Klick, klick, klick im Bergdorf Lauterbrunnen. Klick, klick, klick auf der Römerbrücke im Verzasca. Klick, klick, klick vor dem Blausee. Klick, Klick, Klick auf der Spreuerbrücke in Luzern. Social Media hat den Schweizer Tourismus verändert. Tausende Bilder der Hotspots der Schweiz locken Touristinnen und Touristen von nah und fern.
Luzerner SP-Nationalrat David Roth findet darum: Man müsse den Tourismus eindämmen. Das erträgliche Mass sei überschritten, sagt er gegenüber der Rundschau. Besonders in den beliebten Ferienorten wie Luzern würde der Tourismus Wirtschaftsbereiche und die lokale Bevölkerung verdrängen.
«Es ist nicht sinnvoll, wenn wir ohnehin schon genügend Tourismus in Luzern haben, Leute aus den weitesten Regionen aus der Welt hierherzulocken», so Roth.
Er möchte der Marketingorganisation Schweiz Tourismus verbieten, Werbung in Asien und Nord- und Südamerika aufzuschalten. Diese Gäste in die Schweiz zu locken, stehe im Widerspruch mit den Klimazielen des Bundes.
FDP-Nationalrätin Jacqueline de Quattro ist im Vorstand des Schweizer Tourismusverbandes. Die Forderung hält sie für keine gute Idee: Leute aus Übersee und Fernost planten langfristig. Mit einer Lenkung könne man einen Ganzjahrestourismus anbieten und die Hotels zu Zeiten füllen, «wenn Gäste aus der Schweiz daheimbleiben».
Über Touristenströme ärgern sich vor allem Anwohnerinnen und Anwohner. «Sogar in meinem Garten machten die Touristinnen und Touristen Selfies», sagt eine Frau aus Grindelwald gegenüber dem Fernsehsender.
Ein Dorn im Auge sind Roth auch Buchungsplattformen wie Airbnb oder Booking.com. Sein Verdacht: Die Einnahmen aus Kurzvermietungen würden oft nicht regulär versteuert werden. Einige Gemeinden würden Angaben zu Kurztaxen und Steuern strenger kontrollieren. Roth fordert deshalb eine schweizweite Regelung.
Von diesem Vorschlag ist Jacqueline de Quattro grundsätzlich nicht abgeneigt, gerade wenn Wohnungsknappheit herrscht und die Unterkünfte zu stark konkurrenziert werden. Doch eine zu starke Einschränkung lehnt sie ab. «Solche Angebote können eine sinnvolle Ergänzung sein und auch neue Touristengruppen ansprechen.» (cst)
Wenn ich mir mal anschaue wer sich in meinem Umfeld über Touristen aufregt und wer selbst oft verreist gibt es gewisse Überschneidungen.
Dann merkt man dann in der Regierung dass das Geld fehlt und entsprechend werden dann die Steuern erhöht dass zu den wegfallenden Einnahmen auch noch höhere Steuern bezahlt werden müssen.