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Massenentlassung bei Telebielingue per Ende Juli

Massenentlassung bei Telebielingue – wegen Verlust der Konzession

02.04.2026, 13:4302.04.2026, 13:43

Der Verlust der Konzession hat für Telebielingue einschneidende Konsequenzen: Der Belegschaft wird per Ende Juli 2026 gekündigt. Die Gassmann-Gruppe bestätigte am Donnerstag entsprechende Informationen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Mit dem Wegfall der jährlichen Gebührenanteile von rund 3,7 Millionen Franken breche die primäre Finanzierungsgrundlage des Senders weg, sagte Gassmann-CEO Christian Bärenfaller der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die aktuelle Übergangskonzession endet gemäss Urteil des Bundesverwaltungsgerichts am 30. Juni 2026.

Anzahl der Betroffenen noch unklar

Ohne die staatliche Unterstützung sei der Betrieb in der bisherigen Form wirtschaftlich nicht mehr tragbar, sagte Bärenfaller. Deshalb sei das ordentliche Konsultationsverfahren für eine Massenentlassung eingeleitet worden.

«Wir befinden uns aktuell in der gesetzlichen Konsultationsfrist, die bis Mitte April läuft», hielt der Gassmann-CEO fest. «Nach Abschluss dieses Verfahrens werden die Kündigungen unter Einhaltung der ordentlichen Fristen per Ende Juli 2026 ausgesprochen.»

Wie viele Mitarbeitende betroffen sind, ist nicht bekannt. Bärenfaller machte dazu auf Anfrage keine Angaben und liess auch offen, ob Mitarbeitende allenfalls anderswo in der Gruppe eine Beschäftigung finden könnten.

Programm wird im Mai bekanntgegeben

«Wir stehen im engen Dialog mit der Belegschaft und prüfen parallel dazu die Möglichkeiten, in welchem Umfang und mit wie vielen Mitarbeitenden ein Programmangebot künftig weiterbetrieben werden kann», sagte Bärenfaller. Wie das künftige Programm genau aussehe, werde man im Mai kommunizieren, hatte Stefan Niedermaier, Besitzer der Gassmann-Gruppe, vergangene Woche erklärt.

Der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts war vergangene Woche bekanntgeworden. Der zweisprachige Regionalsender Canal B erhält demnach definitiv die TV-Konzession für das Versorgungsgebiet Berner Jura, Biel und Seeland. Die bisherige Konzessionärin Telebielingue zog den Kürzeren. (sda)

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