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Die einstige SBB-Managerin Jeannine Pilloud wird neu auch die operative Leitung des Technologiekonzerns Ascom übernehmen. Seit Frühling war sie bereits die Verwaltungsratspräsidentin des Unternehmens. (Archivbild)

Jeannine Pilloud – die einstige SBB-Managerin – übernimmt die operative Leitung des Technologiekonzerns Ascom (Archivbild) Bild: KEYSTONE

Bei der Migros gescheitert: Jetzt übernimmt Jeannine Pilloud Ascom



Jeannine Pilloud, einst Chefin der SBB-Division Personenverkehr, übernimmt die operative Leitung von Ascom. Beim Technologiekonzern ist sie seit kurzem auch bereits Verwaltungsratspräsidentin.

Zuletzt hat Pilloud, die einer breiten Öffentlichkeit als erste Frau in die SBB-Konzernleitung bekannt ist, für das Präsidium des Migros-Genossenschaftsbundes kandidiert. An der Migros-Delegiertenversammlung im März unterlag sie aber Ursula Nold.

Bei Ascom übernimmt sie den Posten von Holger Cordes. Dieser hatte den CEO-Posten bei Ascom vor drei Jahren übernommen. Er werde sich beruflich neu orientieren, heisst es in der Mitteilung vom Montag.

Pilloud leitete von 2011 bis 2017 den SBB-Personenverkehr, mit 13'000 Mitarbeitenden die grösste Division. Danach war Pilloud als Delegierte des Bahnunternehmens im Branchenverband tätig. 2018 hat Pilloud eine Verwaltungsratskarriere gestartet. Sie ist derzeit etwa Verwaltungsrätin des Telekomunternehmens Salt und Vorstandsmitglied von Schweiz Tourismus. Diesen Frühling war sie eine von zwei Kandidatinnen für das Präsidium des Migros-Genossenschaftsbundes, unterlag in der Ausmarchung aber einer Migros-internen Kandidatur.

Keine einfache Aufgabe

Bei Ascom wartet auf Pilloud keine einfache Aufgabe. Der Technologiekonzern ist in den vergangenen Jahren stetig geschrumpft und hat eine Division nach der anderen abgestossen. Doch auch die einzige verbliebene Sparte, die sich auf die Entwicklung und Installation von Kommunikationssystemen in Spitälern spezialisiert hat, hat Schwierigkeiten.

Fürs erste Halbjahr hat das Unternehmen, ebenfalls am Montag, einen Rückgang des Nettoumsatzes um 4.2 Prozent auf 137 Millionen Franken vermeldet. Die Marge vor Abschreibungen (EBITDA-Marge) ist von 6.5 Prozent vor einem Jahr auf nun noch 1 Prozent gesunken. Dabei hat sich Ascom zum Ziel gesetzt, bis im kommenden Jahr auf eine Betriebsmarge von 20 Prozent zu kommen. (mim/sda/awp)

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Drunken Master 05.08.2019 10:44
    Highlight Highlight Doppelmandat bei einer an der Börse gelisteten Gesellschaft? Ein absolutes no go! Kein Wunder rutscht die Aktie immer tiefer...
  • Beat_ 05.08.2019 10:37
    Highlight Highlight VR Präsidentin und jetzt auch noch CEO... sind wir die letzten Jahre nicht weiter gekommen?
  • _kokolorix 05.08.2019 09:36
    Highlight Highlight Ich dachte eigentlich darüber wären wir heute hinweg. Es ist doch wirklich ein Unding, wenn das Präsidium des Verwaltungsrates und operative Führung eines Unternehmens in Personalunion besetzt ist. Der Verwaltungsrat soll ja die Arbeit des Managements kontrollieren, und hier kontrolliert sich einmal mehr jemand selber. Damit ist Korruption und Misswirtschaft die Türe weit geöffnet
    • Ferienpraktiker 06.08.2019 16:34
      Highlight Highlight Soviel man weiss, macht sie den Job nur vorübergehend, bis ein neuer CEO gefunden wurde. Und mit dem offerierten Salär wird sich sicher bald eine/r finden lassen...der dann sicher 2 Jahre bleibt....
  • c_meier 05.08.2019 09:22
    Highlight Highlight "... hat eine Division nach der anderen abgestossen. Doch auch die einzige verbliebene Sparte..."

    Das Kerngeschäft von Ascom ist leider Geschäftsbereiche verkaufen...
    • _kokolorix 05.08.2019 09:31
      Highlight Highlight Darum ist ihre Aufgabe ja auch nicht leicht😀

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