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Angefahrener Luchs im Wallis mit Rückständen von Gewehrkugel im Gewebe

23.12.2021, 21:5424.12.2021, 06:54

Ein auf der Strasse am Grossen St. Bernhard VS angefahrener und getöteter Luchs hat Metallsplitter in seinem Gewebe gehabt. Gemäss vorläufigem Autopsiebericht lässt dies auf den Einschlag einer Gewehrkugel und damit auf Wilderei schliessen.

Die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) wird deshalb Strafanzeige gegen Unbekannt einreichen, wie sie am Donnerstag mitteilte. Der Luchs war am 17. Dezember nach einer Kollision mit einem Auto bei Sembrancher VS getötet worden.

Luchse sind in der Schweiz streng geschützt. (Symbolbild)
Luchse sind in der Schweiz streng geschützt. (Symbolbild)Bild: sda

Todesursache waren gemäss der Mitteilung zwar verschiedene Frakturen, die das Tier beim Zusammenprall mit dem Fahrzeug erlitt. Eine Untersuchung am Institut für Tierpathologie der Universität Bern hat nun im Gewebe des toten Tieres Metallsplitter nachgewiesen, die «höchstwahrscheinlich aus einer fragmentierten Gewehrkugel stammen».

Der Luchs gilt als streng geschützte Art und dessen Wilderei ist ein Vergehen, das von Amtes wegen verfolgt wird. Die zuständigen Stellen werden deshalb bei der Walliser Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen Unbekannt einreichen. Die Walliser Behörden verurteilten in der Mitteilung jede Art von Wilderei gegen geschützte Arten wie den Luchs «aufs Schärfste», wie es in der Mitteilung hiess.

Bereits im November 2021 hatte die DJFW eine Strafanzeige gegen Unbekannt wegen der mutmasslichen Wilderei eines Luchses eingereicht. Das Tier war auf der Autobahn A9 ebenfalls von einem Fahrzeug erfasst worden und trug ebenfalls eine Wunde, die durch einen Einschuss verursacht worden war. (sda)

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Der Luchs tanzt

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Der Luchs tanzt
quelle: keystone / christian beutler
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Der Luchs soll zum Abschuss freigegeben werden

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55 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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JJ3
23.12.2021 22:11registriert August 2019
Wie heisst den der Werbespruch des Wallis? „In‘s Herz gemeisselt“! Alles nur Gefassel. Die Walliser akzeptieren in keinster Weise die Flora und Fauna. Darum bleibe ich lieber in der „Üsserschwyz“. Da bin ich besser geschützt
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Coffeetime ☕
23.12.2021 23:37registriert Dezember 2018
Sorry, wen wundert das? 🤔
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[CH-Bürger]
23.12.2021 23:38registriert August 2018
beschämend! 🤬
ich hoffe, die Tierwelt überlebt uns!! 🍀
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