Schweiz
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24.05.2018, Brandenburg, Sieversdorf: ILLUSTRATION: Ein Mädchen trinkt mit einem Strohhalm aus Plastik aus einem Glas. Die EU-Kommission präsentiert am 28.05.2018 Pläne zu möglichen Verboten von Einmalprodukten aus Plastik. (Zu dpa

Die EU sagt Einwegprodukten aus Plastik den Kampf an. Bild: DPA-Zentralbild

Wie schlimm sind Röhrli und Co. wirklich für die Umwelt? Alle Fakten auf einen Blick

Weisst du, wie viel Plastik jeder von uns pro Jahr wegwirft? Und wie stark dabei Trinkhalme, Kaffeebecher und Plastiksäcke ins Gewicht fallen? Die Antworten gibt es hier.



Jetzt machen sie alle ernst: Die EU will die zehn häufigsten Einweggegenstände aus Plastik verbieten – dazu zählen Trinkhalme, Einweggeschirr und Wattestäbchen. Die britische Premierministerin Theresa May plant ein Pfandsystem für Plastikflaschen. Zudem sollen Plastiksäcke in britischen Läden künftig nicht mehr gratis abgegeben werden dürfen.

Und auch in der Schweiz geht es Röhrli und Co. an den Kragen. Neuenburg verbannt als erste Schweizer Stadt ab nächstem Jahr Trinkhalme aus Kunststoff. Für die Raschelsäckchen an Supermarkt-Kassen hat der Detailhandel auf Druck der Politik bereits vor eineinhalb Jahren eine 5-Rappen-Gebühr eingeführt.

Die Massnahmen werden kontrovers diskutiert. Handelt es sich um reine Symbolpolitik oder fallen die Trinkhalme und Plastikteller in der Umweltbilanz tatsächlich so stark ins Gewicht? Das sind die Fakten:

Jeder von uns wirft 88 Kilo Plastik weg – pro Jahr

In der Schweiz werden jährlich etwa eine Million Tonnen Plastik verbraucht. Pro Kopf macht dies 125 Kilogramm pro Jahr, wie das Bundesamt für Umwelt (BAFU) schreibt.  

Davon entfallen nur gerade gut 28 Kilogramm auf Produkte, die länger als ein Jahr in Gebrauch sind – etwa Haushaltswaren, Spielsachen, Sportgeräte oder Baumaterialien. Fast 88 Kilogramm Plastik landen pro Jahr im Abfall – über die Hälfte davon ist sogenanntes «Post-Consumer-Material», also beispielsweise Verpackungen oder andere Einweg-Artikel. 9 Kilogramm Plastik werden pro Jahr und Kopf recycelt, wie aus der letzten Gesamterhebung aus dem Jahr 2010 hervorgeht. PET-Flaschen machen rund die Hälfte des rezyklierten Plastiks aus.

Image

Plastikverbrauch in der Schweiz pro Kopf (in kg).  grafik: irem anan

Wofür wir am meisten Kunststoff verbrauchen

Ob Früchte, Zeitschriften oder Elektrogeräte: Viele Produkte, die wir kaufen, sind in Plastik gehüllt. 37 Prozent des Kunststoffs, der in der Schweiz verwendet wird, entfällt auf Verpackungen

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Einsatzbereiche von Plastik.  grafik: irem anan

Dazu zählen etwa Folienverpackungen, wie sie bei Fleisch, Käse, Chips oder Tiefkühlprodukten verwendet werden (6,3 Kilogramm pro Person und Jahr) oder Behälter wie Dosen und Schalen (5,6 Kilogramm). Tragtaschen schlagen jährlich mit 1,5 Kilogramm zu Buche, Shampoo- und Waschmittelflaschen mit 1,3 Kilogramm pro Einwohner. 

Und was ist mit den Röhrli? «Wir schätzen, dass die verbrauchten Mengen an Trinkhalmen im Verhältnis zum gesamten Kunststoffverbrauch in der Schweiz vernachlässigbar sind», heisst es beim BAFU auf Anfrage.

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Verpackungen, Verbrauch pro Kopf (in kg). grafik: irem anan

Mit fast 7 Kilogramm pro Kopf und Jahr gehören die PET-Flaschen zu den gewichtigeren Posten auf der Liste. Im Gegensatz zu den oben genannten Produkten werden sie aber grösstenteils recycelt. Dasselbe gilt für Milchflaschen.

«Wir schätzen, dass die verbrauchten Mengen an Trinkhalmen im Verhältnis zum gesamten Kunststoffverbrauch in der Schweiz vernachlässigbar sind.»

Bundesamt für Umwelt

Plastikverpackungen fallen auch in der Industrie zuhauf an. Zu nennen sind insbesondere Folien und Luftpolster mit einem Gesamtgewicht von 75'000 Tonnen (oder 9,4 Kilogramm pro Kopf und Jahr).

Ein Viertel des gesamten Plastiks wird in der Baubranche verbraucht, etwa in Form von Fensterrahmen, Schaltern, Dichtungen oder Abdeckfolien. Weitere Posten, die ins Gewicht fallen, sind Plastikteile an Fahrzeugen (9%) oder Elektrogeräten (5%). Auf den Bereich Sonstiges entfallen weitere 24 Prozent. Dabei handelt es sich unter anderem um Sportgeräte und Spielsachen.

Trügerische Plastik-Alternativen

Bringt es denn überhaupt etwas, auf Plastikprodukte zu verzichten, und stattdessen auf Alternativen aus anderen Materialien zu setzen? Die Antwort ist «Jein», wie folgende Untersuchungen zeigen.

Tragetaschen

Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa hat die Ökobilanz verschiedener Tragetaschen untersucht. Fazit: Geht man davon aus, dass die Tasche einmal gebraucht und anschliessend im normalen Hausmüll entsorgt wird, schneidet ein normaler Plastiksack besser ab als eine Papiertasche oder eine kompostierbare Tüte.

Am ökologischsten sind Mehrwegtaschen aus recyceltem Plastik (Label «Blauer Engel») – selbst nach einmaliger Benutzung. So muss ein gewöhnlicher Plastiksack viermal verwendet werden, bis er eine gleich gute Ökobilanz aufweist. Eine Papiertasche muss siebenmal zum Einsatz kommen, eine kompostierbare Tasche elfmal. Eine Baumwolltasche zahlt sich ökologisch gesehen erst aus, wenn sie 80-mal verwendet wurde.

Wegwerfgeschirr

Auch mit der Ökobilanz von Wegwerfgeschirr haben sich Schweizer Forscher befasst. Eine Studie der Basler Umweltberatungs-Firma Carbotech zeigt, dass Einweg-Geschirr aus recyceltem Karton oder aus pflanzlichen Fasern in der Regel eine bessere Ökobilanz aufweist als solches aus konventionellem Plastik – allerdings nicht in jedem Fall.

«Nur weil Teller aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt sind, müssen sie aus Umweltsicht nicht zwingend besser abschneiden», sagt Studienleiter Fredy Dinkel. Auch das Label «biologisch abbaubar» sei trügerisch. So landeten die Produkte oft nicht im Kompost, sondern im normalen Hausmüll – der vermeintliche Vorteil verpuffe damit. Und selbst wenn sie kompostiert würden, brächten die untersuchten Materialien wenig Nutzen für den Kompost, die meisten seien zudem schlecht abbaubar.

ILLUSTRATION:, 24.05.2018, Brandenburg, Sieversdorf: Einweggeschirr aus Pappe und und Plastik und Messer, Gabeln, Löffel und Becher aus Plastik liegen zusammen auf einem Tisch. (Zu dpa

Wenn Einweg-Geschirr biologisch abbaubar ist, ist es deswegen nicht zwingend ökologischer. Bild: DPA-Zentralbild

«In gewissen Ländern besteht das Hauptproblem im Littering, also darin, dass Plastikabfälle in der Natur oder im Meer landen», so Dinkel. In diesen Fällen mache es Sinn, den Fokus auf die Abbaubarkeit im Meerwasser zu legen.

Anders sei dies in der Schweiz, wo Littering zwar ebenfalls vorkomme, aber nicht das primäre Umweltproblem sei. «Hierzulande macht es mehr Sinn, Produkte zu fördern, die mit möglichst wenig Umweltauswirkungen hergestellt und wenn möglich rezykliert werden können.» In gewissen Fällen könne dies auch bedeuten, dass Einweg-Plastikprodukte die beste Wahl sind.

«Einweg-Plastikartikel stellen in der Schweiz kein direktes Umweltproblem dar, sofern sie richtig entsorgt werden.»

Michael Hügi, Bundesamt für Umwelt

Michael Hügi, Experte für Siedlungsabfälle beim BAFU, bekräftigt: «Einweg-Plastikartikel stellen in der Schweiz kein direktes Umweltproblem dar, sofern sie richtig entsorgt werden.» Dennoch sei es im Sinne der Abfallvermeidung und Ressourcenschonung auch hierzulande besser, auf Einwegprodukte zu verzichten oder diese mehrfach zu verwenden.

So verschmutzt Plastikmüll die Meere

Die Sache mit dem Recycling

Die Schweiz lässt sich gern als Recycling-Weltmeisterin feiern. Im Bereich des Plastikabfalls kann sie diesen Titel aber nicht für sich beanspruchen. Anders als in vielen europäischen Ländern werden hierzulande nämlich nur PET-Flaschen im grossen Stil rezykliert. Für andere Plastikabfälle existieren in vielen Gemeinden keine separaten Sammelstellen.

In einem europaweiten Vergleich des Branchenverbandes Plastics Europa landet die Schweiz deshalb im hinteren Drittel – hinter Ländern wie Polen, Litauen und Zypern. Am besten schneiden in der Auswertung Tschechien, Deutschland und die Niederlande ab.

plasticseurope, 2017

grafik: plasticseurope, 2017

Das Bundesamt für Umwelt verweist darauf, dass Kunststoff nicht gleich Kunststoff ist. Alle Plastiksorten gemeinsam zu sammeln, bringe deshalb wenig. Sinnvoll ist laut Bund etwa das Rezyklieren von Shampoo- und Putzmittelflaschen aus Polyethylen. Der Detailhandel bietet solche Sammelstellen heute bereits auf freiwilliger Basis an.

Auch ein Bericht der Firma Carbotech im Auftrag von acht Kantonen und dem Bund kommt zum Schluss, dass das Sammeln von Kunststoff – im Vergleich zu PET oder Aluminium – einen verhältnismässig kleinen ökologischen Nutzen hat und gleichzeitig beträchtliche Kosten verursacht. 

«Life in plastic, it's fantastic» ...

... trällerte die Band Aqua 1997 in ihrem Song «Barbie Girl». Gut zwanzig Jahre später steckt das Plastik in einer schweren Image-Krise: Weltweit ergreifen Regierungen im Kampf gegen Kunststoffmüll drastische Massnahmen. watson beleuchtet in einer sechsteiligen Serie, wie es dazu gekommen ist, und beschäftigt sich mit der Frage: Sind die geplanten Verbote wirksam oder doch blosse Symbolpolitik?

Teil 1: Wie schlimm sind Röhrli und Co. wirklich für die Umwelt?
Teil 2: Plastik ist das neue Rauchen – wie ein Material all seine Freunde verlor
Teil 3: So sehen die Regale aus, wenn man Produkte mit Mikroplastik entfernt
Teil 4: Plastik-Branche verteidigt sich: «Es gibt viel grössere Umweltsünder»
Teil 5: An unserem Plastik werden noch unsere Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Enkel «Freude» haben
Teil 6: So viel Plastik verbrauchen die watsons in einer Woche

EU will Plastikbesteck und -geschirr verbieten

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Turicum 17 05.06.2018 01:07
    Highlight Highlight Meine Meinung nach sollte man die Verpackungen je nach Umweltschädlichkeit besteuern, d. h. je schädlicher desto höher die (nicht an den Konsumenten übertragbare) Steuer. Zudem sollte man die Verkäufer zwingen alles wieder zurückzunehmen und man sollte Recyclinganlagen vor den Verbrennungsöfen installieren, die den Hausmüll vorsortieren.
  • Miikee 04.06.2018 21:47
    Highlight Highlight Warum wir noch keine "No littering" Schilder haben und Geldbussen bis zu 5'000 .- kann ich auch nicht verstehen. Bin im Moment in Kanada und hier hat es überall und es scheint "grösstenteils" zu funktionieren bzw. abzuschrecken.
  • CASSIO 04.06.2018 21:11
    Highlight Highlight der plastikmüll ist schon erschrecked. ich staune auch immer wieder über unsere beiden grossverteiler. bei beiden hat sich kein funken ökologisches bewusstsein eingeschlichen. ich bin gegen neue gesetze, aber meines erachtens sollten diese beiden grosskonzerne endlich ihre verf**** verantwortung übernehmen. in beiden konzernen haben sich jedoch kapitalistische abzocker eingeschlichen, diese müssen eliminiert werden, sonst ändert sich dort rein gar nichts. wen ich ein bio pagnol kaufe, dann will ich keinen plastik an der verpackung sehen. bio soll bio sein, durchs band!
  • Keepitsimple 04.06.2018 19:04
    Highlight Highlight http://esu-services.ch/fileadmin/download/jungbluth-2012-Reduktionspotenziale-BAFU.pdf

    Ab Seite 41 --> Ernährung.

    Kann sein, dass es inzwischen aktueller Versionen gibt, aber zeigt sehr schön die Dimensionen auf und wo wirklich angesetzt werden muss.
  • Wilhelm Dingo 04.06.2018 14:47
    Highlight Highlight In der Schweiz sollte uns der Mikroplastik in Kompost und auf Feldern beschäftigen. Das kann jeder Hobbygärtner beobachte der Komposterde kauft. (https://www.tagesspiegel.de/wissen/umweltschutz-komposterde-ist-voller-mikroplastik/21141502.html)
  • häxxebäse 04.06.2018 13:49
    Highlight Highlight warum kann man plastik nicht auch wie PET sammeln und beim verkäufer abgeben oder wie das altglas bei einer recyclingstelle? geht in anderen ländern ja auch. könnte man ja auch einschmelzen und wiederverwerten. früchte kann ich gut in selbstgebrachte taschen packen, nicht aber das fleisch... am schlimmsten sind die sperrigen verpackungen der elektrowaren.
    • Wilhelm Dingo 04.06.2018 16:14
      Highlight Highlight @häxxebäse: weil das nur Sinn machen würde wenn Du die 20 Kunststoffsorten trennen würdest...
    • häxxebäse 04.06.2018 16:29
      Highlight Highlight das können die grossen hersteller übernehmen...! schafft arbeitsplätze
    • Super 04.06.2018 16:53
      Highlight Highlight Naja, Kunststoffe lassen sich nur anhand der Recyclingnummern zuverlässig trennen. Da hilft selbst Handarbeit wenig, man kann das Zeug nicht so einfach auseinanderhalten.
      Zudem wird PET
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gianini92 04.06.2018 13:48
    Highlight Highlight Eigentlich ist es lächerlich, dass ein solches Theater um Plastik gemacht wird. Wer der Umwelt wirklich was gutes tun möchte, sollte ganz andere Dinge zuerst beachten. Beispielsweise setzt eine Autofahrt von 100km mit 6l Benzin/100km Verbrauch bereits gleichviel CO2 frei wie durch die Verbrennung von knapp 10kg Plastik entsteht. Geht man von 88kg Plastik pro Kopf und Jahr aus, wären das nicht mal 1000km.
    Aber dann müsste man ja selber verzichten und kann nicht die Schuld auf Produzenten/Supermärkte schieben...
    • Wilhelm Dingo 04.06.2018 16:16
      Highlight Highlight @Gianini92: Wenn das PLastik verbrannt wird ist das Problem gering. Problematisch ist es aber wenn es unverbrannt in die Umwelt gelangt, z.B. als Faserabrieb, Mikroplastik im Kompost oder direkt ins Meer.
  • skankhunt42 04.06.2018 12:54
    Highlight Highlight Typisch Regierung. Ich mag Plastik und niemamd hat mir den wegzunehmen. Dank Plastkgeschirr muss ich nie abwaschen und spare dabei Tonnen an Wasser und Seife. Ich lasse meinen Geschirrspühler nur ca. alle 3 Monate einmal kurz laufen, um die Mikrowellenplatte zu reinigen. Ausserdem ist es tausendmal hygienischer, denn ich kann bei jeder Mahlzeit sicher sein, dass meine Gabel nicht mit Bakterien aus einem anderen Mund verseucht ist. Früher habe ich die alten Plastikteller noch zum Anfeuern meines Cheminees genutzt, aber das darf man ja auch nicht meh, unseren ach so tollen Politikern sei Dank!
    • Badummtsss 04.06.2018 21:15
      Highlight Highlight Nur zum anfeuern? Ich werfe meinen gesamten Hausmüll in das Chemine, somit spare ich diese unnötigen Plastik-Kehrichtsäckli mit Gebühr.
    • skankhunt42 05.06.2018 06:37
      Highlight Highlight @Badummtsss: Sehr gut. Pouletknochen und andere Speisereste 1 Nacht in Benzin tränken, dann lassen sich unerwünschte Gerüche minimieren. Die Schlacke, welche nach dem Verbrennen zurückbleibt, kann man übrigens mit einem handelsüblichen Gartenhäcksler feinmalen und dann mit dem Sandkastensand vermischen. Die Kinder lieben es.
  • andrew1 04.06.2018 12:43
    Highlight Highlight Wieder so eine sinnlose aktion welche quasi nichts bringt aber die leute einschränkt. https://m.bazonline.ch/articles/5aab7018ab5c377a91000001

  • Ruffy 04.06.2018 12:23
    Highlight Highlight Plastik soll hier nicht recycelt werden, weil dieser in den Kehrichtverbrennungsanlagen als gueter Brennstoff geschätzt wird. Kehrichtvervrennungsanlagen welche unsere Fernwärmenetze versorgen und mit mehreren Filtern sicherstellen, dass nichts schädliches austritt. Darum sind die Verbote in der Schweiz absurd, wenn die Ersatzprodukte nicht wirklich ökologischer sind.
    • Snowy 04.06.2018 14:38
      Highlight Highlight Ersatzrohstoff = Hanf
    • TJ Müller 05.06.2018 01:06
      Highlight Highlight Ruffy, das ist so ein Mythos, welcher nicht wirklich stimmt. Plastik wird fast nicht recycelt weil es sich monetär schlicht nicht lohnt. Denn recycling Kunststoff teurer ist als neuen herzustellen. Kapitalismus juhee!!
  • Keepitsimple 04.06.2018 12:23
    Highlight Highlight Prinzipiell ein Schritt in die richtige Richtung, aber solange Kerosin und viele andere Erdölprodukte nicht, oder zu wenig besteuert werden wird an einem sehr kleinen Hebel angesetzt. Mobilität sowie die Gebäude machen einen grossteil des Energieverbrauchs aus und damit indirekt auch der Umweltverschmutzung. Bei den Lebensmitteln sind Verpackungen das kleinste übel. Herstellung, Transport und Haltbarmachung (Kühlung) verursachen die grösste Umweltbelastung --> umweltbelastungspunkte
    • Snowy 04.06.2018 14:37
      Highlight Highlight Hast recht.

      Trotzdem: Wenn man einen Schritt in die richtige Richtung tun, soll man diesen auch tun - vor allem wenn der Aufwand so gering ist.
  • Paddiesli 04.06.2018 12:17
    Highlight Highlight Find's immer witzig, wie wir Schweizer uns mit der Recycling-Quote brüsten. Es nähme mich wunder, wieviel recycled würde, wenn wir keine Abfallsackgebühren hätten. Die meisten recyclen doch nur, um Geld zu sparen. Traurig, aber wahr.
    • lilie 04.06.2018 13:58
      Highlight Highlight @Paddiesli: Traurig, aber wahr, aber wurst. Hauptsache es funktioniert!
    • Snowy 04.06.2018 14:36
      Highlight Highlight Leider absolut korrekt.

      Und genau darum brauchts Verbote und/oder Besteuerung von Plastik und sonstigen Umweltsündern.
  • me myself 04.06.2018 11:24
    Highlight Highlight Die Meere sind mit Plastik bereits stark vergiftet. Die Sonne und die Wellen haben ihn bereits in Mikropartikel zerkleinert die jetzt in der Nahrungskette sind. Die Röhrchen sind also nur ein Tropfen auf dem heissen Stein, dennoch ein Schimmer Hoffnung und ein erster Schritt.
  • Snowy 04.06.2018 11:23
    Highlight Highlight GOOD NEWS!

    Aufklärungsm. wirken viel zu langsam. Umweltschutz muss den Konsumenten und der Industrie im Portemonnaie schmerzen - sad but true!

    Wäre mir auch lieber, wenn es anders gehen würde, aber ich habe keine Lust, dass im Jahr 2050 mehr Plastik als Fisch in unseren Ozeanen schwimmt..

    Zynisch zu behaupten, die grösseren Umweltverpester seien anderswo… Warum sollen Schwellenländer viel Geld in Umweltschutzmassnahmen investieren, wenn nicht mal wir es tun?

    Jetzt bitte sofort Schweröl für Schiffe verbieten (oder zumindest sehr hoch besteuern) und endlich Kerosin nicht mehr steuerbefreien
    • Husar 04.06.2018 14:09
      Highlight Highlight Höhere Konsumentenpreise haben keine lenkende Wirkung, solange der Konsument alles in Plastik verpackt kaufen muss.
    • Snowy 04.06.2018 14:34
      Highlight Highlight Natürlich haben höhere Preise eine lenkende Wirkung (hin zu plastikfreien Alternativen da günstiger).

      Schlage ein VWL-Lehrbuch Deiner Wahl auf (Kapitel 1).
    • Husar 04.06.2018 16:46
      Highlight Highlight @Snowy
      Dann schlag einmal die Abschnitte "Monopol" und "Kartell" in Deinem schlauen Buch nach.
      Der Preis wirkt nur lenkend, wenn der Käufer die Wahl hat. Aber die hat er betreffend Plastikverpackungen nicht, weil alles in Plastik verpackt angeboten wird und weil er ja beim Meisten nicht auf den Konsum verzichten kann, sonst verfilzt, verlaust und verhungert er.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raffaele Merminod 04.06.2018 11:22
    Highlight Highlight Wenn ich in die Coop einkaufen gehe und beim Gemüsestand stehe, da ist rund zwei drittel (wenn nicht mehr) plastikverpackt und portioniert usw. oder als Bio geschützt von Nicht-Bio verpackt.
    Das ist mittlerweile einfach übertrieben.
    Recycling steht immer an zweiter Stelle. Als erstes sollte man schauen das man kein Abfall enstehen lässt und daher unsinnige und unnötige Verpackungen weglässt.
    User Image
  • Matthias Ott (1) 04.06.2018 11:02
    Highlight Highlight Röhrli oder Tragtaschen zu verbieten ist doch reine Symptombekämpfung und ineffizienter Aktionismus!
    Führt eine klitzekleine Gebühr pro Tonne in den Umlauf gebrachten Plastik ein (ähnlich wie die VRG bei Elektrogeräten) und finanziert damit anständige Deponien oder KVAs in Schwellen- und Entwicklungsländern.
    Kostet wenig und bringt sehr viel. Und im Gegensatz zur klassischen Entwicklungshilfe profitieren bei "Umwelt-Entwicklungshilfe" wir reichen Europäer gerade so davon wie die eigentlich begünstigten.
  • TheDude10 04.06.2018 10:57
    Highlight Highlight Deutschland und co. sind nur Plastikrecycling Weltmeister, weil sie alles nach China verschiffen, selber aber nicht recyklieren. China hat aufgehört den Europäischen Plastikmüll anzunehmen und nun staut sich alles irgendwo.
    • dmark 04.06.2018 17:55
      Highlight Highlight Nicht ganz. Auch andere Industriezweige, wie z.B. Zementwerke nehmen gerne Plastik als Brennstoff an.
  • Bert der Geologe 04.06.2018 10:56
    Highlight Highlight Danke Watson für diesen Artikel, ein Beitrag zur Versachlichung. Es ist ja schon erstaunlich, für wie blöd man uns hält. Da wird doch tatsächlich suggeriert, mit einem Verbot von Plastiktrinkhalmen könnten die Meeresschildkröten gerettet werden. Solange die Flüsse mit den bevölkerungsreichsten Anrainern in so grossem Ausmass Plastik ins Meer schwemmen, ist alles andere eine reine Alibi-Uebung.
  • Matrixx 04.06.2018 10:54
    Highlight Highlight Ich wiederhole mich wohl wiedermal:
    Plastik ist nicht schlecht. Viele (gute) Sachen gäbe es ohne Plastik nicht. Viele Sachen sind sogar dank Plastik erst möglich oder besser!

    Unser Umgang mit Plastik ist schlecht.
    Man bräuchte Trinkhalme und Plastiksäckli nicht zu verbieten, wenn der Mensch damit besser umgeht. Da helfen keine Gesetzt und verbote. Da hilft nur, den Mensch in diesem Bereich besser zu bilden!
  • DerElch 04.06.2018 10:53
    Highlight Highlight Ein kleiner Schritt aber immerhin ist es einer zur Reduktion von Plastik-Müll.

    So viele Produkte haben neben generell unnötiger Verpackung auch einfach unnötig viel Verpackung wie beispielsweise Chips o.ä.! Viel Luft = viel zu viel Verpackungsmaterial.

    Und bei jedem Einzelnen angesetzt: To Go-Kaffeebecher. Läckbobby sind die mir ein Dorn im Auge... Einmal gebraucht und weggeworfen. Jeden. Einzelnen. Tag. Wieso??? Hier darf sich jeder selbst an der Nase nehmen und den Kaffee entweder zuhause konsumieren oooooder einen Mehrweg-Becher kaufen und füllen (lassen), ehe man gross wettert.
  • swizzbliss 04.06.2018 10:49
    Highlight Highlight Das kommt aber früh... Bitte hört auch endlich aufalles doppelt und dreifach zu verpacken. Back to the Rolts. Dann hat derApfel halt mal Dellen. Ist auch ein Apfel.
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 04.06.2018 10:42
    Highlight Highlight Kann man endlich mal die Kunststoffverpackung von Jelmolikatalogen und anderen Katalogen, die unbestellt in den Briefkasten flattern, verbieten.
    • ScreamingLord 04.06.2018 11:21
      Highlight Highlight Ich glaube die Post will das so, ansonsten werden die Zeitschriften nicht mehr ausgetragen. Ist doch absoluter Schwachsinn.... ist mir auch beim K-Tipp aufgefallen. Früher war dieser nicht in Plastik verschweisst. Ebenso sollte verboten werden Gratiszeitungen in den Briefkasten zu stecken welche praktisch nur dazu da sind um Werbung trotz "keine Werbung" Kleber verteilen zu "dürfen"
  • Nik G. 04.06.2018 10:33
    Highlight Highlight Natürlich ist das Röhrli nur ein sehr kleiner Teil. Trotzdem muss man im kleinen anfangen. Wir Menschen sind nicht bereit im grossen Stil einschneidungen vorzunehmen.
    Vielleicht macht ein Verbot von Plastikbesteck in der Schweiz wenig Sinn. Aber da die Schweiz ein kleines Land ist macht es keinen Sinn hier eine andere Richtung einzuschlagen Plastik ist ein Globales Problem.
    Zusätzlich würde es mich interessieren ob die Jahrhundertlange Zersetzung von Plastik in die Ökobilanz eingerechnet wurde. Sehr wahrscheinlich nicht.
  • walsi 04.06.2018 10:31
    Highlight Highlight Das Verbot hier in Europa ist reine Symbolpolitik um zu zeigen man tut was. Dort wo man aber effektiv etwas bewegen könnte weigert man sich mit Händen und Füssen.

    Scheint so, dasd die Röhrli Herrsteller mehr ins Lobbying investieren sollten 😉
  • Maya Eldorado 04.06.2018 10:30
    Highlight Highlight Das Gemüse in den Plastiksäckli find ich praktisch. So trocknet das im Kühlschrank nicht aus. Die Plastiksäckli brauche ich mehrmals, bis sie auseinanderfallen.

    Wenn ich was im Warenhaus kaufe, wollen die meine Ware, die schon in Plastik verpackt ist, noch in einen Plastiksack machen. Dann sage ich, dass es ja schon in Plastik verpackt ist. Dann schaut die Verkäuferin ganz erstaunt drein.
  • Miikee 04.06.2018 10:26
    Highlight Highlight Am liebsten natürlich weg mit all dem Plastik, wenn wir mit den Trinkhalmen und Plastiktüten anfangen ist das aber auch ok.
    Play Icon
  • Domino 04.06.2018 10:24
    Highlight Highlight Was im Artikel ganz vergessen wird: der Kunststoff im Abfall wird in der Kehrichtverbrennung in Energie umgewandelt (Fernwärme oder Elektrizität). Somit ist der Kunststoff ein Zwischenprodukt, sollte aber trotzdem möglichst vermieden werden, da die Zwischennutzung auch Energie verbraucht.
  • Bletti 04.06.2018 10:19
    Highlight Highlight Soll mir mal jemand zeigen, wo die Röhrli in der Statistik sind und wenn eine Unterkategorie, wieviel das ausmacht. Wenn schon eine generelles Verbot für Esshilfsmittel aus Plastik. Typisch Schweiz: seht alle Welt, wir machen etwas für die Umwelt, wir haben keine Röhrli mehr :-)

    Und wenn wir schon dabei sind, soll wir mal jemand erklären, wie mein Röhrli und mein Plastiksack ins Meer kommen?
    • DerElch 04.06.2018 10:48
      Highlight Highlight Du wirst sie in der Nähe eines Baches auf den Boden, der Regel spült sie in den Bach, der Bach trägt sie in den Fluss, der Fluss mündet in den Rhein, der Rhein trägt dein Röhrli/Whatever ins Meer.

      So einfach.
    • Husar 04.06.2018 14:19
      Highlight Highlight @DerElch
      Falsch. In den allermeisten Fällen wird ein Röhrchen, wenn überhaupt, auf der Strasse landen. Dort entfernt im Normalfall die Strassenreinigungsmaschine das Röhrli von der Strasse, das anschliessend in der KVA vernichtet wird. Falls nicht, dann wird es vielleicht in den Gulli gespült mit dem Regen. Dann gelangt es aber in die Kläranlage, wo es herausgefiltert wird.
      Wenn es fernab der Strasse passiert, dann muss das Röhrli direkt am Ufer eines Baches zu liegen kommen, damit es von selbigem weggeschwemmt wird, andernfalls bleibt das Röhrli im Gras, bzw Dickicht hängen und bleibt da.
  • egemek 04.06.2018 10:09
    Highlight Highlight In der Schweiz gibt es ein Gesetz das vorschreibt, dass Zeitschriften und Magazine in Plastikfolie verpackt versendet werden müssen.

    Dieses Gesetz könnte man relativ leicht abschaffen. Da könnte mehr Plastik eingespart werden als mit ein paar Röhrli.

    Oder die in Plastik eingeschweissten Bio-Gurken in der Migros... Völliger Schwachsinn!
    • ARoq 04.06.2018 10:49
      Highlight Highlight Welches Gesetz ist das?
    • Die Redaktion 04.06.2018 11:06
      Highlight Highlight @egemek

      Allgemein verpacktes Gemüse ist Humbug. Die Folie um die Zeitschriften ist 0,012 Millimeter dick. Eine Papierumhüllung müsste zusätzlich bedruckt werden, da sie nicht durchsichtig ist. Generell ist dies aber erlaubt. Ich denke jedoch, dass es ebenso wie bei Papiersäcken nicht ökologischer ist, zumal man so eine Hülle ja nicht 11 mal benutzt.

      Migros oder Coop versendet ihren Werbegugus ja offen. Scheint also auch erlaubt zu sein. Doch wer bezahlt für eine Zeitschrift 8CHF, wenn sie bei der Ankunft schon gelesen aussieht?
    • Phrosch 04.06.2018 11:10
      Highlight Highlight Ja, früher kamen Zeitschruften mit eine „Mantel“ aus Papier. Das ginge gut mit Altpapier...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hexentanz 04.06.2018 09:57
    Highlight Highlight "«In gewissen Ländern besteht das Hauptproblem im Littering, also darin, dass Plastikabfälle in der Natur oder im Meer landen»"

    Hab das auch auf Zypern gesehen. Da stehen immer wieder Schilder mit "Littering will be fined by 850€ penalty" aber hey.. alles zugemüllt den Highways entlang und auch sonst hinter Häusern etc.

    Dann sehen wir doch mal noch realistisch an: Wenn Europa und USA keinen Plastik mehr hat, also 0, der ins Meer gelangt, dann wird der Anteil der Neuverschmutzung um 10% reduziert.

    90% der Verschmutzung kommt aus Afrika und Asien.

    Just saying.
    • Die Redaktion 04.06.2018 11:09
      Highlight Highlight @Hexentanz

      Europa hat seinen Plastikmüll einfach nach Asien und Afrika verkauft, so sieht es aus.
    • Matti_St 04.06.2018 11:31
      Highlight Highlight Nicht ganz... Ein grosser Teil europäischen Abfall wird in Entwicklungsländer verschifft. China hat erst jetzt den Riegel geschoben. Das heißt, auch bei uns kann Abfall zu einem Problem werden.
    • Hexentanz 04.06.2018 12:26
      Highlight Highlight Djinn das Stimmt, aber in Containern als Stapel oder Granulat. Dies wiederrum wird in China verwendet um Zementwerke zu Heizen.

      Schlussendlich kommt der Plastik ja aus China und kann auch wieder dorthin?

      Soweit so gut, oder auch nicht ganz je nach Betrachtunsweise.

      Aber es geht bei den Strohhalmen und anderem wohl eher um die Umweltverschmutzung durch wegwerfen in die Natur anstelle dem Zyklus wieder zuführen (Verbrennen/Recyceln)

      In Indien und Afrika fehlt oftmals einfach die Infrastruktur und das bewusstsein für das "ordentliche wegwerfen" denke ich.

      Gibt dazu gute Dokus auf YT.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Diavolino666 04.06.2018 09:47
    Highlight Highlight Ok - die Plastik-Säckli werden gerne unachtsam mitgenommen und weggeworfen. Was aber noch viel mehr ins Gewicht fallen dürfte, sind die unnötigen Plastikverpackungen, die gefühlt auch immer schlimmer/voluminöser werden. Aber lieber erst mal den Endverbraucher bestrafen...
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  • Matti_St 04.06.2018 09:46
    Highlight Highlight Ergo, wenn wir was richtig machen wollen, müssten wir Recycling-Anlagen in den betroffenen Regionen fördern. Das Problem als globaler Auftrag ansehen.
    • Husar 04.06.2018 14:54
      Highlight Highlight Kennen wir schon.
      Da steht dann eine Recycling-Anlage, eine KVA, eine Kläranlage. Alle lokalen Notablen haben sich an deren Bau bereichert, dank unseren Hilfsgeldern.


      Und dann geht die Anlage nie in Betrieb.
    • Matti_St 04.06.2018 16:09
      Highlight Highlight @Husar, hast du eine Quellenangabe? Würde mich interessieren.
    • Husar 04.06.2018 18:17
      Highlight Highlight @Matti_St
      Fahr einmal durch Italien, Frankreich, Spanien oder sonst ein EU-Land und erkundige Dich bei den Einheimischen nach Subventions-Kathedralen (unvollendete Neubauten, die seit Jahren als Rohbau herumstehen als Alibis für die EU-Gelder, die man aberäumt hat), oder nach EU-finanzierten Anlagen und schau sie Dir dann vor Ort an.
      Dann wirst Du wissen, wovon ich spreche.
  • Maya Eldorado 04.06.2018 09:45
    Highlight Highlight Ich kaufe seit vielen Jahren Bio-Putzmittel, also problemlos abbaubar, zwar auch in Plastikflaschen. Aber ich kann die im Bio-Laden nachfüllen lassen. Diese Flaschen halten ewig.
    • dr.gore 04.06.2018 10:24
      Highlight Highlight Eher biodegradable, also von der Umwelt abbaubar als Bio im eigentlichen Sinn.
    • Maya Eldorado 04.06.2018 10:27
      Highlight Highlight Also wenn die Rohstoffe von Pflanzen ist das Bio.
      Ausserdem werden nur Stoffe verwendet, die schnell abbaubar sind und somit praktisch nicht schädlich für die Natur.
      Es gibt ein paar Anbieter.
      Auch die Grossverteiler bieten schon ein paar Sachen an. Allerdings kann man da die Gebinde nicht auffüllen. Und das ist ein grosser Nachteil, schaut man auf die Nachhaltigkeit.
    • Carry62 04.06.2018 11:08
      Highlight Highlight Die biologisch abbaubaren Putzmittel sind Augenwischerei. Die Verweilzeit des Abwassers in einer Kläranlage ist ca. 24 Stunden. Das Abbauen der Putzmittel dauert hingegen ca. 30 Tage... geht also alles in den Fluss / See für 29 Tage...
  • stony1185 04.06.2018 09:44
    Highlight Highlight Ich bin mir nich ganz sicher und es kann jetzt sein das ich mich ein bischen weit aus dem fenster lehne, aber ist es nicht so das in deutschland ein teil des kunststoffs "thermisch recycled" wird? Was etwa so viel bedeuted wie verbrennen da der kunststoff einen sehr ähnlichen heizwert wie öl produkte aufweist und nur durch diese masnahme eine solch hohes recycling niveau eirreicht werden kann. Kann mich da jemand aufklären?:)
    • silavonus 04.06.2018 10:15
      Highlight Highlight Das ist so. Es wird zwar viel getrennt gesammelt, wovon nur ein kleiner Anteil sinnvoll recycliert werden kann. Der Rest wird dann ebenfalls als begehrter Brennstoff thermisch "recycliert". Ersetzt so immerhin den Einsatz von anderen Brennstoffen.
      Es ist entscheidend für die Statistik, was als recycling definiert wird, alles, was getrennt gesammelt wird, oder das, was wiklich als Material zurückgewonnen wird. Diese Länderdaten können so schönfrisierst werden.
    • Legaschtenie 04.06.2018 10:17
      Highlight Highlight Das ist hierzulande warscheinlich genau so, vor allem seit China den ganzen Plastikmüll nicht mehr will... Da gabs mal vor einiger Zeit einen guten dok-film auf arte.
    • 7immi 04.06.2018 10:47
      Highlight Highlight in der schweiz ist es so, daher haben wir beim pet beinahe 100%, da thermisch recycelt mit einberechnet wird. in deutschland weiss ich nicht wies läuft. grundsätzlich gibt es viele kunststoffe, die am besten verbrannt werden. ein recycling ist sehr energieaufwändig und zum teil schlicht nicht möglich, dann wirds zum downcycling. es gibt viele kunststoffsorten die über das thermische recycling eine bessere ökobilanz aufweisen als über das stoffliche recycling.
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Writer Formerly Known as Peter 04.06.2018 09:42
    Highlight Highlight Ich bin nicht der Meinung, dass das Sammeln von Kunststoffen keinen breiten ökologischer Nutzen hat. Werden die Kunststoffe sortiert, können Kunststoffe welche nicht mehr recycliert werden können, zu 100% der Verbrennung zugeführt werden. Diese Energie kann in Zementwerken oder KVA zu 100% genutzt werden und hat das gleiche Energieäquivalent wie Erdöl. Das heisst eine Tonne Kunststoff ersetzt eine Tonne Erdöl. Den Haushalten kann aber nicht überlassen werden zu wissen, um welche Art von Kunststoff es sich handelt. Das System ist bereits heute genügend kompliziert.
    • Bletti 04.06.2018 10:27
      Highlight Highlight Klare Kennzeichnung auf der Etikette auf dem Behälter und den entsprechenden Einwurfstellen bei der Abgabe. PET, PE, PEBD, PEHB ... wir sind keine Analohabeten.

      Das wär doch mal ein sinnvolles Gesetz inkl. die Auflage, dass nur gut rezyklierbare Kunststoffe zugelassen werden.
    • balzercomp 04.06.2018 11:49
      Highlight Highlight Aber PET-Verpackungen, die nicht für Getränke gedacht sind, dürfen nicht in die PET-Sammlung. Ob das sinnvoll ist?
    • Husar 04.06.2018 14:59
      Highlight Highlight @Bletti
      Nicht praktikabel. Der Endverbraucher bräuchte für jede der vielen Plastiksorten je einen eigenen Sammelbehälter. Aber die allerwenigsten Mitmenschen haben eine Wohnung, die hierfür genügend Platz bietet. Unsere Wohnungen würden zu temporären Mülldeponien: zwei Kübel im Schlafzimmer, 3 im Wohnzimmer, 1 im Bad, 1 im Gästezimmer, 3 in der Küche (davon einer auf der Herdplatte), 5 weitere im Estrichabteil.
      Ich glaube, das ist nicht zumutbar.
  • Silverstone 04.06.2018 09:41
    Highlight Highlight Kunststoff zu recyclen ist eigentlich relativ simpel. Das grosse Problem dabei ist aber eine saubere Trennung des Kunstsoffmaterials nach seinem genauen Material.
    Es gibt zig verschiedene Kunststoffsorten. Werden diese gemischt, kann man es schlecht bis kaum recyclen....
    Der normalo Bürger kann aber schwer zwischen PE, PPS oder PVC unterscheiden. So müsste das Material erst noch von Hand aussortiert werden, da dies im Moment "noch" nicht atomatisch gemacht werden kann. Dies würde natürliche gewaltige Kosten verursachen....
    • #tschanforpresident 04.06.2018 10:00
      Highlight Highlight So gut wie jede Kunststoffsorte ist beschriftet. Ist mir auch erst aufgefallen, seit ich den Plastik trenne. Korrektes Recycling ist somit ein Kinderspiel. :)
    • Husar 04.06.2018 15:01
      Highlight Highlight @tschanforpresident
      Habe in meinem Haus nachgeschaut und 20 Plastikdings überprüft. Nur die wenigsten trugen ein Plastikkennzeichen.
  • Maragia 04.06.2018 09:28
    Highlight Highlight "Sinnvoll ist laut Bund etwa das Rezyklieren von Shampoo- und Putzmittelflaschen aus Polyethylen. Der Detailhandel bietet solche Sammelstellen heute bereits auf freiwilliger Basis an."
    Ich sehe leider nie explizit Recycling Stationen für Shampoo- und Putzmittelflaschen. Kann man irgendwo nachschauen, wo es solche gibt? Aktuell stapeln sich diese bei mir zu Hause :/
    • Aglaya 04.06.2018 09:40
      Highlight Highlight Hier in Luzern kann man neben PET-Flaschen, Batterien etc. auch Plastikflaschen bei Migros zurückgeben (bei der Recycling-Station im Laden).
    • Lily30 04.06.2018 09:40
      Highlight Highlight In jeder grösseren Migros
    • Matti_St 04.06.2018 09:43
      Highlight Highlight Eigentlich bei allen Migros/Coop Sammelstellen wo auch PET zurück gebracht werden kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lukakus 04.06.2018 09:25
    Highlight Highlight Es ist schon klar, dass es absurd ist Röhrli usw. zu verbieten und dass dies eventuell nicht mal direkt fördernd für die Umwelt ist. Vorerst. Es ist jedoch eine Aussage in die richtige Richtung. Wir können nur hoffen, dass es so weitergeht und wir bald allgemein weniger Plastik wegwerfen.
    • Husar 04.06.2018 10:03
      Highlight Highlight Es bringt doch nichts mit 0 Km/h in die richtige Richtung zu gehen. Plastikröhrli und Wattestäbchen machen im Müll allerhöchstens einen Millionstel aus.
      Zudem ist noch nicht einmal sicher, dass mit einem Plastik-Verbot die Richtung stimmt. Im Artikel ist auch gesagt warum. Aus wissenschaftlicher Sicht, ist es nicht sicher, dass Ersatzmaterialien ökologischer sind.
      Für die Umwelt ist ungleich viel wichtiger, dass Plastik nicht in die Umwelt gerät. Da sind Recycling und Abfallwirtschaft entscheidend für ein zu Müll gewordenes Ding und nicht das Material, woraus es hergestellt wurde.
  • Goon (Zeuge Del Curtos) 04.06.2018 09:21
    Highlight Highlight Dieser Bericht bestätigt mich in meiner Meinung. Röhrli und so weiter zu verbieten bringt nicht viel ausser für gewisse Leute was fürs Gewissen.
    • Husar 04.06.2018 10:04
      Highlight Highlight "nicht viel" ist hier eine masslose Übertreibung

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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