Schweiz
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Die Schweiz und der «Wohlstands-Faschismus»: «Die Rattenfänger haben erkannt, dass der Mittelstand Angst hat»



Unser Artikel «Wohlstands-Faschismus: Die neue Gefahr für die Demokratie» hat die watson-User bewegt: 300 Kommentare bedeuten für unser junges Newsportal eine amtliche Diskussion. Bei der ging es hoch her. Kein Wunder – war doch die SVP und ihr aktueller Kurs Gegenstand der Berichterstattung. Welche Argumente dabei ausgetauscht worden sind, haben wir hier noch einmal zusammengefasst.

epa05089093 Police check suspects at the Cologne Central Station in Cologne, Germany, 05 January 2016. On New Years Eve dozens of women were molested and robbed around the Cologne Central Station.  EPA/MARIUS BECKER

Personenkontrolle am Kölner Bahnhof: Die Silvester-Vorfälle strahlen bis in die Schweiz aus.
Bild: EPA/DPA

Für einmal Einigkeit: Die Linke hat versagt

Bleibt die Frage: Fördert die Linke gar einen Rechtsruck?

JAHRESRUECKBLICK 2015 - OKTOBER - Die Parteipraesidenten Christophe Darbellay, CVP, links, und Christian Levrat, SP, diskutieren vor der Elefantenrunde des Schweizer Fernsehens, im Hintergrund die SVP und FDP Praesidenten Toni Brunner, links, und Philipp Mueller, in der Wandelhalle des Nationalrats im Bundeshaus, am Tag der eidgenoessischen Wahlen, am Sonntag, 18. Oktober 2015 in Bern. Die TV- und Radiostationen der SRG SSR senden am Wahltag zum ersten Mal einen Teil ihrer Berichterstattung direkt aus dem Parlamentsgebaeude. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Die Parteipräsidenten der CVP und SP, Christophe Darbellay (rechts) und Christian Levrat, bei einer TV-Diskussion im Oktober 2015. Im Hintergrund ihre Pendents der SVP und FDP, Toni Brunner (links) und Philipp Müller.
Bild: KEYSTONE

Relative Eingkeit: Ängste regieren mit

epa05093946 A demonstrator holds a sign that reads

Angst beim Wähler, hier in Deutschland.
Bild: EPA/DPA

Leben wir hier in der «besten aller Welten»?

«Die Einkommensschere geht auch bei uns weit auseinander und dies wäre gerade bei uns nicht nötig. Wenn wir schon das Glück haben, an einem prosperierenden Ort leben zu können, sollten wir ihn nicht künstlich auseinander fallen lassen. Diese Verantwortung haben wir gegenüber den Armen in den Schwellenländern und gegenüber unserer Jugend.» (User FrancoL)

«Vielleicht einmal ansehen, wie arme Menschen in den allermeisten anderen Ländern leben müssen. Weltweit leben etwa eine Milliarde Menschen in dreckigen Slums. In der Schweiz hast du die medizinische Versorgung auf sicher, wie auch Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe. Ja, die Schere zwischen arm und reich öffnet sich bei uns, aber trotzdem gibt es bei uns (noch) einen Wohlstand, von dem die wirklich Armen in anderen Ländern nur träumen können.» (User Linus Luchs)

Was ist an der Politik der SVP faschistoid?

«Löpfe und Genossen im Geist: Seid ihr nicht ganz bei Trost oder einfach nur frustriert, weil ihr die Verlierer seid?» (User Einstein56)

«Nein, zutiefst besorgt! Ein Milliardär kauft Partei, Zeitungen, Meinungen und schafft es, dass seit zwei Monaten nur über seine Partei geschrieben wird. Er verschiebt die Grenzen seit Jahren krass nach rechts. Schafft eine Kultur des Verhöhnens und der Lüge. Er schafft es, dass Richter, Intellektuelle, Wissenschaftler, Liberale, letztendlich alle, die nicht so rechts sind wie er, als Linke beschimpft werden und er schafft es sogar, dass obwohl seine Partei seit Jahren die grösste Partei ist, alle anderen Parteien Schuld sind.» (User splatter)

Bild

Das «Extrablatt» der SVP.
Bild:

«Die Rechten wenden nur das bestehende Gesetz konsequent an, das von den Linkoiden konsequent mit ‹Verhältnismässigkeit› und subjektiven Richtern ausgehebelt wird. Exzesse wie bedingungsloses Grundeinkommen bringen das Fass der Sozialromantik zum überlaufen. Das Öffnen der Grenzen ohne Volksbefragung erledigt den Rest. Es gibt keine Alternative zu Rechts.» (user GatesNo)

«Eine liberale Politik, die das Wohl aller im Blick hat und die Freiheit seiner Menschen schützt, ist immer eine Alternative zu einer rechtsnationalen Politik. Es ist die rechtsnationale Politik und nicht die Richter, die die Gesetze aushebeln will. Gesetze gelten für alle in gleicher Weise und dienen nicht dem Rachebedürfnis der Bevölkerung.» (User Sapere Aude)

Zu den Themen Einwanderung und Herkunft

«Ich habe weniger Angst vor einem Wohlstands-Faschismus als davor, dass die Zuwanderung (wie seit Langem) immer weiter zunimmt, dass die Schweiz kein Volk mehr sein darf (und wird), weil zu viel von der Integration von unserer Seite kommt und oftmals unsere ‹Kultur› sich anpasst.» (User Gurke)

«Dann erläutern Sie doch einmal, wie die Zuwanderung eigentlich zustande kam und kommt. A) Ist es ein Akt des Zuwanderers, der sich entschliesst, in die CH zu kommen und dann mal schaut, ob es auch eine Arbeit gibt? Oder B) Wird die Zuwanderung von der Schweiz injiziert, indem man Arbeitskräfte aus dem Ausland holt? Wenn sie auf A tippen, dann müssten Sie erläutern, wie man zu einer Aufenthaltsbewilligung ohne Arbeit kommt! Wenn sie auf B tippen, dann müssen sie die [Wirtschaft] anprangern.» (User FrancoL)

«Man nehme die Zuwanderung, mehr Häuser müssen gebaut werden, Natur wird zerstört. Man nehme die AHV/IV/EO, die, obwohl die Linken versprochen haben, dass die durch die PFZ abgesichert werden, am Abgrund stehen, da zu viele Leute sie brauchen. Man nehme das Bankgeheimnis, die Staatssicherheit. Alles durch die Linken in Gefahr.» (User TheMan)

«Wenn mehr gebaut wird? Die Schweizer Wirtschaft. Zudem: Die meisten der Einwanderer arbeiten hier, nochmals gewinnt die Wirtschaft. Die AHV steht nicht am Abgrund wegen PFZ! Sondern wegen der Demographie. Und wenn die Zahl der Einzahler nicht gestiegen wäre, wäre die AHV echt ein Problem! Das Bankgeheimnis gibts ja noch, sie gilt nur für Inländer. Hätten sie es begrüsst, wenn wir weiterhin Geld mit Steuerflüchtlingen und Betrügern verdient hätten?» (User Teufelchen7)

Die deutsche Fussball Legende Guenter Netzer, links, und seine Frau Elvira posieren auf dem gruenen Teppich am Eroeffnung Abend des 11 Zurich Film Festival in Zuerich am Donnerstag, 24. September 2015. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Ausländer, die in der Schweiz leben: Günter Netzer und Frau Elvira.
Bild: KEYSTONE

«Obwohl 42 Prozent der Schweizer einen Migrationshintergrund haben, werden wir immer noch als faschistoid beschuldigt? In fünf Jahren wird über die Hälfte der Schweiz einen Migrationshintergrund haben. Schweizer werden dann eine Minderheit sein. Ist es dann genug? Werden wir dann endlich nicht mehr als Nazis verdächtigt?» (User Gurke)

«‹In fünf Jahren wird über die Hälfte der Schweiz einen Migrationshintergrund haben. Schweizer werden dann eine Minderheit sein.› Schweizer mit Migrationshintergrund sind also keine echten Schweizer mehr. Damit hast du dich gleich selbst disqualifiziert. Wer den roten Pass hat, ist ein Schweizer. Punkt.» (User zettie94)

Weitere Antworten auf diesen Post:

Die SVP im europäischen Kontext

epa05067867 Hungarian Prime Minister and Chairman of the Fidesz-Hungarian Civic Alliance Viktor Orban delivers his speech after he was re-elected as party chairman during the 26th congress of the ruling Fidesz party in Budapest, Hungary, 13 December 2015.  EPA/TAMAS KOVACS HUNGARY OUT

Ungarns Premier Viktor Orban.
Bild: EPA/MTI

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