Schweiz
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ZUR EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNG VOM 12. FEBRUAR 2017 ÜBER DIE ERLEICHTERTE EINBUERGERUNG VON PERSONEN DER DRITTEN AUSLAENDERGENERATION STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG – Ein Mann haelt einen biometrischen Schweizer Pass in der Hand, aufgenommen am 10. Februar 2014 in Bern. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Der rote Pass: Bis ihn Dion Marić erhielt, musste er sich Einiges gefallen lassen. Bild: KEYSTONE

«Das hat System» – eingebürgerter Schweizer erzählt von den Schikanen der Gemeinde Arth

Die Schwyzer Gemeinde Arth muss einen Italiener per Bundesgerichtsentscheid einbürgern. Sie tut es widerwillig. In derselben Gemeinde wurde 2018 Dion Marić eingebürgert. Er sagt, die Spitzfindigkeiten der Arther Einbürgerungsbehörde hätten System.



Am Südufer des Zugersees, umrahmt von Rigi und dem Zugerberg, liegt die kleine Schwyzer Gemeinde Arth. Der Tierpark Goldau und die Rigi Kulm sind beliebte Ausflugsziele. Eigentlich ein ruhiges Fleckchen Erde in der Zentralschweiz. Wäre da nicht dieses Bundesgerichtsurteil, das die Gemeinde in ein ziemlich schlechtes Licht warf. Vergangenen Montag erhielt die Einbürgerungsbehörde der Gemeinde Arth Post aus Lausanne.

Die Arther Behörden lehnten ein Einbürgerungsgesuch eines 51-jährigen Italieners ab. Der seit 30 Jahren in der Schweiz wohnende Mann beantwortete einige geografische und kulturelle Fragen nicht zur vollen Zufriedenheit der Behörden. Nach Einsprache des Italieners, taxierte das Bundesgericht die Ablehnung als willkürlich – die Arther Behörde habe spitzfindige Fragen gestellt, die in einem Einbürgerungsverfahren nichts zu suchen hätten.

Dass es sich beim 51-jährigen Italiener um keinen Einzelfall handelt, musste Dion Marić* am eigenen Leib erfahren. Seit 2018 ist er Schweizer Bürger in der Gemeinde Arth. Doch der Weg dahin war lang und mühselig.

«Diese Geschichte hat mich überhaupt nicht erstaunt. Das hat System», sagt er kopfschüttelnd. Vor etwas mehr als dreissig Jahren wurde Marić in der Schweiz geboren. Seine Eltern kamen noch vor dem Jugoslawienkrieg als Gastarbeiter in die Schweiz. Er ging in Arth zur Schule, kickte im lokalen Fussballverein, machte in der Gemeinde seine Lehre.

ARCHIV - ZUR BILANZMEDIENKONFERENZ DER RIGI BAHNEN AG STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG, AM FREITAG, 5. APRIL 2019 - Train passengers look out of the window of the red Rigi Railway, which moves uphill between the stations Rigi Staffel and the final station Rigi Kulm, on Mount Rigi, Switzerland, on July 18, 2016. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Zugreisende schauen aus dem Fenster der roten Rigi-Bahn, die sich bergaufwaerts zwischen den Stationen Rigi Staffel und dem Endziel Rigi Kulm bewegt, am 18. Juli 2016 auf der Rigi. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein beliebter Ausflug für Einheimische und Touristen: Mit der Rigi-Bahn auf die Rigi Kulm. Bild: KEYSTONE

2016 beantragt er den roten Pass. Weil er sich endlich politisch beteiligen will und ohne komplizierte Visa-Verfahren ins Ausland verreisen will. Alle nötigen Dokumente gesammelt, schickt er diese an die Arther Gemeinde. Postwendend erhält er eine Rechnung.

Drei Monate später darf er die erste Hürde im Einbürgerungsprozedere nehmen: Die schriftliche Prüfung. Für Marić machbar. «Ich lernte darauf wie auf eine normale Prüfung», sagt er. Doch was danach folgte, macht ihn heute noch wütend.

«Sie liessen mich deutlich spüren, wer am längeren Hebel sitzt. Und dass ich derjenige bin, der etwas will und nicht umgekehrt.»

Dion Marić

In einer zweiten Runde muss Marić bei der Einbürgerungsbehörde antraben. «Ich sass da, vor einem halben Dutzend Leuten und musste Red und Antwort stehen», so Marić. Viele der Anwesenden kennt er persönlich. Und dennoch fühlte er sich wie ein Verbrecher. «Sie liessen mich deutlich spüren, wer am längeren Hebel sitzt. Und dass ich derjenige bin, der etwas will und nicht umgekehrt.»

Auf die Frage, wie die Stationen hiessen, welche die Rigi-Bahn von Arth Goldau bis zur Rigi Kulm bediene, wusste Marić die richtige Antwort. Nicht aber darauf, was denn «Nüssle» sei. Er lieferte das Stichwort «Fasnacht», sagte aber er sei nicht ein besonders grosser Fan davon. «Darauf sagten sie mir, dass man den traditionellen Narrentanz aber schon kennen müsse.»

«Ich setzte mich in diesen Raum und war von Anfang an verdächtig und musste mich rechtfertigen.»

Dion Marić

Auch ob seine Freundin Schweizerin sei, wie lange die beiden sich schon kannten und in welchen Vereinen er engagiert sei, wollten die Beamten wissen. «Als ich ihnen sagte, dass ich schon seit Jahrzehnten im Fussballverein Mitglied sei, meinten sie nur: ‹Und wo sonst noch?›»

Er habe einmal in der Vergangenheit eine Tranche der Steuerrechnung zu spät bezahlt, erinnerte sich Marić. Vor den Behörden musste er sich dann jedoch rechtfertigen, dass er seine Steuerrechnungen im letzten Jahr pünktlich bezahlt hatte. Das sei schon etwas «verdächtig», so der Tenor aus der Runde der Schweizermacher.

«Ich setzte mich in diesen Raum und war von Anfang an verdächtig und musste mich rechtfertigen. Sich das alles anzuhören, nachdem ich fast 30 Jahre in dieser Gemeinde gewohnt habe, ist in meinen Augen einfach eine Frechheit.»

Nach dem Hearing war Funkstille. Mehrere Monate lang hörte Marić nichts von der Behörde. «Irgendwann rief ich bei der Gemeinde an, um mich zu erkundigen. Diese sagte, dass Gesuch liege beim Kanton.» Doch beim Kanton hatte man ein halbes Jahr weder von der Gemeinde Arth gehört, noch wusste man etwas von Marićs Gesuch. Wieder am Hörer mit der Arther Gemeinde erfährt Marić, dass die zuständige Person, die die Einbürgerungsdossiers betreut, krankheitshalber ausgefallen ist. «Niemand übernahm die Stellvertretung, die Gesuche blieben einfach ein halbes Jahr lang liegen», ärgert sich der junge Mann.

Mit all den eingereichten Dokumenten, musste Marić ebenfalls drei Referenzschreiben von Schweizer Freunden und Bekannten einschicken lassen. Eines davon ist von seinem besten Freund. «Die Gemeinde kontaktierte mich und warf mir vor, dass dieses eine Schreiben nie angekommen sei.» Marić, an der Zuverlässigkeit seines Freundes zweifelnd, ruft diesen an. «Er sagte mir, dass er das Schreiben gleich am nächsten Tag zurückgeschickt habe.» Erst als sich sein Freund bei der Arther Gemeinde erkundigt, findet man das Schreiben auf einem anderen Stapel. «Es sei untergegangen», beschwichtigt man am Telefon.

Erhalten hat Marić den roten Pass Mitte 2018. Nach rund zwei Jahren des Wartens und mit einem ziemlich bitteren Nachgeschmack.

*Name der Redaktion bekannt

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    Alle Leser-Kommentare
  • Don Alejandro 03.02.2020 18:15
    Highlight Highlight Es braucht ein standartisiertes Einbürgerungsverfahren mit klaren Regeln. Bonität (Betreibungsregister), Leumund (Strafregister) und von mir aus soziale Integrität (Vereinszugehörigkeit, Basiswissen der Schweiz und der Gemeinde) sollten genügen. Alles weitere riecht schwer nach Willkür und Chancenverzehrung.
  • one0one 03.02.2020 14:08
    Highlight Highlight Wann war das letzte Erdbeben in Basel? Wissen auch nur meine Freunde welche sich in Basel haben einbuergern lassen...
    Sollten wir besser Mal bei den Bauern mit 4 Traktoren... Oder halt da war doch was... Verdammt, bin ich am Ende noch selber Schuld das ich unzufrieden bin😅
  • B-Arche 02.02.2020 19:19
    Highlight Highlight "Auch ob seine Freundin Schweizerin sei,"

    Das ist also das einzige was in Arth einen zum Schweizer macht. Man muss unbedingt eine Schweizerin begatten ansonsten sei man nicht integriert.

    Leider habe ich viele Stellen in der Schweiz exakt so kennengelernt und nicht wenige meiner Kollegen haben extra Schweizer Ehepartner gesucht für Familie und damit man Anschluss findet.
  • Rethinking 02.02.2020 19:04
    Highlight Highlight Man sollte die ganze Truppe dort aus dem Amt entheben...
    • Urs457 03.02.2020 10:28
      Highlight Highlight Stramme, xenophobe und wie wir jetzt auch noch wissen, faule SVPler. Geschützte Werkstatt Schwyz.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 03.02.2020 12:25
      Highlight Highlight @Urs457
      Aber die haben doch nur das selbe getan wie Blocher seinerzeit.
      *Sarkasmus off* 😂
    • Stefan Morgenthaler-Müller 03.02.2020 12:45
      Highlight Highlight @Urs457. Der Leiter der Einbürgerungskommission ist ein CVPler. Man macht es sich viel zu einfach, wenn man Rassismus mit SVP verbindet und meint, der ganze Rest sei nicht auch rassistisch. Bei den SVPlern weiss man woran man ist, bei den SPlern ist es vielleicht etwas besser, aber auch da gibt es viele, die nur unter Ihresgleichen verkehren und mit Ausländern nichts zu tun haben wollen.
  • Christian Künzi 02.02.2020 16:53
    Highlight Highlight Ein Beweis, dass auch Leute mit einem Horizont bis zur Stubentüre als Kommissionsmitglieder gewählt werden können!
    • one0one 03.02.2020 14:10
      Highlight Highlight Stimme dir zu... Ausser dass der Horizont in die Breite geht 😋
  • El Vals del Obrero 02.02.2020 16:23
    Highlight Highlight Ein Fall den ich kenne (auch Italiener, aber nicht in Arth):

    Familie stand vor Einbürgerung, soweit alles OK.

    Dummerweise war dann aber die Frau mit dem Weihnachtsbaum nicht vorsichtig, was einen Feuerwehreinsatz verursachte (ohne dass es Verletzte oder Schäden bei Drittparteien gab). Ist natürlich blöd, aber dass soll auch schon bei geborenen Schweizern vorgekommen sein.

    Resultat: Der Frau wurde deswegen die Einbürgerung verweigert, während der Rest der Familie eingebürgert worden wäre. Aber logisch verzichteten die dann darauf und sie werden es auch nie mehr versuchen.
    • rönsger 02.02.2020 18:26
      Highlight Highlight Vorsicht, liebeR El Vals: Dein Beitrag ist ein Steilpass für alle Kommissionsmitglieder, die gerade ihren Einbürgrerungsfragebogen entwerfen: "Nennen Sie drei Eigenschaften, die jeder Schweizer beherrschen muss." Richtige Antworten: 1. Ich kann von jedem Tierpark zehn Tiere nennen, die dort nicht im selben Gatter gehalten werden. 2. Ich kann zehn Foltermethoden nennen, wenn jemand sein Brot im Fondue verliert. 3. Ich kann nachweisen, dass bei mir seit Beginn des Einbürgerungsverfahrens vor 30 Jahren noch nie die Feuerwehr wegen eines brennenden Weihnachtsbaums anrücken musste.
    • DunkelMunkel 02.02.2020 19:23
      Highlight Highlight Aus Trotz auf die Einbürgerung verzichten? Das kann ich nicht ganz Verstehen. Entweder sieht man sich als Schweizer oder warum bürgert man sich ein? Die idiotischen Gemeindebehörden die man gerade vor sich hat sollten doch keinen Einfluss aufs Schweizer sein wollen haben, oder doch?
  • Stefan Morgenthaler-Müller 02.02.2020 15:07
    Highlight Highlight Diese Arther Einbürgerungskommission muss man wegen Nötigung vor Gericht bringen. Da werden Kompetenzen massiv überschritten. Das ist ja schon eine Art Inquisition und das hat nichts mehr mit einem Rechtsstaat zu tun.

    Da muss von höhere Ebene eingegriffen und diese Leute zur Rechenschaft gezogen werden.

    Wahrscheinlich macht diese Einbürgerungskommission das seit Jahren so und darum halten das für normal, dass man Einbürgerungswillige nötigt.
  • Nestroy Lodoño de Salazar y Matroño 02.02.2020 15:04
    Highlight Highlight Der Arther Einbürgerungsbehörde fehlt es an Bildung. Wenn irgendwelche Gemeindefunktionäre in die zuständige Kommission gewählt werden, ist die Überforderung nicht weit. Immerhin hat das Bundesgericht sie zurück gepfiffen.
  • Kian Ramezani 02.02.2020 14:57
    Highlight Highlight Das ist jener Teil des Landes mit einem gewissen Anteil selbsterklärter "Eidgenossen" (≠Schweizer). Oberpeinlich.
  • TanookiStormtrooper 02.02.2020 14:49
    Highlight Highlight Wundert mich wenig, wollen sich junge hier geborene "Ausländer" nicht einbürgern lassen. Zu teuer und gedemütigt wird man da auch noch. So entstehen Parallelgesellschaften.
    Eigentlich müsste es Schweizweit einen Standart für den roten Pass geben, zumindest irgendwelche dämlichen Fragen müssen ja wohl nicht sein. Ein bisschen Staatskunde, damit das politische System verstanden wird, muss eigentlich reichen.
    • bebby 02.02.2020 16:02
      Highlight Highlight Noch besser wäre eine obligatorische Staatskundeprüfung für all diejenigen, welche an Wahlen und Abstimmungen zum ersten Mal teilnehmen, egal ob Ausländer oder Schweizer.
    • TanookiStormtrooper 02.02.2020 16:14
      Highlight Highlight @bebby
      Wer die Schulzeit hier verbracht hat, der sollte das eigentlich schon mitbekommen haben. Da fände ich es schon übertrieben, da nochmals jeden irgendwo zu einen Test antraben zu lassen.
    • redeye70 03.02.2020 15:13
      Highlight Highlight @Tanooki
      Geh mal auf 20min und lies die Kommentare. Massenhaft junge Schweizer ohne geringste Ahnung von Staatskunde.
  • Balabar 02.02.2020 14:41
    Highlight Highlight Ich bin für Zwangseinbürgerung.
  • fritzfisch 02.02.2020 14:36
    Highlight Highlight Ein solches vorgehen ist einfach hochnotpeinlich und eine frechheit. Solchen provinzbehörden muss man sehr gut auf die finger schauen respektive ihnen die zuständigkeit für einbürgerungen entziehen. Ganz offensichtlich können die damen und herren mit der ihnen übertragenen macht nicht im geringsten umgehen.
  • malu 64 02.02.2020 14:20
    Highlight Highlight Was für seltsame Menschen in der Schweiz leben. Todlangweilige Spießer, die genau wissen was in Nachbars Garten passiert.
  • Who Cares 02.02.2020 14:20
    Highlight Highlight ich muss hier schon noch etwas anmerken; Bevor das Bundesgericht urteilt müssen zuerst Bezirksgericht dann ev Kantonsgericht und auch das Verwaltungsgericht den Fall beurteilen und offenbar fand da niemand ein Problem, sonst wäre das BGer gar nie zum Zug gekommen. Bevor man sich jetzt über Arth auslässt, sollte man sich bewusst sein, dass ziemlich viel Instanzen diesen Entscheid rechtlich abgesegnet haben. Das finde ich eher daneben. Ein paar Gemeinde-Sheriffs gibt es fast überall aber deswegen sollten ja dann Gerichte regulieren... Hier offenbar erst das BGer und das ist reichlich spät ...
    • who cares? 02.02.2020 16:42
      Highlight Highlight Hey copy cat!
    • Hierundjetzt 02.02.2020 19:43
      Highlight Highlight Who: du meinst die „Richter“ die im 20% Pensum am Bezirksgericht / Obergericht nebenher arbeiten und im Hauptberuf eine Steuerbüro oder eine Anwaltskanzlei führen und „per Zufall“ den Beschuldigten bereits vor Prozess als eigenen Kunden kennen?

      Rat mal wer in der Schweiz permanent vom BGer Rüffel kassiert, weil dort permanent extrem (!) amateurhaft gebastelt wird? Rrrrichtig Schwyz, Üri und Nid bzw. Obwalden.
  • Lucernefan 02.02.2020 14:16
    Highlight Highlight Ich schäme mich als (Inner)Schweizer für die art(h) wie man mit menschen umgeht!
    • Stefan Morgenthaler-Müller 02.02.2020 15:13
      Highlight Highlight Du musst dich nicht schämen. Du kannst ja nichts dafür, dass in Arth Menschen, die 30 Jahre dort leben und Schweizer werden wollen, institutionell gedemütigt werden.

      Bei dieser Art von Rassismus wird niemand geschlagen oder beschimpft, trotzdem ist jedem klar, was die Botschaft ist.

      Es hilft Menschen, die von Ausgrenzung, Abwertung oder Rassismus betroffen sind, wenn du das nicht selber machst und wenn du so ein Verhalten siehst, betroffenen zur Seite stehst. Danke.
  • PrinzessinFantaghirò 02.02.2020 14:09
    Highlight Highlight Ich bin Italienerin und darf seit der Heirat mit einem Schweizer seinen eindeutig schweizerischen Namen benutzen. Den Schweizerpass habe ich aber noch immer nicht beantragt (obwohl ich seit zwei Jahren in den „Genuss“ der „erleichterten“ Einbürgerung kommen könnte). Und warum? Genau wegen solchen Geschichten und weil mir das Geld für eine solche Schikane schlicht ‚zu schade‘ ist.
    • fritzfisch 02.02.2020 14:38
      Highlight Highlight Das ist schade, denn leider ist es genau dass was diese kleinen hobby patrioten (rassisten?) mit ihren schikanen erreichen möchten.
    • Vintage 02.02.2020 14:54
      Highlight Highlight Du solltest dich besser informieren. Die erleichterte Einbürgerung wird nicht in der Gemeinde entschieden und kostet ca. 1000.- wenn ich mich richtig erinnere.
      Einen Test gibt es auch nicht. Nichts mit Schikane.
    • Guipri 02.02.2020 15:18
      Highlight Highlight Aber nicht alle Gemeinden sind so! Ich hatte echt keine Probleme bei der Einbürgerung. Kein Test, nix. Papiere eingereicht, Gespräch im Gemeindehaus, das sehr locker war, fertig. Nach ca. einem Jahr hatte ich den Pass. 👍🏻
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lisaa 02.02.2020 13:21
    Highlight Highlight Ich bin Schweizerin aber ich könnte denen beim besten Willen nicht beantworten was Nüssle ist... ich komme aus Zürich, hier wird die Fasnacht nicht wirklich zelebriert und ich kann damit nichts anfangen, vermutlich deshalb.
    • I.t 02.02.2020 13:38
      Highlight Highlight Ich weiss auch nicht was Nüssle ist und bin in keinem Verein. Zum guten Glück ist mir die Schweizer Staatsbürgerschaft bei der Geburt in den Schoss gefallen ansonsten wäre ich wohl chancenlos. Da merkt man in welchen Gemeinden einige Menschen wohl grosse Vorbehalte gegenüber Ausländer haben haben. Ist ja lachhaft
    • Lisaa 02.02.2020 19:16
      Highlight Highlight Das stimmt wohl. In einem Verein bin ich ebenfalls nicht. Da hab ich wohl nochmals Glück gehabt, dass mir so ein Einbürgerungsverfahren erspart blieb:)
    • Steibocktschingg 02.02.2020 20:40
      Highlight Highlight Ich hätte weder gewusst, was "Nüssle" ist (anscheinend von den Arther Behörden erfunden, Narrentanz, weisch?), noch was die Stationen zur Rigi sind und in Vereinen bin ich ebenfalls nicht. Und was zur Hölle hat es die Typen zu interessieren, ob man eine/n Schweizer Partner/in hat oder nicht? Und warum muss man rummäkeln, weil jemand seine Rechnungen pünktlich bezahlte? Wtf?

      Gut, bin auch Bündner Oberländer, da kämen wohl andere Fragen.
  • Erklärbart. 02.02.2020 13:20
    Highlight Highlight Bünzlitum par excellence.
    • Garp 02.02.2020 15:25
      Highlight Highlight Kenne einige Bünzlis, die sind aber keineswegs rassistisch.
    • Erklärbart. 02.02.2020 16:02
      Highlight Highlight Ich assoziiere Bünzlitum nicht zwingend mit Rassismus. Eher mit eeeeeextrem reserviert und noch kleinkarierter.
    • Garp 02.02.2020 17:17
      Highlight Highlight Das was diese Leute der Behörde aber boten, ist viel mehr als reserviert und kleinkariert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • grünerantifaschist #blm 02.02.2020 13:18
    Highlight Highlight Ich bin in keinem verein und kenne keinen gemeinderat, weiss wenig über lokale traditionen etc. Und es ist mir auch egal, werd ich nun ausgebürgert?
  • circumspectat animo 02.02.2020 13:17
    Highlight Highlight Es ist unglaublich, dass solche Menschen in unserem Namen andere gängeln dürfen.
  • Robi14 02.02.2020 13:06
    Highlight Highlight Ob Frau T.Turner in Küsnacht auch solche Fragen beantworten musste?
    • Stefan Morgenthaler-Müller 02.02.2020 15:16
      Highlight Highlight Was für Fragen hätte wohl die Arther Einbürgerungskommission an T.T. gestellt?

      Bin 21'350 Prozent sicher, es gibt keinen Unterschied zwischen T.T., dem italienischen Gipser und Herr Maric.
  • Alteresel 02.02.2020 13:04
    Highlight Highlight Wir sind eben ein Land von Heimatschützern! Ich wurde als Schweizer geboren, habe 50 Jahre lang wohl keine Abstimmung verpasst, bin also politisch sehr interessiert, lese viel, lebe in keiner Infoblase, auch in keiner Politblase, aber diese Heimatschützer, ich versteh sie nicht. Welche Welt wollen die eigentlich schützen? Heidiwelt, Tellwelt, Rütliwelt, Widerstandswelt 2. WK, Bankenwelt????????
  • Kseppi 02.02.2020 13:00
    Highlight Highlight Reines Machtgehabe das leider in der ganzen Schweiz anzutreffen ist
  • PlayaGua 02.02.2020 12:46
    Highlight Highlight Diese Gemeinde ist eine richtige Schande.
  • Enzian034 02.02.2020 12:35
    Highlight Highlight Zeit die Schweizermacher 2.0 zu drehen, in den Hauptrollen der Gemeinderat Arth!
    • Nobilis 02.02.2020 13:06
      Highlight Highlight ....das würde wohl keine Komödie, sondern ein Horrorfilm.
    • Linus Luchs 02.02.2020 19:53
      Highlight Highlight Ich würde sagen, Realsatire.
  • Nick Name 02.02.2020 12:31
    Highlight Highlight Machtgebaren von der primitivsten Sorte und einfach unter aller Sau.

    Zudem geradezu deprimierend, dass das aktuelle Bespiele sind – gefühlt stammen sie aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
    • Steibocktschingg 02.02.2020 20:42
      Highlight Highlight Damals und erst recht noch früher ging man bei Einbürgerungen anscheinend den umgekehrten Weg: Als Anfang der Integration, um die Leute möglichst einzubinden, nicht als deren Ende und Belohnung.
  • Klaus07 02.02.2020 12:30
    Highlight Highlight Man sollte einmal alle erwachsene Schweizer Bürger der Gemeinde zusammentrommeln und jeder müsste den schriftlichen Test ausfüllen. Würde mich sehr interessieren, wieviele diesen nicht bestehen würden.
  • R. Schmid 02.02.2020 12:24
    Highlight Highlight Auch die sozialbehörde funktioniert in Arth ähnlich schlampig, habe da Erfahrungen mit einer Kollegin.... Erst als ich dann der Behörde das eigene Gesetz zitiert habe, ging es dann vorwärts mit der allein erziehenden Mutter. Alimenzen bevorschussung wird halt in Arth nicht geschätzt. "dann schauen Sie mal selber, dass er zahlt!"
    • redeye70 03.02.2020 15:20
      Highlight Highlight Bitte bringe die ganze Geschichte hier auf watson. Meiner Meinung nach bewegt sich diese Gemeinde rechtlich auf sehr dünnem Eis. Strafrechtliche Relevanz scheint auch nicht unmöglich zu sein.
  • Tobias W. 02.02.2020 12:22
    Highlight Highlight Hier scheint einiges nicht gut gelaufen zu sein, aber: was, wenn das tatsächlich einfach unglücklich lief? Mit der Krankheit, etc., kann schon passieren.

    Ich meine, das ist ein schlechtes Beispiel. Da werden die Fragen kritisiert - aber warum? Sie haben ihn ja eingebürgert! Alles ist gut.

    Und ich sehe keinen Grund, solche Kultur-Fragen nicht zu stellen. Einfach jemand deswegen ablehnen, das sollte man nicht. Aber wie gesagt: er hat ja den Pass (ohne Streit und Gericht) erhalten.
    • circumspectat animo 02.02.2020 13:19
      Highlight Highlight Nein das kann nicht einfach passieren das zeugt von unprofessionalität erst recht wenn man vom Gegenüber ein solch hohes Mass an verlässlichkeit verlangt.
    • who cares? 02.02.2020 13:21
      Highlight Highlight Wie der ganze Prozess abgelaufen ist, zeigt die Geringschätzung seitens der Gemeindeverwaltung. Sachen verlegen, irgendwo dazwischen stopfen, wenn nachgehakt wird, ist natürlich zu erst jemand anders Schuld, Mitarbeiter werden krank und die Dinge bleiben zuerst mal 6 Monate liegen, selbst darf man sich natürlich keinen Fehler erlauben sonst ist man gleich verdächtig (Steuerrechnung)... Würde ein Unternehmen in der Privatwirtschaft so wirtschaften, wären sie bald weg vom Fenster.
    • sowhat 02.02.2020 13:32
      Highlight Highlight Tobias, um den Preis der Demütigung hat er den Pass erhalten. Also nein, es ist gar nichts "gut".
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lilamanta 02.02.2020 12:17
    Highlight Highlight Ich habe immer grössere Zweifel an der Gemeindeautonomie und dem Milizsystem. Es ist an seine Grenzen gekommen. Mir wären langsam lieb, wenn wir über Bezirke mit Fachpersonal als kleinste Einheit des Staates diskutieren würden.
    • Trompete 02.02.2020 13:51
      Highlight Highlight Diskutieren kann man natürlich gerne, aber die Schweizer Bevölkerung wird vermutlich immer Nein zum Technokratismus sagen. Wer solche Dinge fordert, spricht sich indirekt gegen die Demokratie aus und bezeichnet die Mehrheit der Bevölkerung als zu dumm, um Entscheidungen treffen zu können. Die demokratische Entscheidungsfindung wird in der Schweiz gross geschrieben.
    • Lilamanta 02.02.2020 17:47
      Highlight Highlight Der Kanton Glarus hat es geschafft, all seine Gemeinden auf (ich glaube) 3 zu reduzieren und diese gleichzeitig zu professionalisieren. Ich glaube aber auch, dass es noch lange dauert, bis sich das durchsetzt. Ich halte es trotzdem nicht für eine Technokratie und auch nicht für eine Einschränkung der Demokratie, lediglich für eine (notwendige) Begrenzung der Gemeindeautonomie.
      Unsere Bürger halte ich übrigens nicht per se für dumm, allerdings für oft wenig weitsichtig und sehr auf die eigene Lebenswelt fokussiert.
    • sowhat 02.02.2020 19:46
      Highlight Highlight Lilamanta, ich bin nicht ganz sicher, ob das wirklich die Lösung ist. In D sind die Dörfer auf dem Land zT in solchen Verwaltungsgemeinschaften organisiert. Es ist äusserst mühsam, wenn man da was organisieren will. Null Interesse, null mitdenken, nullkomma fünf Hilfsbereitschaft. Wenn ich hingegen hier auf der Gemeinde was brauche, geht das rutschplatsch und ich hab alles und einen Tipp dazu wie weiter.
      Ich bin also eher skeptisch.
      Allerdings macht dein Beispiel von Glarus schon Sinn. Wie bewährt es sich?
  • FrankW64 02.02.2020 12:17
    Highlight Highlight Schon traurig: Leute denen das Schweizer Bürgerrecht überwiegend durch den Zufall der Geburt ganz einfach in den Schoss gefallen ist machen für Dritte da so ein Riesending draus. Auch ein Grund warum ich als Deutscher auch nach 27 Jahren in der Schweiz nie auf die Idee gekommen wäre den Schweizer Pass zu beantragen.
  • HerrLehmann 02.02.2020 12:12
    Highlight Highlight Hmmm, es wirkt wohl schon übertrieben, jedoch denke ich an die diversen Schweizer Bürger, mit denen ich beruflich zu tun habe, die keine Landessprache sprechen und auch eingebürgert wurden. Entsprechend wäre ein schweizweites, standardisiertes Verfahren bestimmt zielführender. Zu bedenken bleibt auch, dass wenn ich mich bei einer Firma auf eine Anstellung bewerbe, muss ich mich im Voraus auch mit den Eigenheiten des Betriebes, deren Tradition und Geschichte auseinandersetzen. Inklusive Referenzen und Vorstellungsgespräch. 🤷🏻‍♂️
    • gi_ann 02.02.2020 13:07
      Highlight Highlight Ich stimme Ihnen zu. Man „sollte“ es kennen. Die Traditionen und Kultur bekommt man in der Schule vermittelt.
      Aber daheim haben wir Secondos noch die Kultur unserer Eltern und da wird oftmals auch nicht Schweizerdeutsch geredet. Das kann bei so einem Test etwas fies sein, solche Begriffe zu fragen.

      Ich muss sagen (habe den CH Pass), ich wähne mich mehr als Schweizerin. Jedoch muss auch ich sagen, manchmal stolpere ich über Sachen/Begriffe, wenn ich bei den Eltern von meinem Freund (Schweizer) bin.
      Banales Bsp: Chnöpfli- anscheinend das gleiche wie Spätzli. 😅
      Prügel (Die Branche Schoggi..)
    • circumspectat animo 02.02.2020 13:20
      Highlight Highlight Ja und wenn sie in einen Betrieb gehen in dem Mobbing praktiziert wird, ist das Bewerbungsgespräch genau wie der Einbürgerungstest in Arth.
    • Ribosom 02.02.2020 13:26
      Highlight Highlight @gi_ann
      Stell dir vor, auch als Schweizer kennt man nicht alle Dialekt-Begriffe! :)
      Dass Branche so heisst, ist mir logisch (frz. für Ast). Bei Prügel, sorry, das purer ist Unsinn. Chnöpfli kenne ich, weil man das in meiner Region so nennt :)
      Auch kenne ich nicht alle Traditionen, bin in keinem Verein, kenne den aktuellen Bundesrat nicht und kann auch nicht alle Kantone aufzählen. Ich würde niemals eingebürgert werden. Trotzdem bin ich Schweizer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • hanvan 02.02.2020 11:58
    Highlight Highlight Wegen solche Geschichten starte ich für mich kein einbürgerungsverfahren.
    Wohne schon mehr als 30 Jahren in der Schweiz, kann jedoch solche Vorgehensweisen nicht integrativ akzeptieren
    • modjoes 02.02.2020 13:44
      Highlight Highlight Ich glaube das ist auch das Ziel solcher Behörden: Hindernisse so hoch wie möglich zu setzen damit man es sich mehrmals überlegt. Musste die Hosen auch schon runterlassen, war nicht so angenehm. Ja bin Schweizer, aber nicht jeder mag halt all den "Seich" der im Dorf-/Stadtleben so passiert. Auch nicht die Bräuche und Traditionen des Heimatlandes der Eltern. (neutralerweise) Die meisten Dinge die ich für die Prüfung lernen musste sind alle wieder aus meinem Kopf, da gibt es wichtigere Dinge fürs Leben hier. Ich fühle mich nicht besser als alle anderen Mitmenschen hier, mit oder ohne roten Pass.
    • Randalf 02.02.2020 16:01
      Highlight Highlight
      @gi_ann
      Chnöpfli werden durchs Chnöpflisieb gestrichen. Originale Spätzli werden vom Brett geschabt (ist viel aufwendiger). Der Teig ist der Gleiche.
      Aber das wissen nur wenige, weil sich der falsche Ausdruck in die Umgangssprache eingeschlichen hat.😉😉😉
  • Offi 02.02.2020 11:50
    Highlight Highlight Einbürgerungen durch solche Laienbehörden sollten verboten werden, es müsste endlich ein landesweites standardisiertes Verfahren durchgesetzt werden.
    • PrinzessinFantaghirò 02.02.2020 14:10
      Highlight Highlight Amen.
    • wintergrün 02.02.2020 16:20
      Highlight Highlight Zumindestens sollte man auf die Fragen lernen können.
      Für den standardisierten Test des Kanton Bern wird unter anderem das Heft „der Bund kurz erklärt“ von der Bundeskanzlerei verwendet.
      War ehrlich gesagt ganz interessant.
    • Blue Sun 02.02.2020 19:00
      Highlight Highlight @Wintergrün
      So wie bei der Theoretischen Fahrprüfung. Da bekam ich ein Büchlein mit allen Fragen. Man kann ja 200 - 300 Fragen zusammenstellen und dann 20-30 davon Stellen.
      Denn meiner Meinung nach, wie soll ich mich auf einen Test Vorbereiten wenn nicht klar ist, was gefragt wird? Also als Beispiel, ich lerne die Geschichte der Gemeinde und gefragt wird dann über Velowege oder Haltestellen des ÖV, Mist, ich muss mit dem Auto zur Arbeit, verlangt mein Chef! Und Velo finde ich nicht so toll!
  • Glücksbringer 02.02.2020 11:50
    Highlight Highlight Der Kanton Schwyz ist halt rückständig und unterentwickelt und deshalb auch rassistisch. Ich bin Schweizer, könnte aber viele Anekdoten darüber erzählen, die zum Schämen sind. Z.B.: Eine Afrikanerin musste mal aufs WC. Da sagte eine Schwyzerin: „Lässt du sie auf dein WC?“ „Ja, natürlich. Warum nicht?“ „Ja aber dann wird doch alles schwarz!“.
    Was kann man dazu noch sagen?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 02.02.2020 12:58
      Highlight Highlight Sorry, der wurstfingerkobold hat zugeschlagen.
      Wollte dir eigentlich ein Herzchen geben.
    • fritzfisch 02.02.2020 14:47
      Highlight Highlight Da brauchen sich unsere gründerkantone nicht zu wundern wenn sie allgemein als rückständig angesehen werden. Die haben noch nicht gemerkt dass es auch eine schweiz abseits von fahnenschwingenden-jodelnden-steinstossenden schwingern gibt
    • Tessinerli 02.02.2020 15:18
      Highlight Highlight @ Glücksbringer

      Als Schwyzerin muss ich mich hier kurz verteidigen. Nur weil Sie leider negative Erfahrungen gemacht haben, heisst das nicht, dass der Kanton Schwyz und seine Bewohner rückständig, unterentwickelt und rassistisch sind!
      Ich selber habe einen Italiener geheiratet. Für meine Familie sowie mein Umfeld hat das nie ein Problem dargestellt.

      Ich finde solche Generalisierungen nicht gerechtfertigt, es gibt überall in allen Kantonen schlechte Beispiele. Schade dass Sie alle in den gleichen Topf schmeissen... :(
    Weitere Antworten anzeigen
  • Korrektiv 02.02.2020 11:38
    Highlight Highlight “Alle nötigen Dokumente gesammelt, schickt er diese an die Arther Gemeinde.“ - Es tut uns leid, aber Ihre Deutschkenntnisse genügen nicht für eine Einbürgerung.
    • ChlyklassSFI 02.02.2020 15:09
      Highlight Highlight Was soll denn bitte falsch sein?
  • rodolofo 02.02.2020 11:37
    Highlight Highlight Das Referenzschreiben gleich am anderen Tag zurückschicken ist allerdings sehr verdächtig...
    Nein, Spass!
    Diese Geschichte hört sich komisch-absurd an, mit einer Schlagseite hin zum kafkaesken Alptraum.
    Und sie zeigt wieder mal, dass die "Kleinherrscher" nicht so harmlos und bieder sind, wie sie sich immer in Szene setzen!
    Ich denke da beispielsweise an einen Hauswart, der ständig im "blauen Überggwändli" für Ordnung und Sauberkeit in und um den ihm zugeteilten Block schaut, und der auf dem wöchentlich am Samstag Morgen gemähten Rasen ein Schild anbringt mit der Aufschrift "Betreten verboten!"
  • PeteZahad 02.02.2020 11:36
    Highlight Highlight Ja wir haben den Föderalismus und das ist meines Erachtens auch gut so. Aber es geht hier um den Schweizer Pass und nicht um einen Arther Pass oder sonst einer Gemeinde. Hier kann ein Grundwissen über die Schweiz (Geschichte, Politisches System, Rechte und Pflichten, Kantone/Halbkantone, etc.) sowie dass der Bewerber die entsprechende Landessprache beherrscht gefordert werden. Ein Schweizer zu sein, macht aber nicht aus die Stationen der Rigi Bahn und regionale Fasnachtsbräuche zu kennen. Dies sagt auch überhaupt nichts über die Integration aus.
  • DemonCore 02.02.2020 11:33
    Highlight Highlight Viele Beamte sehen ihre Aufgabe hauptsächlich darin, den Bürger zu schikanieren. Wenn es gegen Ausländer, Arme oder psychisch Kranke geht, klatschen viele Schweizer Beifall. Manchmal schäme ich mich Schweizer zu sein.
    • Suchlicht 02.02.2020 13:44
      Highlight Highlight Einerseits gibt es schon lange keine (gewählten) Beamte mehr, sondern es sind Staatsangestellte mit Arbeitsverträgen. Andererseits geht es in dieser Story um eine Laienbehörde in einer Gemeinde, was also mit Beamten gerade nochmals nichts zu tun hat.

      Das weisst Du aber natürlich alles und wolltest nur kurz Deine Stammtischparole hier loswerden.
    • DemonCore 02.02.2020 15:15
      Highlight Highlight s/Beamte/Staatsangestellte. Hans was Heiri.

      Kürzlich hat eine im Asylwesen beschäftigte Juristin sogar einen Prozess gegen ihren Arbeitgeber gewonnen, weil die ihr auferlegte Schikane an Asylanten ihr Leben ruiniert hat. Wir müssen aufhören die Verhältnisse hier schönzureden.
  • Gawayn 02.02.2020 11:32
    Highlight Highlight Sowas nenne ich Schikane!
    Wenn die Gemeinde Arth fremdenfeindlich ist, soll sie dazu stehen.
    Sie werden sehen, wie weit sie damit kommen.

    Solche Frage Antwort Spielchen, sind meiner Meinung nach sinnfrei und auch kaum fair zu erstellen, noch durch zu führen.

    Hat der Antragsteller eine gewisse Zeit in der Schweiz gelebt, ist nachweislich in der Schweiz integriert, hat sich nie etwas zu Schulden kommen laßen und er sonst keine Abschiebung zu befürchten hat und er die Gebühr bezahlt hat..
    Dann gebt ihm den roten Pass, Basta!

  • Cédric Wermutstropfen 02.02.2020 11:32
    Highlight Highlight Es gibt nun mal kein Recht auf einen Schweizer Pass. Wenn man einen bekommt, schön. Wenn nicht, dann eben nicht.
    • grünerantifaschist #blm 02.02.2020 13:14
      Highlight Highlight Alle ausländer welche hier geboren wurden oder werden sollten automatisch den roten pass erhalten, das einbürgerungsverfahren sollte auf bundesebene abgewickelt werden mit einheitlicher ‚prüfung‘
    • grünerantifaschist #blm 02.02.2020 13:15
      Highlight Highlight Cedi was hast du denn für den pass geleistet?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 02.02.2020 14:05
      Highlight Highlight @Grünergutmensch
      Sich eingebildet dass er als gebürtiger Schweizer etwas besonderes wäre.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beat_ 02.02.2020 11:22
    Highlight Highlight Also das einzige, was wirklich funktionierte, war eine Rechnung zu schicken, kaum war das Einbürgerungsgesuch eingegangen.

    Da ilft offenbar nur, dass sämtliche Forderungen aus einem Einbürgerungsverfahren NACH einem rechtsgültigen Entscheid erhoben werden dürfen.
  • weissauchnicht 02.02.2020 11:18
    Highlight Highlight Die Arroganz und Selbstüberhöhung dieser Einbürgerungskommission ist kaum zu überbieten und einer demokratischen Kultur unwürdig.
  • marcog 02.02.2020 11:15
    Highlight Highlight Es wird langsam Zeit, dass man die alten Zöpfe abschneidet:
    - Der Bürgerort ist hinfällig und kann abgeschaft werden
    - Für Einbürgerungen ist der Bund verantwortlich
    Was sich da einige Gemeinden erlauben ist absolut haarsträubend!
    • fools garden 02.02.2020 12:27
      Highlight Highlight ...und dein Geburtsort wird Heimatort, Problem gelöst. Funktioniert praktisch auf der ganzen Welt.
  • Skeptischer Optimist 02.02.2020 11:14
    Highlight Highlight Das System ist falsch, diese Kleingeister in Arth legen dies nur offen. Einbürgerungen sind im Effekt Bundessache und sollten es auch in der Praxis sein.

    Im Fall von Dion Marić* müsste die Einbürgerung ein reiner Verwaltungsakt sein, den die Kleingeister gar nichts angeht.
  • Alju 02.02.2020 11:08
    Highlight Highlight Du meine Güte...ich hoffe mein Einbürgerungsgespräch in 10 Tagen wird nicht so. Immerhin nicht in Arth
    • maljian 02.02.2020 11:21
      Highlight Highlight Viel Erfolg dabei.
    • Spargel 02.02.2020 11:23
      Highlight Highlight Viel Glück
    • Roelli 02.02.2020 11:24
      Highlight Highlight Viel Glück
    Weitere Antworten anzeigen
  • Trompete 02.02.2020 11:06
    Highlight Highlight Es ist schon bezeichnend, dass man hier wiederum nur vom Entscheid des Gemeinderats spricht, nicht aber vom Entscheid des erstinstanzlichen Gerichts, welches den Entscheid des Gemeinderats gestützt hat.
    Was möchtet ihr erreichen, indem ihr die subjektive Ansicht betreffend des Falls von Herrn Marić hier zusätzlich ausbreitet, nicht aber wie sich die Gemeinde zu diesem Fall äussert?
    • äti 02.02.2020 12:02
      Highlight Highlight Die Gemeinde könnte hier einen Kommentar schreiben.
    • Herr Ole 02.02.2020 12:08
      Highlight Highlight Der erstinstanzliche Entscheid zeigt vor allem, dass zumindest im Kanton Schwyz (und vermutlich auch anderswo) noch einiges schief läuft.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 02.02.2020 12:11
      Highlight Highlight Bundesgericht steht über der ersten Instanz.
      Da gibts nichts zu jammern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • drüber Nachgedacht 02.02.2020 11:05
    Highlight Highlight Muss man als Schweizermacher eigentlich eine Prüfung bestehen?

    Es ist wohl an der Zeit, dass nur noch Beamte, welche National getest sind dieses Einbürgerungsverfahren ausführen dürfen. Wenn sich in Gemeinden dazu keine fähigen Leute finden, können sich die Einbürgerungswilligen eine Gemeinde die den Job übernimmt aussuchen. Das Nürgerrecht bekommen sie dann aber trotzdem in der Wohngemeinde.
  • DailyGuy 02.02.2020 11:04
    Highlight Highlight Er muss verteidigen, dass er die Steuern rechtzeitig zahlt? Geht’s noch, Gemeinde Arth?
  • Wombat59 02.02.2020 11:02
    Highlight Highlight Ich war auch einige Jahre in einer Bürgerrechtskommission. Was ich da von einigen Mitgliedern erlebt habe, war erschütternd. Es war für diese Leute selbstverständlich, dass die Einbürgerungskandidaten Bittsteller sind, und vor uns zu Kreuze zu kriechen haben. Vor meiner Zeit hat dies eine deutsche Familie zu wenig gemacht, es wurde beantragt, wegen „mangelnder Deutschkenntnisse“ nicht einzubürgern (wurden dann zum Glück trotzdem eingebürgert). Liegengelassene Dossiers und Gespräche, die kurzfristig abgesagt werden mussten, weil ein Kommissionsmitglied spontan in die Ferien ging, war Standard.
    • Varanasi 02.02.2020 11:40
      Highlight Highlight Eine deutsche Familie hatte zu wenig Deutschkenntnisse?
      Das muss Satire sein!
    • Wombat59 02.02.2020 12:03
      Highlight Highlight @Varanasi: das hat sich eine Mehrheit des Gemeinderates zum Glück auch gedacht und die Familie entgegen der Empfehlung der Bürgerrechtskommission trotzdem eingebürgert.
    • Varanasi 02.02.2020 12:54
      Highlight Highlight @Wombat
      Vor allem würden mich in so einem Fall die Deutschkenntnisse dieser sogenannten Bürgerrechtskommission interessieren.
      Ist ja aber, Gott sei Dank, noch einmal gut gegangen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baguette 02.02.2020 11:02
    Highlight Highlight Das ist nicht bloss willkürlich, sondern richtiggehend bösartig und schikanierend! Weshalb haben viele Schweizer und Gemeindebehörden immer noch das Gefühl, es sei eine besondere Auszeichnung, Bürger dieses Landes zu werden? Ich schäme mich für die Behörde in Arth!
  • who cares? 02.02.2020 10:53
    Highlight Highlight Absolute Arroganz der Gemeinde. Wahrscheinlich sonst im Leben nichts zu sagen, darum müssen sie es an den Einbürgerungswilligen ausleben. Inkompetenz gepaart mit Charakterschwäche.
  • Hoci 02.02.2020 10:53
    Highlight Highlight So gehts natürlich nicht. Ich hoffe der Artikel ist eine Art Satire.
    Bekommt nicht wer hier geboren und aufgewachsen ist nach einigen Jahren automatisch den Pass?
    Falls dies keine Satire ist erinnert es mich an ein ähnlich widerliches Bewerbungsgespräch, mein schlimmstes- für einen unbezahlten Job, ja kaum zu glauben. Es gibt alles auf dieser Welt, wohl auch eine Gemeine Arth, der man einige Dinge erklären sollte.
    • Conci 02.02.2020 11:42
      Highlight Highlight Du kriegst den Pass nur erleichtert in der dritten Generation. Das heisst, wenn deine Grosseltern eingewandert sind und deine Eltern schon hier geboren und zur Schule gegangen sind und du musst es beantragen und die ganzen Gebühren bezahlen.
    • Töfflifahrer 02.02.2020 11:46
      Highlight Highlight Keine Satire, das ist Realität. Traurig aber wahr.
  • Wurstbrot 02.02.2020 10:51
    Highlight Highlight Wer also kein Vereinsmeier ist hat keine Chance. Was für eine kleinbürgerliche Spiessergemeinde.
    • drüber Nachgedacht 02.02.2020 12:20
      Highlight Highlight Genau der richtige Punkt.

      Von denjenigen die sich der Einbürgerung stellen, werden Dinge verlangt, die bei den Schweizern längst überholt sind.

      Am liebsten würden diese Leute wohl noch das Papierfahrplanlesen und die Suche nach einer Telefonnummer im Telefonbuch testen...
    • sowhat 02.02.2020 13:46
      Highlight Highlight Zum Glück können sie Leute, die nicht in Vereinen sind nicht ausbürgern🤭
  • stolca 02.02.2020 10:46
    Highlight Highlight Es wäre spannend zu testen, wieviele der Fragen von den Mitgliedern der Kommission selber richtig beantwortet werden können. Und wieviele der gebürtigen Schweizer in Arth die Antworten ohne Vorbereitung kennen.
    Arth ist hier übrigens nur Stellvertreter für alle anderen Schweizermacher.
    • michiOW 02.02.2020 11:10
      Highlight Highlight Ich finde, man kann bei solchen Fragen schon etwas erwarten, um zu testen, wie gross der Wille zum lernen war. Aber ja, die Gemeinde hat hier schon ziemlich übertrieben.
    • Trompete 02.02.2020 11:11
      Highlight Highlight Für eine Prüfung muss man sich nunmal vorbereiten. Ich finde es absolut wichtig und richtig, dass solche Prüfungen durchgeführt werden. Werden die Fragen oder Hürden missbräuchlich hoch angesetzt, gibt es den Weg über die Gerichte, wie der Fall des besagten Italieners aus Arth exemplarisch aufzeigt.
    • RicoH 02.02.2020 12:18
      Highlight Highlight Trompete

      "Für eine Prüfung muss man sich nunmal vorbereiten."

      Das ist richtig, nur sagt eine Prüfung gar nichts über die Integration des Menschen aus. Das ist doch das Thema bei der Einbürgerung – oder etwa nicht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Unicron 02.02.2020 10:45
    Highlight Highlight Immer wenn ich diese Stories lese, denke ich mir als gebürtiger Schweizer dass ich keine Chance hätte diesen Test zu bestehen.
    Leute welche sich haben einbürgern lassen kennen die Schweiz wohl viel besser als ich.
    • undduso 02.02.2020 11:24
      Highlight Highlight Geht mir genauso. Vor allem wenn es jetzt darum ginge, wohngemeindespezifische Ausdrücke zu kennen.
      Auch da ich der Fasnacht grundsätzlich abgeneigt bin, hätte ich wohl kaum eine Chance.
    • glass9876 02.02.2020 12:18
      Highlight Highlight Und sind in mehr Vereinen als ich (0)... :-P
    • 's all good, man! 02.02.2020 13:42
      Highlight Highlight @RichDonaldSaveUs
      Nein, eben nicht. Auch als gebürtiger Schweizer kann ich einen Scheiss auf die Fasnacht und sonstige Bräuche, die mir nichts sagen, geben. Ich zahle meine Steuern zuweilen recht unpünktlich und kenne nicht alle Stationen der Üetlibergbahn. Macht mich das zu einem schlechteren Schweizer? Nein, es ist keine relevanten Faktoren.
  • Glatttaler 02.02.2020 10:36
    Highlight Highlight Die Verantwortlichen sollte man umgehend austauschen
    • sowhat 02.02.2020 13:51
      Highlight Highlight Nein, das Vorgehen gehört aufgehoben und durch ein national definiertes Vorgehen ersetzt.
    • Glatttaler 02.02.2020 15:02
      Highlight Highlight Beides sowhat
    • sowhat 02.02.2020 19:38
      Highlight Highlight Ok, einverstanden 😉
  • hämpii 02.02.2020 10:35
    Highlight Highlight Tja, Behörden halt. Da kannst du auch gleich alles selber machen...

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