Schweiz
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Jäger sollen Wallisern Wildhütern bei der Wolfsjagd helfen

ZUM ENTSCHEID DES STAENDERATS, DEN SCHUTZ DES WOLFS NICHT AUFZUHEBEN, STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH 9. MAERZ 2016 FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Ein Wolf, mutmasslich "M35", aufge ...
Er hat's nicht leicht im Wallis: Aufnahme eines Wolfes von 2013 am Dorfeingang von Bellwald im Obergoms.Bild: KEYSTONE

Walliser Wölfe narren Wildhüter – jetzt sollen die Jäger helfen

04.04.2017, 11:3704.04.2017, 12:25

Das Wallis und der Wolf: Es wird wohl nie eine Liebesgeschichte werden. Nach dem Abschuss eines Jungtiers kurz vor Weihnachten wurde am 24. Januar eine weitere Abschussbewilligung für einen zweiten Jungwolf erteilt. Diese Abschussfrist lief Ende März trotz «enormen Aufwands der Berufswildhüter» erfolglos ab, wie die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere gestern mitteilte – der Abschuss blieb aus.

HANDOUT - Der von Spaziergaengern gefundene Wolfskadaver einer ausgewachsenen Woelfin aufgenommen am Freitag, 17. Februar 2017, in einem Wald in Pomi in Mayoux/Anniviers im Wallis. Das Tier wurde gewi ...
Diese ausgewachsene Wölfin wurde bei Anniviers VS gewildert: Aufnahme vom 17. Februar 2017. Bild: KANTONSPOLIZEI WALLIS
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Wie der «Walliser Bote» am Dienstag berichtet, fasst die Behörde nun die Unterstützung der Berufswildhüter durch Jäger ins Auge. Sollten erneut Schadensfälle durch Wölfe gemeldet werden, könnte die Jagd auf Jungwölfe wieder eröffnet werden. «Im Idealfall fällt eine solche Abschussbewilligung in den September hinein», sagte Sven Wirthner, Wildhüter-Chef im Oberwallis, im Gespräch mit der Zeitung aus Visp: «Dann könnten ortsansässige Jäger während der ordentlichen Hochjagd beigezogen werden.» Dadurch liesse sich einerseits die Chance eines Abschusses vergrössern und andererseits könnte der Aufwand der Dienststelle stark reduziert werden. (cbe)

Kommst Du dem Wolf näher als die Walliser Wildhüter? Beweise es im Quiz!

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«Es gibt nur ein Motiv, das diese Tat erklärt»: Psychiater zum Busbrand in Kerzers
Warum zündet sich ein Mann im Bus selbst an und reisst fünf weitere Menschen in den Tod? Der renommierte Psychiater Reinhard Haller weiss, wie Amokläufer ticken – und gibt eine Antwort.
Herr Haller, als was würden Sie diese Tat bezeichnen? War es ein erweiterter Suizid?
Reinhard Haller: Nein, das war ein erweiterter Mord. Beim erweiterten Selbstmord geht es letztlich darum, dass sich eine Person selbst töten will und dann das Liebste, was sie hat – oft sind das die Kinder oder andere Familienangehörige – mit in den Tod nimmt. Das geschieht gewissermassen aus altruistischen Motiven. Man will die Angehörigen in ein besseres Jenseits mitnehmen oder sie vor weiterem Elend bewahren, weil man die eigene depressive Stimmung fälschlicherweise auf sie überträgt. Man denkt: Denen geht es ja auch ganz schlecht, also tue ich ihnen etwas Gutes.
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