Unfälle, Lawinengefahr und Stromausfälle wegen Wintereinbruch
Während es im Flachland grösstenteils durchregnete und wenn, denn nur wenig Schnee gab, versinken die Alpen im Neuschnee. Südlich des Alpenkamms kamen innerhalb von 48 Stunden teilweise über einen Meter zusammen, berichtet Meteonews.
Das hat Auswirkungen auf die Lawinensituation. Gemäss Meteoschweiz ist die Gefahrenwarnung in manchen südlichen Gebieten auf der zweithöchsten Stufe (gross). Das heisst, es kann zu spontanen Lawinen kommen, die auch bis ins Grüne vordringen können. Das gilt auch für Teile des Wallis und Graubündens. In anderen Bergregionen ist die Gefahr erheblich.
Abseits der Piste ist es entsprechend sehr gefährlich. Wer dennoch Skifahren möchte, sollte deshalb auf der Piste bleiben.
Zahlreiche Unfälle im Strassenverkehr
Doch auch auf der Strasse muss wegen des Schnees mit Einschränkungen gerechnet werden. Die Nationalstrasse A9 war auf Höhe des Simplon-Passes für sämtliche Fahrzeuge gesperrt, wie der Touring Club Schweiz auf seiner Webseite schrieb. Gleiches galt für die Strassen ins Saastal. Auch im Graubünden waren zahlreiche Strassen wegen der Lawinengefahr nicht befahrbar.
Schon am Samstag waren die Verhältnisse prekär. Im Kanton Appenzell Ausserrhoden kam es gleich zu zwei Unfällen. In Schwellbrunn geriet ein 50-jähriger Lenker am Abend mit seinem Auto in einer Linkskurve auf der schneebedeckten Strasse von der Fahrbahn. Er kollidierte mit einem Strassenleitpfosten und fuhr auf das abfallende Wiesbord, worauf sich das Auto überschlug. Der Mann blieb unverletzt, das Auto erlitt Totalschaden. Laut der Polizei hatte der Mann Winterreifen mit ausreichend Profil montiert und war in fahrfähigem Zustand.
Kurz zuvor war ein 31-jähriger Lenker, der mit seiner hochschwangeren Frau unterwegs war, in einer Kurve in Hundwil von der Fahrbahn gerutscht. Das Auto kollidierte mit der angrenzenden Stützmauer und blieb dort stehen. Es wurde niemand verletzt, jedoch wurde die schwangere Frau zur Kontrolle ins Spital gebracht. Die Polizei fand heraus, dass am Fahrzeug Sommerreifen montiert waren.
Auch im Kanton St.Gallen kam es zu vier Unfällen wegen Schnee auf der Strasse. Verletzt wurde laut der Polizei niemand.
Stromausfälle im Kanton Graubünden
Zudem sorgte der viele Schnee in Saas GR und Küblis GR für Stromunterbrüche. Betroffen waren mehrere hundert Haushalte, die vorübergehend ohne Strom auskommen mussten.
In Saas waren rund 700 Kundinnen und Kunden etwa eine Stunde ohne Strom, wie das Energieunternehmen Repower am Sonntag mitteilte. In Küblis dauerte der Unterbruch für die 20 betroffenen Anschlüsse rund 30 Minuten länger. Der Stromausfall ereignete sich am Samstagabend um 23 Uhr, wie ein Sprecher auf Anfrage ergänzte.
Immerhin dürfte das Winter-Intermezzo bald vorbei sein. Laut Meteonews wird es schon am Sonntag überall wieder trocken und ab Montag wieder milder. Die Sonne zeigt sich wieder öfter und die Temperaturen klettern tagsüber wieder in den zweistelligen Bereich. (vro/sda)
