Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schweizer Polizei überwachte Pink Panther während Monaten – und war bei Coup live dabei



Mehr als sechs Jahre nach seiner Verhaftung stand ein fr

Das Bezirksgericht Zürich Bild: KEYSTONE

Die drei mutmasslichen Pink Panther Bandenmitglieder, die am Mittwoch in Zürich vor Bezirksgericht stehen, sind während Monaten von der Polizei überwacht worden. Als wichtiger Beweis dient ein mitgeschnittenes Gespräch in einem Auto.

Die Polizei schaffte es, im Auto der Bandenmitglieder ein Mikrofon anzubringen und die Planung für ihren Coup in der Via Nassa in Lugano so live mitzuhören.

In einem Gespräch berieten die Serben unter anderem, dass sie auf 400'000 Euro Beute kommen, wenn sie neben Uhren dieser oder jener Marke auch noch etwas Schmuck mitnehmen. Auch die vielen Kameras und die Einbahnstrassen in der Innenstadt waren Thema.

11 Millionen Euro Beute in Dubai

Für den Staatsanwalt ist klar, dass die Serben in einer «etablierten, längerfristigen Gruppenstruktur» arbeiten. Die Pink Panther sind seit 2006 aktiv und verübten in unterschiedlicher Zusammensetzung 24 Raubüberfälle auf der ganzen Welt, darunter auch in Deutschland und Spanien. Bei einem Überfall in Dubai erbeuteten sie eine Beute im Wert von 11 Millionen Euro.

«Das charakteristische an diesen Taten ist die exakte Planung und die präzise Vorbereitung», sagte der Staatsanwalt. Die Aufgaben seien genau aufgeteilt und es werde mit erheblichem Aufwand rekognosziert, so auch in diesem Fall in Lugano.

Der Staatsanwalt verlangt für die drei Beschuldigten wegen versuchten Raubes und weiterer Delikte Freiheitsstrafen zwischen fünfeinhalb und sieben Jahren, dazu Landesverweise von 10, respektive 15 Jahren sowie Geldstrafen von 30 Tagessätzen.

Weiteres Bandenmitglied ist geständig

Die drei Serben im Alter zwischen 39 und 44 Jahren zeigten sich am Mittwoch vor Gericht wenig auskunftsfreudig. Sie streiten die Vorwürfe allesamt ab. Einer der drei betonte, er sei im Tessin gewesen, um Autos zu kaufen, die er dann habe weiterverkaufen wollen. Die anderen beiden machten gar keine Aussagen.

Die Polizei konnte beim geplatzten Coup in Lugano noch einen vierten Pink Panther festnehmen. Dessen Verfahren wird separat geführt, weil er geständig ist.

Der Überfall auf das Uhrengeschäft in Luganos Einkaufsmeile war im Februar 2018 geplant. Am Tag, an dem sie das Geschäft ausrauben wollten, schlug jedoch die Polizei zu: Die Männer sassen gerade startbereit auf ihren Motorrollern, als die Handschellen klickten. Seither sitzen sie in Zürich und Winterthur im Gefängnis. Für die Gerichtsverhandlung tragen sie Hand- und Fussfesseln. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Bern verliert im Finanzausgleich 185 Millionen – Genf gewinnt 85 Millionen

Die Finanzausgleichszahlungen für das Jahr 2021 sinken gegenüber dem Vorjahr um 67 Millionen auf 5.2 Milliarden Franken. Der Bundesrat hat die Ausgleichszahlungen am Mittwoch gutgeheissen. Der Kanton Genf wird netto um 85 Millionen Franken entlastet, der Kanton Bern mit 185 Millionen belastet.

Trotzdem bleibt der Kanton Bern mit Einkünften aus dem Finanzausgleich von noch 916 Millionen Franken der grösste Nehmerkanton in absoluten Zahlen. Pro Kopf erhalten allerdings neun Kantone (UR, GL, FR, …

Artikel lesen
Link zum Artikel