Schweiz
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Tour dur d'Schwiiz, 59. Etappe: Morges – Morges

Tour dur dSchwiiz

Dies ist weltweit das wohl einzige Wappen mit zwei nackten Buben drauf – doch es ist alles ganz harmlos

Tiere, Köpfe, Waffen, Arbeitsgeräte, Herzen: Ich habe ja schon einige spezielle Gemeindewappen auf meiner Tour gesehen. Aber Gimel im Waadtland hat mich dann doch fast bisschen schockiert.



Mit dem Velo durch die ganze Schweiz

In den kommenden knapp vier Monaten bereise ich mit dem Velo die ganze Schweiz. Auf meiner Tour dur d'Schwiiz besuche ich alle 2324 Gemeinden der Nation und werde eine Strecke von 11'000 Kilometern mit dem Velo hinter mich bringen. Dies entspricht der Distanz von Zürich nach Peking. Folge mir im Liveticker, auf Facebook und Twitter

Tiere sind weit verbreitet, aber Menschen bleiben selten auf Gemeinde-, Regionen- oder Länder-Wappen. Weltweit gibt es genau eine Nation, die Menschen auf seiner Fahne zeigt. Meist bilden Formen und Farben die Flagge. Hier in der Schweiz staune ich allerdings immer mal wieder, wie fantasievoll Gemeindewappen sein können. 

Da gibt es – um nur einige zu nennen – Schnecken (Zell ZH), Gewehre (Crissier VD), Ritter (Marly FR), Landknechte (Tafers FR) und auch jede Menge Herzen: Moiry (VD) schmückt sich mit einem, Berolle (VD) ebenfalls und im Wappen von Blonay sind gar zwei Herzen ineinander verhakt.

berolle blonay moiry

Gemeindewappen mit Herz: Moiry, Blonay und Berolle (v.l.).

Was in der Schweiz mit sechs Mal doch noch oft vorkommt – und sehr überrascht: Köpfe von Schwarzen. «Mohrenköpfe» – wie es die Gemeinden selbst schreiben. Heutzutage politisch nicht mehr denkbar.

Genauso wie das Wappen von Gimel, das mit seinen 2000 Einwohnern am Fuss des Col de Marchairuz liegt. Es zeigt zwei Buben. Nackt. Also quasi den doppelten Pimmel von Gimel.

gimel VD

Das Gemeindewappen von Gimel VD.

Wie kam es dazu? Im 11. Jahrhundert wird der Ort mit «Gimellis» erstmals erwähnt. Gimelz, Gemez, Gemella findet man danach ebenfalls. Alles Ableitungen von Familiennamen die ihren Ursprung im Wort Gemini (Zwilling) haben. So war es eigentlich nichts als logisch, dass Zwillinge das Wappen schmücken. 100-prozentig verbürgt ist die Geschichte allerdings nicht, wie man mir auf der Gemeindeverwaltung bestätigt.

Dass diese nackt sind, störte damals wohl niemanden. Heute wäre die Absegnung eines solchen Wappens unvorstellbar. Der stellvertretende Gemeindeschreiber Armand Vonnez erklärt: «Damals wars scheinbar kein Problem. Wir haben uns in den letzten Jahren schon auch unsere Gedanken dazu gemacht.» Wird das Wappen also bald ersetzt? «Nein, da gibt es im Moment keine Bestrebungen. Es wird sicher noch eine Weile so bleiben.»

Ach ja, die Nation mit den Menschen auf der Fahne ist das mittelamerikanische Belize:

belize

Tour dur d'Schwiiz, 58. Etappe, Blonay – Morges

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Willkommen in der gespaltenen Gemeinde: Ein Dorf, zwei Länder 

Saint-Gingolph am Genfersee ist vielleicht die speziellste Gemeinde der Schweiz. Der Ort wird von der Morge geteilt. Links die Schweiz, rechts Frankreich.  

Verdächtig ist schon die Anfahrt am Feierabend. Obwohl Saint-Gingolph keine 1000 Einwohner beheimatet, ist die Hauptstrasse verstopft. Gut einen Kilometer stauen sich die Fahrzeuge am Ufer des Genfersees. Der Grund: Mitten zwischen den Häusern von Saint-Gingolph steht der schweizerisch-französische Zoll. Mittendrin! Obwohl die meisten Autos durchgewunken werden, kommt es zur Staubildung. 

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