Schweiz
Wetter

30 Grad in Visp im Wallis – erster Schweizer Hitzetag registriert

Erster Schweizer Hitzetag registriert – Gewitter im Berner Oberland und der Zentralschweiz

15.05.2022, 22:3015.05.2022, 22:30
Junge Menschen geniessen den Abend mit Sonnenuntergang im Schindlergut Park in Zuerich, aufgenommen am Mittwoch, 11. Mai 2022. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Bild: keystone

In Visp im Wallis ist am Sonntag das Thermometer auf 30 Grad Celsius gestiegen. Damit wurde der erste Hitzetag des Jahres in der Schweiz gemessen.

So früh im Jahr wurde am Standort in Visp seit Messbeginn noch nie ein Hitzetag registriert, wie SRF Meteo auf Twitter mitteilte.

Die Messung fällt just auf den Tag der «Kalten Sophie», die eigentlich das Ende der sogenannten Eisheiligen markieren sollte. Die Frosttage vom 12. bis zum 15. Mai fanden dieses Jahr schlicht nicht statt, wie SRF Meteo in einer Mitteilung schreibt. Anders war das in den Jahren 2019 bis 2021, als es zu einer markanten Abkühlung kam.

Bei einer «Trefferquote zwischen 20 und 30 Prozent» handelt es sich bei den Eisheiligen laut SRF Meteo allerdings eher um einen Mythos als eine klimatologische Realität. Entgegen dem Volksmund, in dem die Eisheiligen als letzter Termin dafür gelten, kann es in Einzelfällen auch noch Ende Mai zu Bodenfrost kommen.

Aber auch Hitzetage sind während der Eisheiligen keine völlige Neuheit – sie tauchen ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts immer wieder auf. (aeg/sda)

Gewitter, Starkregen, Hagel in Berner Oberland und Zentralschweiz
Heftige Gewitter, Starkregen und Hagel haben am Sonntagabend das Berner Oberland und später die Zentralschweiz getroffen. Im Wallis stürmte es zudem.

Der Wetterdienst Meteonews berichtete gegen 20 Uhr von Gewitterzellen und Hagel zunächst in Adelboden und Interlaken im Berner Oberland und etwas später von drohenden starken Gewittern in der Zentralschweiz. Die SBB meldeten am späteren Abend eine Streckenunterbrechung wegen Unwetters im Berner Simmental zwischen Lenk und Zweisimmen.

In Visp im Wallis meldete Meteonews gegen 21 Uhr eine Sturmböe von 96,1 Kilometern pro Stunde - dies nach einem Hitzetag mit 30 Grad am Sonntagnachmittag in dem Ort im oberen Rhonetal.

SRF Meteo sagte für die Nacht auf Montag weitere Gewitter sowie Starkregen und Hagel für das Gebiet der Voralpen und Alpen voraus. (sda)
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Die Betreiber der Bar Le Constellation in Crans-Montana sind laut «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» vor dem tödlichen Brand Ziel zweier Untersuchungen im Wallis gewesen. Eine erste Untersuchung habe den Verdacht auf missbräuchliche Verwendung eines Covid-Kredits über 75’500 Franken für den Kauf eines Maserati betroffen. Das Verfahren sei jedoch mit einer Nichtanhandnahmeverfügung abgeschlossen worden, nachdem das Betreiberpaar nachgewiesen habe, dass das Fahrzeug nicht privat genutzt worden sei, sondern in der Buchhaltung des Betriebs figurierte. Eine zweite Untersuchung habe die kantonale Arbeitsinspektion geführt. Diese sei nach Anzeigen französischer Angestellter wegen nicht eingehaltener Arbeitszeiten, nicht bezahlter Nachtarbeit und missachteter Ruhezeiten aktiv geworden. Anfang 2022 seien mehrere Inspektoren vor Ort eingesetzt worden. Welche Konsequenzen die Walliser Behörden aus den Vorwürfen gezogen hätten, sei laut den Zeitungen unklar.
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