Schweiz
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Die Verkäufe von E-Bikes sind auch im vergangenen Jahr deutlich schneller gewachsen als der gesamte Velomarkt. (Archivbild)

Aufgepasst: E-Bikes führen zu mehr Unfällen. Bild: KEYSTONE

E-Bikes erobern die Strassen – auch die Unfallzahlen steigen stark

Immer mehr Pendler satteln um. Dieses Jahr könnte jedes zweite verkaufte Velo einen Elektromotor haben.

Bruno Knellwolf / ch media



Das Velofahren war eine der wenigen Freiheiten während der Coronasperre. Die garantiert virenfreien Radwege waren der Ort, um die Enge des Hauses für eine Weile verlassen zu können. Ein Trend hin zum Zweirad? «Tatsächlich könnte sich eine Verschiebung zu Gunsten des Velos ergeben», sagt Daniel Schärer, Geschäftsführer des Verbands 2rad Schweiz. Um eine stabile Aussage zu machen, sei es allerdings zu früh. «Vermehrtes Homeoffice und weniger ÖV-Nutzung auf kürzeren Distanzen dies könnte dem Velo aber durchaus weiteren Schub verleihen.»

Zwar verkauften die Velohändler wegen der Schliessung der Läden bis zum 11.Mai zwanzig Prozent weniger Velos. Nun laufen die Geschäfte gemäss Daniel Schärer aber sehr gut, das Minus könne allenfalls noch wettgemacht werden. «Allerdings stehen wir vor grossen Lieferschwierigkeiten.»

355 schwer verletzte E-Bike-Fahrer

Zweiräder sind beliebt, vor allem die elektrischen. Im Jahr 2019 waren rund 37 Prozent der Verkäufe E-Bikes. Der Verband 2rad Schweiz geht von einer weiteren Steigerung gegen 50 Prozent aus. Das E-Bike hat schon vor Corona zu einer Zweirad-Mobilisierung in weiten Teilen der Bevölkerung geführt. Menschen, die sich vorher nie auf einen schmalen Velosattel geschwungen hätten, strampeln nun plötzlich Kilometer ab. Dank der E-Mountainbikes sogar in grosse Höhen.

«2019 gab es 355 schwer verletzte E-Bike-Fahrerinnen und -Fahrer, das ist ein neuer Höchststand.»

Marc Kipfer

Die Motorisierung des Velos macht das Fahren aber auch gefährlicher. «Die E-Bike-Unfallzahlen sind in den letzten Jahren praktisch parallel zu den Verkaufszahlen angestiegen», sagt Marc Kipfer von der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu. «2019 gab es 355 schwer verletzte E-Bike-Fahrerinnen und -Fahrer, das ist ein neuer Höchststand.» Elf E-Bike-Unfälle endeten gar tödlich.

Am häufigsten in E-Bike-Unfälle verwickelt ist die Altersgruppe der 45- bis 64-Jährigen. Weil die Verletzlichkeit der Senioren am grössten ist, gab es bei diesen die meisten Todesfälle, während jüngere E-Bike-Fahrer mit Verletzungen davon kommen. Die Mehrheit der E-Bike-Unfälle sind Schleuder- und Selbstunfälle. Das grösste Problem ist das Tempo. Da die Silhouette des Velofahrers schmal ist, werden die schnellen Bikes übersehen, was vor allem in Kreiseln oder auf Kreuzungen zu Kollisionen führt.

ABS wie im Auto und Helme mit Airbag

Das Velofahren soll deswegen niemandem vergrämt werden. Nach neuen Wegen, um Unfälle zu verhindern oder abzuschwächen, wird geforscht. Es gibt bereits E-Bikes mit ABS, also einem Antiblockiersystem wie in Autos. Velohelme, die an Rändern mit Airbag-Technologie ausgestattet sind, werden entwickelt. Bei Airbag-Westen gibt es gemäss Marc Kipfer noch Praktikabilitätsprobleme. Velohelme mit MIPS (Multi Directional Impact Protection System) schützen das Gehirn besser. Am besten ist es aber für Velofahrer sowieso, immer mit den Fehlern der anderen Verkehrsteilnehmer zu rechnen.

Nicht nur die Sicherheit wird erhöht, auch auf dem E-Bike-Markt gibt es neue Trends. In erster Linie grössere Reichweiten, dann auch E-Rennvelos und Lastenbikes aller Art.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 14.06.2020 22:18
    Highlight Highlight Wie viele vom PW oder ÖV auf das E-Bike umsteigen, wissen wir nicht. Auch nicht wie viele ältere Menschen vom Velo auf ein E-Bike umsteigen, um ihre Reichweite und Möglichkeiten zu erhöhen. Auch nicht wie viele E-MTB neu dazukommen um auch auf den höchsten Single-Wanderwegen mobil zu sein. Nur ein kleiner Teil der ersten Gruppe trägt zu einer ökologischen Verbesserung bei, der grösste Teil kauft ein E-Bike und substituiert das gute alte Velo. Damit wird die Umwelt durch die Herstellung, den Betrieb mit Strom und die Wegwerfvernichtung, mehrbelastet. Auch diese Seiten gilt es zu beachten.
  • Calvin Whatison 14.06.2020 12:42
    Highlight Highlight Bei dem was ich fast täglich beobachten kann, verwundern diese „tiefe“ Zahlen.🤔
  • E-Biker 14.06.2020 11:16
    Highlight Highlight Ich fahre täglich mit meinem S-Pedelec (45km/h) Mo - Fr zur Arbeit von Basel nach Rheinfelden. D.h pro Woche ca. 140 km. Pro Strecke brauche ich ca. 45 MIn im gemütlichen Fahrstil. Auf den Strassen bemerke ich sehr oft, dass die PW/LKW Fahrer die E-Bikes unterschätzen. Denn vom weiten sieht man nicht, wie schnell man fährt. Es braucht von allen Verkehrsteilnehmer Rücksicht. Was mich am meisten stört, dass die LKW's sehr knapp an einem vorbeifahren. Bin schon über 3'000 km Arbeitsweg gefahren und fühle mich fitter, als ich vorher mit dem PW den Weg fuhr.
  • Malt-Whisky 14.06.2020 10:53
    Highlight Highlight Schuld haben dann die Autofahrer und Fahrer des öffentlichen Verkehrs.
  • Alteresel 14.06.2020 09:38
    Highlight Highlight Vor 150 Jahren gab es noch keine Autounfälle, weil es keine Autos gab. Dafür war dieGefahr in den Städten gross, unter eine Droschke zu kommen. Vor 25 Jahren gab es noch kaum E-Bike Unfälle, weil dieses Vehikel fehlte. Mehr Autos, mehr Autounfälle, mehr E-Bikes, mehr entsprechende Unfälle. Vielleicht lest ihr Statistiken mal so.
  • beaetel 13.06.2020 17:47
    Highlight Highlight Die erhöhten Unfallzahlen den E-Bikern anzulasten, ist ein bisschen gar simpel und polemisch. Ich stelle fest, dass die Schweizer vom Kombi auf den SUV umgestiegen sind, der um ein vielfaches länger und breiter ist. Die Strassen sind aber gleich (schmal) geblieben! Heute fahren doppelt so viele Autos herum, als noch vor 20-30 Jahren! 28 Tönner wurden durch 40 Tönner ersetzt und ... die meisten Autofahrer hantieren an ihrem Smartphone herum, wie es ihnen gerade so passt. Auch ich verwandle mich in einem Auto umgehend in eine keifende Bestie. Aber Schuld sind natürlich die Anderen, Schwächeren.
    • Gubbe 13.06.2020 19:20
      Highlight Highlight beaetel
      "Der SUV ist um ein vielfaches länger und breiter". Ich habe den Eindruck, dass du nicht weisst, was ein SUV ist. Ein solcher Wagen ist nicht breiter, oder länger, als ein Kombi. Er ist einfach höher. Also ca. 4.65m lang, ohne Spiegel 1.85 m breit und 1.6 m hoch. Natürlich gibt es die Langen, die gibt es aber auch bei normalen PKWs.
  • Quacksalber 13.06.2020 15:19
    Highlight Highlight „Die E-Bike-Unfallzahlen sind in den letzten Jahren praktisch parallel zu den Verkaufszahlen angestiegen“ heisst doch, dass es eben nicht gefährlicher wurde trotz überfülltervelowege.
  • Wiedergabe 13.06.2020 15:08
    Highlight Highlight Für mich ein schwacher, reisserischer Artikel. Man gibt genau eine Zahl an: 355. Sonst nichts. Wie soll man diese nun einordnen?
    Seriös wäre, wieviel % mehr Unfälle als im Vorjahr und wieviele % mehr E-Bikes sind auf den Strasse ggü dem Vorjahr?
    Wurde es gefährlicher, oder sicherer?
    Oder soll man keine Fragen stellen sondern nur die 355 zur Kenntnis nehmen und weiterklicken?!?
    • iudex 14.06.2020 00:38
      Highlight Highlight Seit Corona sollte eigentlich jedem User klar sein, dass hier NUR die absolute Zahlen zählen ;)
    • Wiedergabe 14.06.2020 09:00
      Highlight Highlight Sie haben meinen Punkt nicht verstanden, Schade.
  • DeDanu 13.06.2020 14:18
    Highlight Highlight Schön wärs, würden die E-Bikes bloss die Strassen erobern. Leider fahren diese mehr und mehr auch viel zu schnell auf den Trottoirs obwohl dort Schrittempo gilt, wo sich ungeschützte und viele ältere Menschen und Kinder bewegen. Geahndet wird solch rücksichtsloses Verhalten so gut wie gar nicht und die schwächsten werden sich selbst überlassen. Vielleicht wären Wanderstöcke ja ein guter Schutz. Diese eignen sich bestens um sie zwischen die sich viel zu schnell drehenden Räder zu schieben 🤔🤭
  • Willy.Hufschmid 13.06.2020 13:21
    Highlight Highlight Für E-Bikes mit 45 kmh fehlt uns die enstprechende Infrastruktur.
    Normale E-Bikes mit 25 sollten eigentlich nicht gefährlicher sein, denn mit jedem Velo kann man 25kmh fahren. Es werden mittlerweile halt schon viel mehr km Leistung erbracht, auch von älteren Leuten welche
    • Bündn0r 13.06.2020 15:07
      Highlight Highlight Eher die Akzeptanz. Strassen haben wir genug. Für Töffli, Roller oder früher Solex reicht die Infrastruktur auch.

      25 bzw 45 km/h erreichen neu alle Personen an jedem Ort, auch die Personen ohne die notwendige Fitness, Koordination und Erfahrung.
  • dmark 13.06.2020 11:39
    Highlight Highlight "...Altersgruppe der 45- bis 64-Jährigen..."
    Die dürften auch die grösste Gruppe stellen und haben die Kohle dafür.
    Und viele davon haben ein Velo lange nicht mehr gefahren.
    Ich habe nach gut 25 Jahren Abstinenz mich mal wieder auf ein Töff geschwungen und es war wie am Anfang und recht wackelig, obwohl ich in meiner Jugend zig-tausende KM gefahren bin. In den Stadtverkehr hätte ich mich damit nicht gleich getraut.
    Man sollte auch mit einem Velo (und gerade einem E-Bike) erst mal wieder das Gefühl für die Sache bekommen und an ruhigen Stellen fahren üben.
  • Blitz 13.06.2020 11:35
    Highlight Highlight Zuerst sollte normalerweise ein funktionierendes Gesetz bestehen, und dann erst die „ Elektro Velos „ auf die Gehwege, Radwege und Strassen lassen!! Aber eben!!
    • Ass 13.06.2020 13:26
      Highlight Highlight @Blitz funktionierende Gesetze gibt es bereits. Nur werden Verstösse praktisch nicht geahndet, da die Bussen zu wenig einnahmen generieren. Bussenbudget ist halt wichtiger als Sicherheit.
    • Magnum 13.06.2020 14:24
      Highlight Highlight @Blitz

      Gesetzlich waren E-Bikes immer solide geregelt in der Schweiz: Die langsamen gelten in jeder Hinsicht als Velos, die schnellen als E-Mofas, mit Versicherungs- und Kennzeichen- sowie Helmpflicht.

      Bedenklicher ist mE der aktuelle Wildwuchs an E-Mobilen aus China. Zum Beispiel das «Ridelec SUV»: Diese Dinger brauchen weder Nummernschild noch Versicherung oder Helm. Sie fahren offiziell auch nur 20 Sachen. Ich sehe regelmässig welche mit 45 bis 50 Sachen oder mit 35 Sachen, aber zwei Personen drauf. Pedale? Fehlanzeige, ist ein reines Mofa. Hier sind Gesetzeslücken zu schliessen.
      Benutzer Bild
    • Wiedergabe 13.06.2020 15:09
      Highlight Highlight Es gibt klare Bestimmungen und diese sind meines Erachtens auch sehr gut gelöst. Bitte zuerst informieren, dann nörgeln.
  • S. L. 13.06.2020 11:13
    Highlight Highlight Eigentlich ist es kein Velo sondern ein Mofa ohne Benzin.
  • Alnothur 13.06.2020 10:59
    Highlight Highlight Warum werden E-Bikes eigentlich rechtlich nicht mit Mofas gleichgestellt? Sprich Helm- und Führerausweispflicht.
    • iudex 13.06.2020 13:52
      Highlight Highlight Die schnellere Variante wird dem Mofa gleichgestellt.
    • Wiedergabe 13.06.2020 15:11
      Highlight Highlight Es gibt ganz sicher Führerausweispflicht, zusammen mit Versicherungspflicht und Rückspiegelpflicht. Meines Wissens auch Helmpflicht!
      Zuerst informieren, dann kritisieren.
    • p4trick 13.06.2020 15:30
      Highlight Highlight Die 45er sind ja dem Mofa gleichgestellt und die 25er fahren so langsam dass sie als Velo gelten.
  • Coffeetime ☕ 13.06.2020 10:37
    Highlight Highlight In dieser Woche Courant normal: 2x ältere Semester, einfach Arm ausgestreckt und dann vor dem Auto nach Links abgebogen, ohne zurück zu schauen.

    Ich würde es begrüssen, dass, wie bei Kindern, auf irgendeiner Weise auch die älteren, bei einem Velokauf, ein Kurs inkludiert wird. Und dass bei gewissen, sehr wackligen, einfach auch mal ein Stop ausgesprochen wird... ich wohne an einer sehr bekannten, nationalen Velostrecke. Und da kann man manchmal nur den Kopf schütteln und hoffen, dass dieses Mal noch alles gut geht.
  • Denk Mal 13.06.2020 10:01
    Highlight Highlight Ich sehe ein Problem beim Kreiselfahren: die e-Bikers fahren oft mit hoher Geschwindigkeit "gerade" durch den Kreisel. Damit sind sie für die Automobilen wegen der massigen A-Säulen nicht sichtbar. Und es herrscht ein grosses Unwissen, wie man mit 2-Rädern einen Kreisel befähren soll. Die Empfehlung, dass man IN DER MITTE fahren soll bedeutet : in der Mitte der FAHRSPUR fahren (nur so können sie auf keiner Seite überholt werden und bleiben sichtbar für die Anderen) und nicht in der Mitte des Kreisels.
  • Andi Weibel 13.06.2020 09:50
    Highlight Highlight Interessant ist, dass Velofahrer, selbst ohne Helm, deutlich länger leben als Autofahrer. Einfach, weil der positive Effekt auf die Gesundheit viel grösser ist als die Gefahr durch Unfälle.
    • DieFeuerlilie 13.06.2020 15:19
      Highlight Highlight Quelle?
  • Maria R. 13.06.2020 09:44
    Highlight Highlight Da bin ich etwas altmodisch:
    Wenn schon Velo, dann nur mit eigener Muskelkraft.
    Sollte man das nicht mehr schaffen, bezweifle ich auch die Fahrfähigkeit. Da wird es erst richtig gefährlich.

    Ausser, man wohnt in sehr bergigen Gebieten. Dann kann es meinetwegen ein 25er sein.

    Diese 45er sind der beste Weg ins Krankenhaus oder sogar auf den Friedhof, wenn die Vernunft des Fahrers zu Hause bleibt.
    • Varanasi 13.06.2020 11:14
      Highlight Highlight Das sehe ich anders.
      Aus Erfahrung weiss ich, dass sich gerade einige Senioren dann gar nicht mehr bewegen würden, weil sie so manchen Hügel nicht mehr schaffen oder ihnen gemeinsame Ausfahrten in Gruppen zu streng werden.
      Ich bin auch der Meinung, man sollte einen obligatorischen Kurs anbieten.
      Die Velogruppen der Pro Senectute führen diese durch.

      Hierbei spreche ich nicht über die 45er. Die gehören meiner Meinung nach auf die Strasse. Aber diese werden von Senioren auch eher wenig gefahren, sondern doch öfters von einer anderen Gruppe.



    • kobL 13.06.2020 11:22
      Highlight Highlight Aber Töff und Roller sind dann völlig ok für dich? Die erreichen nochmals ganz andere Geschwindigkeiten und sind nicht viel grösser oder besser geschützt.
    • Talken 13.06.2020 15:20
      Highlight Highlight @Varanasi: die von dir erwähnten Senioren sind gar nicht das Problem wenn die Statistik im Artikel stimmt! Die andere Gruppe sollte was tun. Und zwar nicht nur was das Fahren betrifft sondern auch was die Strassenvorschriften betrifft.
      Gestern von Winterthur Richtung Embrach rechts an den langsam fahrenden Autos vorbeigedonnert und Ende Wüflingen dann fast einen Fussgänger auf dem Streifen angefahren. Wenn alle etwas aufmerksamer wären, kämen wir wohl am weitesten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • fant 13.06.2020 09:36
    Highlight Highlight Als regelmässiger Stadtvelofahrer (ohne Motor) erkenne ich die 'Bschiss-Velos' schon aus dem Augenwinkel: Das sind die, die viel zu schnell im Verhältnis zu Ihrer Körperhaltung/Tretbewegung etc sind.

    Und leider fahren die oft 'über ihre Verhältnisse'.

    Trotzdem: mir wäre es viel wichtiger, die stinkenden und lauten Benzin-Töffli endlich von den Velowegen wegzuhaben.

    Und auch noch ein Ärgernis, aber weit weniger wichtig:

    Die elenden fix auf dem Gepäckträger montierten Körbli. Die brauchen beim Abstellen IMMER zu viel Platz!

    So - genug geschimpft :-)
    • Maya Eldorado 13.06.2020 10:14
      Highlight Highlight @fant
      Es sind nicht nur die körbli, die immer mehr platz wegnehmen.
      Die Fahrradlenker werden auch immer breiter. Die sindz.T. schon mindestens doppelt so breit, wie bei den ursprünglichen Velos.
    • Talken 13.06.2020 15:21
      Highlight Highlight Du meinst wohl deine Harley...
    • news2go 13.06.2020 16:38
      Highlight Highlight @fant
      Erklär mal den Begriff "Bschiss-Velo" einem Menschen der eine Herz-OP hinter sich hat, vorerst keine abnormen Anstrengungen unternehmen darf, aber doch aktiv sein soll und deshalb auf (Tret-) Unterstützung angewiesen ist damit ihm nicht die Pumpe auseinander fliegt. Ist mir vor ca. 5 Jahren passiert und war der Grund für den Umstieg auf das E-Bike.
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 13.06.2020 09:31
    Highlight Highlight Die e-bikes, die mit 45 km/h auf dem Veloweg an mir vorbeirasen, könnte ich jedes Mal chläpfen. Man kriegt beinahe einen Herzinfarkt, wenn sie vorbeidonnern.

    Geht auf die Strasse.
    • Sven O 13.06.2020 11:58
      Highlight Highlight ja das finde ich auch. die 45er gehören einfach auf die Strasse und nicht auf den Veloweg. Die 45er sind eine Gefahr für Velo und wie ich, 25er Fahrer.
    • news2go 13.06.2020 16:54
      Highlight Highlight @N. Y. P., @Sven O

      Als Fahrer eines 45er E-Bikes stimme ich euch völlig zu. Leider ist die Gesetzeslage derzeit anders. Falls ein ausgeschilderter Veloweg vorhanden ist, muss dieser benutzt werden.

      Aber: nicht jeder S-Pedelec Fahrer fährt unter allen Umständen mit der max. Geschwindigkeit. Das wird zwar häufig impliziert, ist aber nicht zwingend zutreffend. Die Angabe 25/45km/h sagt nur, bis zu welcher Geschwindigkeit der Motor mithilft. Auch ein rein mechanisches Velo kann diese Werte spielend übertreffen. Entsprechendes Training oder Gefälle vorausgesetzt.
    • N. Y. P. 13.06.2020 19:16
      Highlight Highlight @news2go

      Die müssen tatsächlich zu mir auf den Veloweg kommen ? Na dann, hoffe ich dass ich nicht mal vor Schreck mit Herzinfarkt vom Velo falle..

      Danke für den Einblick in die Welt der 45er.
  • PERSILflage 13.06.2020 09:26
    Highlight Highlight Wie wärs mit einem kostenlosen Infotag, so mit Bitz Theorie und viel Praxis. Wie der Velotag bei den Kindern. Beim Kauf eines E-Bikes als Gutschein dazu, bezahlt von der SUVA und den Versicherungen. So mit Vollbremsen üben, bei roten Ampeln wirklich stehen bleiben und keine Sicherheitslinien überfahren...:-)
    • Alnothur 13.06.2020 11:01
      Highlight Highlight Oder einfach, wie bei den Mofas, eine obligatorische Prüfung.
    • Ribosom 13.06.2020 11:26
      Highlight Highlight Und wer die Fahrprüfung nicht besteht, dem wird das Velo sofort entzogen und verschrottet.
      Bin dafür!
  • Namenloses Elend 13.06.2020 09:22
    Highlight Highlight Die Risikogruppen sind beim Autofahren und bei E Bikern die selben. Die jungen Wilden die damit rumrasen und die alten die ihr Vehikel nicht mehr unter Kontrolle haben. 😁
    • MaPhiA 13.06.2020 09:35
      Highlight Highlight Mit den alten bin ich deiner meinung... aber bei e-bikes sind es diesmal nicht die jungen, sondern das ''mittelalter''... die glauben alles recht der welt auf ihrer seite zu haben und so ziemlich alles missachten, was es zu missachten gibt... denn sie glauben;
      - nicht die radwege/streifen benutzen zu müssen
      - die rotlichter gelten nur für alle anderen verkehrsteilnehmer
      - sie hätten immer rechtsvortritt, auch wenn sie von links kommen
      usw...
    • phreko 13.06.2020 10:43
      Highlight Highlight Ich geh dann mal die jungen wilden E-Biker suchen...

      Ich glaube viele Unfälle passieren, weil unerfahrene Personen die Scheibenbremsen unterschätzen. Einmal ziehen und man fliegt Kopf voran auf dem Boden, wenn man nicht weiss was man tut...
  • Nate Smith 13.06.2020 09:07
    Highlight Highlight "Am besten ist es aber für Velofahrer sowieso, immer mit den Fehlern der anderen Verkehrsteilnehmer zu rechnen." Diese Opferumkehr ist leider der Alltag jeden Velofahrers. Ich wurde mal von einer Telefonierenden im SUV die rechts abbiegen wollte abgeschossen und konnte gerade noch bremsen. Ihre Reaktion: unverständliches Kopfschütteln. Seit dem weiss ich: viele Autofahrer haben null Bewusstsein für Vortrittsregeln gegenüber Velofahrern. Ohne klare Signale des Autofahrers ist es Selbstmord einen Rechtsvortritt einzufordern.
    • Popo Catepetl 13.06.2020 11:59
      Highlight Highlight Das ist nicht nur mit dem Velo ein Problem, sondern mit jedem Verkehrsmittel. Viele Menschen wissen schlicht nicht, wo rechts ist.
    • Talken 13.06.2020 15:27
      Highlight Highlight Dann bist du vermutlich an einem „fahrenden“ Auto „rechts“ vorbeigefahren. Das ist dein Fehler!
    • Nate Smith 13.06.2020 17:24
      Highlight Highlight @Talken: Ja auf einem rot eingefärbten Velostreifen. Definitiv nicht mein Fehler.
  • Starcraft 13.06.2020 08:55
    Highlight Highlight Ich sehe das Problem zum grossen Teil in der schlechten Veloweg-Infrastruktur. Die spärlichen Velowege sind zu schmal und werden häufig auch noch gleichzeitig von Fussgängern benutzt. Viele "Velowege" sind einfach umgenutzte Trottoirs, alte, löchrige und holprige Quartierstrassen oder geteerte Feldwege.
    Ich bin täglich mit meinem schnellen E-Bike unterwegs. Was ich da erlebe ist manchmal kaum zu glauben. Autofahrer, die ohne sich umzusehen in Kreisel oder über Kreuzungen fahren, andere (meist nicht elektrifizierte) Velofahrer, die unkonzentriert auf den Velowegen umherirrlichtern...
  • cille-chille 13.06.2020 08:28
    Highlight Highlight Ich geh dann mal Pop Corn holen, weil in 1...2...3...
    Nein, Spass bei Seite

    Fahre Auto, Motorrad und zur Arbeit mit dem E-Bike.
    In allen drei Bereichen habe ich das Gefühl zu sehen, wie der Verkehr leider viel Potenzial bietet für Kompensation und Spiegel der heutigen zeit.
    Leistungsdruck und Hektik sind allgegenwärtig.

    Manchmal denke ich mir, dass alle einfach mal einen Beta-Blocker, oder einfach sich 5 Minuten mehr Zeit nehmen sollten und dann wäre vieles bereits viel entspannter.

    Im Sinne von:

    Slow down. Take it easy. ... und ein offenes Herz
    • Malt-Whisky 14.06.2020 10:57
      Highlight Highlight Ich fahre seit einiger Zeit nur noch mit meinem Trottinet von der Küche oder dem Esszimmer ins Heimbüro und den Garten. Für alles andere verwende ich mein Auto oder sehr oft mit dem OV.
  • Hummingbird 13.06.2020 08:22
    Highlight Highlight Interessant wäre eine Gegenüberstellung mit Zahlen im Autoverkehr: Anzahl (Schwer)Verletzte in Relation zur Anzahl Fahrende/Nutzende, für die Gruppen Velo, E-Bike, Auto, Fussgänger. Erst dann liesse sich die hier gegebene Zahl der Schwerverletzten und Toten mit Bedeutung einordnen.
    • HugiHans 13.06.2020 10:45
      Highlight Highlight @Hummingbird
      Fairerweise dann aber in Relation der gefahrenen Kilometer.

      Denke das Resultat ist aber absehbar. Das schlechteste Verhältnis von Geschwindikeit und Schutz des Fahrers hat das E-Bike. Es wäre erstaunlich wenn in dieser Gruppe nicht die höchste Prozentzahl der Verletzen zu finden wäre ...
    • Hummingbird 13.06.2020 14:00
      Highlight Highlight Töfffahrer auch noch auflisten. Sollte nicht pro km gerechnet werden, finde ich, da im innerorts vermutlich generell mehr Unfälle passieren als auf der Autobahn, und weder Fussgänger noch Velofahrer die Autobahn benutzen.
  • diderot 13.06.2020 08:13
    Highlight Highlight Obwohl ich E-Bikes eine geniale Erfindung finde, muss ich sagen, mir war es auf den Velo- und Spazierwegen wohler, als ich noch nicht regelmässig von geräuschlosen E-Bikes mit 45+ km/h überholt wurde. Es gibt Fahrerinnen und Fahrer, die ihr eigenes Geschwindigkeitsbedürfnis mit dem Unfallrisiko der anderen bezahlen wollen. Diese Gelbschild-Boliden gehören in den motorisierten Verkehr.
    • Hansueli_4 13.06.2020 08:23
      Highlight Highlight Die fehlende/schlechte Veloinfrastruktur ist das Problem. Wenn die Veloinfrastruktur gut ausgebaut ist, d.h. Velospuren die über 2m breit sind und vom Fuss- und Autoverkehr abgetrennt sind, dann sind E-Bikes kaum ein Problem.
    • p4trick 13.06.2020 08:44
      Highlight Highlight Wer mit 45 an Fussgänger vorbeirast handelt grob fahrlässig. Leider sind die Beschilderungen oft nicht offensichtlich aber es gibt auch Fussgänger/Velostreifen da 45er verboten sind. Aber sag das mal den Autofahrer von denen du dann au der Strasse enrnerft abgeträngt wirst weil sie finden du sollst gefälligst auf den Veloweg!?
      Aber auch ich als 45er Pendler wäre um klarere Gesetze froh. Aber am Ende fahre ich mit 20-30 OHNE Motor auf dem Veloweg und die Leute empören sich doch wieder ¯\_(ツ)_/¯
    • Cpt. Jeppesen 13.06.2020 09:01
      Highlight Highlight Lass mich raten. Du gehörst zu den Leuten die verträumt auf dem Veloweg spazieren gehen, obwohl es links oder rechts davon einen Fussweg hat? So wie die anderen Leute, die ohne Links und Rechts zu blicken über die Strasse laufen, weil man hört ja wenn ein Auto kommt...

      Nur auf asphaltierten Wegen ist ein eBike geräuschlos, genauso wie ein normaler Velo.

      Auf nicht asphaltierten Wegen fährt man:
      a) nicht 45, weil es nicht geht
      b) klappert jedes Velo, auch das eBike

      Auch als Fussgänger ist es deine Aufgabe die Augen offen zu halten, genau wie es alle anderen Verkehrsteilnehmer machen müssen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cpt. Jeppesen 13.06.2020 08:05
    Highlight Highlight Ich fahre seit gut 50 Jahren Velo, die letzten 15 Jahre mit eBike. Ich hatte 2 Unfälle, einen mit 12, einen mit 25. In beiden Fällen weil ich nicht aufgepasst hatte, aber es ist nicht viel passiert. Ich habe wirklich Mühe mit der immer wieder neu aufflammenden Sicherheitsdiskusion. Leute, die unsicher auf dem Velo unterwegs sind, tragen heute schon alle Helm und andere Protektion. Ich habe aber das Gefühl, dass es hier eine Lobby hat, die gerne ihre Produkte verkaufen möchte, und zwar zwangsweise an jeden Velofahrer, mit dem Argument der Sicherheit. Wenn das kommt, hör ich auf und fahre Auto.
    • So oder so 13.06.2020 09:56
      Highlight Highlight Vielleicht kommt der Grosse Unfall noch - ich hatte meinen mit 13 - besser als mit 50 +.
    • HugiHans 13.06.2020 11:05
      Highlight Highlight Ganz deiner Meinung! Das sich ein Downhill-Fahrer anders schützt als jemand auf der gemütlichen Sonntagsausfahrt ist gesunde Risikoabwägung. Somit sollte hier eigentlich die Eigenverantwortung ausreichend sein.

      Allerdings bei schnellen E-Bikes (max. 45km/h) sind Badelatschen und ein Styropordeckel laut Gesetzt ausreichend, für Mopeds (max. 30km/h) ist aber ein Hartschalenhelm vorgeschrieben. Das ist eine Ungleichbehandlung, die auch gegen jedes Risikobewusstsein verstösst.

      Aus meiner Sicht sollte für beide ein Limit von 45 km/h und ein Verbot für Velowegen erlassen werden.

    • kobL 13.06.2020 12:07
      Highlight Highlight @HugiHans: Deine Aussage ist nicht mehr ganz aktuell: man darf jetzt auf dem Töffli auswählen, ob man einen Hartschalenhelm oder einen Velohelm trägst.
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WhatsApp-Nachrichten warnen vor Corona-«Impfzwang» – das musst du wissen

Auf WhatsApp kursieren Meldungen, die vor einem «Impfzwang» warnen. Kann der Bundesrat die Schweizer Bevölkerung wirklich zu einer Impfung zwingen? 6 Dinge, die du jetzt darüber wissen musst.

«BITTE DRINGEND TEILEN! Der Impfzwang soll jetzt gesetzlich verankert werden» – so heisst es in einer WhatsApp-Nachricht, die sich derzeit wie ein Lauffeuer verbreitet. Wir beantworten die wichtigsten Fragen:

Die gesetzliche Grundlage dafür gibt es bereits. Laut Epidemiengesetz (Art. 6, Absatz 2d), das 2013 vom Volk angenommen wurde, kann der Bundesrat in einer besonderen Lage Impfungen für obligatorisch erklären. Allerdings wird dieses Obligatorium im Gesetz auf «gefährdete …

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