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«Was ist mit dem Koch, dem Tellerwäscher, der Putzfrau?» – die hitzige Diskussion der watson-User übers Trinkgeld



Muss man in der Schweiz Trinkgeld geben oder nicht? Diese Frage lässt sich nicht so leicht beantworten – das spiegelt sich auch in der Kommentarspalte zu unserem Artikel wieder

Einige User geben fast immer Trinkgeld, einige praktisch nie, einige machen es stark vom Service abhängig. Einige finden es nötig, andere halten es für überflüssig. 

Wir greifen die Diskussion noch einmal auf und präsentieren eine Auswahl aus interessanten Kommentaren.

Nicht zufrieden mit 50 Rappen?

Viele Servierer freuen sich nicht über ein Mini-Trinkgeld. Das können nicht alle nachvollziehen.

«Ich verstehe das mit den 50 Rappen nicht, auch Kleinvieh macht Mist, oder? Übers Jahr gerechnet kommt doch da was zusammen.»

Olf

«Ahja, 0.50 sind also nicht ‹anständig›. Haha, gebe eh fast nie Trinkgeld, wieso auch? Job ist Job.»

ChrisThePilot

Miese Behandlung

«Habe vor einigen Jahren in Zermatt im Hotelrestaurant ein Servicepraktikum gemacht. Wenn mich ein Gast den ganzen Aufenthalt wie der letzte Dreck behandelt und mir dann am Ende CHF 50.- in die Hand drückt, dann hab ich ‹dankbar› verzichtet, hätte es ihm am Liebsten ins Gesicht zurückgeworfen.»

NewYorker

Die Antwort darauf:

«Genau so frustrierend wie die Situation, die du beschreibst, war wenn ich jeweils eine Gruppe bediente und ihnen jeden Extra-Wunsch erfüllte, den Kindern noch Farbstifte und Spielzeuge gebracht, dann aber beim Einkassieren, bei einer Rechnung in der Höhe von 500 Franken, ein Trinkgeld in der Höhe von CHF 1.20 zu erhalten. Dann lieber 50 Franken.»

Markus Bader

Wie man in den Wald ruft ...

«Ich gebe Trinkgeld als Belohnung, wenn die Bedienung gut war. Niemand muss Hunger leiden, wenn ich nichts drauflege. Was auch des Öfteren der Fall ist, hierzulande werde ich oft miesepetrig bedient.»

guby

Die Antwort:

«Wie man in den Wald ruft, so tönt es oft heraus. Wer einen Job macht, in dem man herablassend behandelt wird, kann schwerlich guter Laune sein.»

Statler

In der Schule nicht aufgepasst?

«Hätte man in der Schule aufgepasst, müsste man wohl nicht diesen Beruf ausüben mit so einer Einstellung.»

suchwow

Der Kommentar löste eine Welle an Reaktionen aus:

«Es gibt auch Leute, die ihren Beruf bewusst gewählt haben, weil er ihnen gefällt, und nicht nur um Kohle zu scheffeln.»

rippinkittin90

«Nicht alle wollen Bankangestellter werden. Es gibt viele Menschen, die sich lieber für einen sinnvollen und sinnstiftenden Job interessieren und mit Begeisterung ausführen.»

Hierundjetzt

«‹In der Schule nicht aufgepasst› – genau das ist eines der Probleme im Gastgewerbe (und ähnlichen Dienstleistungsjobs), dass man das Gefühl bekommt, man sei ein Mensch zweiter Klasse.»

Statler

Wo ist die Grenze?

«Eine Kassiererin in einem Selbstbedienungsrestaurant warf das Wechselgeld ins Sparschwein. ‹Für den Service!› Das ging für mich gar nicht.»

Jemima761

«Wen ihr an der Migroskasse freundlich bedient werdet, gebt ihr dan auch Trinkgeld? Bitte es hat nichts mit Anstand zutun ob man Trinkgeld gibt oder nicht. Müssen, muss ich nur das bezahlen was angeschrieben ist. Der Rest ist Sympathie und so weiter abhängig.»

Jep007

«Trinkgeld gibt's für besonders gute Bedienung, sonst nicht. Was ich nicht verstehe: Warum so viele das Trinkgeld heute als soziale Institution betrachten. Also Trinkgeld geben, weil die Leute wenig verdienen. So gesehen müsste man ja auch an der Migros-Kasse etwas geben. Und was ist mit dem Koch, mit dem Tellerwäscher, mit der Putzfrau im öffentlichen WC?»

Chaose

«10 % gebe ich niemals. Sorry, aber das Personal erhält seinen Lohn. Meinen Anteil habe ich bereits mitbezahlt. Mich nervt das Trinkgeldgeben fürchterlich. Wo fängt man da an und wo hört man auf? Soll ich der Arzthelferin auch noch was fürs Blutabnehmen geben? Und dem Pöstler fürs Briefe zustellen?»

sassenach

Und die, die selber nicht viel haben?

«Ich bin so eine die nicht immer und nicht viel Trinkgeld gibt, weil ich es schlicht nicht kann. Oft sind es dann die verpönten 50 Rappen.»

Butschina

«Demnach sollten diejenigen, die aus wirtschaftlichen Gründen am Existenz-Minimum leben, am besten zu Hause ihren Kaffee trinken – weil sie sonst, ohne Spezial-Trinkgeld zu geben, schief angesehen werden in Restaurants.»

Frau Bissig

«Ich muss mich da eigentlich praktisch nie entscheiden, weil ich nicht genug Geld habe, um auswärts essen zu gehen. Wenn, dann höchstens in einem Selbstbedienungsrestaurant oder für unterwegs.»

Maya Eldorado

«Ich gebe je länger je weniger Trinkgeld. In normalen Bars schon gar nicht. Ein Drink kostet schon genug, ein Trinkgeld liegt nicht mehr drin.»

tronco

Trinkgeld als Almosen?

«Weil die Leute im Gastgewerbe nicht besonders gut verdienen, gebe ich eigentlich immer Trinkgeld.»

Ordo Malleus

«In Restaurants gebe ich zwischen 10% und 20% Trinkgeld. Beim Coiffeur sinds 10 Fr. und bei Handwerkern, Briefträgern und Müllmännern sinds auch mal paar Franken. Ich weiss, dass sie einen harten Job mit einem geringen Einkommen verrichten.»

Velowerfer

«Ist nicht mein Problem, wenn im Gastgewerbe miese Löhne bezahlt werden. Das weiss jeder bevor er sich für diesen Job entschieden hat.»

Grufti

Muss man, weil alle es tun?

«Trinkgeld ist in der Schweiz  ein freiwilliges Extra. Wäre es normal oder gar notwendig, würden die Löhne der Angestellten gesenkt werden, weil sie ja noch automatisch Trinkgeld als fixen Lohnbestandteil bekämen.»

stadtzuercher

«Es ist schon seltsam, dass das Trinkgeld eigentlich seit 1974 inbegriffen ist, aber manche Angestellten trotzdem 10% Trinkgeld erwarten. Das ist nicht korrekt. Vorschlag: Das inbegriffene Trinkgeld wieder abschaffen, dafür die Preise senken.»

Grufti

«Ich empfinde die Thematik Trinkgeld ein wenig – pardon – verlogen. Also: ich entscheide mich für einen Beruf und motze nachher über die Rahmenbedingungen.»

Hierundjetzt

«Ich gebe Trinkgeld, weil es halt die anderen auch machen. Letztendlich drücke ich damit aber gar nichts aus, ausser nerviges Münzgeld loszuwerden.»

Likos

«Trinkgeld im Restaurant gebe ich nur dann, wenn die Bedienung freundlich-kompetent war, bei einem guten Essen in einer anständigen Beiz prozentual eher mehr als für einen eh überteuerten Kaffee.»

Angelo C.

Einige sind grosszügig

«Da ich jahrelang im Gastgewerbe gearbeitet habe, gebe ich immer Trinkgeld. Ausser es war wirklich mies. Dann sage ich auch etwas und lasse meine Verärgerung nicht in Form von 5 Rappen Trinkgeld sprechen.»

Zuagroasta

«Bei gutem Service mindestens 10% geben, das ist nur eine Frage des Anstands. Klar, bei kleineren Beträgen geht das nicht immer, dann sind es halt 5%. Die, die kein Trinkgeld geben, sind mehrheitlich selbstfixierte, überhebliche, ‹Dagoberts›.»

Openyourmind

«Ich finde Trinkgeld grundsätzlich gut. Leider sieht die Küche in 95% der Betriebe nichts.»

Huegsche

«10% - 15% manchmal auch mehr. Der Service muss schon unterirdisch sein, dass ich nichts extra liegen lasse.»

Statler

«Ich finde Trinkgeld eine schöne Art, seine Wertschätzung auszudrücken und gebe es deshalb nicht nur im Restaurant, sondern auch dem Abschleppdienst, Zügelmann, Pöstler etc.»

Madison Pierce

Grosse Augen

«Immer wieder belustigend die grossen Augen meiner Asiatischen Freunde zu sehen, wenn ich Trinkgeld gebe.»

cadmium

Wie schön

«Ich gebe nie. Werde aber in der Regel trotzdem gut bedient, da ich gut aussehe.»

John Stark

(rey)

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