Schweiz
Wallis

Neuer Verdacht auf gepanschten Wein bei AOC Valais

Neuer Verdacht auf gepanschten Wein bei AOC Valais

04.09.2025, 14:2604.09.2025, 14:26

Ein neuer Verdacht auf Weinverschnitt mit ausländischen Gewächsen bewegt den Kanton Wallis. Zwei der 68 Weine, die im vergangenen Jahr von der kantonalen Dienststelle für Verbraucherschutz und Veterinärwesen (DVSV) analysiert wurden, wiesen für Walliser AOC-Weine untypische Isotopenwerte auf.

Fendant; Gutedel; Weisse Weintrauben !AUFNAHMEDATUM GESCHÄTZT!

Fendant Chasselas White Grapes date estimated
Die Weine sollen möglicherweise nicht nur aus Walliser Trauben hergestellt worden sein. (Symbolbild)Bild: imago stock&people

Der Mitte Juli veröffentlichte Jahresbericht der Dienststelle weist darauf hin, dass zwei Weine möglicherweise nicht nur aus Walliser Trauben hergestellt wurden, wie die Westschweizer Zeitung «Le Temps» am Donnerstag berichtete.

Isotopenwerte werden nach einer Analyse der Sauerstoffatome im Wasser, aus dem der Wein überwiegend besteht, ermittelt. Allein geben solche Werte nur einen Hinweis. Atypische Ergebnisse sind aber trotzdem ein Alarmsignal.

«Die kantonale Dienststelle beanstandet die nicht konformen Proben, gibt Massnahmen heraus, und die Unternehmen müssen für die festgestellten Abweichungen geradestehen», sagte DVSV-Chefin Linda Bapst auf Anfrage von Keystone-SDA am Donnerstag. Dieses Verfahren sei in den beiden von den Analysen betroffenen Fällen durchgeführt und das Dossier an die Schweizer Weinhandelskontrolle weitergeleitet worden.

Noch ein anderer Verschnitt mit Weinen aus Spanien und dem Kanton Schaffhausen hält das Wallis derzeit auf Trab: der Fall Cédric Flaction. Das Kantonsgericht wird sein Urteil am 16. September bekannt geben. (sda)

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