Schweiz
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Students follow professor Dr. Thomas Berndt's lecture on controlling and accounting in the big auditorium

Blick in den «Audimax»-Hörsaal der Universität St.Gallen. Bild: KEYSTONE

1100 Studierende im gleichen Kurs – das ist die meistbesuchte Vorlesung der Schweiz

Eine Umfrage zeigt, was junge Menschen am liebsten studieren, wie es um ihre Jobchancen steht – und an welchen Unis der Einstieg ins Berufsleben am besten gelingt.

Yannick Nock / schweiz am wochenende



Ein Artikel von

Nie gab es mehr Studenten als in diesem Herbstsemester. Knapp 153000 Personen studieren derzeit an Schweizer Universitäten. Sie belegen Hauptfächer von Agrar- und Forstwirtschaft (934 Studierende) bis hin zu den beliebten Sozialwissenschaften (24 610), die Fächer wie Psychologie oder Medienwissenschaften beinhalten. Doch sind die jungen Menschen damit auch gut auf das Berufsleben vorbereitet?

Einen Hinweis, mit welchen Fähigkeiten Absolventen auf den Arbeitsmarkt drängen, geben jene Vorlesungen, die am meisten besucht werden. Je nach Universität sind es andere. An der ETH Zürich ist der Kurs «Einführung in maschinelles Lernen» Spitzenreiter, in Luzern ­«Familienrecht» und in Basel «Lernen» im Fach Psychologie.

ARCHIV - ZUR JAHRESKONFEREZ DER UNIVERSITAET ZUERICH STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG, AM MITTWOCH, 3. APRIL 2019 - Das Hauptgebaeude der Universitaet Zuerich, aufgenommen anlasslich der Jahresmedienkonferenz der Universitaet Zueich USZ, am Freitag, 25. April 2014, in Zuerich. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Spitzenreiter BWL I: Das Hauptgebäude der Uni Zürich. Bild: KEYSTONE

An der grössten Hochschule des Landes, der Universität Zürich, ist eine an­dere Abteilung vorne: 966 Studenten belegen die Betriebswirtschaftslehre I. Die meistbesuchte Vorlesung des ­Landes findet allerdings an der spezialisierten Universität St.Gallen (HSG) statt: Dort besuchen 1100 Studierende die Kernfächer BWL, VWL und Rechtswissenschaft.

Je nach Universität variieren die Jobchancen

Doch haben Sie auch die besten Aussichten auf einen Job? Die Chancen der Studierenden, egal aus welcher Fachrichtung, sind grundsätzlich gut. Ein Jahr nach Abschluss haben nur 4,8 Prozent keine Stelle gefunden, wie eine ­Befragung des Bundes unter Hochschulabsolventen zeigt. Damit liegt ihre Quote zwar auf ähnlichem Niveau wie in der Gesamtbevölkerung (4,6 Prozent). Doch auf Berufsneulinge bezogen ist sie sehr tief.

Bemerkenswert sind die Unterschiede zwischen den Universitäten. In Luzern finden die Absolventen schnell eine Stelle, das gilt vor allem für Juristen. Auch Absolventen der HSG oder ETH Zürich haben weniger Mühe auf dem Arbeitsmarkt als jene der Universitäten im Tessin oder in Genf.

L'entree du batiment de l'UNI Bastions Universite de Geneve qui abrite la Faculte autonome de theologie protestante et la Faculte des lettres, ce samedi 22 avril 2006. Le conseiller d'Etat Charles Beer deplore les aternoiements de l'universite de Geneve dans l'affaire des quattre professeurs soupconne d'avoir abuse des notes de frais. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Hier haben es Abgänger schwieriger: Eingang zum Standort Bastions der Universität Genf. Bild: KEYSTONE

Gemäss Ökonomen liegt das ­daran, dass ETH und HSG sehr arbeitsmarktorientiert lehren sowie direkt mit Unternehmen kooperieren. Besonders die ETH Zürich zeigt mit Spin-off-­Firmen ihre Nähe zur Wirtschaft. Dass Absolventen der ähnlich erfolgreichen ETH Lausanne mehr Mühe haben, liegt wohl an der Genfersee-Region. Dort ist die Erwerbslosenquote generell höher.

Für Michael Hengartner, Rektor der Universität Zürich und Präsident der Schweizer Hochschulen, haben die Unterschiede nur wenig mit der Qualität der Ausbildung an den einzelnen Universitäten zu tun. Entscheidender sei die Fachrichtung.

Gegenüber Boomern im Nachteil

Tatsächlich zeigen sich hier deutliche Unterschiede. Arbeitslose Mediziner (1,7 Prozent) gibt es nur wenige, grössere Probleme, schnell eine Stelle zu finden, haben hingegen Jusstudenten (5,1) oder Sozial- und Geisteswissenschaftler (6,5). Fünf Jahre nach Abschluss gleichen sich die Quoten allerdings überall an.

Verschiedene Faktoren entscheiden heute mit: Sozialkompetenz und überfachliche Fähigkeiten würden an Bedeutung gewinnen, sagt Hengartner, Fachwissen allein genüge nicht. «Am wichtigsten ist es, einen Abschluss zu machen, egal ob an einer Universität, einer Fachhochschule oder in der Lehre», sagt er. Die grössten Sorgen bereiten Hengartner jene, die zwar ein Studium beginnen, aber nie abschliessen. Das erschwert die Situation auf dem Arbeitsmarkt immens.

Michael Hengartner, neuer designierter ETH-Ratspraesident, waehrend einer Medienkonferenz, am Mittwoch, 4. September 2019 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Michael Hengartner: «Am besten ist es, wenn junge Menschen das studieren, was sie begeistert.» Bild: KEYSTONE

Ohnehin ist es für die heutige Generation schwieriger geworden, einen Job zu finden. Gerade Jüngere, die neu ins Arbeitsleben eintreten, bekommen das oft zu spüren. Der Bund hat kürzlich erhoben, wie hoch die Erwerbs­losenquote im Alter von 28 Jahren in verschiedenen Generationen war.

In der Generation der Babyboomer mit Geburtsjahren zwischen 1946 und 1964 waren in diesem Alter 2,1 Prozent der Erwerbsbevölkerung arbeitslos. Bei den Millennials mit Geburtsjahr zwischen 1981 und 1996 wurde mit 28 eine Erwerbslosenquote von 5,5 Prozent verzeichnet. Das sind mehr als doppelt so viele.

Doch es gibt auch krisenfeste Jobs. Nirgends ist es für Hochschulabsolventen derzeit einfacher, eine Stelle zu ­finden als im Klassenzimmer. Lediglich 0,6 Prozent der Neulehrer sind ein Jahr nach Abschluss ihrer Ausbildung erwerbslos. Hinzu kommt, dass in den nächsten Jahren Tausende Lehrkräfte in Pension gehen. Arbeitslose Lehrer dürften deshalb auf Jahre hinaus so ­selten bleiben wie Greta Thunberg in einem Langstreckenflieger.

Digitalisierung wird alles umkrempeln

Einen riesigen Faktor müssen allerdings alle Auszubildenden berücksichtigen. Die Digitalisierung wird die Berufswelt komplett umkrempeln. «In fünf bis zehn Jahren werden ganz andere Lerninhalte wichtig sein», sagt ­Bildungsökonom Stefan Wolter. Natürlich hätten Studierende, die beispielsweise im maschinellen Lernen unterrichtet werden, eine gute Basis. Doch die digitale Revolution werde alle Bereiche erfassen, egal ob Ingenieur, ­Mathematiker oder Historiker.

«Entscheidend ist, wie die Hochschulen darauf reagieren», sagt Wolter. Als gutes Beispiel nennt er die Universität Zürich. Sie hat bereits im vergangenen Jahr angekündigt, 18 neue Professuren im Bereich der Digitali­sierung zu schaffen, darunter auch ­viele in den Geisteswissenschaften. «Keine Fachrichtung wird sich dem entziehen können», sagt Wolter.

Rektor Hengartner gibt angehenden Studenten deshalb einen Tipp: «Am besten ist es, wenn junge Menschen das studieren, was sie begeistert. Davon profitieren sie – und die Gesellschaft.»

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36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Meier (1) 24.11.2019 18:57
    Highlight Highlight Wenn ich hier wieder so lese, bekommt man das Gefühl, wer nicht studiert hat, den sollte am besten neben die Schafe auf die Wiese stellen.
    Nur so als Anregung, wer einen handwerklichen Beruf erlernt hat, diesen gut beherrscht, der muss mehrere Begabungen haben. Neben handwerklichen Fähigkeiten braucht es hohes Fachwissen und viel Erfahrung. Oft hätte er auch den schulischen "Rucksack" um ein Studium abzuschliessen, macht es aber nicht, da ihm der Beruf einfach viel Freude bereitet. Zum Glück gibt es noch solche Leute.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 24.11.2019 07:05
    Highlight Highlight Ein Resultat der Bildungsoffensive: die Leistungsbeschreitschaft der Jungen hat stark zugenommen.

    War man in den 90ern mit einem KV-Abschluss zufrieden, gilt man heute damit als angehängt. Bald braucht man als Spargelstecher einen Hochschulabschluss, um arbeiten zu können.

    Die Welt ist komplex geworden, ja, aber wir schaffen uns Verhältnisse, in denen man kaum mehr als guter Mensch leben kann. Überall geht es nur um Leistung. Menschlichkeit interessiert kaum noch, ausser man kann sich damit profilieren. Wer nicht leisten kann oder will, wird fertig gemacht.
  • Schneider Alex 24.11.2019 06:21
    Highlight Highlight Ein wirksames Mittel, den Trend zu "weichen Fächern" zu stoppen wäre es, den Schwerpunkt der Bildungsinhalte schon in der Volks- und Mittelschule auf Mathematik, Wirtschaft und Technik zu legen, dies auf Kosten der sprachlichen und musischen Fächer, der Geographie und der Geschichte. Im Weiteren könnte an den Hochschulen durch entsprechende Studienbedingungen eine Umlenkung der Studierendenzahlen auf die von der Wirtschaft bevorzugten Studienrichtungen versucht werden. Grundsätzlich sollte sich der Staat im Bildungs- und Forschungsbereich auf wirtschaftlich relevante Inhalte konzentrieren.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 24.11.2019 07:24
      Highlight Highlight Äh, ja, haben Sie vielleicht Kinder? Der Mensch ist viel mehr als das. Und es gehört zum Menschwerden dazu, dass man sich eben bildet.

      Im Gegenteil, meiner Ansicht nach müsste viel mehr Sprache, Musik oder Geschichte unterrichtet werden. Wie wollen Sie bei den Jungen Medienkompetenz aufbauen, wenn das Wissen einfach nicht vorliegt? Wie den Menschen zu einem mündigen Bürger machen, wenn kein Wissen vorhanden, wie sich unsere Gesellschaft organisiert und warum wie eben solche Verhältnisse haben, Herr Schneider? Oder ist Ihr Beitrag Satire?
    • ingmarbergman 24.11.2019 07:37
      Highlight Highlight Mathematik, wirtschaft und technik sind alles Dinge die automatisiert werden können. Zum Zeitpunkt der Singularität werden dann all diese Leute arbeitslos sein.
      Was in Zukunft gefragt werden wird, sind Fähigkeiten die den Menschen von der KI unterscheiden, also genau die „weichen Fächer“.
      Ist übrigens heute schon so. Bei Google musst du dich nicht bewerben wollen, wenn du nur coden kannst. Dort ist interdisziplinäres Denken gefragt. Aber die Schweiz, aka Herr Schneider hängt mal wieder dem Trend hinterher.
    • Schneider Alex 25.11.2019 06:10
      Highlight Highlight Inhalte zur Erbauung sollten der privaten Initiative überlassen werden. Bildung ist allerdings mehr als Vorbereitung auf einen Beruf. Die Freizeitgestaltung nimmt einen immer höheren Stellenwert ein; im Privatleben und der Politik sind wir ständig mit gesellschaftspolitischen Fragen konfrontiert; wir müssen Werturteile fällen. Die Orientierung im Leben erfordert mehr als das beruflich verwertbare Wissen. Was dazugehört muss immer wieder neu geprüft werden.
  • naherrawan 24.11.2019 02:34
    Highlight Highlight Ich selbst belege derzeit den Kurs BWL I an der Uni Zürich. Ironischerweise ist das der am wenigsten besuchte Kurs momentan, also wük so max 30 lüt ....vo öppe 1000 XD
  • Alphaananas 24.11.2019 02:33
    Highlight Highlight Naja also aus Erfahrung kann ich sagen, dass die BWL 1 Vorlesung an der UZH nur in der ersten Woche so gut besucht ist.
  • auloniella 24.11.2019 00:24
    Highlight Highlight Zum Lehrerberuf muss gesagt werden, dass die Gymnasiallehrer nicht so gesucht sind wie jene der Prim oder Sek I.
    Aud Sek II hat man gute Chancen mit Mathe, Physik, Franz und begrenzt Chemie.
  • Jong & Hässig 24.11.2019 00:10
    Highlight Highlight Der Artikel ist irre führend. Niemand studiert an der HSG BWL, Jus und VWL gleichzeitig. Die erwähnte „Kernfachfunktion“ gibt es nur im
    sogenannten „Assessment“ also dem ersten Selektionsjahr. Danach entscheiden sich die Studenten für VWL, BWL, Jus, Law & Eco oder International Affairs.

    Es ist also wohl der BWL Studiengang der UZH, der effektiv der meistbesuchte der Schweiz ist.
    • Jong & Hässig 24.11.2019 00:51
      Highlight Highlight Kernfachkombination*
    • Cédric Wermutstropfen 24.11.2019 05:51
      Highlight Highlight Die Rede ist von BWL I an der UZH, was einfach ein Modul ist. Dieses ist im Assessmentjahr von allen Studenten zu absolvieren, welche an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät ihr Studium aufnehmen: BWL, VWL, Banking and Finance und ich glaube auch Wirtschaftsinformatik. Des Weiteren gibt es natürlich noch solche, die BWL I im Rahmen ihres Nebenfachs oder als Wahlfach belegen. Die genannte Anzahl Studenten gibt also auch hier nicht die Anzahl der BWL Studenten wieder, nicht einmal die der Wirtschaftsstudenten. Es hat bspw. auch Physikstudenten, die BWL I belegen als Nebenfachmodul.
    • Jong & Hässig 24.11.2019 11:44
      Highlight Highlight @Cedric, ok dann stimmts bei beiden Universitäten nicht. Noch schlechter der Artikel also, der wirklich bestbesuchte Studiengang und nicht einfach die Pflichtveranstaltung im aufgeblasenen 1. Jahr wäre halt wirklich interessant gewesen.
  • Rainbow Pony 23.11.2019 23:00
    Highlight Highlight Der letzte Satz ist natürlich absolut korrekt, aber wie viele tun das tatsächlich? Wir oft sagt Mutti, „ach studier doch mal Jus oder BWL, da machst du nichts falsch!“ Studiert, was euch wirklich interessiert, dann lernt ihr auch was richtiges - eine Stelle findet man immer. Wenn man bloss Interesse am Fachgebiet hat.
    • Aglaya 24.11.2019 00:26
      Highlight Highlight Ich habe Jus studiert, aus Interesse. Wir waren bei Studienbeginn sechs Leute aus dem gleichen Gymer, abgeschlossen haben zwei, die beiden, die es interessiert hat. Die anderen vier haben bereits vor den ersten Prüfungen aufgehört, weil der Aufwand eines Studiums ohne Interesse daran einfach zu gross ist.
    • Rainbow Pony 24.11.2019 00:42
      Highlight Highlight Aglaya, nicht falsch verstehen: nicht jeder studiert ja jus weil es Mamma gesagt hat und ich selber erachte jus als sehr interessant, auch wenn ich etwas anderes studiert habe.
    • seepost 24.11.2019 09:39
      Highlight Highlight Ich sehe in der Realität wie oft der letzte Satz eben nicht zutrifft: Wieviele Leute studieren z.b. Archäologie aus Interesse, kommen dann aber nicht damit zurecht, dass es praktisch nur Jobs in Führungspositionen und als Projektleiter gibt. Man sollte sich bei der Studienwahl vermehrt mit einbeziehen was man nachher arbeiten will, nicht nur was einen interessiert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Saerd neute 23.11.2019 22:57
    Highlight Highlight Ohnehin ist es für die heutige Generation schwieriger geworden, einen Job zu finden. ......


    Was seit einigen Jahren zu beobachten ist; starke Schüler werden mit dem heutigen Berufsberatungssystem von handwerklichen Berufen weggelotst.
    Vielen handw. Berufen fehlt der starke Nachwuchs. Es wird zuwenig bekannt gemacht dass über eine praktische Ausbildung auch die Möglichkeit für eine Weiterbildung via Hochschule besteht.
    Somit fehlen oft auch praxisorientierte Kader in vielen KMUs.
    Das ist eine Aushöhlung des dualen Bildungssystem.
    • stadtzuercher 24.11.2019 14:19
      Highlight Highlight @Saerd, Verantwortlich hierfür sind die Firmen, die halt Akademiker wollen. Am liebsten noch günstig aus dem Ausland. Da wär ja einer doof, er würde einen handwerklichen Beruf lernen, um nachher beim Lohn und der Karrieremöglichkeit von den Firmenchefs verarscht zu werden.
      So gut das duale Bildungssystem ist oder war, es verarscht jene, die einen handwerklichen Beruf machen.
    • Saerd neute 24.11.2019 20:30
      Highlight Highlight stadtzuercher
      Genau das meine ich; und das Gewerbe beklagt sich keine gute Lehrlinge mehr zu bekommen, Lehrlinge die nach der Ausbildung vielleicht eine Fachhochschule anhängen und dann zurück kommen ins Geschäft. Leute welche die praktische und die theoretische Erfahrung mitbringen sind sehr rar geworden.
      Diese Leute lassen sich nicht im Ausland rekrutieren weil es sie dort nicht gibt.
  • wolge 23.11.2019 22:28
    Highlight Highlight Na ich hoffe mal die unterrichten nicht mehr das St. Galler Management Modell...

    Wird langsam aber sicher Zeit das Menschen nicht mehr als Ressourcen betrachtet werden und Predict, Command & Control an den Nagel gehängt werden...

    Beides passt definitiv nicht in eine VUCA Welt...
    • Froggr 23.11.2019 23:00
      Highlight Highlight Wolge: Bei uns wird noch immer das SGMM gelehrt. Sie haben wahrscheinlich das SGMM nicht richtig gelesen beziehungsweise verstanden. Es ist extrem menschenbezogen und legt den Fokus stark auf die Beziehung zwischen Führungspersonen und Angestellten. Bitte hören Sie auf mit irgendwelchen Vorurteilen um sich zu schmeissen.
    • Jong & Hässig 24.11.2019 00:06
      Highlight Highlight Doch tun sie. Interdependente Interaktionen sind der letzte Schrei.
    • wolge 24.11.2019 08:01
      Highlight Highlight @Froggr: Sie haben recht, ich habe es nie durchgelesen... Allerdings sehe ich täglich die Auswüchse...

      Wie Führung und Organisation gelebt wird, ist schlicht krank. An die Macht kommen grösstenteils Leute mit riesigen Egos, die sich primär für Macht und Geld interessieren und nicht für das Unternehmen indem sie Arbeiten und für dessen Angestellte.

      Es ist wirklich an der Zeit grundlegend neue Modelle einzuführen. Die auch den Share Holder Value komplett anders interpretieren. Es geht nicht nur darum möglichst viel Geld zu generieren sondern auch der Umwelt und der Gesellschaft sorge zu tragen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kronrod 23.11.2019 22:25
    Highlight Highlight Irgendwo kommt man (fast) immer unter, wenn es sein muss. Viel aussagekräftiger als die Erwerbslosenquote sind die Anfangslöhne. Bei ETH-InformatikerInnen liegen die bei 90'000 CHF, während sich die ArchitektInnen mit 66'000 CHF begnügen müssen. Man sollte natürlich nicht nur aufs Geld schauen, aber sich darüber zu informieren schadet auch nicht. Auch relevant gut zu wissen ist, ob man in der gewählten Fachrichtung das erworbene Wissen typischerweise nachher auch im Beruf anwenden kann.
    • Lucas29 24.11.2019 00:30
      Highlight Highlight CHF 5'500 im Monat ohne Berufserfahrung sind also wenig oder was?
    • Stefan Morgenthaler-Müller 24.11.2019 06:45
      Highlight Highlight Die Einstiegslöhne hängen stark von der Branche, Grösse und dem Standort des Unternehmens ab, weniger vom Studium.
    • Kronrod 24.11.2019 07:27
      Highlight Highlight @Stefan: äh... nein. Wenn Du Dich z.B. als Programmierer bei Amazon bewirbst, kriegst Du einen komplett anderen Job mit anderem Lohn und anderen Aufgaben, wie wenn Du Dich als Soziologe dort bewirbst und dann zB im Sekretariat landest.
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