Schweiz
Winter

Brite stirbt bei einer Lawine in der Region Mont Vélan – drei weitere Personen verletzt 

Brite stirbt bei einer Lawine in der Region Mont Vélan – drei weitere Personen verletzt 

29.03.2015, 12:3929.03.2015, 12:44

Mehrere Schneesportler sind am Wochenende in den Schweizer Bergen in Lawinen geraten. Im Wallis erlag ein Brite seinen schweren Verletzungen. Zwei Lawinenniedergänge im Kanton Uri forderten insgesamt drei Verletzte.

Der 30-jährige Brite wurde am Samstag in der Region Mont Vélan von einer Lawine mitgerissen. Er war zusammen mit seinem Bruder unterwegs, der unverletzt blieb. Obwohl die Einsatzkräfte sofort aufgeboten wurden, starb der in der Schweiz lebende Brite noch am Ort des Unglücks.

Bereits 28 Todesopfer in diesem Winter

Mit dem Lawinenniedergang am Mont Vélan steigt die Zahl der Lawinentoten in der Schweiz in diesem Winter auf 28. Bereits am Freitag war im Unterwallis ein 60-jähriger Skitourenfahrer aus Deutschland getötet worden.

Im Kanton Uri wurden am Samstag drei Skitourengänger von Lawinen verschüttet. Am Vormittag traf es einen 61-Jährigen aus dem Kanton Baselland und einen 52-Jährigen aus dem Kanton Aargau, die von Färnigen in Richtung Chli Griessenhorn unterwegs waren. Ein drittes Mitglied der Gruppe konnte die beiden Verschütteten mit einem Suchgerät orten und die Rega alarmieren.

Am Samstagnachmittag geriet beim Stucklistock eine 33-jährige Italienerin in eine Lawine, sie wurde teilweise verschüttet. Sie war mit einer achtköpfigen Gruppe unterwegs. Diese alarmierte die Rega und leistete erste Hilfe. (sda)

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In den 1960er-Jahren wachsen Bevölkerung und Wirtschaft in der Schweiz so stark wie nie zuvor – auch durch die vielen ausländischen Arbeitskräfte, ohne die der beispiellose Wirtschaftsboom nicht möglich wäre. Gleichzeitig breitet sich die Angst vor «Überfremdung» aus. Mit der Forderung nach einer Begrenzung der Zuwanderung greift der Schweizerische Gewerkschaftsbund diese Stimmung auf und prägt die politische Debatte nachhaltig.
«Man hat sogar ein neues Wort geprägt – Überfremdung [inforestieramento]!», schreibt die Gazzetta Ticinese am 22. Februar 1965 irritiert. Im Gegensatz zur italienischen ist der Begriff in der deutschen Schweiz keineswegs neu, doch erlebt er wie die Schweizer Wirtschaft in der Nachkriegszeit eine Hochkonjunktur. Die vom Wirtschaftswachstum angetriebene Zuwanderung hat zusammen mit dem Babyboom zum grössten bisherigen Bevölkerungswachstum in der Schweiz geführt. Mitte der 1960er-Jahre leben ungefähr 5,8 Millionen Menschen im Land.
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