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bild: shutterstock/watson

Was ich wirklich denke

Ein schwuler Christ sagt, was er vom Eklat um das Aeschbacher-Interview hält



Was ist «Was ich wirklich denke»?

Was ist «Was ich wirklich denke»? Wir gestehen: Bei der Idee für «Was ich wirklich denke» haben wir uns schamlos beim Guardian-Blog «What I'm really thinking» bedient. Wir mussten fast, denn die Idee dahinter passt wie die Faust aufs Auge auf unseren alten Claim «news unfucked». Es geht darum, Menschen, Experten, Betroffene anonym zu einem Thema zu Wort kommen zu lassen, ohne dass diese dabei Repressalien befürchten müssen. Roh und ungefiltert. Und wenn du dich selber als Betroffener zu einem bestimmten Thema äussern willst, dann melde dich bitte unter wasichdenke@watson.ch.

Die Namen unserer Gesprächspartner sind frei erfunden.

Homosexualität und Christentum, das passt sehr gut zusammen. Das mag einige von euch überraschen, zumal Homophobie in der Kirche doch immer wieder ein Thema ist. Ich habe auch eine Theorie, weshalb einige Gläubige nach wie vor ein Problem mit der Homosexualität haben. Doch dazu später.

Sprechen wir zuerst über den Vorfall mit dem Aeschbacher-Interview. Mich überrascht es überhaupt nicht, dass das Schweizerische Katholische Sonntagsblatt dieses nicht veröffentlichen wollte.

«Es ist ein weiterer Stich in eine Wunde, die schon lange nicht mehr schmerzt.»

Besonders in Freikirchen und in ländlich geprägten katholischen Gegenden gibt es nach wie vor ein Problem mit der Akzeptanz von Homosexualität. Auch bei der reformierten Kirche gibt es hin und wieder Fälle von Diskriminierung, dort ist man im Grossen und Ganzen aber bereits viel toleranter.

Inzwischen verletzen mich solche Vorfälle wie mit dem Aeschbacher-Interview nicht mehr. Es ist ein weiterer Stich in eine Wunde, die schon lange nicht mehr schmerzt. Ich finde es auf jeden Fall gut, dass Kurt Aeschbacher den Fall publik machte. Es ist traurig, was da passierte.

Ich selber erlebte Ähnliches. Auch ich wurde mundtot gemacht wegen meiner sexuellen Orientierung. Die Freikirche, der ich bis Ende meiner Zwanzigerjahre angehörte, liess mich keine Predigten mehr abhalten, als bekannt wurde, dass ich schwul bin.

Als ich gegenüber dieser Kirche mein Coming-out hatte, wurde gar versucht, mich «umzupolen». Das heisst, man wollte mich so therapieren, dass ich heterosexuell werde. Die Freikirche hat mich zu einer Organisation geschickt, die solche «Umpolungsprozesse» mit Homosexuellen durchführt.

«Solche ‹Umpolungen› sind gerade in den Freikirchen gang und gäbe.»

Über Jahre wurde mir dort eingetrichtert, dass ich in meiner Kindheit zu viel Liebe von meiner Mutter und zu wenig von meinem Vater erfahren habe. Deshalb würde ich mich nun von Männern angezogen fühlen.

Ich bin beileibe kein Einzelfall: Solche «Umpolungen» sind gerade in den Freikirchen gang und gäbe. Die Organisation wurde in Deutschland mittlerweile verboten, hier in der Schweiz darf sie hingegen weiter ihrer Arbeit nachgehen.

Natürlich wurde ich durch die Gehirnwäsche nicht heterosexuell. Ende meiner Zwanzigerjahre bin ich aus der Freikirche aus- und der reformierten Kirche beigetreten. Seither kann ich offen zu meiner Homosexualität stehen.

Ich weiss aber aus zahlreichen Gesprächen, dass viele Gläubige Angst vor einem Coming-out haben. Ich bin deswegen selber aktiv in der Organisation Zwischenraum, eine Anlaufstelle für Christen, die nicht hetero sind.

Aber kommen wir zurück zur eingangs erwähnten Theorie. Wieso ist Homophobie im Christentum nach wie vor so verbreitet? Ich glaube, dass nur noch eine Minderheit der Gläubigen ein wirkliches Problem mit Homosexualität hat.

Diese konservative Minderheit sieht ihren Glauben durch moderne Strömungen, etwa der LGBTQI+-Bewegung, gefährdet. Viele assoziieren Homosexualität immer noch mit Drogen, Partys und ständigem Partnerwechsel. Dies passt nicht mit ihrem christlichen Weltbild zusammen. Sie sind überfordert und gehen deshalb auf die Barrikaden. Die LGBTQI+-Bewegung wird als Pfeiler einer ausschweifenden Lebensweise angesehen, die es zu bekämpfen gilt.

Ich glaube, dass die meisten Gläubigen diese Klischees längst als Humbug erkannt haben. Bei der reformierten Kirche, die von unten nach oben organisiert ist, hat in den meisten Gemeinden denn auch ein Wandel stattgefunden. Dort kann jede Kirchgemeinde mehr oder weniger selber entscheiden, was sie lehrt.

«Wenn der Vatikan nun plötzlich hinsteht und die Homosexualität offiziell verteidigt, riskiert er eine Kirchenspaltung.»

Bei der katholischen Kirche ist dies viel schwieriger. Die katholische Kirchenlehre gilt global. Wenn der Vatikan nun plötzlich hinsteht und die Homosexualität offiziell verteidigt, riskiert er eine Kirchenspaltung. Es bestünde ein grosses Risiko, dass sich diverse Länder, wo ein besonders konservativer Katholizismus praktiziert wird, vom Vatikan lossagen würden.

Die Ironie der Sache: In der Ausbildung war etwa die Hälfte meiner katholischen Kollegen selber schwul. Das ist natürlich nicht repräsentativ, aber es ist unter uns Theologen ein offenes Geheimnis, dass viele katholische Priester homosexuell sind. Gerade in ländlichen Gebieten können sie so ihre Sexualität im Versteckten ausleben und müssen wegen des Zölibats niemandem erklären, weshalb sie nicht heiraten wollen.

Ihr seht, das Christentum hat nach wie vor grosse Probleme mit dem Thema Homosexualität. Aber grundsätzlich bin ich positiv gestimmt. In den letzten Jahren ist die Akzeptanz merklich gestiegen, was auch völlig richtig ist. Es gibt überhaupt keinen Widerspruch zwischen Christentum und Homosexualität. Gemeinhin werden etwa fünf umstrittene Bibelstellen immer wieder kontrovers diskutiert. Doch nach meiner Lesart wird da nirgends die Homosexualität, sondern das ausschweifende Leben, Untreue und Ehebruch verurteilt.

«Es ist jetzt aber an der Zeit, dass wir zusammen alte Zöpfe abschneiden.»

An die gläubige Minderheit, welche sich durch die LGBTQI+-Community bedroht sieht, will ich abschliessend sagen: Niemand will euch euren Glauben wegnehmen. Es ist jetzt aber an der Zeit, dass wir zusammen alte Zöpfe abschneiden. Denn ein Gebot aus der Bibel steht immer noch über allen anderen: Liebe deinen nächsten wie dich selbst.

(Aufgezeichnet von watson.ch)

Wie immer sind Kommentare gern gesehen. Solche, welche die Identität unserer Gesprächspartnerin enttarnen wollen, werden nicht freigeschaltet.

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Hat die Schweiz ein Homophobie-Problem?

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256Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ben_fliggo 24.06.2020 22:18
    Highlight Highlight Es gab bei SRF vor ein paar Monaten einen hervorragenden Artikel zum Thema dieser „Umpolungs“-Versuchen und inkl. Interview-Video eines betroffenen Pfarrers. Finde es leider gerade nicht, aber schon gespunnen, was da abgeht!
  • Akzent 24.06.2020 15:11
    Highlight Highlight Ich trete stets für Religionsfreiheit ein:
    Frei von Religion, ein Leben mit humanitären Werten.

    Religion ist ein Mittel was schon immer der Unterdrückung, Ausschliessung und Bevormundung in vielen Formen gedient hat. Manch ein Krieg hätte ohne Religion nie stattgefunden.
  • Michael Goldberg 24.06.2020 14:17
    Highlight Highlight Homosexuellen vorzuschreiben, sie dürfen nicht glauben, weil Glaube und Homosexualität nicht zusammenpassen würden, ist von nichtchristlicher Seite genauso verwerflich wie von "christlicher" Seite.
    Es sind nicht immer nur "die Anderen", die dem Fortschritt im Weg stehen.
    Benutzer Bild
  • Bert der Geologe 24.06.2020 09:02
    Highlight Highlight Zum Glück leben wir nach den Grundsätzen der Aufklärung und die Religion spielt nur eine Nebenrolle.
  • Akzent 24.06.2020 08:22
    Highlight Highlight Man kann es sich auch leicht machen und die Bibel in der Hand gerade so beachten wie man es gerne hätte. Aber kann das auf der Bibel aufgebaute Christentum auch so funktionieren? Und: wieso sollte man das alte Testament einfach nicht beachten?

    So nebenbei: Ich bin überzeugter Agnostiker, ist sowas wie ein Atheist.
    • Akzent 24.06.2020 09:46
      Highlight Highlight Ich kann nicht verstehen, was an dieser Aussage so falsch ist. Ich bitte um Argumente.
    • bbelser 24.06.2020 10:47
      Highlight Highlight Zwischen Nichtbeachten und blindem Glauben an alles, was in der Bibel steht, gibt es gottseidank seriöse Theologie und Exegese, die uns helfen, dieses Buch kritisch zu hinterfragen, einzuordnen und vielleicht auch tiefer verstehen zu lernen. Da das Christentum eine Entwicklung aus dem Judentum durchlaufen hat, braucht es selbstverständlich eine seriöse und kritische Auseinandersetzung mit den Büchern der Ursprungsreligion.
    • Oxymora 24.06.2020 18:30
      Highlight Highlight @Akzent

      Was verstehen Sie nicht?

      Also nochmal.

      In der seriösen Theologie und Exegese
      hat es nur für seriöse Jesüser von seriösen Cristentümern Platz.

      Anders in der unseriösen Theologie und Exegese, dort wimmelt es von unseriösen Jesüsern von unseriösen Christentümern.
  • Akzent 24.06.2020 08:21
    Highlight Highlight Die Kirche und Homosexualität geht einfach nicht zusammen und mit der katholischen schon gar nicht:

    3. Mose 18,22
    Und bei einem Mann sollst du nicht liegen, wie man bei einer Frau liegt: ein Gräuel ist es.

    3. Mose 20,13
    Und wenn ein Mann bei einem Mann liegt, wie man bei einer Frau liegt, dann haben beide einen Gräuel verübt Sie müssen getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen.

    • Johnny Geil 24.06.2020 10:53
      Highlight Highlight Jesus liebt alle. Auch Homosexuelle.

      Und der Mose ist ein Homophob, ihm soll aber verziehen werden, die wussten es vor 2000 Jahren nicht besser.
    • bbelser 24.06.2020 11:05
      Highlight Highlight Auch als reformierte oder katholische Christen dürfen wir uneins sein mit religiösen Regeln von vor 2000 - 3000 Jahren und diesen widersprechen. Wir dürfen diese Regeln nach dem Beispiel Jesu sogar auf ihren Sinn hin befragen und bei Untauglichkeit ausser Kraft setzen.
      Aber ja: wer ahnungslos und frei von allzu belastendem Vorwissen durch die Bibel stolpert, hält dann bald einmal Poesie über den Ursprung der Welt für eine Konkurrenz zur naturwissenschaftlich fundierten Evolutionstheorie.
    • nichtMc 24.06.2020 11:15
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Generell muss man wohl sagen, dass die Kirche seit der Aufklärung nicht mehr in unsere heutige Welt passt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cleora 24.06.2020 08:14
    Highlight Highlight Alles, was gesellschaftlich oder religionsbedingt dazu führt, dass sich eine Gruppe von Menschen, in diesem Fall Homosexuelle, ausgeschlossen fühlt und ihre Präferenz verstecken muss oder gar zu einer 'Umpolung' gedrängt wird, sollte uns als Gesellschaft zu denken geben. Dabei ist doch völlig egal, was nun genau in der Bibel/Koran etc. steht, die kann man meiner Meinung nach sowieso so interpretieren wie es einem gerade am besten ins Bild passt.
    • Akzent 24.06.2020 09:43
      Highlight Highlight Wenn völlig egal ist, was nun genau in der Bibel steht, kann man doch kein Christ sein. Was hat denn der Glaube für einen Hintergrund?
    • Cleora 24.06.2020 20:04
      Highlight Highlight Der Glaube dient zur stellvertretenden Erklärung jener Dinge, die die Wissenschaft noch nicht erklären kann.
  • odie 24.06.2020 07:31
    Highlight Highlight Eine Ex-Freundin war gläubig. Einmal habe ich sie in einen Bibelbuchladen begleitet, um eine Bestellung abzuholen. Beim Warten bin ich durch den Laden gegangen und habe etwas in den Regalen gestöbert. Da kam die Rubrik „Homosexualität„ (in jedem normalen Buchladen wäre dies die Rubrik „Sexualität“ gewesen). Ich dachte mit: Jetzt wird‘s spannend!, nahm ein Buch und las den Kurzbeschrieb auf dem Rücken. Das stand tatsächlich, dass Homosexualität geheilt werden könne. Für Gläubige ist es also eine Krankheit. Seither nehme ich diese Leute definitiv nicht mehr ernst.
    • bbelser 24.06.2020 08:48
      Highlight Highlight Ach, du warst mal in einem Buchladen, hast den Kurzbeschrieb eines Buches gelesen und hattest dann den ultimativen Durchblick? Bei den Esoterikern nennt man das "umfassende Bildung durch Erleuchtung" oder so.
      Manche nichtgläubige Leute kann ich jetzt aber langsam auch nicht mehr so ernst nehmen...
    • odie 24.06.2020 19:37
      Highlight Highlight @bbelser: Ich habe sicherlich auch schon den einen oder anderen "Schwulenwitz" gemacht. Es käme mir aber nie in den Sinn, Homosexualität als Krankheit abzutun. Und ja, ansonsten lese ich Bücher und beurteile diese nicht anhand des Kurzbeschriebs. Aber in diesem Fall konnte ich mit gutem Gewissen eine Ausnahme machen. Solche Bücher haben einen Wert und der nennt sich Brennwert.
    • bbelser 25.06.2020 14:36
      Highlight Highlight In meinem pauschalisierenden Kommentar spiegele ich deine ebenso pauschalisierende Schlussfolgerung "Für Gläubige ist es also eine Krankheit". Eine recht apodiktische und pauschale Unterstellung, die sich auf das Lesen von 3 Sätzen aus irgendeinem(!) Buch stützt.
      Einverstanden bin ich mit der Schlussfolgerung "Für den Autoren dieses einen Buches ist es also eine Krankheit". Und dass dieses Buch wohl ausschliesslich Brennwert hat.
  • Unicron 24.06.2020 07:25
    Highlight Highlight Da geht es um sehr viel Geld und sehr viel Einfluss.
    Die Katholische Kirche ist nichts anderes als eine uralte, riesige Firma welche Abonemente verkauft.
    Aus Ideologie und Nächstenliebe riskiert man nicht dass ein Drittel plötzlich das Abo kündigt. Egal wieviele Leute deswegen leiden müssen.

    Ich frage mich ja immer wieder, wie hoch hat der Glaube in der Kirche überhaupt bestand? Glaubt der Papst an einen Gott? Der hat ja vermutlich Einblick in die Unterlagen, und wenn da schwarz auf weiss steht, dass sich der Chef seit 2000 Jahren nicht mehr gemeldet hat... Kommen da nicht Zweifel?
  • HPOfficejet3650 24.06.2020 06:41
    Highlight Highlight

    In der Bibel steht: wenn ein Mann neben einem Mann liegt, so steinigt ihn zu Tode. (Alte Übersetzung)

    Das selbe steht übrigens auch über Ehebrecher und unzüchtige Kinder. Hier nehmen die Christen die Bibel ja auch nicht wortwörtlich?🤷‍♂️

    Vor Gott sind alle Menschen gleich und er liebt alle so wie wir sind. (Ebenfalls in der Bibel)

    Was lernen wir daraus?
    Lasst schwule schwul sein und Christen christen. Auch beides ist möglich. Gewisse Kirchen scheinen dies einfach nicht begreifen zu WOLLEN.

    Habt euch lieb und seit für einander da. Das ist das einzige was zählt. 🥰
    • Rene Goeckel 24.06.2020 12:25
      Highlight Highlight Ich versuche mir gerade vorzustellen, welche Leute Dir für so einen freundlichen Text so viele Blitze geben. Die haben sicher noch viel innere Aufräumarbeit vor sich.
  • Emileria 23.06.2020 23:18
    Highlight Highlight Die Forderung an die katholische Kirche Homosexualität gutzuheissen kann ich nicht ganz nachvollziehen. Würde sie dadurch nicht ihre Glaubwürdigkeit verlieren? Wer Mitglied dieser Institution ist aber deren Werte nicht vertreten kann, hat die Möglichkeit auszutreten. Man kann doch auch gläubig sein ohne einer Kirche anzugehören.
    • bbelser 24.06.2020 08:50
      Highlight Highlight Homophobie ist kein christlicher Wert. Deshalb müssen nicht Menschen aus der katholischen Kirche austreten, sondern die Homophobie.
  • Sälüzäme 23.06.2020 22:34
    Highlight Highlight Liebe User, danke für die interessanten Beiträge, konnte beim lesen auch was lernen. Als Atheist bleiben Fragen: Gott ist männlich obwohl die meisten seiner Eigenschaften weiblicher Natur sind, die kat. Kirche hat ein Genderproblem, Schwule, Lesben (gibt es die?) und Frauen werden schlechter gestellt und behandelt, Adam&Eva, Priesterin, Ehefrau von Priester... Jesus, Maria und Josef sind weiss, kann auf Grund der Herkunft nicht sein, dient aber Rassisten als Argument.
    Habe in Afrika und der Karibik Tränen gelacht, Jesus und Fam. in schwarz und die Könige alle weiss, tolle Weihnachtsgeschichte!
    • Share 24.06.2020 07:29
      Highlight Highlight Die Auslegung folgt den Herrschaftsverhältnissen und das ist die Haltung der Kolonialisten, die alles und jeden unterdrücken, die dem weissen Mann und dessen Machtgebaren nicht gefällt. Menschen, Abbild des Schöpfers sind als Frau und Mann gedacht. So hat jeder Mensch den ganzen Kosmos in sich drin. Der Blick unter die Bettdecke ist Teil des kolonialistischen Erbe des Missionars. Die Auslegung und Konzentration auf die (Funktionsweise) primären Geschlechtsteile ist Unterdrückung, sexistisch und zeigt von schlechtem Stil.
  • Martin Andri 23.06.2020 21:47
    Highlight Highlight Ich bin selber gläubiger Christ und gehe in eine Freikirche (ICF). Es ist wirklich Zeit, dass auch bei uns in den Freikirchen eine Reformation stattfindet und Homosexuelle voll akzeptiert werden! Niemand sucht sich seine sexuelle Orientierung aus und somit kann es nicht falsch sein, homosexuell zu sein! Jesus lehrt uns Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Vergebung und nicht über andere zu urteilen! Das predige ich als Gelegenheitsprediger in unserer Kirche. Wahrscheinlich braucht es aber noch ein paar Jahre, bis die Mehrheit aller Gläubigen sich in ihrem Denken weiterentwickelt.
    • John316 23.06.2020 23:39
      Highlight Highlight @Martin Andri
      Römer 1 24-28 ist in krassem Wiederspruch mit deinen Aussagen. Dort steht ganz klar, dass Homosexualität falsch ist und Gott beurteilt sie als Sünde.
      Du scheinst Sünde und Sünder zu verwechseln. Gott hasst die Sünde aber er liebt den Sünder. Wenn wir anfangen, Sünde zu verharmlosen und gut zu heissen, dann ist dies keine Reformation sondern Rebellion gegen Gott.
      Das Evangelium lehrt etwas anderes: alle sind Sünder. Kehre um von der Rebellion gegen Gott, bekenne ihm deine Sünden, glaube an Jesus Christus und lebe in der Nachfolge. So finden wir Frieden mit Gott.
    • Bits_and_More 24.06.2020 08:41
      Highlight Highlight Also ist Homosexualität nach wie vor eine Sünde, eine Sünde ist Schlecht aber da Jesus die Sünder liebt ist es irgendwie in Ordnung?

      Hört endlich damit auf, Homosexualität als Falsch und als Sünde zu bezeichnen!
    • Quasi Modo 24.06.2020 10:09
      Highlight Highlight @John316
      Es ist nicht an uns Menschen/gläubigen Sünden zu beruteilen/urteilen/verurteilen. Dies ist alleine für Gott bestimmt.

      Mag sein, dass in der Bibel steht, dass man Homosexuelle töten soll, es steht aber auch "du sollst nicht töten".

      Wie Martin Andri erwähnt hat ist "Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Vergebung" am Wichtigsten!

      Alle passagen der Bibel, Koran oder anderen Religionen welche empfehlen einander zu Töten und/oder zu verurteilen sollte man hinterfragen.

      Möglicherweise sind wichtige Inhalte durch die Übersetzung oder durch die kulturelle Veränderung verloren gegangen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Binnennomade 23.06.2020 21:36
    Highlight Highlight Gibt übrigend eine gute Doku dazu, "For the bible tells me so".

    Aber es ist halt schon ein bisschen ein grundsätzliches Problem, wenn man seine gesamte Lebensphilosophie auf einem 2000 Jahre alten Buch zu verankern versucht.
    • bbelser 24.06.2020 11:45
      Highlight Highlight Charles Darwins "Über die Entstehung der Arten" ist auch "nur ein Buch". Darauf fusst aber mittlerweile ein guter Teil unseres modernen Weltbilds.
      Und wieso meinst du, dass die Bibel für religiöse Menschen die einzige Grundlage für ihre "Lebensphilosophie" sei?
    • Rene Goeckel 24.06.2020 12:34
      Highlight Highlight Und das, ohne überhaupt den Inhalt zu kennen. Es reicht ihnen schon die arg notleidende Behauptung der Auferstehung. Was, wenn man eines Tages die körperlichen Überreste dieses Jesus' finden würde? Das ist schon sehr dünnes Eis!
    • Binnennomade 24.06.2020 15:07
      Highlight Highlight Bbelser, eben nicht! Darwin war einfach der erste, mittlerweile gibt es zig Millionen Seiten Forschung zur Evolution, alle auf Grundlage von Empirik und wissenschaftlicher Analyse. Würde man Darwins Buch plötzlich wegzaubern, würde das kein bisschen an unserem Weltbild rütteln.

      Danke für diesen Vergleich, denn er trifft des Pudels Kern sehr schön.
    Weitere Antworten anzeigen
  • louie louie 23.06.2020 21:26
    Highlight Highlight Ich mag Aeschbacher. Was er privat im Schlafzimmer etc. tut, geht mich nichts an. Menschen und Religionen, die Ihn wegen dieser einen Facette seiner Existenz richten, sind mir ein Graus.
  • ursus3000 23.06.2020 21:24
    Highlight Highlight Das ist ja wie ein Hell Angels sich beklagen würde , dass dort Rockmusik gehört werde
  • 155West 23.06.2020 20:29
    Highlight Highlight Eine ganz ernst gemeinte und ganz ehrlich nicht wertende (!) Frage an Euch Schreiberlinge:

    Worauf basiert Euer Bibel-Wissen?

    Durchschnittliche SchweizerInnen hatten in der Primarschule Religionsunterricht. Durchliefen die Konf/Firmung. That's it.

    Ein Theologiestudium dauert ca. 6 Jahre, beinhaltet 3 Sprachen und setzt eine Matur voraus.

    Wie kommt man als Durchschnittsbürger auf die Idee, genügend von Leviticus, Gottesvorstellungen etc. zu verstehen? Nach 9–13 Jahren Mathe kriegen wir grad noch den Pythagoras hin, aber ein bisschen Religionsunterricht macht uns zu ExpertInnen im AT?
    • Binnennomade 23.06.2020 21:21
      Highlight Highlight Es ist ein Buch. Wenn du es nach dem ersten Mal lesen nicht verstanden hast, dann nach dem zweiten Mal. Wie man daraus 6 Jahre Studium zaubern kann, ist mir schleierhaft.
    • Gummibär 23.06.2020 21:48
      Highlight Highlight Ich suche gerade die Stelle im neuen Testament , an der beschrieben wird wo Jesus und seine Apostel die Maturaprüfung ablegten und wo sie anschließend nach sechsjährigem, mehrsprachigem Theologiestudium promovierten.
    • Pafeld 23.06.2020 21:54
      Highlight Highlight Deswegen ist Theologie noch immer nur eine Pseudowissenschaft, weil sie trotz dem riesigen Aufwand, den man im Studium betreibt, einfachsten Anforderungen an die Wissenschaftlichkeit nicht gerecht wird.
      Von daher ist Theologie in etwa die selbe zuverlässige Quelle für den Aufbau einer Gesellschaft, wie Tarot oder Horoskope. Und ist es mir persönlich sowas von Wurst, was Theologen bezüglich unserer Gesetzeslage vorzuschlagen haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Potzholzöpfelondzepfelchappenonemol 23.06.2020 19:44
    Highlight Highlight Neben der Angst ist auch die Auslegung/Interpretation des eigenen (katholischen) Glaubens ausschlaggebend. Wenn besagte Verse in der Bibel anders interpretiert werden (was ja auch allen Personen zusteht) wird es auch zu einer Haltungs- bzw. Normen und Werte-Diskussion führen. ZB darüber, dass die Ehe nur von Heteros geführt werden könne..
    Und die Bereitschaft zur Diskussion muss auch noch gegeben sein.. zusätzlich zur Ent-Angstisierung :/
    Heilandzacknomol
    • Kolo 24.06.2020 01:09
      Highlight Highlight Nein, im katholischen Glauben steht dir eine eigene Auslegung der Bibel nicht zu. Aberdemolgarned
    • bbelser 24.06.2020 09:24
      Highlight Highlight @Kolo:
      bin Katholik.
      Befleissige mich einer eigenständigen und reflektierten Bibel-Lektüre und -Auslegung.
      Zusammen mit weiteren Interessierten.
      Wir leben noch.

      Ach ja: der Bischof unseres Bistums hat die kritische Auseinandersetzung mit der Bibel ausdrücklich befürwortet.
    • Potzholzöpfelondzepfelchappenonemol 24.06.2020 09:52
      Highlight Highlight Stimmt wohl leider, ich bin eben katholisch, aber definiere meinen Glauben selbst.. bin glaub eine eigene katholische Freikirche?! :) Die dennoch Steuern zahlt.. :( muss ich mir mal überdenken!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toni.Stark 23.06.2020 19:42
    Highlight Highlight Ich habe Zweifel an der Darlegung dieser Geschichte. Mein Erlebnis in den Freikirchen ist viel differenzierter. Die Person wurde immer angenommen und das Thema ausgewogen besprochen unter Berücksichtigung aller Faktoren. Es gibt viele Freikirchen die da unverkrampft sind. Interessant ist, dass in der Bibel zum Thema vergleichsweise wenig steht. Jesus hat über den Umgang mit Geld mehr gesprochen.
    • ernst.haft 23.06.2020 21:31
      Highlight Highlight Wie kannst du deinen Nächsten ohne ihn zu kennen der Lüge bezichtigen?
      Es würde mich nicht wundern, wenn du gleichzeitig die absurdesten Bibelstellen für bare Münze nehmen würdest.
    • Martel 24.06.2020 05:14
      Highlight Highlight Freikirchen sind Sekten und gehören verboten.
    • Toni.Stark 24.06.2020 09:33
      Highlight Highlight @Martel: Definieren Sie Sekte!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Share 23.06.2020 19:20
    Highlight Highlight Zeit, sich weiter zu entwickeln. Zeit, die Menschenrechtserklärung zu unterschreiben und umzusetzen.
  • Slender Man the Mohrenkopf 23.06.2020 19:09
    Highlight Highlight So wie es jedem Menschen einzräumen ist, seine sexuelle Präferenzen auszuleben und sie ohne Diskriminierung offen auszuleben, muss es Anderen ebenso erlaubt sein diese Präferenzen für falsch zu halten.
    In ihren eigenen Medien können sie auch veröffentlichen was sie wollen, es muss sich einfach in rechtlichen Rahmen geschehen.
    • Samurai Gra 23.06.2020 22:44
      Highlight Highlight Ja es muss im Rechtlichen Rahmen sein aber Hass Predigen ist es nicht mehr
    • Kolo 24.06.2020 01:11
      Highlight Highlight Und genauso kannst du dein falsch-halten auch einfach für dich behalten. Schweigen ist jedem einzuräumen.
    • Kolo 24.06.2020 09:55
      Highlight Highlight Also, wenn Schweigen falls man etwas kreuzfalsch findet nicht gegeben ist, liebe Blitzer, dann sag ich es halt laut: Christen, wie ihr freikirchler, die Menschen in jeder Farbe und Vielfalt und sexueller Orientierung (oder wie ihr sagt von Gott geschaffen) ablehnt oder auch nur verurteilt, hat vom Christentum gemäss neuem Testament rein gar nichts begriffen. Eure Kirchen sind nichts anderes als Blasen und Echokammern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • John Henry Eden 23.06.2020 18:20
    Highlight Highlight Wieso sollte sich z. B. die katholische Kirche ändern bzw. reformieren? Dann kann sie sich gleich abschaffen.

    Klare Regeln, Vorgaben und Bestimmungen machen die Stärke von Religionen aus. Diese zu ändern, kommt einer totalen Niederlage gleich.

    Genau deswegen sind aufgeschlossene Menschen nicht religiös. Religion ist was für Leute, die mit einem selbstbestimmen Leben überfordert sind.

    Doch in den Fussballclub einzutreten und zu fordern, dass man Handball spielen sollte, ist schräg. Es steht jedem Überforderten frei, seine eigene Religion zu gründen.
    • ueberfluessig 23.06.2020 19:23
      Highlight Highlight mir scheint, der autor entspricht nicht deiner einschätzung?
    • bbelser 23.06.2020 19:29
      Highlight Highlight "... deswegen sind aufgeschlossene Menschen nicht religiös."
      Warum sind (vermutlich) nichtreligiöse Menschen nur immer so apodiktisch und, man möchte fast sagen in religiöser Weise, festgefahren und erstarrt in ihrem Urteil?
    • FrancoL 23.06.2020 20:10
      Highlight Highlight Ehrlich?
      "Genau deswegen sind aufgeschlossene Menschen nicht religiös. Religion ist was für Leute, die mit einem selbstbestimmen Leben überfordert sind."

      Vermutlich hast Du einen sehr engen Begriff von Religion und kennst dessen Grundbedeutung nicht.

      Wir haben viele "Religionen" denen der eine oder andere sehr aufgeschlossene Mensch folgt.

      Und ich kenne viel, zu viele die nicht religiös sind, ihr Leben selbst kaum bestimmen und immer mit den Fingern auf andere zeigen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heidi Weston 23.06.2020 18:07
    Highlight Highlight ... Es ist jetzt aber an der Zeit, dass wir zusammen alte Zöpfe abschneiden. Gerne, schafft endlich Religionen ab.
    • bbelser 23.06.2020 19:34
      Highlight Highlight Macht ihr, tut ihr, schafft ihr ab!
      Einfach erst mal alles kaputt machen.
      Heidis Patentrezept.
      Eigentlich sind aber konstruktive Lösungen MIT den Religionen gefragt.
      Und: welche Institution mag das wohl sein, die Religionen "abschafft"?
    • Share 23.06.2020 21:14
      Highlight Highlight Konstruktiv destruktiv. Ich habe gerade nochmal nachgelesen, Gen 1,27: als Frau und Mann schuf er sie. Da steht ‚und‘ nicht ‚oder‘.
    • ernst.haft 23.06.2020 21:38
      Highlight Highlight Der Staat könnte sich mal konsequent säkularisieren.
      Das Recht der Kirchen, uns Sonntags und auch sonst jederzeit mit Lärm jenseits der schmerzgrenze zu drangsalieren ist in der Verfassung festgeschrieben. Der Religionsunterricht der Landeskirchen, die Akquisition von neuen Gläubigen (unmündigen Kindern) Teil der Stundentafel.
      Um mal nur zwei Privilegien zu nennen.
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  • cbeats 23.06.2020 18:02
    Highlight Highlight Etwas am Rande, dennoch wichtig: Eine Phobie ist "extreme Angst vor bestimmten Objekten oder Situationen". Das Wort Homophob ist komplett daneben. Hat jemand z.B. eine Spinnenphobie, wird er nicht deswegen beschimpft. Kann er etwas dafür? Nein. Aber wenn jemand findet, Homosexualität sei für ihn evtl. komisch, ist er Homophob und soll gefälligst im 21. Jahrhundert ankommen. Kling etwa gleich dumm wie das Umpolen.
    • Ueli der Knecht 23.06.2020 20:08
      Highlight Highlight Homophobe haben meist Angst vor ihren eigenen homoerotischen Gefühlen, die sie mit Schwulenhass zu verdrängen versuchen, was aber praktisch nie gelingt.
    • De-Saint-Ex 23.06.2020 20:43
      Highlight Highlight Sorry, stimmt nicht ganz: „Kennzeichen einer Phobie sind, dass die Angst vor dem Gegenstand oder der Situation unbegründet oder unangemessen hoch ist.“
    • Ueli der Knecht 23.06.2020 21:16
      Highlight Highlight „Kennzeichen einer Phobie sind, dass die Angst vor dem Gegenstand oder der Situation unbegründet oder unangemessen hoch ist.“

      Genau, du sagst es, @De-Saint-Ex:

      Es gibt keine stichhaltige Gründe, sich vor den eigenen homoerotischen Gefühlen zu fürchten. Leztlich fürchtet man die soziale Ausgrenzung, die gerade durch die Homophobie begründet ist, weil sich auch andere genau gleich fürchten, und sich so die Furcht gegenseitig hochschaukelt in eine unangemessene Höhe.

      Verstehst du nun, warum das Wort "homophob" genau des Pudels Kern trifft, @cbeats?
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  • dillinger 23.06.2020 17:41
    Highlight Highlight Ich kann nur vom Emmental sprechen, hier ist es aber schon sehr komisch. Einerseits gibt es einen offen homosexuellen Pfarrer, welcher sehr beliebt ist. Seine Homosexualität ist für niemanden ein Problem. Andererseits haben die unzähligen Freikirchen einen sehr grossen Zulauf, unter anderem sind einige meiner Kollegen in solchen Kirchen dabei. Für die ist Homosexualität eine Krankheit welche geheilt werden müsste. Meine Kollegen haben mir auch schon gesagt, dass sie nichts mehr mit mir zutun haben wollen, sollte ich Schwul sein. Ich begreife nicht wie solche Freikirchen so viele Junge anziehen
    • Thoro Z 23.06.2020 18:15
      Highlight Highlight Freikirchen ziehen Leute an die Halt und Orientierung suchen. Eine freizügige Lebensweise wird dort strikt abgelehnt, von daher verständlich dass sie eher homophob sind. Denn dass in der gay community das Leben gefeiert wird, muss man gar nicht abstreiten. Als Schwuler braucht man Freiraum um zu sich selbst zu finden. Auch wenn man schlussendlich ein eher bürgerliches Leben lebt.
    • bbelser 23.06.2020 18:32
      Highlight Highlight Die Realität von Menschen ist eben sehr viel vielgestaltiger und komplexer als wir uns das in unserem bevorzugten Schwarz-Weiss-Denken gerne vormachen. Ich kenne Homosexuelle in kath. Pfarreien, die engagiert mitarbeiten, weil sie etwas ändern wollen, auch an der institutionalisierten Homophobie. Und sie arbeiten ganz selbstverständlich mit den Heti-Katholen zusammen. Das gilt es zu fördern. Den Zuschauern überlassen wir das fruchtlose Kirchen-Bashing... 😉
    • wasps 23.06.2020 18:51
      Highlight Highlight Auf solche Kollegen kannst du pfeifen. Das sind keine Freunde.
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  • Neruda 23.06.2020 17:30
    Highlight Highlight "Homophobie ist laut Michael immer noch weit verbreitet im Christentum."

    Nein! Doch! Ohh!

    😂 Sorry, aber ich laufe auch nicht rum und sage, man braucht Sauerstoff um zu Überleben 😄
    Homosexuelle sollten sich vielleicht eine Ideologie aussuchen, in der sich nicht als krank und abnormal angeschaut werden. Ausländer gehen ja auch nicht zur PNOS und sind dann überrascht, dass sie dort nicht willkommen sind.
    • Nick Name 23.06.2020 18:17
      Highlight Highlight «Mann» sollte bitte einfach differenzieren – wie es im Beitrag oben und vielen Kommentaren schön gemacht wird, merci dafür –: In den Schweizer reformierten Landeskirchen wird unterdessen (endlich, und leider immer noch nicht ganz völlig flächendeckend/unisono ...) eine offen homosexuelle Person von einer Pfarrperson und Gemeindemitgliedern schräg angeguckt. Nicht wenige im Pfarramt oder anderen Verantwortungspositionen sind selbst homosexuell.

      Kurz: Es gibt in dieser Hinsicht nicht «das Christentum». Es ist höchst divers (auch in vielen anderen Hinsichten ...).
    • bbelser 23.06.2020 18:38
      Highlight Highlight Du scheinst von komplexer und oft auch widersprüchlicher Realität recht unberührt zu sein. Vielleicht ist ja tatsächlich bei dir alles so schön schwarz-weiss und geordnet in den zuständigen Schubladen versorgt. Gut, ist der Michael da anders drauf. Vermutlich ist ja "Kirche" für ihn weit mehr als ein Verein, den man bei missliebigen Statuten verlässt.
    • Ueli der Knecht 23.06.2020 20:17
      Highlight Highlight "Homosexuelle sollten sich vielleicht eine Ideologie aussuchen, in der sich nicht als krank und abnormal angeschaut werden."

      Niemand hat sich seine Familie ausgesucht, in der er oder sie hineingeboren ist. Die Idee, einfach seine Familie zu wechseln, ist weltfremd.

      Die Homosexuellen müssen sich nicht ändern. Aber die Homophoben und Intoleranten. Sie sollen die Homosexuellen als gleichwertige Familienmitglieder anerkennen.

      Du verlangst eine Ausgrenzung von Homosexuellen, Neruda. Letztlich ist auch das ein Ausdruck von Homophobie. So im Stil, wem's nicht passt, kann ja gehen. Blödsinn!
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  • Richy Rich 23.06.2020 17:28
    Highlight Highlight Komme aus einer Freikirche. Einer meiner besten Freunde ist schwul und hat darunter sehr gelitten.
    Die entscheidende Frage ist: Wie hätte Jesus zum Thema reagiert? IHM waren Aussenseiter wie Prostituierte, Zöllner, EhebrecherInnen, Arme und Kranke besonders wichtig!
    Ich glaube, da kann sich jeder seine eigene Meinung bilden.
    • cbeats 23.06.2020 18:03
      Highlight Highlight Ja und? Er hat ja nicht gesagt, sie sollen sich weiterhin prostituieren, die Ehe brechen etc.
    • Mia Mey 23.06.2020 18:20
      Highlight Highlight Aussenseiter wie Prostituierte, Zöllner, EhebrecherInnen, Arme und Kranke
      Das sind alles Mitmenschen, keine Ausenseiter.
    • bbelser 23.06.2020 18:51
      Highlight Highlight Jesus ist parteiisch. Auf der Seite von Diskriminierten und Ausgegrenzten seiner Zeit. Sozial Stigmatisierte lernen bei ihm einen neuen Blick auf sich selbst, nämlich den Blick mit den Augen Gottes: ich bin geliebt, gemeint, in der Mitte. Ich bin gut so wie ich bin, ohne fromme Verrenkungen und moralische Vorleistungen.
      Was damals so viele Menschen ganz und heil werden liess, kann auch heute so falsch nicht sein.
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  • Joe Smith 23.06.2020 17:22
    Highlight Highlight «Gemeinhin werden etwa fünf umstrittene Bibelstellen immer wieder kontrovers diskutiert.» Also nach meiner Lesart ist Leviticus 20,13 eindeutig und lässt keinerlei Raum für eine kontroverse Diskussion. Ok, Homosexualität an sich wird nicht verurteilt, sondern nur der Analverkehr unter Männern. Aber ich habe Mühe, zu glauben, dass all die schwulen Christen diesen nicht vollziehen.
    • lilie 23.06.2020 17:27
      Highlight Highlight @Joe: Die Lutherbibel übersetzt die Stelle mit Knabenliebe. Und Leviticus wird in der Gesamtheit in der reformierten Kirche als ersetzt betrachtet durch das neue Gesetz "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst".
    • 155West 23.06.2020 18:00
      Highlight Highlight Leviticus ist eben nicht eindeutig. Je nach Übersetzung steht da nämlich gar nichts von Männern. Eine gute Erklärung dazu findet sich hier:

      https://renatopfeffer.ch/aktuelles/news-lesen/theologische-gedanken-zur-ehe-fuer-alle.html
    • Joe Smith 23.06.2020 18:09
      Highlight Highlight Luther ist aber auch der einzige, der es so übersetzt. In neueren Luther-Ausgaben wurde die Stelle korrigiert. Ob Luthers Fehlübersetzung seinen fehlenden Hebräischkenntnissen geschuldet ist oder ob er bewusst Rücksicht auf alte Klosterkameraden nahm, kann ich nicht beurteilen. Und nein, nichts wurde «ersetzt», alle christlichen Gemeinschaften berufen sich auf die Bibel in allen ihren Teilen. Das wäre ja ein toller Gott, der plötzlich seine Meinung änderte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stambuoch 23.06.2020 17:20
    Highlight Highlight Wie hat der Bischof von Basel letztens so schön gesagt: Man müsse ihn nicht von allem in Kenntnis setzen und was er nicht mitbekommt, dem müsse er ja auch nicht nachgehen, als er darauf angesprochen wurde, dass es in seinem Bistum vorkommt, dass homosexuelle Paare von Priestern in Kirchen gesegnet/getraut werden...es gibt auch unter den Bischöfen liberalere Geister.
    • bbelser 23.06.2020 19:05
      Highlight Highlight Natürlich gibt es die. Und genau diese gilt es zu unterstützen. Die Haltung von Gmür hat Tradition im Bistum Basel. Schon Hänggi meinte, er müsse nicht alles wissen, auch Wüest und Vogel hatten diese Haltung. Leider sind Ultras wie Huonder oder Eleganti im Bistum Chur viel lauter. Und Medien lieben die Hardliner, die dauernd Aufmerksamkeit und Widerspruch generieren.
  • Dr. B. Servisser 23.06.2020 17:04
    Highlight Highlight Ich finde es schön für ihn, wenn er einen Weg gefunden hat seinen Glauben zu leben.

    Was mich aber irritiert, ist, dass viele einem Homosexuellen vorschreiben wollen was er zu glauben hat und was nicht. Das ist dasselbe, wie wenn Kirchenobere ihren Gläubigen vorschreiben wollen, wen sie lieben dürfen und wen nicht. Beides zeugt meiner Meinung nach von Intoleranz.
  • Jaichwill1968 23.06.2020 17:00
    Highlight Highlight Ich selbst habe die Weichen für mich gestellt, als ich vor zwei Jahren entschieden habe, eine strenggläubige christliche Konfession zu verlassen, da ich meine Homosexualität leben will. Ich möchte alle homophonen, religiösen Menschen einmal bitten Ihre Argumente kritisch auf wissenschaftliche Art zu hinterfragen. Lasst euch mal konfrontieren mit Meinungen und Erfahrungen von Betroffenen. Hört mal zu. Lest mal eine wissenschaftliche Abhandlung zum Thema Homosexualität.
    • fablin 23.06.2020 19:14
      Highlight Highlight Danke für deinen Mut, diesen Schritt zu tun! Ich bin in einer Freikirche, kämpfe aber sehr damit, dass diese Meinung so vertreten ist und der Hintergrund dieser Stellen nicht beachtet wird. Vielen Dank für deine Offenheit und du/ihr seid nicht alleine!
    • bbelser 23.06.2020 19:16
      Highlight Highlight Du benennst den springenden Punkt: Menschen verschiedener Orientierung kennenlernen. Begegnung schafft Verstehen. Entdecken, dass wir die gleichen Sehnsüchte und Hoffnungen teilen, angewiesen sind aufeinander. Und dann sind Ideologien zweitrangig.
      Wie beschrieb mir ein schwuler Freund einmal seine Lebenshaltung? "Hinfallen, Aufstehen, Krönchen richten, Weitergehen."
      Gilt übrigens auch für Hetis. Sind ja auch Königskinder... 😉
    • ernst.haft 23.06.2020 21:57
      Highlight Highlight Da braucht es gar keine Wissenschaft, ein wahrhaft christliches Herz würde reichen.

      Ich bin zugegeben grad bisschen anmassend, denn
      Ich bin Atheist, und das ist auch gut so – es ist meine Entscheidung.
      Und ich bin hetero, das ist wahrscheinlich auch heute noch etwas einfacher – aber es ist eher ein Zufall.

      Viel Kraft euch!
  • Hierundjetzt 23.06.2020 16:56
    Highlight Highlight Jesus hatte alle gleich gern.

    Ohne Ausnahme.

    Ende der Story.

    Klar kann man „etwas“ dagegen haben und auf gewagte Bibelstellen referenzieren und verbale Kapriolen schlagen, wir sind in einem freien Land, jeder darf sich die Blöse geben.

    Aber wie gesagt: Jesus hatte alle gleich gern. Das, kann niemand wiederlegen.

    Tja Päch gha.

    Gruss ein Reformierter.
    • infomann 23.06.2020 17:18
      Highlight Highlight Keiner weiss ob es den Jesus gegeben hat.
      Wenn man nichts besseres findet muss halt der Jesus herhalten.
    • bbelser 23.06.2020 17:37
      Highlight Highlight Jesus hatte eine klar ablehnende Haltung zur Selbstgerechtigkeit mancher Pharisäer. Da gibt's recht saftige Zornesreden von ihm, in denen er gewisse Vertreter als weissgetünchte Gräber bezeichnet, also aussen hui, innen pfui. Auch das Wort Natterngezücht fällt.
      Jesus hatte nicht ganz alle gleich gern, auch wenn uns das im Eipopeia-Christentum besser zusagt. Jesus war parteiisch und ausdrücklich religionskritisch.
    • Richy Rich 23.06.2020 17:38
      Highlight Highlight Eventuell sollten Sie Ihr Geschtswissen vertiefen. Kein Geschichtslehrer wird verneinen, dass Jesus, der grösste Revoluzzer aller Zeiten, gelebt hat.
      Wie erklären Siesich sonst, dass wir im Jahr 2000 nach Christus leben?
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 23.06.2020 16:50
    Highlight Highlight Danke, Michael, für deine Beobachtungen und Erfahrungen.

    Ich bin sehr froh, dass du in der reformierten Kirche ein wohlwollendes Umfeld gefunden hast.

    Mich ärgert es immer, wenn es heisst, "die" Kirche sei homophob etc. Das trifft sicher auf die katholische Kirche zu (mit den von dir geschilderten absurden Folgen) und auf viele Freikirchen (auch mit absurden Folgen - man denkt ja, irgendwann fällt es auf, dass diese "Umpolungen" nicht funktionieren...).

    In der reformierten Kirche hingegen kenne ich keine solchen Dogmas (was nicht ausschliesst, dass einzelne Mitglieder homophob sein können).
    • FrancoL 23.06.2020 17:05
      Highlight Highlight Soso, die Katholische Kirche ist homophob und bei den Reformierten sind nur einige homophob. Sicher wissenschaftlich unterlegt, das verlangst Du doch bei jeder Diskussion in der es zB um Rassismus geht.

      Ich denke so einfach ist das nicht darzustellen und wer wie ich in beiden Kirchen von Grund auf kennt, der weiss dass Deine Verallgemeinerung nicht zutrifft.
    • lilie 23.06.2020 17:12
      Highlight Highlight @FrancoL: Dann erkläre mir doch, da du dich in beiden Kirchen so gut auskennst, wie die katholische Kirche Homosexuelle einsxchliesst und die reformierte Kirche sie ausschliesst?

      Du behauptest einfach etwas, ohne auch nur ein konkretes Beispiel zu bringen.
    • bbelser 23.06.2020 17:55
      Highlight Highlight Ich sehe das auch etwas differenzierter. In der kath. Kirche sind es extreme Verlautbarungen weniger leitender Kleriker, die in ultrakonservativen Kreisen befürwortet werden. Dazu kommt die seltsame Lehre, dass Homosexualität defizitär sei, der homosexuelle Mensch akzeptiert werden müsse, nicht aber homosexuelle Handlungen. Aufgeklärte selbstdenkende Katholik*innen halten das aber schon lange für reichlich verdrehten Humbug.
      Trotzdem bleibt die "offizielle" theologisch verbrämte Homophobie leitender Kleriker ein Skandal.
    Weitere Antworten anzeigen
  • BANANENSALAT 23.06.2020 16:48
    Highlight Highlight Der Mann klingt sehr naiv. Schon die Aussage "Homosexualität und Christentum das passt sehr gut zusammen" zeugt davon, wie er versucht etwas schönzureden. Homosexualität wird im alten explizit, im neuen Testament zumindest ansatzweise als falsch dargestellt. Der Mann scheint mit der Identitätssuche noch nicht am Ziel angelangt zu sein. Das Christentum (und wohl die meisten anderen Religionen) sind schlicht nicht tolerant. Offenbar versucht er hier zwei sehr unterschiedliche aber für ihn gleichermassen wichtige Grundpfeiler seines Lebens zu vereinen.
    • lilie 23.06.2020 17:01
      Highlight Highlight @Remo: Wenn du den Rest seines Textes auch noch gelesen hättest, hättest du herausfinden können, was er mit seiner Aussage meinte, und wie er Christentum und Homosexualität in Einklang brachte (es ist beileibe nicht so schwierig, wie du glaubst).
    • 155West 23.06.2020 17:56
      Highlight Highlight Remo:
      1. Ist weder das AT noch das NT explizit. Wären sie das, wären die Passagen nicht Gegenstand kontroverser Debatten in der Theologie.
      2. Von wegen das Christentum sei nicht tolerant: Und doch hat sich in der Schweiz die reformierte Kirche lange VOR dem Staat für die Ehe für alle geöffnet.

      Weshalb die Bibel eben nicht wirklich deutlich ist, dazu findet sich hier ein hilfreiche Erklärung: https://renatopfeffer.ch/aktuelles/news-lesen/theologische-gedanken-zur-ehe-fuer-alle.html
    • bbelser 23.06.2020 18:02
      Highlight Highlight Im Christentum existieren die intoleranten Haltungen, aber ebenso Haltungen und Engagements, die genau diese Intoleranzen aus dem Geist des Evangeliums überwinden wollen. Und es gibt viele Orte, an denen die typisch jesuanische Parteinahme und Offenheit für die Menschen gelebt wird. Da sollte man das Kind nicht mit dem Bad ausschütten.
  • irgendwie so: 23.06.2020 16:47
    Highlight Highlight Ich freue mich, wenn Du die reformierte Kirche als so offen erlebst. Ich denke, das ist weitestgehend auch so.
    Bei den Freikirchen erlebe ich die Diskussion um LGBTQI+ aber mittlerweile oft als DER Frage nach Rechtgläubigkeit. Die eigene Identität steht und fällt mit der Haltung zur LGBTQI+. Traurig, aber oft wahr.

  • Silent_Revolution 23.06.2020 16:45
    Highlight Highlight "Doch nach meiner Lesart wird da nirgends die Homosexualität, sondern das ausschweifende Leben, Untreue und Ehebruch verurteilt."

    Wie liest der gute Mann Leviticus 20,13?
    • FrancoL 23.06.2020 16:54
      Highlight Highlight Etwas schummeln, darf auch ein guter Gläubiger, ;-))
    • lilie 23.06.2020 16:58
      Highlight Highlight @Silent: Die Lutherbibel übersetzt die Stelle so: "Wenn jemand beim Knaben schläft wie beim Weibe, die haben einen Greuel getan und sollen beide des Todes sterben".

      Das würde sich somit auf Pädophilie beziehen und nicht auf sexuelle Handlungen zwischen zwei Erwachsenen.
    • Der_Andere 23.06.2020 17:01
      Highlight Highlight Leviticus ist in dieser Hinsicht eindeutig.

      Bei Leviticus stellt sich aber eher die Frage, ob dieses Kapitel heute überhaupt noch eine Gültigkeit haben kann. Denn wenn man Leviticus als gesamtes durchliest, muss man zwangsläufig zum Schluss kommen, dass mehr oder weniger alle in die Hölle kommen, auf dem Dorfplatz gesteinigt werden sollten oder als Aussätzige behandelt werden sollten, da wohl praktisch jeder gegen irgendeine Regel von Leviticus verstösst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wieso? 23.06.2020 16:41
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man als Homosexueller einfach nicht dem christlichen Glauben folgen. Weil Nein, Homosexualität und Christentum passen sicherlich nicht zusammen. Grow up!
    • FrancoL 23.06.2020 16:55
      Highlight Highlight Dein Post, genau eine so verfehlte Annahme wie die die meinen Schwul sein sei eine Krankheit.
    • wieso? 23.06.2020 17:19
      Highlight Highlight Haha, was?
      Als homosexueller der christlichen Kirche beizutreten, ist wie wenn eine schwarze Person zum Ku-Klux-Klan gehören will. Eine grobe Analogie, wie ich zugebe. Aber lies doch die Bibel...

      Was dein Vergleich soll, weisst nur du.
    • PeteZahad 23.06.2020 17:20
      Highlight Highlight Kannst du begründen wieso?
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 23.06.2020 16:28
    Highlight Highlight «Wenn der Vatikan nun plötzlich hinsteht und die Homosexualität offiziell verteidigt, riskiert er eine Kirchenspaltung»

    UND?

    Spielt das eine Rolle, wenn die Verträglichkeit nicht mehr gegeben ist, dann muss man sich trennen und nicht versuchen eine andere Sicht oder Meinung zu unterdrücken.
    • lilie 23.06.2020 16:43
      Highlight Highlight @FrancoL: Die katholische Kirche fährt seit Jahrhunderten gut mit Repression, warum plötzlich ein Erfolgsmodell aufs Spiel setzen? 🤷‍♀️

      #kannSpurenvonSarkasmus enthalten
    • FrancoL 23.06.2020 16:48
      Highlight Highlight Weil denen die Repression stützen, plötzlich der Boden unter den Füssen fehlen könnte.
    • Nameless Hero 23.06.2020 16:48
      Highlight Highlight Wenn du schon konstant an Mitgliedern (und damit an Relevanz) verlierst, wirst du es tunlichst vermeiden, noch mehr zu verlieren. Traurig und ethisch höchst verwerflich aber wahr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ChillDaHood 23.06.2020 16:18
    Highlight Highlight Die Kirche, insbesondere die katholische, merkt gar nicht, wie sehr ihr die Felle davonschwimmen. Eine Gemeinschaft, die viel Gutes und wichtiges Soziales macht, verbindet und ein philosophisch-ethischer Grundpfeiler (auf freiwilliger Basis) sein könnte, schafft sich selbst ab.

    Tja, ich schau's mir an, sollte es sie bald mal nicht mehr geben, dann kann ich auch damit leben...
    • RDC 23.06.2020 17:22
      Highlight Highlight Europa ist eh schon verlorenes Territorium für die Katholiken.
      Die meisten Mitglieder Leben in Afrika und Südamerika, dort ist Homophobie noch sehr verbreitet.
    • Militia 23.06.2020 17:27
      Highlight Highlight Gemäss den aktuellen Zahlen hat in den letzten Jahrzehnten vorallem die protestantische Kirche massiv Anhänger verloren, die katholische zwar auch aber in einem weitaus geringerem Masse.
    • bbelser 23.06.2020 18:16
      Highlight Highlight Viele Katholik*innen sitzen nicht ruhig da und schauen sich den Zerfall an, weil sie aus eigener Erfahrung wissen, wieviele Menschen auf das soziale Engagement solcher Institutionen angewiesen sind (trotz anderslautender Beteuerungen sind an vielen Orten keine Alternativen in Reichweite). Wenn die Kirche zerfällt, leiden darunter diese angewiesenen Menschen, nicht der Papst, Kardinäle oder Bischöfe. Leider halten zu viele so wie du den Zerfall sozialer Institutionen für ein Spektakel, dem man gelassen zuschauen könnte. Die jammern dann bald über steigende Sozialkosten.
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