Schweiz
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Abfall am Zueri Faescht, aufgenommen am Samstag, 6. Juli 2019, in Zuerich. An diesem Wochenende werden ueber 2 Millionen Besucherinnen und Besucher in der Limmatstadt erwartet. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Am Züri Fäscht türmt sich der Abfall. Ganze 290 Tonnen wurden während und nach dem Anlass eingesammelt Bild: KEYSTONE

Zu viel Plastikmüll: Kommt jetzt ein PET-Pfand?

Mehrere Politiker wollen das heutige Recyclingsystem grundlegend ändern. Migros und Coop wehren sich gegen ein Depot auf Cola- und Rivella-Flaschen – aus mehreren Gründen.

Benjamin Weinmann / ch media



Die Schweiz gilt als Weltmeisterin im Recycling. Ganz ohne Gesetz. Wer seine Flaschen und Dosen in die Container zur Wiederverwertung wirft, tut dies aus Freiwilligkeit.

Laut dem Bundesamt für Umwelt beträgt die Recycling-Quote bei PET-Flaschen 83 Prozent, bei Alu-Dosen 92 Prozent und bei Glasflaschen 94 Prozent.

Doch ginge es noch besser? 32 Parlamentarier meinen: ja. Namhafte Politiker von links bis rechts wie Bastien Girod (Grüne), Andreas Aebi (SVP), Petra Gössi (FDP), Martin Landolt (BDP) und Kathy Riklin (CVP) haben eine parlamentarische Initiative von Alois Gmür (CVP) mitunterzeichnet.

Sie fordern eine Einführung eines Pflichtpfands für Getränkeflaschen und –dosen. In der Begründung schreibt Gmür:

«In der Schweiz werden auf Plätzen, Strassen und an Strassenrändern Getränkedosen und Getränkeflaschen liegengelassen.»

Ein Pfand gäbe diesen einen Wert, sodass es sich lohnt die Flaschen und Dosen zu sammeln und an die Verkaufsstelle zurückzubringen.

So könnten das umweltschädliche Wegwerfen und die Abfallmengen reduziert werden, glaubt Gmür. Ein Pflichtpfand käme auch Tieren zugute, da diese nicht zwischen Gras und herumliegenden PET-Flaschen und Dosen unterscheiden könnten.

«Sie erkranken daran und können sogar verenden.» Gmür, der in Einsiedeln SZ eine eigene Brauerei betreibt, verweist auf das Ausland, wo vielerorts das Pflichtpfand erfolgreich eingeführt worden sei.

Tönt vernünftig? Nicht in den Ohren der Detailhändler. Die Interessensgemeinschaft Detailhandel Schweiz, zu der Migros, Coop, Denner und Manor gehören, lehnt ein Pflichtpfand in aller Form vehement ab. Das heutige Recycling-System funktioniere seit 30 Jahren mit geringen Kosten sehr gut, sagt ein Sprecher.

Eine Pet Flasche wird am Freitag, 8. Juli 2004, an einer Sammelstelle in Zuerich in einen Container geworfen. Im Rahmen eines Pet-Forums in Zuerich wurde heute ueber die Moeglichkeit der Einfuehrung eines Pfandes auf Pet Flaschen und den damit verbundenen Folgen fuer Konsumenten und Handel informiert.  (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Eine PET-Sammelstelle. Bild: KEYSTONE

Hierzulande gibt es rund 100'000 Sammelstellen, die Hälfte allein für PET-Flaschen. Ein Pflichtpfand könnte dieses System laut den Händlern gefährden: «Es hätte den Aufbau eines komplett neuen Recycling-Systems mit sehr viel weniger Rückgabestellen zur Folge.

Dann würde nicht mehr, sondern weniger zurückgebracht werden und das Littering eher gefördert», sagt der Sprecher. Ein Pflichtpfand sei weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll.

Heute nehme jede Verkaufsstelle von Migros, Coop, Denner und Manor PET-Flaschen zurück, sagt der Sprecher. Pro Jahr sammle der hiesige Handel 20'000 Tonnen. Bei Alu-Dosen und Glas-Flaschen sei die Recyclingquote sogar noch höher als beim PET, so der Sprecher der Händler. Deshalb lehne man auch bei diesen ein Pfand ab.

Auch die Supermarktkette Volg der Bauern-Genossenschaft Fenaco wehrt sich gegen eine neue Regelung: «Es wäre unsinnig, an einer solchen Erfolgsstory etwas zu ändern», sagt eine Sprecherin. Die Sammelpunkte würden drastisch sinken.

«Auf Bahnhöfen gäbe es keine Sammelbehälter mehr. Auch in Büros, Schulen, Freizeitanlagen und an der Gemeindesammelstelle könnte man kein PET mehr zurückgeben.» Von heute 50'000 PET-Sammelstellen würden bloss rund 7000 Geschäfte der Detailhändler übrig blieben.

Umfrage

Fändest du die Einführung eines PET-Pfands gut?

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1,763

  • Ja, wir müssen mehr Flaschen recyclieren23%
  • Nein, das wäre kontraproduktiv70%
  • Ich kaufe keine Getränke in Einwegbehältern4%
  • Mir egal3%

Die recycelte Initiative

Der Umweltschutz-Organisation Greenpeace sind die PET- und Alu-Behälter ein Dorn im Auge. Man fordere generell eine Reduktion von Einwegverpackungen. Ein Pfand solle aber nur eingeführt werden, sofern damit eine höhere Recyclingquote erreicht werden kann.

Jean-Claude Würmli, Geschäftsführer vom Verein PET Recycling Schweiz, weist auf dieselben negativen Folgen eines Pfands hin wie die Detailhändler. Zudem zeigt er sich überrascht ob dem Vorstoss von Alois Gmür.

Dabei handle es sich um die identische parlamentarische Initiative wie sie Gmür bereits einmal vor sieben Jahren eingereicht habe. Diese wurde vom Nationalrat damals klar abgelehnt.

Es brauche keine Systemänderung, sagt Würmli. Der Blick ins Ausland zeigt laut Würmli, dass auch Länder mit Pfandsystemen Probleme mit dem Littering haben.

«Littering ist kein systembedingtes Problem, sondern eine Frage der Einstellung.»

Deshalb sei es wichtig, die Bevölkerung weiterhin auf die Vorteile des Recyclings hinzuweisen. Komme hinzu, dass PET-Flaschen nicht das eigentliche Problem seien. Tatsächlich machen laut dem Bundesamt für Umwelt Take-away-Verpackungen, Zigaretten-Stummel, Plastiksäcke und Zeitungen 83 Prozent des Litterings aus.

Und laut der ETH Zürich sind die Littering-Zahlen trotz einer wachsenden Bevölkerung und mehr Unterwegsverpflegung stabil bis rückläufig.

Laut Würmli betragen die Kosten für das heutige Sammelsystem rund 90 Millionen Franken pro Jahr. Mit einem Pfandsystem würden die Kosten auf 290 Millionen steigen. Zu diesem Schluss sei das Bundesamt für Umwelt bereits beim ersten Vorstoss von Alois Gmür gekommen.

In Deutschland gibt es das Pfandsystem. Bei Einwegflaschen und -Dosen beträgt das Depot 25 Cent. Laut offiziellen Angaben beträgt die Sammelquote in Deutschland 98 Prozent bei PET-Flaschen – ein Wert, den Würmli anzweifelt.

Die Salat- und Fruechtetheke fuer den Take-Away im COOP Pronto Tankstellenshop in Zuerich-Seebach, aufgenommen am 12. Oktober 2007. Eine Angestellte nimmt aus einer Kiste Flaschen und fuellt die Regale auf. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

The salad and fruits bar for take-away in the COOP Pronto gas station shop in Zurich-Seebach, Switzerland, pictured on October 12, 2007. An employee takes bottles out of a box and restocks the beverages shelves. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Viele PET-Flaschen: die Regale eines Coop-Pronto-Shops in Zürich. Bild: KEYSTONE

Einerseits handle es sich dabei um eine Hochrechnung und keine genaue Messung. Andererseits bezieht sich die Zahl auf die gesamte, gesammelte Menge. In der Schweiz beziehen sich die 83 Prozent hingegen auf das tatsächlich wiederverwertete Plastik.

Ein Pfand auf Plastikflaschen – damals noch vielfach bestehend aus dem Polymer PVC – gab es in der Schweiz bereits einmal. Das Mindestpfand betrug 30 Rappen, bei grossen Flaschen waren es 50. Anfang der 2000er-Jahre hoben es die Händler aber auf. Die Ironie: In der Mitteilung von damals schrieb die Migros 2002, dass die Rücklaufquote mit der Aufhebung des Depots sinken dürfte. Das Gegenteil war der Fall.

Um einen Lenkungseffekt zu erzielen würden 30 Rappen heute aber nicht mehr ausreichen, sagt Würmli. «Auch 50 Rappen würden kaum etwas bewirken wenn abends die Geschäfte schon zu sind. Kaum jemand würde seine Cola-Flasche vom Ausgang nach Hause nehmen, um sie am nächsten Tag ins Geschäft zu retournieren. Da wäre wohl mindestens ein Franken nötig.» (aargauerzeitung.ch)

Auch eine Art Abfall:

2000 Tonnen Müll pro Tag

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132Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Swen Goldpreis 12.07.2019 15:38
    Highlight Highlight Ich bin regelmässig in Deutschland unterwegs und littere dort andauernd, weil ich keine andere Wahl habe. In der Schweiz bin ich ein Musterknabe. Wieso?

    In der Schweiz gibt es jede Menge Sammelstellen. Zum Beispiel am Bahnhof. In Deutschland muss man fast immer in einen Laden gehen, der aber Öffnungszeiten hat. Nach 20 Uhr gibt es in Deutschland kein Recycling mehr.

    Nun könnte ich das auch in einem Abfalleimer werfen. Aber in Berlin hats so viele Arme, dass ich die leere Flasche lieber irgendwo auf den Boden stelle. Sprich: Littere.

    Ein Pfand ist politische Schützenhilfe PRO LITTERING.
  • Ursus51 12.07.2019 14:48
    Highlight Highlight Flaschenpfand finde ich super, da kann ich als Rentner Flaschen am Strassenrand sammeln und so meine karge Rente aufbessern. :-)
  • Heugümper 12.07.2019 11:10
    Highlight Highlight Wenn die Grossverteiler gegen ein Depot sind dann ist das ein Grund mehr ein solches (wieder) einzuführen. Die Firmen scheuen einfach den Mehraufwand, aber handfeste Begründungen warum ein Depotsystem ungeeignet ist dazu sagen sie nichts.
    • Froggr 12.07.2019 12:36
      Highlight Highlight Warum ist dies ein Grund mehr? Das sollte null Einfluss haben. Ausser natürlich man will grundsätzlich den Firmen eins auswischen. Was natürlich völlig unsinnig wäre.
  • johnnyenglish 12.07.2019 11:09
  • dä seppetoni 12.07.2019 11:02
    Highlight Highlight Ich hätte gerne einfacher zu bekommendes Mineralwasser aus Mehrwegflaschen. Extra in den Getränkemarkt fahren will ich dafür nicht
    • niklausb 12.07.2019 11:08
      Highlight Highlight Ruf doch den Getränkelieferanten.
    • marsel 12.07.2019 11:29
      Highlight Highlight Es gibt auch diese Systeme, um zu Hause Leitungswasser mit Kohlensäure zu versetzen. Die mit der Gasflasche und so ;)
      Damit kannst du dir den Gang zum „Getränkemarkt“ sparen
    • Maragia 12.07.2019 11:37
      Highlight Highlight Oder eine Sodastream kaufen, ist dann halt nur Hahnenbruger mit Sprudel, aber wird noch weniger Abfall und Energie benötigt
  • marsel 12.07.2019 11:01
    Highlight Highlight Ein völliger Unsinn diese Depot Idee auf Getränkeverpackungen. Die Schweizer haben sich seit Jahren an das tolle System gewöhnt und sortieren Ihren Abfall, auch wenn für sie kein finanzieller Nutzen besteht (Beispiel Bahnhof).
    Die der Artikel zeigt, sind die Getränkebehältnisse ein untergeordnetes Problem, da 83% des Litterings von Verpackungen, Zigaretten, Plastiksäcken und Zeitungen abhängt. Dies ist mit einem Depot nicht zu verhindern.
    Ich würde es jedoch begrüssen, wenn alle Kunststoffe (z.B. Einwegverpackungen) separat gesammelt würde wie z.B. in Deutschland. Ich will noch mehr trennen!
    • Linus Luchs 12.07.2019 12:26
      Highlight Highlight Deutschland gilt als Recycling-Weltmeister, aber es gibt ein Problem. Der Müllberg, der verarbeitet werden soll, ist zu gross. Als Folge davon wird zum Beispiel Plastikmüll nach Malaysia exportiert, wo er die Natur zerstört:
      https://orange.handelsblatt.com/artikel/55823

      Die Mülltrennung ist "nur" der erste Teil. Für den zweiten Teil, die Verarbeitung, braucht es genügend Kapazität. Und drittens braucht es eine Nachfrage nach den Recycling-Produkten. Das alles aufzubauen, dauert seine Zeit. Deshalb ist es am dringendsten, den Müllberg zu reduzieren, insbesondere betreffend Plastik.
  • henkos 12.07.2019 10:53
    Highlight Highlight Nur weil ihr ständig behauptet, die Schweiz sei Recycling-Weltmeister, wird es auch nicht wahrer.

    https://www.swissinfo.ch/ger/wirtschaft/fakten-check_ist-die-schweiz-weltmeister-im-recycling/42433726
    • marsel 12.07.2019 11:35
      Highlight Highlight Der zitierte Artikel zeigt ja sehr schön auf, dass das Recycling System in der Scheeiz sehr gut funktioniert und „zu den Besten“ zählt. Siehe Fazit
  • Maragia 12.07.2019 10:33
    Highlight Highlight Wer heute, bei dem sehr guten System mit vielen Sammelstellen und Abfalleimern, seinen Abfall einfach so liegenlasst, wird das auch bei der Einführung eines Pfands weiterhin tun... Das sind jeweils achtlose Menschen, denen vieles egal ist. Ich würde aber z.B. den ganzen Müll durch Zigaretten-Stummel mal beseitigen, indem das Wegwerfen gebüsst wird!
    • Heugümper 12.07.2019 11:12
      Highlight Highlight Wer nach Einführung des Depots seinen Müll weiterhin liegen lässt eröffnet dafür anderen Menschen eine kleine Einkommensquelle.
  • Wander Kern 12.07.2019 10:22
    Highlight Highlight Glaube, Pfand wirkt psychologisch kontraproduktiv: 'Lass ich's halt liegen, hab ja dafür bezahlt.'
    • Forest 12.07.2019 10:51
      Highlight Highlight Wohl eher nicht. Bestes Beispiel Plastik säckli.
      Benutzer Bild
    • Heugümper 12.07.2019 11:12
      Highlight Highlight Ist das Pfand gross genug, dann sicher nicht.
    • Wander Kern 12.07.2019 11:22
      Highlight Highlight Nicht sicher, dass man dar vergleichen kann. Der Verkauf von Getränken in PET-Flaschen würde wohl kaum einbrechen, wenn Pfand auf sie erhoben würde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Forest 12.07.2019 10:05
    Highlight Highlight Ich werde zwar viele Blitze erhalten, aber was solls. Ich bin der Meinung das PET-Pfand leider bitternötig ist. Das Recycling funktioniert ganz gut das ist korrekt, aber da ist noch viel Luft nach oben. Ich Räume und säubere freiwillig Schweizer Seen und Flüsse was da alles entsorgt wird ist Unvorstellbar. Die Schweiz besteht nicht nur aus Städten und in Wäldern, Berge oder in der Natur findet man nicht alles 50m einen Behälter für Entsorgung. Es wäre ein Schritt vorwärts damit die Menschen mehr Selbstverantwortung übernehmen. Irgendwann wird es zum Problem das uns alle betrifft.
  • BeatB_ 12.07.2019 10:01
    Highlight Highlight Bei uns nebenan ist gerade eine Baustelle... was da ständig rumliegt an Alu, Pet, Zigi-Stummel, Verpackungen etc. ist nicht wirklich schön anzusehen.
    Baubewilligungen nur noch mit entsprechenden Auflagen, geeignete Abfallsammelbehälter auf der Baustelle zur Verfügung zu stellen und den Abfall fachgerecht zu entsorgen (und damit meine ich nicht in die Baugrube werfen un zudecken).
    • BeatB_ 12.07.2019 15:54
      Highlight Highlight Könnt ihr mir noch die Blitzer erklären? Einfach, damit ich Eure Gedanken verstehen kann.
  • Passierschein A38 12.07.2019 09:57
    Highlight Highlight Gedankenexperiment: Was würde passieren, wenn pro Flasche 10 Rappen Pfand erhoben würde, die PET-Behälter, wo man aber seine Flasche auch ohne Erstattung einwerfen kann, aber blieben...?
    • niklausb 12.07.2019 11:10
      Highlight Highlight 10Rappen ist viel zu gering. -.50 müssen es mindestens sein.
  • Dominik Treier 12.07.2019 09:51
    Highlight Highlight Diese Idee ist einfach Blödsinnig! In Deutschland, wo auf praktisch allem Einwegpfand drauf ist und damit den Prozess unglaublich kompliziert, weil man für jede PET-Flasche in genau den Laden muss, in dem man sie gekauft hat, gibt es trotz der Tatsache, dass dort aufgrund der geringeren Einkommen, der Wert des Pfandes höher sein müsste, genau die gleichen Probleme und eine tiefere Recyclingquote! Unser System ist gut so wie es ist und ein Pfand würde weder die Quote erhöhen, noch gegen weggeworfenen Plastikmüll helfen, denn wer eine Flasche zum Spass wegwirft, den interessieren 25 Rappen nicht
    • henkos 12.07.2019 10:54
      Highlight Highlight Stimmt nicht - die Flaschen und Dosen können in jedem Laden zurückgegeben werden und die Läden sind verpflichtet, sie anzunehmen.
    • henkos 12.07.2019 10:54
      Highlight Highlight Und die Recyclingquote in Deutschland ist deutlich höher als in der Schweiz

      https://www.swissinfo.ch/ger/wirtschaft/fakten-check_ist-die-schweiz-weltmeister-im-recycling/42433726
    • Dominik Treier 12.07.2019 11:55
      Highlight Highlight Das ist sie wie schon im Artikel gesagt nur offiziell und ich weiss nicht wo du her hast, man könne flaschen in jedem Laden zurückgeben, leider muss es die selbe Kette sein, sonst gibt es kein Geld...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sven Hirschi 12.07.2019 09:49
    Highlight Highlight Ich war gerade letze Woche in Deutschland. Ich musste zwei mal eine Alu-Dose wegwerfen weil es an den Bahnhöfen keine Alu Recycling Behälter gab. So ein System klingt vielleicht auf den ersten Blick klug aber wenn man dann eine offene Alu Dose den ganzen Tag im Rucksack mittragen muss und nach hause bringen muss nur das man ihn 2 mal in der Woche in ein Geschäft bringen kann anstatt das man es im Bahnhof einfach recyclen kann. Dan merkt man das es nicht wirklich coole Sache ist.
    • niklausb 12.07.2019 11:12
      Highlight Highlight Denken vor dem Kauff wäre da auch noch ne Option.
    • Dominik Treier 12.07.2019 11:58
      Highlight Highlight Denken vor man so einen nichtssagenden Kommentar schreibt, wäre vielleicht auch was gewesen niklausb... Hätte er denn verdursten sollen, nur damit er das Pfand spart oder was hast du sonst für ein Problem?
    • Shabaqa 12.07.2019 12:36
      Highlight Highlight @Sven: Stell die Dosen neben den Abfalleimer. Mindestens ein Pfandflaschensammler wird noch am selben Tag vorbeikommen und sich darüber freuen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sunshineZH 12.07.2019 09:24
    Highlight Highlight Am besten würde man bei den Glassammelstellen auch PET-Recycling anbieten. Habe nie Verstanden warum das dort nicht möglich ist...
    • Dominik Treier 12.07.2019 12:03
      Highlight Highlight Da stimme ich dir mal zu sunshine, hat aber in erster Linie mit den Zuständigkeiten in unserer Gärtchenschweiz zu tun. Jeder, der PET verkauft, muss für das Recycling und dessen kosten auch aufkommen und obwohl die Geschäfte in letzter Zeit kaum etwas für die Entsorgung bezahlen mussten, so wäre es für Gemeinden ein Mehraufwand, Container dafür berreitzustellen und den scheut man, weil man eben nicht muss...
    • sunshineZH 12.07.2019 15:08
      Highlight Highlight @Dominik Treier Danke für die Info, das wusste ich nicht!
  • Anonymus123 12.07.2019 09:22
    Highlight Highlight Besser noch mehr Sammelstellen statt Pfand: fast jeder wird schon einmal eine PET-Flasche in den normalen Abfalleimer geworfen haben weil keine PET-Sammelstelle zur Hand war... das würde die Sammelquote nochmals deutlich erhöhen...

    Mich würde interessieren, wie viel Prozente des Litterings auf Einwegverpackungen von Fastfood fallen... da könnte man eher noch versuchen entweder ein Pfand einzuführen (dann aber gleich ein kräftiges von 5 Franken damit es auch jeder zurückbringt) oder noch besser ein Mehrwegsystem...

    • Heugümper 12.07.2019 11:15
      Highlight Highlight Imbissstände und Schnellverpflegungen sind ein Hauptübel in der Abfallproblematik auf öffentlichem Grund.
  • Tasmin 12.07.2019 09:15
    Highlight Highlight Ich denke wir haben in der Schweiz kein Plastikproblem.
    Wir haben ein Wegwerf-Problem.
    Es wäre gut wenn sich eine "Wegwerf-Scham" entweickeln würde.
    Es ist einfach nicht akzeptabel das gewisse Menschen Zeugs wegwerfen, was soll das.
    Dort wo ich arbeite ist die Laderampe oft am Morgen zugemüllt. Flaschen, Büchsen, Verpackungen usw.
    Der Abfall im Meer ist sicher ein riesieges Problem, aber wir schaffen es nicht mal unser Land sauber zu halten.

    Es gibt nur eines "DEIN ABFALL, DEINE VERANTWORTUNG" fertig.


  • Rhabarber 12.07.2019 09:01
    Highlight Highlight Vorschlag:
    Arbeitsplatzbeschaffung! Eine Art Umwelt-Patrouillen. Nicht direkt wie Polizei. Mehr wie Ranger. Die haben nichts anderes zu tun, als überall ein wenig nach dem Rechten zu sehen und dürfen auch Bussen verteilen. Beispiele: Littering, Fahren im Fahrverbot im Wald, Picknickfeuer an verbotenen Stellen und all sowas.

    In anderen Ländern gibt's sowas. Und es hatte bekanntlich einen Lern- und Abschreck-Effekt. Es funktioniert. Also warum nicht bei uns? Zu teuer? Als wäre das Aufräumen hinterher günstiger.
  • sa5 12.07.2019 08:54
    Highlight Highlight Eine genrelle Rücknahmepflicht für alle Verpackungen würde helfen die Müllflut einzudämmen.

    Wenn die Grossverteiler die Kosten für die Beseitigung der übernehmen müssen, würden überflüssige Verpackungen schnell verschwinden. Anstatt die Verbraucher für überflüssige Packungen bezahlen zu lassen die Kosten auf die Verursacher überwälzen.
  • Trouble 12.07.2019 08:45
    Highlight Highlight Sie würden gscheiter zuerst einmal Recycling-Unterricht geben. Man kann's ja in die Tagesschau einbauen, oder so. Was darf man recyclen? Welche Arten von Plastik? Es ist eine Wissenschaft für sich, und die zu verstehen, benötigt Zeit. Deshalb landet die Kartonverpackung mit Plastik oben bei den Milchflaschen 🙄 ... Oder im Altpapier 🙄 Und weshalb soll man Papier und Karton trennen? Es gibt Gründe dafür, aber wenn man die nicht kennt, trennt man halt eher nicht.
  • rburri38 12.07.2019 08:40
    Highlight Highlight Warum nicht einfach immer zwei Abfalleimer, einer für Recycling und eine für normalen Abfall. Recycling dann in einer Anlage sortieren. Dafür kann man auch gut Jobs für unausgebildete, arbeitslose Personen oder auch für Asylsuchende schaffen. Es kann halt am ende auch nicht sein, dass es 30 Eimer für jeden einzelnen Stoff gibt. Am ende wäre dies wohl die einfachere Variante. Ist nur mal eine idee :)
  • Repplyfire 12.07.2019 08:34
    Highlight Highlight Das Recycling funktioniert gut, braucht kein neues System. Für die "Abfall aus dem Auto schmeisser" sollte aber eine adäquate Antwort her. Z.B. 1 Monat Führerscheinentzug.
  • Nik G. 12.07.2019 07:56
    Highlight Highlight Depot bringt glaube ich wenig. Zusätzlich hat es vermutlich einen psychologisch besseren Effekt.
    Littering soll viel höher gebüsst werden!
  • azoui 12.07.2019 07:49
    Highlight Highlight Lezthin an einem Openair, es waren zwar überall PET Sammelbehälter aufgestellt, jedoch keine ALU Sammelbehälter. Und warum sollte man die Plastikbecher nicht auch sammeln, sind ja auch aus PET.
  • wolge 12.07.2019 07:42
    Highlight Highlight Statt eines Depots sollte man endlich bei Littering Bussen verteilen!

    Jeden Tag watscheln die Damen in Zürich rum und verteilen Parkbussen. Jeden Morgen hat es auf meinem Arbeitsweg an derselben Stelle Müll...

    Statt Parkbussen sollen die Damen (und Herren) Litteringbussen verteilen!
    • fidget 12.07.2019 09:22
      Highlight Highlight Da dürfte das Problem sein, dass die fehlbaren Personen inflagranti erwischt werden müssten. Es wäre Zufall, wenn die Politesse exakt zu dem Zeitpunkt vor Ort wäre. Aber ich gehe mit dir einig, dass Littering gebüsst werden muss und zwar empfindlich hoch.
    • wolge 12.07.2019 09:48
      Highlight Highlight @fidget: Nun ja... Wie erwähnt hat es an gewissen Stellen in der Stadt jeden Morgen Müll.

      Statt dass die Damen den ganzen Tag von Parkplatz zu Parkplatz watscheln können sie gerade so gut jeden Abend solche Stellen abwatscheln
    • fidget 12.07.2019 10:58
      Highlight Highlight Aber auch beim "Abwatscheln" müsste die Dame exakt zu dem Zeitpunkt am Ort des Litterings sein. Halte ich für sehr zufällig und unwahrscheinlich. Im Prinzip müsste sie sich auf die Lauer legen. Dafür ist der Aufwand schlicht zu gross. Und ob jemand in Anwesenheit einer Politesse überhaupt Abfall zu Boden wirft zweifle ich an dieser Stelle mal an.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MacB 12.07.2019 07:38
    Highlight Highlight Wenn man PET nicht nur im DEtailhandel zurückgeben könnte, sondern auch da, würde mehr Abfall getrennt. Es bräuchte neben jeden 2. Mülleimer noch einen PET-Eimer und die Quote wär oben, bin ich ziemlich sicher. Gerade in Städten oder generell Orten mit viel Menschenauflauf.
    • Baba 12.07.2019 09:17
      Highlight Highlight MacB - PET kann in der 🇨🇭 an vielen anderen Orten als 'bloss' im Detailhandel zurückgegeben werden. Immer mehr Recyclinghöfe entstehen oder Kommunen bieten Sammelstellen an, die auch ausserhalb von Ladenöffnungszeiten zugänglich sindm

      Aber das Aufstellen von Abfallbehältern so im Stil wie sie auf grösseren Bahnhöfen stehen (Abfall/Papier/Alu//PET) wäre vermutlich wirklich eine gute Lösung.

      Obwohl; weiss jemand, wie die Erfahrungen der SBB bezüglich "Reinheit" der deponierten Stoffe ist (also, wieviel Alu hat's im PET, Abfall im Papier etc.)?
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 12.07.2019 07:37
    Highlight Highlight Ich bin im Prinzip auch für ein Pfandsystem. Ein möglichst einfaches. Zweifelt man die Zahlen in Deutschland an (weshalb sind 98% gesammeltes PET schlecht?), muss man das auch in der Schweiz machen. Weil es wird auch ausländisches PET oder PET nicht aus Getränke Flaschen, gezählt. Was mich etwas abschreckt sind die Kosten für das Sammelsystem. Aber die genannten 280 Mio müssten mal unabhängig geschätzt und mit Heute vergliechen werden. Mein Hauptargument für ein Pfandsystem ist der soziale Aspekt. Leute die Pfandflaschen sammeln, machen was für sich selbst und tun gutes für die Umwelt.
    • Midnight 12.07.2019 07:45
      Highlight Highlight Es gab in der Schweiz ein Pfandsystem. Ist noch nicht so lange her. Dieses haben wir abgeschafft und dafür Abfallgebühren eingeführt. Die Recyclingquote ging seither stetig hoch.

      Meine Forderung: Mehr Sammelstellen!
    • Legendary Dave 12.07.2019 08:09
      Highlight Highlight Depot funktioniert bei uns im gegensatz zu DE nicht (gleich gut), wir sind viel zu wenig preissensitiv
    • Neruda 12.07.2019 09:48
      Highlight Highlight "Mein Hauptargument für ein Pfandsystem ist der soziale Aspekt."
      Die Armen das Recycling machen zu lassen, ist nicht gerade sozial! Aber schön, kann man die Verantwortung abschieben. Irgend ein Penner wird meine Pfandflasche schon einsammeln und soll gefälligst auch noch dankbar für den Zustupf sein!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rupert The Bear 12.07.2019 07:20
    Highlight Highlight System wie auf den Bahnhöfen, Alu, PET, Papier, Abfall. Manchmal muss man die Bierdosen in den Müll schmeissen, da es nur Mülleimer hat.

    Ein Pfandsystem würde nur wirken wenns weh tut, (mehrere Franken pro Einheit)
  • bruder klaus 12.07.2019 07:20
    Highlight Highlight Darf ich darauf hinweisen, dass wir schon Pfand für die PET Flaschen hatten früher! Es wurde abgeschafft und meiner Beobachtung nach wurde es besser danach, nicht schlechter. Die Leute zu gängeln mit einem Pfand wäre klar kontraproduktiv!
  • beaetel 12.07.2019 07:13
    Highlight Highlight Es wäre endlich Zeit. Und zwar auf alles. Alu.Pet. Glas. Nur übers Portemonnaie kann gewisse Leute erziehen, die scheinbar keine Erziehung genossen haben. Die welche für Bussen plädieren möchte ich fragen, wie denn die Übeltäter/innen erwischt werden sollen? System wie in China mit einer nonstop Überwachung und Punktesystem?
  • Futon Snek 12.07.2019 07:08
    Highlight Highlight Mit einem Depot könnte auch ärmeren Leuten geholfen werden👍
    • Michael Heldner 12.07.2019 07:27
      Highlight Highlight Das dann unsere Rentner wie in DE im Müll kramen müssen um über die Runden zu kommen? 😅 das war in DE vielen do unangenehm das auf manchen Flaschen ein „Pfand gehört daneben“ Sticker kam damit Bettler und renter zumindest nicht mehr ihre Hand in öffentliche Mülleimer stecken mussten...
    • Futon Snek 12.07.2019 07:38
      Highlight Highlight Tatsache ist, dass manche Leute so wenig haben, dass sie kriminell werden müssen (betteln/diebstahl)
      So könnte dem abgeholfen werden
    • Ueli_DeSchwert 12.07.2019 08:34
      Highlight Highlight Futon: In der Schweiz nicht. Wir haben ein gut ausgebautes Sozialsystem, es gibt NIE einen Grund kriminell zu werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • morax 12.07.2019 07:00
    Highlight Highlight Mir wurde vom Fahrrad in einem "Depot-Land" meine halb-volle Wasserflasche gestohlen, als ich kurz in einem Laden war. Bestimmt nicht weil er/sie durstig war.
  • arpa 12.07.2019 06:56
    Highlight Highlight Ich bin für mehr recycling-tonnen. Überall wo ein Mülleimer steht einfach noch eines für glas, pet, alu, papier, karton, pla
    stik aufstellen..oder einfach dort wo es geht.. in parks, an schulen, an openairs, an festen.. wie an den bahnhöfen.. denn wo die tonnen bereitstehen werden sie ,meiner erfahrung nach, auch genutzt..
    • sa5 12.07.2019 08:59
      Highlight Highlight Bei Zigarettenkippen funktioniert das nicht. Es gibt Raucher die stehen neben Aschenbecher und werfen achtlos ihre Kippen auf dem Boden.
      Auf Spielplätzen halten nicht mal spielende Kinder Raucherinnen davon ab ihre Kippen auf dem Boden zu schmeißen.
      Wo Selbstverantwortung nicht wahrgenommen wird, helfen nur Sanktionen.
    • arpa 12.07.2019 12:03
      Highlight Highlight Dann brauchts ein Depot für zigistummel?! Ich rauche, werfe aber keinen einzigen Stümmel auf den Boden.
  • Jemand_1 12.07.2019 06:50
    Highlight Highlight Ein viel grösseres Problem sehe ich in den Zigarettenstummel.
    Die Verrottung dauert 10-15 Jahre und belasten durch die gesammelten Giftstoffe aus dem Tabak die Umwelt zusätzlich.

    Täglich kann ich beobachten wie Zigarettenstummel ohne schlechtes Gewissen am Boden landen. Hier bräuchte es mal ein Umdenken. Der soziale Druck ist hier viel kleiner als bei PET.

    Eine Minderheit ("Etwa 18% der Bevölkerung rauchen täglich und 7% gelegentlich." gemäss Suchtmonitoring.ch, wobei ich natürlich nicht alle Raucher in den gleichen Topf werfen will) ist für diese enorme Verschmutzung verantwortlich.
    • MacB 12.07.2019 07:40
      Highlight Highlight 95% der "Autoraucher" werfen die Stummel aus dem Auto. Das gehört endlich mal verboten.
    • Ueli_DeSchwert 12.07.2019 08:36
      Highlight Highlight Und noch immer gibt es viele, die am Bahnhof den Zigistummel auf die Gleise werfen. Dort kommt keine Putzmaschine hin, das muss von Hand gemacht werden und treibt die Billetpreise extrem in die Höhe.
      Ich frage mich da immer, wie man auf eine so dämliche Idee kommen kann, einen Zigistummel auf ein Gleis zu werfen... 🤦
    • Liquidpsy 12.07.2019 09:03
      Highlight Highlight Ja ist echt unglaublich. Ich versteh auch nicht wieso die Zigarettenhersteller nicht auf Biologisch abbaubare Filter setzten.. Es gibt sie und sie sind genau so gut bur eben viel schneller abbaubar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DocShi 12.07.2019 06:27
    Highlight Highlight Besser wäre es wieder auf Glasflaschen umzusteigen:
    Glas ist 100% wiederverwendbar.
    Geschmack wäre viel besser.
    Glassammelstellen gibt es zu Haig.
    • sunnyside 12.07.2019 07:00
      Highlight Highlight Leider hat auch Glas seine Nachteile. Die einzige Lösung wäre Wasser aus der Leitung in Mehrwegbehältern. Aber das ist natürlich schlecht für die Getränkeindustrie...
      https://www.beobachter.ch/umwelt/okobilanz-von-getrankeverpackungen-dose-flasche-oder-doch-karton
    • Franceee 12.07.2019 08:24
      Highlight Highlight Bin gleicher Meinung. Weg von PET Flaschen!
    • Wander Kern 12.07.2019 10:21
      Highlight Highlight Habe mal eine Ökobilanz gesehen, wo Tetrapack vor Glas rangierte, da letzteres zwar rezykliert werden kann, der Energieaufwand dafür aber beträchtlich ist (Transport&Einschmelzen). Das klappt natürlich aber nicht für Kohlensäurehaltiges.
      Ist PET theoretisch nicht auch rezyklierbar?
    Weitere Antworten anzeigen
  • WID 12.07.2019 06:25
    Highlight Highlight Es wäre effektiver etwas gegen Littering zu machen. Wier wäre es mit CHF 100.- beim 'freien' Entsorgen einer Bierdose oder Zigistummel?
    • Bits_and_More 12.07.2019 08:09
      Highlight Highlight Gibt es in diversen Kantonen schon. Das Problem ist mehr die Umsetzung. Die Wahrscheinlichkeit, dass genau dann ein Polizist in der Nähe ist wenn eine Ziggi auf den Boden geworfen ist, ist gleich 0.
  • Deleted93 12.07.2019 06:24
    Highlight Highlight Es sollte kein Pfand auf Pet eingeführt werden, allgemein sollte der Abfall nicht mehr von den Gemeinden getragen emwerden müssen. Es sollte berechnet werden wie viel eine Verpackung kostete diese komplett in der Schweiz zu Recycling. Diese kosten sollte dann entweder vom Produzent, vom Detailhändler odr vom Konsument als Steuer im Voraus bezahlt werden. Es sollte verboten eerden Abfall welcher hier ensteht zu exportieren. Was meint ihr?
    • WID 12.07.2019 07:22
      Highlight Highlight @Deleted93: guter Vorschlag in anderen Belangen. Die Verpackung wird dadurch aber nicht viel teuerer und verhindert auch kein Littering. Auch wird damit die Recyclingquote nicht erhöht.
    • Bits_and_More 12.07.2019 08:05
      Highlight Highlight Gibt es grösstenteils schon. Und zwar auf freiwilliger Basis für die Finanzierung der Sammelstellen. Dem Verband gehören 98% der Abfüller, Detailhändler und Verkaufsstellen gehören dem Verband an und halten sich an diese Preise:

      Ab 1. Juli 2016 gelten für PET-Einweggetränkeflaschen folgende Abrechnungsansätze:

      PET-Einweg-Getränkeflaschen ≤ 50cl Füllvolumen: 2,3 Rappen

      PET-Einweg-Getränkeflaschen > 50cl Füllvolumen: 1,9 Rappen
    • Deleted93 12.07.2019 10:11
      Highlight Highlight A wusste ich nicht. Super. Jetzt einfach keine Elektro Schrott mehr exportieren und alles hier Recycling dann passt das.
  • miarkei 12.07.2019 06:23
    Highlight Highlight Depot, nein -> never touch a running system.

    Höhere Bussen für Littering wäre was, aber da muss man den Litter erst mal erwischen.
    • Raffaele Merminod 12.07.2019 07:05
      Highlight Highlight never touch a running system? Aber das system is not running as well as it could.
      Mit Pfand kann man Recycling-Quote erhöhe.
    • zeromaster80 12.07.2019 07:21
      Highlight Highlight Die Recycling quote erhöht man, in dem man den Menschen die Möglichkeit gibt an möglichst vielen Orten und einfach zu recyclen.
    • miarkei 12.07.2019 07:41
      Highlight Highlight Raffaele sehe ich nicht so.
    Weitere Antworten anzeigen
  • SJ_California 12.07.2019 06:17
    Highlight Highlight Bin für mind. 2.- Depot und höhere Bussen für Littering, z.B. 1‘000.-, auch fürs Wegwerfen von Zigarettenstümmeln. Die USA macht‘s vor.
    • rburri68 12.07.2019 07:16
      Highlight Highlight Und die USA sind extrem Dreckig. Wohl dss dreckigste erstwelt Land der Welt...
    • überflüssig 12.07.2019 08:48
      Highlight Highlight 1’000.-?
      bringt diese vermischung von umweltschutz und bünzlitum neue wutbürger hervor?

      es ist gut, littering anzusprechen und zu vermeiden. aber ist es das dringlichste umweltproblem der schweiz?
      es ist halt sichtbarer als vieles andere, aber kontraproduktiv, hier oberflächlich sündenböcke zu proklamieren.

      vielleicht sind in der summe all die gespritzen rosensträucher und der unnatürliche, akurate rasen genauso umweltschädlich? bienen und so?
      wahrscheinlich nicht, aber was ich damit sagen will:
      es ist ein komplexes und wichtiges thema, und unreflektierter aktivismus löst es nicht!


  • maxi 12.07.2019 06:13
    Highlight Highlight Kaum jemand würde seine Cola-Flasche vom Ausgang nach Hause nehmen, um sie am nächsten Tag ins Geschäft zu retournieren.

    Dies passiert ja heute auch nicht, es würde sich in diesem fall absolut gar nichts ändern. Im grossen und ganzen könnte ich mit einem Flaschenpfand leben, es gibt sinnvolle Alternativen. Ich zB nutze eine 2 Liter mehrweg Flasche, die fülle ich nach belieben mit Wasser Tee oder ein par minzenblätter und früchte je nach dem auf was ich Bock habe:)
    Benutzer Bild
  • Sir_Saku 12.07.2019 06:08
    Highlight Highlight Wieso nicht das Pfand einführen und die Sammelstellen so belassen wie sie sind? Dann kann jeder selbst entscheiden ob er das Geld zurück will oder nicht🤷🏽‍♂️
    • Lebenundlebenlassen 12.07.2019 08:17
      Highlight Highlight Weil dann die Sammelstellen geplündert werden...
  • Heinzbond 12.07.2019 05:40
    Highlight Highlight Das das System in der Schweiz nicht funktioniert zeigt ein Blick in die (Land) stadtschaft. Kaum ein Flecken wo nicht eine Dose mit Stier drauf oder ein Plastik fitzel rumliegt.
    Aber Pfand ist nicht die lösung.
    Die Lösung wäre sicher mehrweg Systeme an denen der Käufer interessiert sie nach zyklus Ende wieder recycliert.
    Und noch was Recycling heist nicht thermische Verwertung...
    • memento 12.07.2019 07:29
      Highlight Highlight Und wer konsumiert Dose mit Stier? Sicher nicht die ü35...hat wohl was mit Erziehung zu tun
    • Heinzbond 12.07.2019 08:03
      Highlight Highlight Nun ich bin der Meinung das manche grundlegende Strukturen früh angelegt werden und nur ganz schwer verändert werden können.
      Einmal Dreck... Immer Dreck... Da ist nicht nur Erziehung verantwortlich. Aber so einen Monat lang jedes wochenende der Mist von andere aufklauben als behlohnung für littering ist vielleicht heilsam...
    • Tschaesu 12.07.2019 08:24
      Highlight Highlight Ü35 Dose mit Stier Konsumiererin hier!
      Aber ich recycle brav.

Rate, welche 3 Nationalräte den Handel mit illegal gefälltem Holz nicht verbieten wollen

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