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Tierpark Goldau muss schwer verletzte Bärin einschläfern

Nach tragischem Kampf: Tierpark Goldau muss schwer verletzte Bärin einschläfern

22.04.2022, 11:3422.04.2022, 14:38

Im Tierpark Goldau SZ ist eine alte Bärin von einem Männchen so stark attackiert und verletzt worden, dass sie getötet werden musste. Für den Angreifer hat der Vorfall keine Konsequenzen.

das bärengehege in goldau
Das Bärengehege im Tierpark Goldau.Bild: tierpark goldau

Wie der Tierpark am Freitag mitteilte, leben die Bären, die von Natur aus Einzelgänger sind, in getrennten Abteilen. Bei der Futterverteilung traf am Donnerstagnachmittag aber der 14-jährige Takis auf die 31-jährige Laila. Der Bär griff die Bärin an und verletzte sie so schwer, dass sie eingeschläfert werden musste.

Es seien alle Versuche gescheitert, die beiden Tiere zu trennen, teilte der Natur- und Tierpark Goldau mit. Der Vorfall sei für die Tierparkbesucherinnen und -besucher nicht sichtbar gewesen.

Für Takis hat die Attacke mit tödlichem Ausgang keine Konsequenzen. Das Verhalten des Männchens sei natürlich, teilte der Tierpark mit. In der Natur werde eine alte Bärin, die nicht mehr fortpflanzungsfähig sei und damit nicht mehr der Arterhaltung diene, von ihren Artgenossen angegriffen, um Platz für jüngere Tiere zu schaffen.

Laila war mit 31 Jahren nach Angaben des Tierparks bereits sehr alt. Im letzten Herbst musste sie wegen eines Tumors operiert werden. Sie werde nun pathologisch untersucht, um Erkenntnisse über ihren Gesundheitszustand zu erhalten.

Laila war 2019 vom Zoo in Münster (Deutschland) nach Goldau gekommen. Takis war 2008 in Goldau zur Welt gekommen. (saw/sda)

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