Schweiz
Wallis

Hochbetrieb bei Rettungshelikoptern wegen schönem Osterwetter

epa12143237 Air Zermatt helicopter flies over the area one day after a massive avalanche, triggered by the collapse of the Birch Glacier, shows the destruction it caused as it swept down to the valley ...
Bei schönem Wetter steigt die Anzahl von Rettungseinsätzen.Bild: keystone

Schönes Osterwetter sorgt für Hochbetrieb bei Rettungshelikoptern

07.04.2026, 15:0407.04.2026, 15:04

Die Rettungsfluggesellschaften Air-Glaciers, Air Zermatt und Rega sind am Osterwochenende zu aussergewöhnlich vielen Einsätzen ausgerückt. Das sonnige Wetter lockte zahlreiche Freizeitsportler in die Berge. Den grössten Anteil der Einsätze machten Skiunfälle aus.

Die Rettungsteams von Air Zermatt und Air-Glaciers wurden von Karfreitag bis Ostermontag zu insgesamt 121 Helikoptereinsätzen alarmiert, wie die beiden Unternehmen am Dienstag mitteilten. Air Zermatt flog 47 Rettungsmissionen. Air-Glaciers absolvierte 74 Einsätze, davon 54 im Wallis und 20 auf der Berner Seite.

Entkräftete Bergsteiger

Air Zermatt wurde zudem zu mehreren Evakuationen erschöpfter Alpinisten auf der Dufourspitze sowie am Adlerhorn gerufen. Am Ostermontag retteten die Helfer ausserdem Berggänger, die am Adlerhorn VS sowie im Gebiet der Riederalp VS in Gletscherspalten gestürzt waren. Die Betroffenen konnten jeweils leicht verletzt ins Spital geflogen werden.

Air-Glaciers wurde auf der Berner Seite zudem zu zwei Lawineneinsätzen mit Todesfolge aufgeboten. Bei weiteren Lawinenabgängen in La Maya VS und Lourtier VS wurden hingegen keine Personen verletzt.

Rega mit Windenrettungen

Auch die Besatzungen der Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) waren über das verlängerte Osterwochenende stark gefordert. Zwischen Karfreitag und Ostermontag absolvierte die Rega landesweit mehr als 190 Einsätze, wie das Unternehmen mitteilte.

Neben Wintersportunfällen und medizinischen Notfällen erforderte insbesondere unwegsames Gelände mehrfach Rettungen mittels Winde. Unter anderem wurden zwei blockierte Alpinisten bei Engelberg OW, ein verletzter Bergläufer bei den Rochers de Naye VD sowie ein gestürzter Wanderer in der Areuse-Schlucht NE aus schwierigem Gelände geborgen und ins Spital geflogen.

Auf das Wetter kommt es an

Die Rettungsunternehmen weisen darauf hin, dass die Unfallstatistik stark vom Wetter abhängt. Das Osterwochenende 2025 war verregnet, entsprechend gab es weniger Rettungseinsätze.

Air-Glaciers und Air Zermatt sprechen von einem «Bruchteil der diesjährigen Einsätze». Die Rega führte an diesem Osterwochenende 60 Prozent mehr Rettungsflüge durch als vor einem Jahr. (nil/sda)

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