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Verbrannte Leiche im Wald im Thurgau – Beschuldigter fordert Freispruch

27.08.2021, 09:03
In Pulvershaus TG wurde die Leiche gefunden
In Pulvershaus TG wurde die Leiche gefunden
Bild: Keystone

Ein Serbe, der einen Landsmann wegen einer Geldschuld umgebracht haben soll, steht am Donnerstag in St. Gallen erneut vor Gericht. Der Beschuldigte hat Berufung eingelegt und verlangt einen Freispruch.

In einem Indizien-Prozess hatte das Kreisgericht St. Gallen im November 2020 den damals 37-jährigen Serben wegen Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 16 Jahren verurteilt. Er soll Mitte 2017 einen Landsmann, bei dem er Schulden hatte, umgebracht und die Leiche in einem Wald verbrannt haben.

Zusätzlich zur Freiheitsstrafe sprach das Gericht gegen den Beschuldigten eine bedingte Geldstrafe und eine Landesverweisung von 15 Jahren aus. Er soll sich illegal in der Schweiz aufgehalten und gearbeitet haben.

Das Gericht warf dem Serben ein schweres Verschulden vor: Er habe die Tat offensichtlich geplant, das Opfer zu sich bestellt und in eine Falle gelockt, um es zu töten, sagte der Vorsitzende. Danach habe er die Leiche verbrannt. Überzeugende Indizien, wie DNA- und Blutspuren, liessen keinen vernünftigen Zweifel an der Täterschaft.

Leiche im Wald verbrannt

Eine Spaziergängerin hatte die verkohlte Leiche des Opfers Mitte Juli 2017 in einem Wald bei Pulvershaus TG (Gemeinde Erlen) gefunden. Für die Polizei war rasch klar: Der 41-jährige Serbe, in seiner Heimat ein bekannter Kickboxer, war einem Tötungsdelikt zum Opfer gefallen.

Laut Anklage wollte der Serbe das Opfer aus dem Weg räumen, weil er bei ihm Schulden hatte. Er habe sich Geld vom Landsmann geliehen und dieses an Spielautomaten und bei Onlinespielen verzockt. Das Opfer soll ein lukratives Geschäft mit illegalen Geldautomaten und Spielwetten betrieben haben.

Der Beschuldigte stritt die Tat ab und machte vor Gericht keine Aussagen. Er legte gegen das Urteil Berufung ein. Am Freitag befasst sich das Kantonsgericht St. Gallen mit dem Fall. (aeg/sda)

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