DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Explosionen und Grossbrand in Olten: «Ich stand zu den Gaffern und schaute zu, wie meine Wohnung abbrannte»

14.07.2015, 17:4215.07.2015, 08:22

Im Dachstock eines Neubaus in Olten ist es am Dienstag nach mehreren Explosionen zu einem Grossbrand gekommen. Polizei, Feuerwehr und Sanitäter sind mit 50 bis 100 Personen im Einsatz, wie Thomas Kummer von der Kantonspolizei Solothurn auf Anfrage sagte. Verletzte habe es keine gegeben.

Die Ursache des Unglücks ist noch nicht vollends geklärt. Kapo-Sprecher Kummer sagte lediglich, Fakt sei, dass es mehrere Explosionen gegeben habe. Und: «Es sind mehrere Gasflaschen auf einem Flachdach explodiert, die danach durch die Luft geflogen sind.» Teile der Flaschen seien auf der Strasse gelandet. 

Kapo-Sprecher Thomas Kummer gibt Auskunft (Stand: 19:45 Uhr).

Augenzeugen berichten auf Twitter von mehreren Explosionen, auf Videos sind Menschen zu sehen, die nach dem Knall in Sicherheit flüchten. «Der Knall verursachte eine mega Druckwelle und eine feurig heisse Wand kam auf mich zu!», schreibt Augenzeuge Kilian Disler, der ein Video der Explosion aufgenommen hat, in seinem Blog. Kurz nach 18.00 Uhr hat ein watson-User auf die dichte, schwarze Rauchsäule in Olten aufmerksam gemacht. 

Eine Augenzeugin schildert die Schrecksekunden.

Das Feuer war gegen 19.30 Uhr unter Kontrolle. 

«Ich sah zu, wie meine Wohnung abbrannte»

Betroffen war nicht nur der unbewohnte Neubau, sondern auch ein direkt anliegender Wohnblock. Torsten Göbel, der im 5. Stock dieses Gebäudes lebt, wurde in seiner Wohnung von einem lauten Knall aufgeschreckt. Ein Blick aus dem Fenster offenbarte: überall schwarzer Rauch.

Nach einer zweiten Explosion flüchtete Göbel nach draussen und übergab einem Feuerwehrmann den Schlüssel, damit dieser ins Haus kam. «Danach stand ich wie die anderen Gaffer auf die Strasse und sah zu, wie meine Wohnung ausbrannte», sagt der entgeisterte Göbel zu watson.

Wie stark der Schaden an den Wohnungen ist, ist noch nicht klar. Fest steht, dass sie heute Nacht nicht mehr bewohnbar sind – denn nach dem Feuerwehreinsatz stehen sie unter Wasser. Für die Betroffenen sucht die Stadt Olten eine Lösung, wie Stadtpräsident Martin Wey im Interview sagt.

Auch Stadtpräsident Martin Wey war vor Ort.

Die Polizei hat das Gebiet grossräumig abgesperrt und bittet Passanten mit dem Megafon, sich weiter davon zu entfernen. Anwohner werden gebeten, ihre Fenster zu schliessen. Die umliegenden Gebäude wurden evakuiert.

No Components found for watson.kkvideo.
1 / 15
Grossbrand in Olten
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Gemäss «Oltner Tagblatt» handelt es sich um die Überbauung Aarepark an der Aarauerstrasse. Obwohl sich das Unglück in der Nähe des Bahnhofes ereignete, ist der Bahnverkehr aber vorderhand nicht beeinträchtigt. Das bestätigt ein SBB-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Auswirkungen hatte das Feuer aber auf den Strassenverkehr: Auf der Hauptstrasse Olten-Luzern stauten sich zwischen Aarburg AG und Olten die Fahrzeuge, wie die TCS-Verkehrsinformation meldete. Die Strassenverbindung von Olten nach Aarau wurde wegen des Grossbrandes zwischen Olten und Starrkirch SO in beiden Richtungen gesperrt.

(rey/rar/meg)

No Components found for watson.appWerbebox.
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Demonstration gegen Polizeigewalt in Lausanne

In Lausanne haben am Samstag zwischen 200 und 300 Personen protestiert, um ihr «Demonstrationsrecht» zu verteidigen. Sie prangerten zudem die Polizeigewalt an.

Das Kollektiv «Prenons la Rue!» hatte zur Kundgebung aufgerufen. Die Teilnehmenden kritisierten die Behörden vor allem für die «missbräuchlichen und einschüchternden» Praktiken der Polizei. Die Repression werde immer stärker, hiess es.

Die Demonstranten marschierten vom Bahnhofsvorplatz los, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur …

Artikel lesen
Link zum Artikel