beispiel könnte das Flugzeug immer noch das Stadion verfehlen. Oder nur streifen.

    Ganz extrem ist diese falsche Fragestellung bei der Folter: Wer sagt denn - in dem Moment, wo über foltern oder nicht foltern entschieden wird - dass die Folter garantiert ein Resultat bringt? Das kann man nicht im voraus wissen...
    • Skater88 17.10.2016 16:41
      Highlight Highlight ..oder der Flieger abgeschossen werden und brennend in ein Atomkraftwerk Abstürzen, was noch mehr Schaden verursacht...
  • Stellklaus 17.10.2016 15:24
    Highlight Highlight Bei der Folter Frage, halte ich die Folter in diesem Fall moralisch zwar für vertretbar, juristisch müsste der Beamte aber trotzdem bestraft werden.
    Das mag zwar eine feige Antwort sein, aber ich glaube Folter ist etwas derart unmenschliches, dass ein Rechtsstaat dafür keine juristischen Ausnahmen schaffen darf, auch nicht bei höher gestelltem Interesse.
  • Roaming212 17.10.2016 15:22
    Highlight Highlight Kann man eigentlich ein Flugzeug überhaupt "abfangen"? Wenn dies nicht möglich ist sterben die im Flugzeug sowieso, weil der Terrorist kaum eine sanfte Landung machen würde auch wenn er nichts ins Stadion fliegt.
  • Randy Orton 17.10.2016 15:18
    Highlight Highlight Ethisch und rechtlich gesehen macht sich der Pilot strafbar und gehört drshalb verurteilt. Moralisch gesehen stellen viele die Logik beiseite und wägen 167 gegen 70'000 ab, was falsch ist.
    • Randy Orton 17.10.2016 18:35
      Highlight Highlight Weil der Pilot entgegen den Anweisungen seines Vorgestzten handelt und im besagten Szenario nicht alle Infos hat. Es kann sein, dass der Terrorist nur damit droht, dass er überwältigt wird oder die Arena evakuiert werden kann. Der Pilot kann das alles nicht abschätzen und schiesst vielleicht ohne Not 164 Menschen ab, deshalb ist er schuldig, auch wenn er sich vermeintlich in einem moralischen Dilemma befindet.
  • zuercher123 17.10.2016 15:17
    Highlight Highlight "The needs of the many outweigh the needs of the few."
    • Min14 17.10.2016 15:59
      Highlight Highlight "What may be a few to you is everything to those who died"
    • zuercher123 17.10.2016 16:30
      Highlight Highlight Das Szenario ist ja eine klassische Loose-Loose Situation.
      Wenn man den Flieger abschiesst sterben 167 Menschen. Wenn man ihn nicht abschiesst, sterben 70'000 + 167 Menschen. Die Personen im Flugzeug sterben so oder so.
      Das heisst der Abschuss ist sinnvoller.
    • amRhein 17.10.2016 16:38
      Highlight Highlight Das scheint mir eine Antwort eines Amerikaners - dort zählt nicht der Einzelne, sondern das Wohl der Mehrheit, sprich, das grösstmögliche Glück soll erreicht werden.

      Ich vermute, neben dem Rassismus dürfte dies ein weiterer Grund sein, das Schwarze ungestraft von (weissen) Polizisten erschossen werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Leroy Jethro Gibbs 17.10.2016 15:15
    Highlight Highlight Geht man eigentlich davon aus, dass die Personen im Flugzeug überlebt hätten? Weil bei solch einem Absturz wäre es doch wahrscheinlich, dass auch diese sterben, weswegen es doch schlimmer wäre, das Flugzeug nicht abzuschiessen. Man kann es so betrachten: Entweder man rettet niemanden und lässt es geschehen, oder man rettet 70'000 Personen und schiesst das Flugzeug ab.
    • Kyle C. 17.10.2016 15:45
      Highlight Highlight Die Frage 2 ist eben schon fast eine Fangfrage, da ein Kampfpilot grundsätzlich (auch) zum Töten ausgebildet ist. Die ethische Grundsatzfrage lautet aber: töten oder nicht töten, bzw. Konsequenzen berücksichtigen oder nicht.

      Bei einem Kampfpiloten ist dieses Dilemma kaum vorhanden. Aber genau auf dieses Dilemma zielen solche ethischen Fragen ab. Und je nach dem welcher ethischen Richtung man folgt, entscheidet man sich so oder so.
    • buenavista62 17.10.2016 16:05
      Highlight Highlight Deine Ausführung macht schon sinn. Wenn man es genau nimmt, droht der Terrorist ja "nur". Veilleicht gäbe es ja eine Chance, dass der Terrorist seine Drohung nicht ausführt. In diesem Falle würde ich das Flugzeug nicht abschiessen. Mir ist aber schon bewusst, dass das nicht die Absicht der Fragestellung ist.
    • Kyle C. 17.10.2016 16:15
      Highlight Highlight Frage 1 meinte ich natürlich....
  • Hier könnte Ihre Werbung stehen 17.10.2016 15:10
    Highlight Highlight Würde es oke finden das Flugzeug abzuschiessen. Denn wenn es der Terrorist fest in seiner Gewalt hat, sterben die 164 Passagiere so oder so.
    • N. Y. P. D. 17.10.2016 15:20
      Highlight Highlight @Tom Tucker
      Ich bin jetzt gespannt auf deine Antwort auf meine Frage :
      Gilt Deine Antwort auch, wenn Deine Tochter im Flugzeug ist ?
  • N. Y. P. D. 17.10.2016 15:09
    Highlight Highlight Ich zu einem Kollegen :
    Soll ein selbstfahrender Car aufs Trottoir ausweichen, einen unschuldigen Fussgänger töten (überfahren) um 46 Insassen das Überleben zu sichern ?

    Kollege nach reifer Überlegung : JA

    Meine zweite Frage : Und wenn deine Tochter auf dem Trottoir ist ?

    Dieses Tote gegen Tote abwägen ist ein aufreibendes Thema...

    • You will not be able to use your remote control. 17.10.2016 16:41
      Highlight Highlight Nicht, wenn du Menschen immer als Subjekt behandelst und niemals als Mittel zum Zweck.
    • Muellsi 17.10.2016 16:44
      Highlight Highlight Natürlich nicht. Aber in so einer Situation entscheidet man auch nicht objektiv. Deshalb sollte eine solche Entscheidung niemals eine betroffene Person treffen.
  • Salz & Pfeffer 17.10.2016 15:07
    Highlight Highlight Die Leute im Flugzeug sterben im Fall 1 ohnehin.
    • Pascal Mona 17.10.2016 16:17
      Highlight Highlight Naja seehr wahrscheinlich, aber eben nicht 100 %, oder? Ich habe den Film natürlich bisher nicht gesehen, aber wäre doch theoretisch möglich, das dies eben noch verhindert werden könnte, indem z.B. die Insassen die Terroristen überwältigen können?! Oder vielleicht ist es auch nur eine Drohung/Erpressungsversuch? Sehr wahrscheinlich (resp. hoffentlich) bin ich zum Glück nie in einer ähnlichen Situation.
  • Meet The Mets 17.10.2016 15:04
    Highlight Highlight Man kann den Problemen noch eine Qualität-Quantität Komponente beifügen: Beim Fetten-Mann Problem besteht die Menschenmenge aus Neonazis/ISIS-Anhängern/[bitte hier eigene Hassgruppe eingeben], während der fette Mann ein Forscher ist, der soeben ein Mittel gegen Krebs gefunden hat, und jetzt unterwegs zu seinen Kollegen ist, um ihnen die Methode zu erklären. Er hat keine Notizen gemacht, alles ist in seinem Kopf.
    • You will not be able to use your remote control. 17.10.2016 16:49
      Highlight Highlight Das beweist, dass Utilitarismus nichts nützt, weil vorher niemand alle nötigen Informationen zum nachher kennen kann.
  • Raembe 17.10.2016 15:02
    Highlight Highlight In welchem Fall bremst ein fetter Mann ein x Tonnen schweres Tram?
  • TrueClock 17.10.2016 15:02
    Highlight Highlight Das Problem bei dem Flugzeug ist: die Insassen sterben so oder so
    • Randy Orton 17.10.2016 15:19
      Highlight Highlight Das weiss man eben als Pilot nicht. Eventuell können die Insassen den Terroristen überwältigen oder der Vorgesetzte verhandelt mit dem Terroristen, weil er zB Lösegeld oder Ähnliches erpressen will.
    • Kyle C. 17.10.2016 15:27
      Highlight Highlight Das ist richtig. Aber bei Fragen der Ethik unterscheidet man, ob man bewusst Menschen tötet um andere zu retten (konsequentialistisch) oder man die Handlung als solche, also das Töten an sich, als ethisch verwerfliche Tat ansieht und deshalb in jedem Fall unterlässt (deontologisch).
  • Big ol'joe 17.10.2016 15:01
    Highlight Highlight Bei Frage 2 und 3 gibt es einen erheblichen Unterschied! Bei 3 ist der Tod der Person notwendig um die anderen zu retten. Er wird instrumentalisiert. Bei 2 ist der Tod nicht notwendig, er ist einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Sein Zuspruch ist nicht notwendig. Nach Kant wäre 2 legitim, 3 nicht. Und noch was, die zweite Antwort bei 2 stimmt so eben nicht. Nicht durch seinen Tod überleben die anderen, sein leben wird nicht instrumentalisiert. Ein grosser Unterschied...
    • kaiser 17.10.2016 16:23
      Highlight Highlight Guter Punkt Big ol'joe die beiden Fragen zu vergleichen!

      Bei beiden Aufgaben stirbt 1 Mensch oder 5 Menschen. Trotzdem, ob diese Person instrumentalisiert wird oder nicht, rational überlegt sollten wir immer die 5 Menschen retten.

      Einen Menschen direkt zu töten um die 5 zu retten, können die Meisten nicht. Sobald wir aber irgenwelche Schalter oder Knöpfe einbauen (mit demselben Ergebnis, dass diese Person stirbt) können das plötzlich die Meisten. Die Militärs dieser Welt werden diesen Umstand zu nutzen wissen...
  • Lord_Curdin 17.10.2016 15:00
    Highlight Highlight Bei der Pilotenfrage ist meiner Meinung nach der Befehl der höher gestellten Person wichtig. So kommt auch ein anderes Ergebnis raus als bei andern Newsseiten, die diese Information nicht gesagt haben.
  • Warumdennnicht? 17.10.2016 14:59
    Highlight Highlight Ist bei nummer 5 das Bild falsch?

    Im Text: Ausweichen = Betonwand
    Im Bild: Ausweichen = Zebrastreifen
  • so en shit 17.10.2016 14:54
    Highlight Highlight Beim Flugzeugabschuss muss aber auch noch bedacht werden, dass die Passagiere auch bei einem Absturz im Stadium ums Leben kämen. Dies ist bei den anderen Szenarien jeweils nicht der Fall.

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